Nachtrag: Der Regenwald

Der Regenwald wird abgefackelt. In Brasilien. Wir erinnern uns, es wurde für einen Regimewechsel gesorgt. Der ehemalige Präsident wurde durch einen kapitalismusfreundlichen Mann ersetzt. Das ist nicht so lange her, die Damen und Herren aus den USA haben in ihrem Hinterhof für Ordnung gesorgt.

Dieser Präsident befördert das Morden der indigenen Urbevölkerung des Gebiets Brasiliens und er lässt es zu, dass Raubbau betrieben wird an allen Ressourcen des Landes. Nun ist es so, dass eine der wichtigsten Ressourcen des Landes der Regenwald der Amazonas ist. Und der wird abgeholzt.

Vermutlich ist es für die Wirtschaft Brasiliens gut, für die Unternehmer der Region. Wahrscheinlich auch für die Einnahmen des Finanzamt des Landes. Aber es sehr wahrscheinlich nicht gut für das Wetter und die Entwicklung des menschenfreundlichen Klimas unseres Planeten. Dieser große Wald hat doch erheblichen Einfluss auf den Wasserhaushalt der Atmosphäre und wird auch Wolkenbildung und Regen anderer Regionen der Erde beeinflussen.

Niemand kann natürlich mit Sicherheit voraussagen, was mit Wetter und Klima auf Grund der Abholzung und des Abbrennen des Amazonaswaldes passieren wird, aber die Vermutung liegt nahe, dass es in bestimmten Regionen weniger regnen wird, dass es zu weniger Wolkenbildung kommt und somit mehr Sonnenenergie auf die Erdoberfläche gelangt.

Die in die Luft gelangten Rußteilchen werden ihre Wirkung haben und das Holz, das ungenutzt für die Energiegewinnung oder für die Gartenzäune verbrannt wird, geht dem Ressourcenpool der Menschengemeinschaft verloren. Ganz nebenbei werden Tiere umgebracht, Pflanzen vernichtet, vielleicht sogar Arten, die bisher noch gar nicht entdeckt waren, ausgerottet. 

Die in der Region lebenden Menschen, auch wenn ihr Leben nicht unserer Vorstellung von Zivilisation entspricht, kommen zu Schaden, weil eventuell ihre gesamte Lebensgrundlage vernichtet wird, ohne dass dafür gleichwertiger Ersatz geschaffen wird.

Jubel und Medien

Statt der Schülerin zuzujubeln, die die Schule wegen des vernachlässigten Umweltschutz schwänzt, sollten sich die Medien mal ausführlich mit dem Abbrand des Amazonasurwaldes beschäftigen und mit den Mechanismen, die dazu führen, dass das so passieren kann, ohne dass die ganze Welt, die Menschen des Planeten, sich genauso darüber echauffieren, wie über die Schulschwänzerin.

Im Übrigen ist der so umweltfreundliche Segeltörn damit verbunden, dass etliche Leute mit dem Flugzeug (Pfui! Umweltschädlich!) in die USA reisen.

Nicht unnötiger Medienrummel sondern die Unfähigkeit der Politik, dem Raubbau der kapitalistischen Wirtschaft eine Begrenzung zu geben, sind die Dinge die uns bewegen sollten.

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Das Klima und der Schwindel

Die Zusammensetzung der Atmosphäre

(Quelle: verschiedene, die in etwa gleiche Aussagen machen, aber hauptsächlich „www.dwd.de“ ,  eine Internetseite des Deutschen Wetterdienst, einer Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland.)

Die Atmosphäre setzt sich hauptsächlich aus Stickstoff (78,1 %), Sauerstoff (20,9 %) und Argon (0,93 %) zusammen. Das ergibt zusammen rund 99,93 Prozent.

Die sogenannten Spurengase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O) und Ozon (O3) ergänzen den Rest zu 100 Prozent. Deren Anteil zusammen liegt also unter 0,1 Prozent.

Anschaulich gemacht: von 10.000 (zehntausend) Teilen Luft sind etwa 7 Teile zugehörig zu den Spurengasen, darunter auch Kohlendioxid (CO2). Das Kohlendioxid würde unter 10.000 Teilen Luft nicht einmal 3 Teile ausmachen. Die in der Luft befindlichen Gase Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) werden auch als „Treibhausgase“ bezeichnet; manchmal nennt man sie auch „Klimagase“.

Der Ursprung und die Begründung des Wortes „Klimagas“

Die Bezeichnung „Klimagas“, „Treibhausgas“, „Klimakiller“ sind in unseren Sprachgebrauch gelangt und werden in (fast) jeder Nachrichtensendung , auf (fast) jedem zweiten Wahlplakat und in jedem dritten Fernsehbeitrag breitgetreten.

Die gängige Erklärung für die Beeinflussung des Klimas der Erde durch die genannten Gase ist deren Fähigkeit, die Energie der Wärmestrahlung der Sonne aufzunehmen, wenn sie von der Erdoberfläche zurückgestrahlt wird, und nicht wie vorgesehen in das Weltall zu entlassen.

Die Wärmestrahlung der Sonne kann also herein strömen in die Atmosphäre, aber durch den Einfluss der Klimagase nicht wieder heraus. Das gleiche Phänomen können wir bei einem Gewächshaus (auch Treibhaus genannt) beobachten. Die Sonne strahlt herein, aber die Wärme kann nicht mehr entweichen (Glashauseffekt).

(Quelle Wikipedia:) „Als Glashauseffekt (abgeleitet aus dem Französischen von effet de serre, wie er zuerst von Joseph Fourier genannt wurde) wird der Effekt bezeichnet, wenn in einem Innenraum durch verglaste Fensteröffnungen oder Dächer Sonnenlicht einfällt und von den Materialien des Innenraums absorbiert wird. Diese heizen sich und indirekt die Innenraumluft dadurch deutlich über das Niveau der Umgebungstemperatur auf. Durch das Glas wird Auskühlung durch Unterbindung der Konvektion verhindert.“ (Konvektion ist, einfach gesagt, der Wärmetransport über bewegte Luftteilchen, der wegen der Windstille im Gewächshaus nicht stattfindet.)

Im Falle der Treibhausgase sind es also der Erdboden und alle die Dinge, die von der Sonne angestrahlt werden, die die Strahlungswärme aufnehmen und die Klimagase fungieren als „Glasdach“, die die langwellige Strahlungswärme nicht mehr in den Kosmos entlassen. So der Gedanke, der sich aus der Bezeichnung „Treibhausgas“ ergibt.

Zu kompliziert? Dann hier: 0,03 Prozent der Atmosphäre ( CO2) halten die Sonnenwärme in der Atmosphäre.

Der Treibhauseffekt

In einigen Veröffentlichungen und derer gibt es inzwischen viele, wird auch Wasserdampf in jeglicher Form, ob als Wolke oder als Nicht-Wolke, zu den Treibhausgasen dazugezählt. Der Wasserdampf in der Atmosphäre wird sogar für 36 bis 70 Prozent für den Treibhauseffekt verantwortlich gemacht.

Zählt man aus eigener Erfahrung die Wolken hinzu, so kommt man schnell zu der vulgärpopulistisch-wissenschaftlichen Annahme, der gesamte Treibhauseffekt wird durch die Wasserdämpfe verursacht. Schon unsere Großväter wussten es: Scheint der Mond, so wird es eine kalte Nacht, scheint er nicht, ist die Nacht wärmer. Das liegt natürlich nicht am Mond, sondern an der Wolkenbedeckung. Bei klarem Himmel – ohne Wolken und bei reiner Luft – kann die Wärme in das Weltall entweichen. Weht noch ein frischer Wind, dann ist es besonders kühl.

Und das Kohlendioxid?

Laut Wikipedia, dem Alleswisser, hat das Gas Kohlendioxid am Treibhauseffekt einen Anteil von 9 bis 26 Prozent, den höheren Wert bei klarem Himmel. Das dürfte geschätzt sein, so genau wie die Zahlen sind, und es sieht auch in wissenschaftlichen Publikationen nicht viel besser aus mit den Schätzungen.

Ich will es hier noch einmal sagen: Es sind Schätzungen, auch in wissenschaftlichen Beiträgen sind es nur Schätzungen.

Die Kurven

Die Kurven, die im Bericht der/des IPCC gezeigt werden, legen nahe, dass der in den letzten 150 Jahren erfolgte Anstieg des Anteils von CO2 in der Luft in etwa mit dem Temperaturanstieg ( des gemittelten über die ganze Welt) gleich läuft, korreliert. Das ist auch die Erklärung und die Begründung für den „durch menschliche Tätigkeit verursachte Temperaturanstieg in der Atmosphäre“.

Andere Kurven, die von der Gruppe der „Klimawandel-durch-den-Menschen-Verneiner“ herumgereicht und als Gegenbeweis herangezogen werden, zeigen die langfristige (über hunderttausende von Jahren) Übereinstimmung der atmosphärischen Temperatur mit den Aktivitätszyklen der Sonne. Eine bekannte Ausprägung dieser Zyklen sind die als „Eiszeiten“ bekannten Perioden mit relativ kalten Temperaturen der Luft auf der Erdoberfläche.

Die Sonnenaktivitäten, die Zyklen von verschiedener Länge (100.000 Jahre, 11.000 Jahre und andere) haben, lassen sich direkt auf die langfristigen Temperaturschwankungen abbilden. Die langfristige Bindung an die Sonnenaktivität ist nicht zu leugnen. Sie wird auch von den Wissenschaftlern, die den Klimawandel den menschlichen Aktivitäten zuschreiben  nicht geleugnet. Allerdings wird der jetzige starke Anstieg der Weltatmosphärentemperatur der menschlichen Beeinflussung zugesprochen.

Statistik

Erinnern wir uns: Jede Statistik (Aneinanderreihung von Daten) lässt sich und wird je nach Zweck, verschieden interpretiert. Durch geschickte Anordnung, geschickt ausgewählter Daten, lässt sich so ziemlich alles beweisen, auch das Gegenteil.

Erkenntnis

Nachweisbar ist, auch ohne große Verrenkungen, dass die Sonne einen wesentlichen Einfluss auf die Erwärmung und Abkühlung der irdischen Atmosphäre und auf den Erdboden hat. Die Sonne ist der große Energielieferant und die nächste Eiszeit wird kommen.

Die Mechanismen der Kohlendioxidproduktion und des Kohlendioxidverbrauchs, und ebenso der Einfluss auf Atmosphäre,  Hydrosphäre und Geosphäre, sind zu wenig erforscht, um tragbare Aussagen zum Einfluss auf das Klima zu treffen. Das geben sogar die wissenschaftlichsten Wissenschaftler zu.

Alle Vorhersagen künftiger Erwärmungen beruhen auf Schätzungen, die in Modelle einfließen, die niemals genaue Prognosen ersetzen können. Das Modell, das alle Prozesse, die in und um unseren Planeten stattfinden und das Wetter und das Klima beeinflussen, ist noch nicht erstellt worden. Es wäre auch zu komplex, als das wir es jetzt erstellen könnten.  Und es fehlen uns Daten, die wir bisher nur unvollständig erheben können.

Fazit

Es kann sein, dass der Mensch das Klima beeinflusst. Es kann sein, dass die Kohlendioxid – Emission des Menschen das Klima der Erde beeinflusst. Allerdings hat die Sonne einen viel, viel größeren Einfluss auf das Klima der Erde, als der im Vergleich dazu marginale Energieausstoß der Menschheit.

Gedanke

Die Politik hat ein Thema. Dieses kann benutzt werden, um auch noch die Luft zu besteuern. Nicht nur dass, es kann auch bestimmt werden, wie viel Fleisch der Mensch zu essen hat, welche Autos er fahren darf, wie lange sie fahren und wohin.

Da wäre doch die Politik blöde, das nicht zu nutzen. Nur mit Freiheit oder Demokratie hat das nichts mehr zu tun. Das ist Diktatur. Macht. Macht, die sie sonst gar nicht bekommen könnten, nicht so schnell und nicht so einfach.

Wie wir wissen, dient die Politik in unserer Demokratie vor allem dem Ziel, die Wirtschaft in Gang zu halten. Ob dieses nun vorrangig geschieht „um Arbeitsplätze zu erhalten“ oder ob es der Lobby-Arbeit geschuldet ist und den Konzerne mit ihren Aktionären dient, spielt dabei nicht mal eine Rolle.

Aber:

Auch wenn das mit den menschengemachten Klimaveränderungen durch Klimagase ein großer Schwindel sein sollte, und es ist nach meiner Überzeugung ein mindestens mittelgroßer, so bleiben die anderen unübersehbaren Folgen menschlichen Wirkens.

Da sind die Luftverschmutzung durch Aerosole in den Ballungsgebieten, die Lichtverschmutzung und die Lärmverschmutzung, die Verseuchung der Meere und Flüsse, die Verseuchung der Ländereien mit Dünger und anderen Chemikalien, Müll, radioaktiven Materialien, die Verschmutzung mit Mikroplaste. Genveränderungen, Elektro-Smog, Strahlenbelastung. Der Mensch entzieht sich, durch seine Art zu wirtschaften, selbst die Lebensgrundlage, die Natur. Es wird ihn krank machen und kränker, vielleicht sogar umbringen. (Und wir können das schon sehen, jeden Tag, wie krank wir schon sind. An Körper und Seele.)

Allerdings, der Mensch ist bestimmt in der Lage, damit fertig zu werden. Wenn auch die letzte Grasfläche zubetoniert ist, alle Lebensmittel unschmackhaft aus holländischen Gewächshäusern kommen, die Gehirne mittels Mikrochips aufgepuscht sind und die Knochen und Gelenke durch Metall und Kohlefasern verstärkt wurden, auch dann wird der Mensch noch überleben.

Der Mensch hat es bisher immer hinbekommen, zu überleben. Der „Club of Rome“ prophezeite schon vor Jahrzehnten den Untergang der Menschheit. Die Christenheit wartet auf die Apokalypse. Der Mensch hat eine Chance. In die eine Richtung, wie auch in die andere.

Sind alle Wälder gerodet und alle Wiesen von Rindern zertrampelt, dann müssen wir uns eine neue Erde besorgen. Da wird gleich die erste Gurke konsequent im Glashaus gezogen. So kommt niemand erst auf den Geschmack.

Die Reichen und Schönen können sich ja auch ein Glashaus schaffen, ein Reservat mit Wald und Wiese und frischer Luft mit Briese. Der Rest, die, die mit „Friday for Future“ gelaufen sind, die können ja die Luft draußen weiter verbessern (wollen).

Oder wir bomben mal fix 21 Millionen weg (wie im Weltkrieg II) oder lassen sie am Gelbfiber sterben. Dann wird der Ressourcenverbrauch auch erheblich sinken. Jedenfalls stoßen dann weniger Leute schlecht Luft aus. Aber es müssten der Effektivität halber diesmal schon eher eine gute Milliarden Chinesen und Inder über den Jordan geschickt werden. Und die schönen Nebeneffekte! Die Rüstung bring Geld in die Kassen und man kann so schön wieder aufbauen, hinterher.

Versuch einer Zusammenfassung:

Über den Klimawandel weiß man nichts Genaues nicht. Aber wir machen uns unsere Umwelt kaputt. Jeden Tag und das ist Fakt.  Wir könnten Ressourcen sparen, wenn  wir weniger sinnloses Zeug produzierten und produzieren lassen würden. Aber trotzdem lässt sich die Steigerung des Ressourcenverbrauchs nicht stoppen, ohne mit der menschlichen Kultur in die Steinzeit zurückzufallen.

Wir müssen lernen mit den Ressourcen besser umzugehen. Die gegenwärtig vorherrschende Wirtschaftsordnung aber ist nicht willens und nicht in der Lage dazu. Stattdessen benutzt sie die Politik, um uns „Mensch-Konsumenten“ schuldig zu sprechen und Schuldgefühle in uns aufzubauen. Mit Erfolg.

Der Klimawandel ist kein Schwindel. Die Ursache ist nicht ganz eindeutig. Die Menschheit lebt aber eindeutig über ihre Verhältnisse. Sie zerstört sich die Lebensgrundlage. Aber der Mensch, der Einzelne, kann nichts daran ändern. Das ist eine Aufgabe für die Menschheit.

Nebenbei: Deutschland hat  einen Anteil von ca 2,5 Prozent am Weltweiten (menschlichen) CO2 Ausstoß. Also, ob in Deutschland ein Sack Biokartoffeln umfällt oder nicht, es wird nicht viel an der Gesamtsituation ändern.  In China ist der Bau von 160 Kohlekraftwerken in den nächsten fünf Jahren geplant. Also, bauen wir in Deutschland drei Stück ab, damit sich das ausgleicht.

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Die Wahl und der Umweltschutz

Da ist eine Kleinstadt in Deutschland, sagen wir, sie liegt nahe eines Speckgürtels einer Hauptstadt und sie ist fast noch Speckgürtel und demnächst ist wieder mal Wahl.

Die Politiker aller Parteien gebärden sich kinderfreundlich und bürgerfreundlich und umweltfreundlich. Die einen wollen „Arbeit schaffen“(!), die anderen wollen bessere Bedingungen für Kinder und die nächsten wollen sich für Gerechtigkeit(!) einsetzen. Manche wollen alles zusammen und andere fühlen sich  nur für das Tierwohl verantwortlich.

Alle, fast alle, meinen mit der Verpflichtung, das Klima schützen zu wollen, bei den Wählern punkten zu können. An konkreten Vorschlägen aber mangelt es in der Kleinstadt, denn sie steht weder auf Braunkohle und soll demnächst abgebaggert werden, noch betreibt sie eine Erdölraffinerie oder gar ein Kohlekraftwerk. Da gehen den Umweltschützern die Ideen und Argumente aus. Die Stadtversammlung kann ja schließlich nicht den Eigenheimbesitzern die Nutzung von Fernwärme empfehlen, wenn es an einem Erzeuger mangelt. Auch das innerstädtische Fahren mit PKW-Dieseln würde mit Unverständnis aufgenommen werden.

Die Vertreter scheuen sich auch vor dem weiteren Zubau von Groß-Elektrowindmühlen.Denn alle, na gut, sagen wir, viele Bürger, sind schon genervt von der Verschandelung der Landschaft und der Bezahllüge, die hinter der Umwelt-Energie steht.Der Rentner hat auch dazu keine Kohle, äh, Geld.

Ein Vorschlag, wie die Parteien und die Kommune ihren Willen zum Schutz der Umwelt eindeutig und zielführend bekunden können, hätte ich. Alle Parteien könnten ihn schnell noch in ihre Programme aufnehmen:

Verbietet den Grossisten die Verbreitung von Werbematerial an die Haushalte. Daraus ergibt sich nicht nur Umweltschutz, sondern auch eine wirkliche Einsparung für den Bürger. Hier einige Fakten:

  • Es sind viele Tonnen Papier, die kaum gelesen werden, aber viel Aufwand erzeugen.
  • Der Bürger bezahlt die Herstellung des Werbematerials, weil die Kosten auf die Supermarktwarenpreise umgelegt werden.
  • Der Bürger bezahlt auch die Verbreitung (über die Preise) und den Abtransport in der „Blauen Tonne“ (an die Stadt).
  • Für die Herstellung werden Materialien verbraucht, unter anderem Holz für die Papierherstellung. Die Bäume bräuchten nicht gefällt werden.
  • Für die Herstellung werden Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser, verbraucht, welches dann ungeklärt für anderes zur Verfügung stehen würde.
  • Die Herstellung der Druckfarben und deren spätere Entsorgung bringt unnatürliche chemische Stoffe in die Umwelt.
  • Der An-Transport der Werbung (sowie alle Transporte) nutzt die Straßen ab (LKWs!), verstopft die Straßen und trägt Dieselabgase in die Atmosphäre ein.
  • Mehr als die Hälfte aller Werbematerialien landet ungelesen/ unangefasst in der Tonne.

Als Gegenargumente muss ich mir sicher anhören:

  • Werbung ist ein Grundbedürfnis für die Unternehmen!
    • Aber, wenn sie keiner/ kaum jemand liest?
    • Man kann den Firmen Flächen an belebten Plätzen zur Werbung anbieten.
    • Jeder, der das Papier haben möchte, kann es bestellen.
  • Werbung sichert Arbeitsplätze!
    • Da die Werbung schon eingepreist ist, können die damit Beschäftigten bezahlt werden, ohne dass sie etwas dafür tun müssen, die Umwelt würde trotzdem besser dastehen.
    • Lasst stattdessen Bücher drucken. Die Leute könnten lesen.
  • Das verzerrt den Wettbewerb!
    • Im Gegenteil, die kleinen innerstädtischen Läden, die bisher keine Werbung großflächig streuen konnten, werden wieder gleichberechtigt.
    • Alle Supermarktketten haben die gleichen Bedingungen.
  • Die Werbung wird zumeist aus Recyclingmaterial hergestellt und stellt keine Umweltbelastung dar.
    • Das ist ja….. man kann es sich schönreden.
    • Es bleiben Transport, Farben, Entsorgung usw.
  • Sicher gibt es, wie immer, noch hunderttausend andere Argumente. Besonders dagegen. Dafür sind wir immer gut. Vor allem aber wird der Bürger immer verantwortlich gemacht für alle die Umweltsünden und auch für Regulierung. Dabei ist die Politik da, um es zu regeln

So könnten Schritte zur Einsparung von Umweltbelastung und Menschenbelastung unternommen werden.

Aber wir wählen wieder. Wir wählen. Statt  zu fordern. Die Parteien werben für sich und wir Bürger sollten von ihnen sinnvolle Taten fordern. Machen wir aber nicht.

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CO2 und die Steuer

Die unten stehende Tabelle ist ein Auszug aus den Statistiken des  Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. (https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/tabellen-zu-ernaehrung-und-fischerei/)

Hier ist zu lesen, dass im Jahre 2018 etwa 4.87.900 Tonnen Fleisch (Schlachtgewicht) in die Bundesdeutsche Republik eingeführt wurden. Also etwa 0,49 Millionen Tonnen.

Der jetzt geschlossene Vertrag mit den USA sieht eine Anhebung der Einfuhren von dort auf 35.000 Tonnen vor. Aus Lateinamerika (Argentinisches Steak!) wird die Einfuhr im gleichen Zeitraum auf 10.000 Tonnen abgesenkt.

Meine erste Frage bei Betrachtung der Zahlen ist: Was soll dann die Aufregung um diesen Vertrag, wenn es sich beim Handelsanteil der USA nur um einen Anteil am Handelsvolumen von nicht einmal 10 Prozent handelt und sich der Gesamtanteil wegen der Verringerung des lateinamerikanischen Anteils fast gar nicht verändert?

Meine nächste Frage angesichts der obigen Zahlen ist: Warum wird so viel Fleisch rein und raus transportiert? Mal ein paar argentinische Steaks importieren, das sehe ich ein, haben doch dort die Weiden einen ganz anderen Geschmack. Auch das zerhackte Rindfleisch für das amerikanische Fastfood-Erlebnis muss natürlich aus dem Ursprungsland sein. Aber warum werden die anderen 400.000 Tonnen Fleisch jedes Jahr durch die Gegend gekarrt?

Werden hier deutsche Schwarz-Weiss-Rinder mit polnischen Viechern getauscht oder ungarische Fleischrinder mit Bayrischen? Wozu? Vielleicht bin ich zu ungebildet in Sachen Landwirtschaft und Nahrungsmittel. Viellicht taugt ja die Schwarz-Weiße nicht für ungarische Salami. Dann soll mir das jemand erklären.

Meine dritte Frage zu den Zahlen: Warum verbrauchen wir jedes Jahr mehr Fleisch, wenn wir doch alle wissen, dass es gesünder ist, mehr Gemüse zu essen und wir ja inzwischen alle Diät- und Ernährungsprofis geworden sind?

Ich versuche mal die ganz kurzen Antworten auf meine Fragen selbst zu finden:

Zu 1: Es ist einfach, weil sie immer Geschrei machen müssen, um die Leute im Sommerloch zu beschäftigen und von anderen, eigentlich wichtigen Fragen, abzulenken, oder weil sie es nicht besser wissen.

Zu 2: Es verdiene eine Menge Leute daran, das Fleisch hin und her zu karren. Das macht das Fleisch teurer, bezahlen muss es der Käufer im Supermarkt. Aber es verbraucht so schön den LKW-Diesel, man kann schöne große LKW für den Transport bauen, die Straßen und Brücken müssen instand gehalten werden, das bringt Geld für die Bauunternehmer. Wenn jetzt wieder das Totschlagargument kommt „Aber die LKW-Fahrer hätten keine Arbeit!“, dann sage ich: „Schickt sie einfach fünf Jahre früher in die vollbezahlte Rente. Die gesparten Gelder des Transportes könnten für ihre Rente verwendet werden. (Es ist nämlich eine NULL-Leistung, wenn das Fleisch nur hin- und her gekarrt wird. Und dafür werden die Fahrer ja auch bezahlt.)

Zu Drittens: Solange die Werbung für den Verbrauch von Fleisch läuft, solange das Gemüse so unattraktiv ist, solange wird auch der Verbrauch gesteigert. Die Vegetarier sind nicht so zahlreich, wie es die Aufmerksamkeit vermuten lässt. Aber die Industrie verdient jedes Jahr an unserem Konsum. Und deshalb muss er gesteigert werden. Mit allen Mitteln. Die Erhöhung der Steuer auf Fleisch wird diskutiert. Vielleicht ist das nur eine Sommerloch-Diskussion. Ebenso ist eine „CO2-Steuer“ ständig im Gespräch. Wenn die Bundesregierung nach einem Beschluss des Bundesparlaments ein einfaches Gesetz zum Verbot oder zur drastischen Reduzierung von Fleisch Im- und Exporte verabschieden würde, wäre mindestens die Reduzierung des CO2-Ausstoßes schon mal angegangen. Und das ist ja angeblich der Zweck der Erhebung der beiden Steuerarten: Die Fleischsteuer (auf 9%) und CO2-Steuer (auf den errechneten Ausstoß) sollen zur Reduzierung der Erzeugung von Treibhausgasen beitragen.

Leo Lewin

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Das Rad


Das Karrenrad wurde neu erfunden. Mindestens das. Welche anderen Räder wir ständig und immer wieder neu erfinden, das kann und will ich hier jetzt gar nicht erläutern.

Das Karrenrad jedenfalls. An unserer Schubkarre geht ziemlich oft die Luft aus dem einzigen Rad, das sie hat. Das liegt an der lausigen Wartung, zum Teil, das liegt aber sicher auch in der Qualität der derzeitig im Handel befindlichen Ventile für den Schlauch.

Für Laien bezüglich Schubkarrenräder hier eine erklärende Beschreibung:

An der Schubkarre wird eine sogenannte Luftbereifung verwendet. Diese Bereifung besteht aus dem äußeren Reifen, der also, der von aussen zu sehen ist, der wie beim Automobil schwarz und mit angedeutetem Profil in der Lage ist die groben Gefahren der Fahrbahn, die spitzen Steine, die langen Dornen der Akazienzweige und auch den rostigen Nagel und die scharfe Kante im Belag davon abzuhalten den inneren Schlauch zu zerstören.

Dieser Schlauch ist etwas zarter Natur. Er besteht aus Gummi oder jedenfalls gummiähnlichem Material und wird von einer Nadel leicht durchstochen. Dieser Schlauch hat die Aufgabe, die Luft im Reifen zu halten. Die gehaltene Luft wiederum hat die Aufgabe den Reifen hart genug zur Fortbewegung zu machen, gleichzeitig aber auch für eine Federung und den Ausgleich von Bodenunebenheiten zu dienen.

Zur Vervollständigung der Bereifung gehört das Ventil. Dieses ist ein ganz besonderes Teil. Bei richtiger Funktion lässt sich von der einen Seite, nämlich von außen, Luft hindurchbefördern, wenn ein gewisser Druck aufgebaut wird. Der Druckaufbau kann durch eine Luftpumpe manuell geschehen, aber es kann auch ein motergetriebener Kompressor benutzt werden. Das Ventil hält durch seine Konstruktion die Luft dann auf der Innenseite, weil sie nicht rückwärts durch das Ventil fließen kann.

So wird das Fahren, im Zusammenspiel aller dieser Komponenten, relativ komfortabel für den Karrenschieber. Er soll ein optimales Verhalten, ein relativ leichtgängiges Schieben, verbunden mit einem abgefederten, Gelenke schonenden, Kraftaufwand an den Handgriffen erleben.

Soweit zum Sollzustand und das sollte ausreichend für den Laien sein, die folgenden Ausführungen verstehen und einordnen zu können.

Der Aufbau des Karrenrades, die Bereifung, wird in dieser und in abgewandelter Form bei vielen Fahrzeugen verwendet. Der Luftroller, das Fahrrad und auch das Automobil nutzen mit Erfolg und seit Jahrzehnten auf diese bewährte Bereifung. Die Entwicklung wurde über viele Jahrzehnte getrieben und immer wieder wurde die Bereifung verfeinert. Selbst Pferdefuhrwerke, die, wie wir wissen, zunächst mit Holzrädern unterwegs waren, verfügen heute oft über eine Luftbereifung.

Wie schon gesagt: Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten muss ohne Fehler sein, die Komponenten selbst müssen ohne Fehler sein, um alle Merkmale des Kopfortablen Fahrens zu erhalten. Wenn der innere Schlauch zu wenig Luft in sich hat, so wird das Schieben sehr antrengend, wird das Ventil undicht, so kann der Luftverlußt eben schnell zum Luftleeren Schlauch führen.

Die Qualität der Ventile ist sehr schlecht. Das ist seit einiger Zeit so. Natürlich muss der Aufpumper auch gewisse Sorgfalt beim Pumpen und auch bei der Überprüfung des Ventils nach dem Pumpen und beim Verschließen desselben, an den Tag legen.

Jedenfalls wurde es mir zu dumm. Die Benutzer der Karre achten nie auf den Luftstand. Sie pumpen das Rad nicht auf, quälen sich lieber mit dem unkomfortabel aufgepumpten Rad, mit dem Erfolg nicht nur unnötig viel Kraft in das Schieben gesetzt zu haben, sondern auch den Schlauch zu beschädigen.

Das passiert gehäuft, Ich griff schließlich im Baumarkt ins Regal und machte einen Rückschritt in der Geschichte der industriellen Revolution, ja in der menschlichen Evolution überhaupt.

Ich griff nach dem dort angebotenen Vollgummirad. Dieses Vollgummirad war allerdings nicht einmal ein solches sondern ein Vollplasterad.

Solches eingebaut hat den Vorteil, nie wieder ein Ventil wechseln zu müssen. Aber der Fahrkofor ist eben schlimmer als der eines Vollgummirades. Und damit begab ich mich in die Ära der eisenbeschlagenen Holzräder zurück, Machte also dank des Baumarktes eine Zeitreise um runde 100 Jahre. Glückwunsch.

Wir haben heute Automobile mit schlauchloser Bereifung. Die Bereifung ist in der Lage uns mit mehr als zweihundert Stundenkilometern sicher die Strasse entlang zu bringen. Gleichzeitig sind wir nicht in der Lage ein normales Schubkarrenrad auch nur annähernd genau so benutzungssicher zu machen. Statt dessen bieten wir uns als Ausweichstrategie Technologien des vorvorigen Jahrhunderts an.

Irgendetwas läuft hier falsch. Es ist nicht mehr das drin, was drinnen sein sollte und es ist nicht mehr das was wir erwarten dürfen in einer Welt, in der sogar die Inder zum Mond fleigen.

Es ist ein Gefühl von Falschheit in diesem Karrenrad. Genau so ist das aber da dieses Gefühl, wenn wir an die neue Verteidigungsministerin denken oder an die angeplante CO2 – Steuer.

Viel Spass noch.

Klaus Kleiner.

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