Das Vertrauen in die Macht

Das Vertrauen und die Macht

Lieber Freund,

ich schreibe, weil ich es nicht mehr aushalte. Auch Du kamst neulich und warst begeistert über die neuen Möglichkeiten des bargeldlosen Zahlens. Nur noch an der Kasse vorbeilaufen und … schon bist du dein Geld los. So unkompliziert.

Du hast Dich lustig gemacht über meine Skepsis gegenüber den Neuerungen im Zahlungsverkehr. Als wir dann ernsthaft darüber sprachen hast Du ins Feld geführt, dass es viele Vorteile bringt, dass es vor allem schnell und komfortabel ist und unkompliziert, papierlos, zeitgemäß (modern) …, und dann war Deine Beweisführung zu ende. Ach ja, für die Ladeninhaber ist es von Vorteil, sie müssen abends nicht mehr zur Bank, um die Einnahmen abzugeben.

Als ich versuchte mit meinen Gründen dagegen zu halten, kamst Du mit dem alles schlagenden Argument, dass ich diesen Fortschritt gar nicht aufhalten kann.

Ich sage Dir: Du hast recht. Ich kann den Fortschritt nicht aufhalten. Maschinenstürmerei bringt nichts. Nach meinen Informationen, deren Wahrheitsgehalt ich allerdings nicht prüfen kann, es ist nur vom Hörensagen, von einem der in China war oder vorgibt dort gewesen zu sein und der dort sogar schon am Imbisstand an der Straße bargeldlos bezahlen konnte und das der Normalzustand ist, jedenfalls behauptete er das, also nach meinen Informationen ist das eben in China, was hier gerade erst beginnt, schon Usus, das bargeldlose Bezahlen.

Ich habe eine wahnsinnige Angst davor. Wenn ich an das bargeldlose Zahlen denke und die zunehmende Abhängigkeit von der Elektronik, den Smartphones, den anderen Abhängigkeiten, die gerade aufgebaut werden, dann wird mir ernsthaft übel und ich überlege, wie ich dem entgehen kann. Die Leute lassen sich in Schweden, glaube ich, ja schon Chips unter die Haut implantieren, um dann sogar ganz ohne zusätzliche Mittel, nur mit „körpereigenen“ Merkmalen, als Zahlungsmittel zu gelten. Dieser Fortschritt liegt mir so auf der Seele, dass er mich krank macht.

Ich rede hier gar nicht von den Missbrauchsmöglichkeiten durch Kriminelle. Vom CCC (Computer Chaos Club) wird immer wieder vorgeführt, wie schnell ein Fingerabdruck gefälscht werden kann, oder sie haben auch gezeigt wie der Iris-Scan überlistet wird, ohne dem Inhaber das Auge rauszureißen, wie man es im Film sieht. Auch von der Sicherheit von Pins und TANs und den Übertragungswegen will ich gar nicht reden. Es gibt immer Kriminelle, die Möglichkeiten finden.

Ich will hier auch nicht davon reden, dass ältere Leute in Europa sich manchmal schwer tun mit neuer Technik und die Handhabung von Smartphones für ältere Menschen manchmal selbst bei gutem Willen gar nicht möglich ist. Sehvermögen, Schnelligkeit, Treffsicherheit (Tasten) und solche Dinge lassen einfach mit dem Alter nach und die alten Menschen können nichts dafür, so wie der Mensch im Allgemeinen nichts dafür kann, dass er älter wird. Und mal so nebenbei: Alte Menschen kommen an sich ganz ohne Computer aus. Sie haben eine oder mehrere Erdbeerpflanzen im Garten oder im Balkonkasten und dort wachsen die Früchte, real und nicht virtuell. Aber sie reichen eben nicht aus, sich zu ernähren, ab und an müssen sie in den Supermarkt.

Nein, reden will ich davon, wieviel Macht über sich selbst jeder Mensch anderen einräumt, wenn er den anderen gestattet Zahlungsvorgänge bargeldlos mit ihm abzuwickeln.

Oder andersherum gesagt: Wie machtlos und hilflos bist Du, mein Freund, wenn der Strom ausfällt oder das Internet nicht funktioniert?

Es gibt noch andere Szenarien, die Dich ganz schön dumm aussehen lassen: Du schreibst einen unliebsamen Artikel gegen Deine Bank und sie sperren Dir das Konto (damit auch Deine Kredite). Obwohl es natürlich keinen negativen Eintrag in die „Schufa“ gibt, ist doch dort die Kontokündigung vermerkt. Jede Bank und jeder Kreditgeber kann es dort sehen, dass es keinen Negativeintrag gibt. Deine Bankkarte und Deine Kreditkarte sind gesperrt. Du hast leider kein Bargeld, wahrscheinlich würdest Du auch niemanden finden, der es Dir abnehmen kann. Du kannst im Supermarkt kein Katzenfutter kaufen und der Bäcker an der Ecke verkauft die Brötchen auch bargeldlos.

Wenn in unserer Welt Recht und Gesetz gelten würden, da gebe ich Dir Recht, dann wäre das ein vorübergehender Zustand und ein oder zwei Wochen, bis die Ungerechtigkeit beseitigt ist, würdest Du schon durchhalten.   Aber es ist nicht nur Deine Bank, die so uneingeschränkte Macht über Dich erlangt, es ist jede Bank! Es ist der Staat, der angeblich das Bankgeheimnis garantiert und schützt, es ist Deine Firma, die sich, wie jeder Interessierte, nach Deinen Finanzen erkundigen kann.

Mit etwas Bargeld in der Hand ist man etwas unabhängiger. Auf dem Bargeld steht nicht schon Dein Name. Du bleibst anonym. Jedermann, der Dir etwas verkauft, kann auch anonym bleiben (denken wir nur mal an deine Putzfrau, die nur durch Schwarzarbeit über die Runden kommt). Natürlich kann auch hier der Staat zugreifen. Er macht mal eben eine Währungsunion oder hebt die Zinsen an. Aber es ist doch kein direkter Zugriff auf Dich persönlich und es ist für den Staat und die anderen Akteure auch schwieriger, mit einigen technischen Hürden verbunden.

Will ich den Komfort des bargeldlosen Zahlens? So wie in China? Ja, ich will es. Weil es bequem ist. Was ich nicht will, und nur davor habe ich diesen Horror, alle Macht über mein Leben aus der Hand geben und mich vollkommen der Bank oder dem Staat ausliefern, was letztendlich auf dasselbe hinauslauft.

Lieber Freund, ich musste das noch einmal loswerden. Es erschreckt mich ein wenig, wenn alle begeistert sind. Auch Menschen wie Du, denen ich mehr zutraue.

Wie wir uns ohne Abschaffung von Privatbank, Privatunternehmen wie die „Schufa“ oder wie wir ohne die Beseitigung der Unterordnung des Staates unter Privat- und Unternehmensinteressen vor dem Horror bewahren, kann ich auch nicht sagen.

Bleib Gesund!

Dein Hans Kleiner

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Coro- Tagebuch Fortsetzung

3. Juni 2020

Die Coronakrise wird den Kapitalismus nicht hinwegfegen.

Im Gegenteil, der Kapitalismus fühlt sich in dieser Krise besonders wohl. Es geht nicht um Jobs, es geht um Einkommen. Es geht nicht um Einkommen, es ums Auskommen!

Wir müssen neue Maßstäbe setzen, die alten taugen nicht mehr. Vielleicht haben sie nie getaugt.

Am Montag ist dieses Mal Feiertag. Brauchen wir nicht blau zu machen. Schon halb zehner sind wir am sonnigen Tag im Wörlitzer Park. Ein Verwandter vom „Alten Dessauer“ hat einen Landschaftspark angelegt, aber schon vor mehr als 222 Jahren. Heute werden Industrieparks angelegt. Auch das ist eine Art der Kultur.

Zwanzig Fahrzeuge auf dem Großparkplatz. Frühaufsteher, wie wir. Entlang des Wassers die Sichtachsen ansehen (in angelegten englischen Parks muss man sich immer die Sichtachsen ansehen, dazu sind sie ja da, sonst würden sie nicht Sichtachsen heißen). Nur Sträucher und Bäume und sichtbare Mauern, Tempel an den Enden der Sichtachsen. Wie absichtlich platziert, so offensichtlich. Die Luft ist so schön frisch, der Himmel so schön blau und das Wasser so schön schlammig. Ist man gar nicht mehr gewohnt. Wasser hat nicht schlammig zu sein. In der PET-Flasche ist es klar, allenfalls sprudelig, aus dem Wasserhahn ist es klar, in der Badewanne ist es so schon durchsichtig grün, im TV ist es so schön blausichtig. Aber nicht schlammig.

Seerosen. Gelbe und später weiße Blüten, die wachsen aber nicht im Badewasser. Es werden mehr Leute, die Luft ist voller Duft. Aber zunehmend Schweiß und es könnte auch schlechter Atem sein, denn sie tragen keine Corona-Vermummung. Die Menschen werden häufiger. Sie überholen uns, sie drängeln auf die Fähre, die uns über das schlammige Wasser trägt, alsbald.

Wir suchen die Begegnung zu vermeiden.

Bald ist das nicht mehr möglich. Die Leute strömen. Der Parkplatz ist ebenso unübersichtlich geworden. Die Leute wollen raus. Sie dürfen nicht fliegen, also fahren sie Auto. Sie fahren in die sonnigen Parks. Welch ein Glück für die Parks. Welch ein Glück für die Leute.  

4.Juni 2020

Der totgeschlagene Floyd hatte Corona. Was sonst. Ist aber doch kein Grund ihn zu Tode zu quälen? Oder doch?

Die Kinderkrippe, der Kindergarten. Er war gewachsen in den letzten Jahren. Immer mehr Kinder. Die doppelte Anzahl der ursprünglich geplanten Kapazität. Wer kann sich da noch kümmern. Beim Durchschnittseinkommen bezahlen die Eltern in unserem Kreis rund 100 Euro pro Kind. Das macht bei rund 40 angemeldeten Kindern also rund 4000 Euro an monatlichem Beitrag. Wenn bei allen Kindern beide Eltern arbeiten gehen und Durchschnittseinkommen erreichen, bekommt die Einrichtung rund 12.000 Euro an Einnahmen im Monat. Davon können rund sechs Betreuer (hier als Berufsstandsammelbezeichnung für betreuende Personen, deshalb „gender“-gerecht) bezahlt werden. Aber das ist nicht die Frage. Betreuung und damit Erziehung und Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn es geht um das Gedeihen und den Bestand der Gesellschaft, und deshalb ist die Frage der Finanzierung zweitrangig, sie muss eben aus gesamtgesellschaftlichen Mitteln ergänzt werden.

Melinda und Bill Gates sollen in der „Corona-Krise“ 15 Milliarden Dollar zusätzlich verdient haben.

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Mein kleines C-Tagebuch

Auszug vom 25.5.2020

Die bunten Welt der Krise

Der Kapitalismus befindet sich in einer Krise, sagt man. Die Wirtschaft schliddert in eine Krise, sagt man. Das zeigt die Gebrechen des Kapitalismus, sagt man. Den Kapitalisten geht es an die Substanz, sagt man, sie werden gebeutelt.

Ich sage: Dem Kapitalismus geht es gut. Das was wir Krise nennen, ist eine normale Aktion, ein Abschnitt, der dazugehört wie der Große Zeh zum Fuß.

Ich sage: Die Wirtschaft schliddert nicht in eine Krise, sondern Teile der Wirtschaft, sind in einer Krise und versuchen herauszukommen. Sie regeln das, indem sie andere Teile der Wirtschaft eliminieren.

Ich sage: Den Kapitalisten ging es noch nie so gut wie jetzt, in dieser Phase des Kapitalismus. Sind etwa die Milliarden auf den Bankkonten der Allerreichsten geschrumpft?

Ihr warnt vor der Diktatur, vor dem Neo-Faschismus, der kommen wird, weil die demokratischen Grundrechte der deutschen Verfassung oder auch dem Grundgesetz, dass keine Verfassung oder eine vorläufige Verfassung oder auch eine von Besatzern übergestülpte Verfassung ist, untergraben wird??

Die Diktatur ist längst da. Es ist die finanzspätkapitalistische Diktatur des Kapitals. Und diese ist sehr real und benötigt keine

Verschwörung-s-Theoretiker um sich bloßzustellen.

Seht Euch das Gesundheitswesen an. Lasst alle Denkereien weg und seht es Euch einfach an oder begebt Euch mitten hinein. Aus Kranken sind einzeln abrechenbare Fallpauschalen geworden. In 15 Jahren sind von zweieinhalbtausend Krankenhäusern eintausend abgewickelt worden. Und die Finanzwirtschaft empfiehlt noch einmal rund 400 „Abzubauen“ um einen
„Marktgerechten Bedarf“ zu schaffen. Deutlicher geht es nicht: Die Gesundheit ist eine Ware. Und bisher ohne wirksamen Widerspruch.

Oder auch persönlicher: Was euch wiederfährt, ist folgendes: Der Hausarzt untersucht euch und er trennt seine Patienten nach Kassen-Patienten und Privat-Patienten. Warum tut er das? Aus medizinischen Gründen? Weil er beiden Patienten möglichst die beste Hilfe zuteil werden lassen will? Weil er euch gesundheitlichen oder finanziellen Schaden zufügen will? Nein, er tut das, weil es unterschiedliche Abrechnungsarten und -Möglichkeiten gibt, mit denen er seinen Kredit für die Praxis bestmöglich bedienen kann.

Er sendet euch zum Spezialisten. Der Spezialist nimmt noch einmal Blut ab, er schickt euch noch einmal zum Röntgen, usw. Warum tut er das? Waren die Ergebnisse der vorherigen Untersuchungen nicht aussagekräftig genug? Will er euch Doch, wahrscheinlich waren sie es, aber der Hausarzt war der Meinung, dass ihm die Berichte und Ergebnisse gehören, weil er sie gegenüber den Dienstleistern bezahlt hat und er hat sie jedenfalls nicht dem Patienten mitgegeben. Und der Spezialist verdient auch seinen Teil daran, dass er genau diese Untersuchungen noch einmal machen lässt und macht. Hat es eine Relevanz für die Gesundheit des Patienten? Jedenfalls keine positive.  Wieder steht nicht die Gesundheit des Patienten im Fokus, sondern die Kapitalinteressen des Arztes.

Krise? Corona? Nein, der Staatsbedienstete, wenn er weit genug oben in der Hierarchie sitzt wird sich über die „Krise“ nicht beklagen können. Der Unternehmer, wenn er in der Lage ist genügend Staatsmittel abzugreifen, wird sich beklagen, aber keinen Grund dafür haben.

Die, die folgsam mit Mundschutz rumrennen und deren Kinder entsozialisiert werden (Spielplatz: „Halte Dich von den anderen Kindern fern!“) und denen der letzte Rest Bildung vorenthalten wird, beklagen sich. Aber, wie immer haben sie, falls sie nicht randalieren, Probleme in die Abendnachrichten zu kommen.

Schöne bunte Krise.

25.05.2020 Tagebuch

Im TV sehe ich die Kameraden von der „Kampfgruppe der Arbeiterklasse“ im Vollschutz (Atemmaske, Gummianzug) mit angelegter Maschinenpistole Marke Kalaschnikow durch das grüne Gras robben. Sie üben den Objektschutz. Sie üben die Sicherung ihres Betriebes, also ihrer Fabrik, in der sie arbeiten (damals war noch DDR, es gab es keine „Unternehmen“) gegen den angreifenden Feind, der ihnen ihren Betrieb zerstören oder wegnehmen will. Sie hatten keine Chance. Der Feind saß schon wie ein Virus mitten in ihrer Mitte. Er zerfraß die Gedanken, ihre Gedanken. Er setzte sich fest, blockierte die Kommunikationswege zwischen oben und unten; er erzeugte Gier und Gleichgültigkeit; er machte schläfrig und förderte den Untertanengeist. Trotz der Warnungen vor der Gefährlichkeit des Virus, vor seiner fast unmerklichen Infiltration, die zur Stärkung der schon vorhandenen Population führt, gelang es nicht, die Verbreitung des Virus zu verhindern. Der Kampf wurde aufgegeben. Es kam zur Durchseuchung.

Am Wochenende wollte ich nicht dem Volkssport „Schopping“ frönen, ich wollte nur lebensnotwendige Dinge wie Bleistift, Zeitschrift und Aktendeckel besorgen. (Der Handel äußert sich sinngemäß folgendermaßen: „Trotz der offenen Geschäfte wird der Umsatz der Vor-Corona- Zeit nicht erreicht. Es besteht eine gewisse Zurückhaltung der Kunden. Es werden hauptsächlich die notwendigen Dinge eingekauft.“ Ich ergänze hier mal: Die nicht-notwendigen, also überflüssigen, Einkäufe finden derzeit nicht statt. Der Deutsche ist noch nicht wieder in den Krankheitszustand „Kaufrausch“ zurückgekehrt.

Jedenfalls werde ich beim Gang durch das Einkaufszentrum, durch das ich mich bewegen muss, um an einen Zeitungsladen zu kommen, der nicht nur „TV-Today“ und „Bunte“ führt, nach ca. 100 Metern aufgehalten. Ein Vermummter spricht mich an, ich möge doch bitte einen Mundschutz tragen. Ohne Mundschutz müsse ich sofort wieder raus. Der Mann trägt keine Schutzweste aus Teflon, oder wie das Zeug heißt, er hat auch keinen Schlagstock, aber er ist einen Kopf größer und einen halben Fuß breiter. Das überzeugt auch. Er macht ein Friedensangebot, obwohl er es nicht nötig hätte. Er bietet mir an, eine Maske aufzusetzen, um meine Wanderung ungehindert fortsetzen zu können.

Da ich damit gerechnet hatte, dass der Laden auf diese Art vor dem eindringenden Virus verteidigt wird, hatte ich vorsorglich einen textilen Mundschutz (Kein Vollgummi) mitgeführt, den ich nach der Frage an den Verteidiger, ob er hier die Hausmacht vertrete, was er zusichert, auch aufsetze. Der Mann war zufrieden und ging wieder auf Tuchfühlung zu den Verkäuferinnen des Taschenladens, die gerade keine andere Kundschaft hatten.

Dem Mann war und ist es egal, wie weit das Virus bereits vorgedrungen ist. Er hatte einen Job, den Job hat er erfüllt. Es ist nicht sein Laden, den er verteidigt.

Dem Mann war und ist es egal, wie weit das Virus bereits vorgedrungen ist. Er hatte einen Job, den Job hat er erfüllt. Es ist nicht sein Laden, den er verteidigt.

Tagebuch 1. Juni 2020

folgt.

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Dem Deutschen Volke

bild
bild: Gemeinfrei

Das, was da zu sehen ist, das ist „Dem Deutschen Volke“ geblieben, nachdem das „Dritte Reich“ geendet hatte. Eindrucksvoller sind noch die Aufnahmen aus luftigen Höhen über deutschen Städten. Obwohl, die Menschen, die lebenden und die toten, sind auf den Aufnahmen von oben nicht zu sehen. Da helfen uns Bilder von Leichenbergen, aufgenommen in Konzentrationslagern, und Aufnahmen der verkohlten Menschenkörper in den Straßen von Hamburg auch weiter.
Es gibt viele Bilder von Tod und Zerstörung, von Elend, Vertreibung und Hunger und auch von dahinsiechenden Kranken.
Es waren die Krupps, Kladdens, IG Farben (heute u.a. BASF) und auch Boschs, die Rothschilds und Trumps, die diesen Krieg wollten und die unverschämt und unverschämt viel an diesem Krieg verdient haben. Die Wall Street hatte schon am ersten Weltkrieg verdient und war nicht unbeteiligt an der Auslösung desselben und auch der 2. Weltkriege wäre ohne die Gier oben genannter und anderer Bosse nicht angefangen und so schön blutig und zerstörerisch geworden.. Die Helfer und Helfershelfer von damals und das mit allen Mitteln gefügig gemachte Volk, haben die Kriege geführt und hatten dann Tod und Elend auszuhalten. Die Herren und Großaktionäre der Konzerne und ihre politischen Helfereliten zogen sich in ihre Villen und Landhäuser zurück.
Diese Bilder können wir auch heute noch machen. In Syrien und im Irak, in Mali oder Kolumbien.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hat eigentlich die Aufgabe zu verhindern, dass dieses Volk wieder Helfer und Helfershelfer für Fanatiker, Kriegstreiber und andere Verbrecher wird, die die sozialpsychologischen Möglichkeiten ausnutzen, große Gruppen (der Bevölkerung) in die Irre zu führen und die mit Hilfe von Schreihälsen und Gruppendynamik die Grundrechte, dieses Freiheitsrecht und Selbstbestimmung, das Recht auf Leben und Gesundheit massiv einzuschränken. Und die dann fanatisch in den Krieg treiben.
Die Wächter, sowohl das Parlament, als auch die Richter des Verfassungsgerichtes aber tun nichts dafür.
 
Es muss ein Maß geben. Es muss eine Gleichung geben, die die Einschränkung der Freizügigkeit für den Einzelnen gegenüber dem Schaden, den er der Gemeinschaft damit zufügt, einzuschätzen erlaubt.
Jede Freiheit des Einzelnen bedeutet zwangsläufig eine Schwächung der Gemeinschaft. Wenn jeder Mensch nur noch für sich ist, keine Kontakte mehr annimmt und nicht das Geringste zum Wohle der Gemeinschaft macht, so wird er untergehen und eigentlich existiert er als Mensch nicht mehr. Auf der anderen Seite kann es nicht funktionieren, wenn alle Menschen nur noch die Gemeinschaft aller Menschen im Sinn haben, denn wenn die Individualität fehlt, dann wird die Gesellschaft der Menschen auch keine neuen Impulse mehr erhalten und sich nicht entwickeln. Wer sich nicht entwickelt, geht aber unter. Bis auf die Steine. Die liegen ewig rum. Denkt man. Ist aber nicht so. Sie werden über die Jahrhunderte zu Staub zerrieben, um anderswo durch die Lagerung wieder zu einem Teil eines anderen Steins zu werden.
Aber Steine brauchen und haben keine Freiheit. Sie leben nicht, auch gibt es keine Gemeinschaft der Steine, in der einer auf den anderen angewiesen ist. Ein Stein kann also auch keinem anderen Stein oder einer Gemeinschaft von Steinen Schaden zufügen.
Was ist das Maß an Freiheit für den Einzelnen?
Das Tragen der Maske ist zu ertragen. Jedenfalls an Orten, an denen man mit anderen zusammenkommt. Die Anderen, die in panischer Angst fliehen möchten, sollte man in ihrer Mitte die Maske nicht tragen. Es ist zu ertragen, obwohl man es selbst als Einschränkung und unsinnig empfindet. Und trotzdem man weiß, dass Geld gemacht wird mit den Masken.
Nicht mehr ist zu ertragen, wenn Impfungen befohlen werden. Die einfache Impfung gegen Grippe ist schon zweifelhaft in der Wirkung. Aber richtig hässlich wird es bei einer dreifach, vierfach, sechsfach-Impfung. Hier wird (unabhängig davon, ob die Impfung überhaupt einen Sinn macht) kein anderer verletzt oder bedroht, wenn man sich nicht impfen läßt. Also sollte auch jeder die Freiheit haben über seine Haut selbst zu entscheiden. ( der Ausserirdische)

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Antwort

Der Kommentator schrieb:

Ein sehr guter zweiter Text, der eines eigenen Artikels würdig ist.

Es ist erschreckend und stimmt mich traurig, wieviel mehr Missstände in dieser Krise ans Tageslicht kommen, offensichtlich werden.
Nicht, dass diese nicht auch vorher da gewesen wären, aber ich bin über die schiere Menge der Probleme schwer erschüttert.
So kämpfe ich weniger mit den Auswirkungen von Kontaktbeschränkungen oder ähnlichem, sondern viel mehr mit der Verzweiflung an der Menschheit.

Und diese Verzweiflung sollten wir in Aktionen umsetzen. Eigentlich wissen wir doch was wir brauchen: Eine Leben und eine Wirtschaft, die auf das Leben ausgerichtet ist. 

Der erste Schritt, die erste Aktion, ist es, den Menschen dieses nahezubringen, sie vielleicht sogar in die Lage zu versetzen, sie mit dem eigenen Wissen auszustatten, nicht nur das dumpfe Gefühl des Unrechts zu haben und der Hilflosigkeit, sondern sich die Welt ein Stückchen erklären zu können.

Vielleicht ist der Kampf um ein Gesundheitssystem ohne Profitgedanken der erste Schritt.

Der Kommentator zum vorigen Artikel: „Wir bekämpfen eine Pandemie, an der Menschen sterben. Das ist Fakt.
Zu welchem Preis? Das ist unsere Entscheidung.

Ich antwortete mit folgendem Kommentar:

„Das ist wohl richtig, der Preis ist entscheidend. Menschenleben ist wohl das wichtigste, jedenfalls aus der vorherrschenden öffentlichen, humanistischen Meinung. Dann kommt (nach Leben und Gesundheit) gleich die Freiheit, von der immer gesprochen wird. Das ist die öffentlich gemachte Meinung. Überall ist sie nachlesbar, nachhörbar, in jeder Facette unserer Medienwelt.
Gescholten werden die, die die Wirtschaft in den Vordergrund schieben wollen. Dabei geht es nicht um die Gesundheit der Wirtschaft, sondern um die Arbeitsplätze, die den Menschen ermöglichen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das ist offiziell.
Aber sonst hat doch jeder seine eigenen Interessen. Die Politiker wollen wahrscheinlich vorrangig ihren Ruf nicht zerstören und vielleicht für ihren Ruf noch Gewinn machen. Ich unterstelle einigen sogar, dass sie sich um das Leben der Menschen im Land und um das Auskommen der Selbstständigen und der für Lohn arbeitenden Menschen Sorgen machen.
Aber der eine Politiker will vor allem die Gesundheit der Leute schützen, indem er sie vor Infektionen schützt, der andere ist der Meinung, dass es wichtiger ist, wenn sich die Leute ihren Lebensunterhalt weiter verdienen können. Das ist schwierig zu entscheiden und umso mehr, da weder den Zahlen vertraut werden kann, noch irgendeiner der Politiker ausreichend medizinische oder gar Epidemie/Pandemie-Bekämpfungserfahrung hat.
Und dann gibt es ja die Leute, die sagen, dass es nicht so schlimm ist, wenn ein paar Leute wegsterben. In Deutschland, einem demokratischen Land, mit humanistischen Geschichts- und Menschenbild und mit Euthanasie-Erfahrung (wie fast jedes andere Land übrigens mehr oder weniger auch) darf ein solch Gedanke natürlich möglichst nicht öffentlich geäußert werden.
Und dann gibt es die Realität. Das was wirklich passiert. Die großen Konzerne zahlen weiter ihre Dividende aus und halten die andere Hand hin, damit der Staat, also der Steuerzahler, die „Corona-Hilfe“ hineinlegt. Inzwischen ist allein für die in Deutschland ansässigen Firmen die Zahlung von Billionen Euro vorgesehen. (3.000.000.000 €) Das sind Zahlengrößen, die vorher noch niemand in den Mund genommen hat. Und das allerallermeißte davon geht in die Finanz- und die Großindustrie. Bei den pleitegegangenen Kneipenbesitzern wird nicht so viel ankommen, dass die Kneipen weiter betrieben werden können. Die eigentlichen Verlierer der „Corona-Krise“ sind wieder dieselben, wie bei der letzten Krise. Die Kommunen werden wieder Gemein-Besitz veräußern müssen, werden die Müllgebühren anheben und Schwimmbäder schließen.
Das ist der Preis. Den Preis bezahlen wir alle. Die 2 oder 3 Billionen werden wir bezahlen. Und viele werden ihre Kredite auf ihr Häuschen nicht mehr bezahlen können.
Was ist gewichtiger? Das Leben der Mitbürger oder die erhöhten Müllgebühren? So wird die Frage gestellt. Und wir werden zur Beantwortung aufgefordert. Vor unserem Gewissen.
Aber so darf die Frage gar nicht gestellt werden! Wir haben eine andere Entscheidung zu treffen.
Diese Pandemie wird vorbei gehen, wie andere vorher schon vorbei gingen. Und es wird eine nächste kommen. Wir müssen uns deshalb die Frage stellen: Wollen wir auch bei der nächsten Pandemie wieder dem Profitgedanken darüber entscheiden lassen, ob wir genug Seuchenbetten in den Krankenhäusern haben und wollen wir weiter Automobile auf Halde produzieren und dann die Verluste der Autobauer durch Staatskredite ausgleichen?
Ist es nicht vernünftige ein Gesundheitswesen aufzubauen, dass unabhängig von Profit und Rentabilitätsgedanken in der Lage ist, das Leben weitmöglichst zu schützen? Im Übrigen ist jeder Arzt mehr oder weniger auf diesen Gedanken eingeschworen.
Ist es nicht vernünftiger die Menschen weniger arbeiten zu lassen, weniger Autos zu produzieren und das gesamte Arbeits- und Verkehrssystem auf die Bedürfnisse der Menschen und nicht auf das Wollen einiger weniger Aktionäre auszurichten?“

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Der Coronator

Der Coronator hat nun schon gewütet und einige und einiges zur Strecke gebracht. So sind es die Kinos und Theater, die Friseure und die Fusspfleger, die selbstständigen Schreiner und freilebenden Künstler.

Der Coronator ist ein Erfolgstier. Der Ausbau des 5G-Netzes geht ohne nennenswerten Widerstand weiter, die Autoindustrie baut Lagerbestände ab, an Blechkarossen und an Überstunden.

Der Coronator ist ein Erfolgstier. Er hat Angst erzeugt. Paranoia sogar. Alleinfahrende Autofahrer setzen sich Atemschutzmasken auf. Wem nützt es? Der Gesundheit der Hersteller. Siemens und Bosch basteln ja inzwischen auch solche Dinger.

Der Coronator ist ein wütender Vernichter. Er vernichtet selbständige Hotels ebenso wie Imbissstände. Aber die Studenten lernen weiter. Selektiv. Haben diese vorher auch alle gemacht.

Die Gegner des Coronators sind von Zweifeln zerrissen. Oder verzerrt? Jedenfalls gibt es die Pflicht und dann wieder keine Masken, so kommt die aufgespritzte Lippe nicht mehr in Sicht. In Deutschland sollen sich die Friseure ab dann wieder in ihren Läden am Kunden abmühen. Die selbstständigen und die anderen auch ständig. Wieviel Abstand braucht ein Blumenverkäufer, oder hält er sich jetzt seine Kunden sicher hinter Plexiglas? Die Daimler-Motorenbauer dürfen schon wieder arbeiten. Haben die Glück! Keinen Stress mehr im eigenen vier Wänden. Und mann ist ja so stolz, das Bruttosozialprodukt zu sichern.

Der Coronator hustet allen was, die Flugsteige bleiben leer und die Urlaubsquartiere auch. Schweden wäre eine Alternative. Da haben die Kneipen noch offen. Und da ist auch sonst viel Platz. Und sterben müssen wir doch alle, irgendwann. Die Schweden sterben auch nicht schneller.

Ich bleibe im Haus. Ich habe Home-Office. Das ist die neue Medizin mit sozialen Nebenwirkungen. Im Frühling sollte niemand, auch ich nicht, so etwas verordnet bekommen. Im Laden werde ich angesprochen. „Mach mal deinen Mundschutz auf!“ Dabei besitze ich gar keinen Mundschutz. Und habe auch nicht die Absicht, mir einen anzuschaffen. Er schädigt meine Lunge, weil ich die Feuchtigkeit nicht ausatmen kann und…

Und der Sprilli da, der mich eben Duzt, der…. Na, ich muss mich zusammenreißen, ihm nicht eine Kopfnuss zu verpassen. Wo sind die Zeiten, als jedermann, der sichtlich das Erwachsenenalter erreicht hatte, Gesiezt wurde. Sogar die Schüler in der Schule, die das sechzehnte Lebensjahr erreicht hatten, konnten sich auf diese Achtung berufen. Der Lehrer musste an ihnen schon üben, respektvoll umzugehen.

Und heute darf mich jeder und jedes Duzen. Die Respektlosigkeit kommt aus dem Westen, oder von noch weiter, von den Niederländern oder auch aus dem angelsächsischen, aber da setzen sie wenigstens noch ein „Sir“ hintendran, aus Respekt.

Im Betrieb, in den ich ja zur Zeit nicht rein darf, da spricht sich auch jeder mit Du an. Auch den GF, den Chef, den ich einmal im Jahr sehe, den darf ich nicht mit „Sie“ ansprechen. Ich will ja gar nicht „Sie Rindviech“ zu ihm sagen, eigentlich will ich gar nichts zu ihm sagen, denn früher galt: „geh nicht zu deinem Fürscht, wenn du nicht gerufen würscht“. Gilt heute auch nicht mehr. Jeder Sprilli läuft zum Chef, mit irgendwelchen Bagatellen. Und Duzt ihn. Dabei hat der wirklich was zu tun. Jetzt wo Corona, sowieso. Muss ja auf seinen Profit achten. Da muss ihm keiner dazwischenreden mit irgendwelchen Schwachsinnsideen, wie zum Beispiel: „Wir könnten doch jede Woche einen hinschicken, um zu lüften.“ Wegen der schlechten Luft im Büro, weil keiner arbeitet, jedenfalls nicht im Büro. Als ob den Chef die atmosphärischen Bedingungen im Büro oder im Hofoffice interessieren würden.

Kurzarbeitergeld wollen sie aufstocken. Das dicke Ende ist also noch nicht mal in Sicht. Einbruch von Gewerbesteuern. Also weniger Geld bei den Kommunen. Also werden sich die Müllabfuhrpreise erhöhen. Abgemacht!

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Hirn: Tot.

Alle Windungen sind besetzt von dem sich selbst jagenden Gedanken: Corona.

Aus alten Zeitungen:

Hier ein Text vom 8. Februar 2017 (also von vor 2 Jahren, als die vorherige große Welle einer Virusinfektion heran rollte) aus [www.altenheim.net]: „Die Grippe schlägt diesen Winter im Südwesten besonders zu. Insbesondere Bewohner von Pflegeheimen sind gefährdet, weil es dort zu sogenannten Gruppenerkrankungen kommen kann.

Nach Angaben des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes wurden bis Freitag 26 Grippe-Tote gemeldet. Eine Vergleichszahl aus der Vorsaison lag zwar nicht vor, die Experten gehen aber davon aus, dass es diesmal deutlich mehr sind. Das meldet die Deutsche Presseagentur. Seit Beginn der Influenzasaison vor fünf Wochen wurden insgesamt 6910 Influenza-Fälle gezählt – auch das sind schon jetzt sehr viel mehr als in der gesamten Grippesaison des Vorjahres, wie der Epidemiologe des Landesgesundheitsamtes, Günter Pfaff, sagte.

Gefährdet sind vor allem Ältere. Die Menschen, die nun an der Influenza starben, waren zwischen 64 und 93 Jahre alt. „Besondere Sorge machen uns Gruppenerkrankungen in Pflegeheimen“, so Pfaff. Er rät dringend zu Impfung und Prophylaxe. Auch jetzt ist es noch nicht zu spät, Bewohner impfen zu lassen.

Bislang wurden neun Ausbrüche in den baden-württembergischen Alten- und Pflegeheimen mit bis zu 34 Erkrankungen registriert. Der Epidemiologe empfiehlt bei Influenza-Ausbrüchen eine Prophylaxe mit antiviralen Arzneimitteln. So könnten sogenannte Neuraminidase-Hemmer Grippesymptome abschwächen, sofern sie rechtzeitig genommen werden.
Im Gegensatz zum grippalen Infekt mit Husten und Schnupfen ist für die Grippe neben Fieber typisch, dass sie ganz plötzlich aus heiterem Himmel kommt.

Also?

Na, Windungen wieder frei? Ansonsten mal kräftig husten! Oder, es ist April, da scheint auch mal die Sonne warm. Vitamin D bildet sich. Hilft auch.

Wer profitiert von der Corona – Welle? Erst wenn wir das wissen, können wir auch profitieren. Wir könnten Masken verkaufen, selbstgebastelte oder in einem Lager erbeutete, wir könnten auch Chinesen bestechen oder Russen, und die Masken und Trink-Röhrchen an unsere Privatadresse umleiten lassen. Aber der Profit ist bescheiden und der Aufwand zu groß. Wir könnten Impfstoffe entwickeln oder wenigstens so tun. Wenn sie dann irgendwann eingesetzt werden, dann ist es eh zu spät und ein ganz anderer Virus jagt um die Welt.

Für jeden: Profit machen!

Wir könnten auch, aber dazu ist es ebenfalls schon zu spät, Aktien kaufen und auf den Abschwung wetten. Damit lässt sich wirklich viel Geld verdienen und in so kurzer Zeit und so ungefährlich. Das ist phantastisch! Zumal man dann noch nachhelfen kann und zum richtigen Zeitpunkt die Panik vergrößern. Und wenn dann gemeldet wird, der Impfstoff stehe zur Verfügung, dann hat man längst auf steigende Börsen gewettet. Ein schönes und so profitables Spiel.

Denunziert eure Nachbarn! Zeigt sie an! Das Strafgeld geht in die Staatskasse und kann dann an die Konzerne verteilt werden, so kommt die Wirtschaft wieder auf die Füße.

Ruft die Abweichler zur Ordnung, duldet keinen Widerspruch! Notfalls kann der Ausbrecher selbst bestraft werden. Jeder erschlagene Dissident verringert die Verbreitungsgefahr für Viren und schlechte Gedanken.

Näht Euch und anderen Schutzmasken und vertickt sie auf der Straße. Milliarden davon werden gebraucht. Ihr könnt Profiteure sein!

Nur Gutes !

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Sie könnte jedes Jahr ausgerufen werden. Für alle Schüler Schulfrei auf ein paar Wochen und für die Eltern Urlaub ohne wegzufahren. Zeit sich um die Kinderchen zu kümmern, hautnah, Tageintagaus. Ist doch prima!

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Alle Betriebe mit befürchteter oder vorhandener Überproduktion könnten auf Staatskosten (, wie ein Arbeitsloser faktisch,) Lagerbestände abbauen. Die Altersheime würden auch mal ein wenig aufgeräumt und es würden wieder Plätze frei werden.

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Kontaktloses Zahlen und Bewegungsprofile fördern die Verbreitung moderner Medien. Ich kann es mir im „home office“, also im Bademantel am Küchentisch bequem machen, jeden Tag und wenn ich keine Lust habe, an Besprechungen mit meinen Kollegen teilzunehmen, dann kann ich technische Probleme vortäuschen. Überhaupt brauch ich mich nur noch mit Leuten unterhalten, wenn ich gerade Lust dazu verspüre. Und ich brauch mir das Gelaber nicht mehr anhören, wenn sie von ihren Problemen erzählen, die mich sowieso nichts angehen.

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Ich hasse es, bei jeder Begrüßung Händchen reichen zu müssen. Und die blöden Tauben auf den Plätzen in der Innenstadt, die fallen jetzt reihenweise von der Dachkante, weil sie sich vor Hunger nicht mehr halten können und das finde ich …. Schluss jetzt.

Nu denn, Zusammenfassung:

Für mich, also so ganz persönlich, ist es gar nicht so schlimm. Aber für viele andere. Die großen Banken und die großen Konzerne werden nach der Krise solange Staatsmittel bekommen, wie sie es brauchen. Der Friseur in der Straße wird wahrscheinlich Angestellter in einer Kette werden, Alte, Kranke, Schwache werden auf der Strecke bleiben, und damit auch die Solidarität. Wir alle werden ein wenig mehr überwacht werden. Lohn, Rente und Arbeitslosenleistungen werden stagnieren oder abgesenkt werden, trotz steigender Kosten und Preise. So haben wir kleinen Leute alle was davon.

Aber: Das System wird sich stabilisieren. Und das ist doch gut, oder?

Bleibt gesund ! Euer Julius Turm.

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Corona, wie es lebt.

In Brandenburg ist ein (erstmals) ein Mann gestorben, der mit dem COVID19, besser bekannt als Corona-Virus, infiziert war. Der Mann hatte schwere Vorerkrankungen und es ist nach Aussage des Radiosprechers und unmaßgeblicher Meinung der behandelnden Einrichtung nicht sicher, dass Corona seinen Anteil am Sterben des Mannes hatte.
Ich habe bestimmt Besseres zu tun, als mir den ganzen Tag und auch in der Nacht über Corona und Konsorten Gedanken zu machen.

Der Corona-Traum
In der Nacht hatte ich einen Traum. Die Chinesen hatten eine Meldung aus Berlin bekommen, dass dort eine Variation des bekannten Virusstammes COVID/ Corona identifiziert werden konnte. Das chinesische Gesundheitsministerium trank gerade mit dem Innenministerium einen Tee und sie kamen auf die glorreiche Idee eine Zivilschutzübung durchzufahren. Diesmal sollte es etwas ganz Besonderes sein. Groß, und sie wollten der Welt mal zeigen, dass man im Reich der Mitte mit allem fertig wird, was die Welt so zu bieten hat.

Die Übung
Gesagt, getan, ein geeignetes Übungsgebiet war gefunden, ein mittleres Zentrum, gerade mal 12 Millionen Einwohner, ein ideales Übungsgebiet.
Es wurde bekannt gemacht, dass ein gefährlicher Virusstamm gefunden worden war und die ersten hundert Patienten auch schon positiv getestet sind.
Die Patienten wurden isoliert, weitere Tests wurden durchgeführt. Alle positiv getesteten wurden unter Quarantäne genommen. Schnell wurde erkannt, dass die Kapazitäten nicht ausreichen würden. Die Übung verlief gut, von den zuständigen Stellen wurden die notwendigen Schritte unternommen.

Die Wirkung
Eingeweihte Personen wussten von der Übung, die Bevölkerung wurde im Ungewissen gelassen. In den Medien wurde die Gefährlichkeit übertrieben und die von der Administration angeordneten Maßnahmen sprachen in den Augen der Bevölkerung eine eigene Sprache. Bald waren die sowieso schon beliebten Schutzmasken ausverkauft. Der Handel kam an verschiedenen Stellen an seine Grenzen. Die Desinfektionsmittel und Haushaltsreiniger, aber auch Zahnpasta und Seife wurden zum Engpass.
Das Seuchenministerium beobachtete die Szene genauestens. Kein Detail wurde vergessen. Auch kritische Stimmen in der Bevölkerung und einige aufmüpfige Internetportale, die versuchten Stimmung zu machen, wurden scharf beobachtet. Die Presse, vor allem die ausländische Presse, wurde weitgehend ausgeschaltet. Es sollten ja auch nicht alle Ergebnisse der Übung sofort bekannt und für Ausländer verwertbar werden.

Der Verlauf
Der Aufbau der Kapazitäten zur Banhdlung ging zunächst stockend, dann aber wie erwartet, zügig voran. Die entsprechenden Übungen zahlten sich aus und die im Vorfeld erarbeiteten Handlungsanweisungen erwiesen sich als wirksam. Die zentrale Organisation der Maßnahmen erwieß sich als zweckmäßig. Die Ministerien waren zufrieden.
Schon nach zwei Wochen waren die erwarteten Fallzahlen erreicht und die Übung sollte als erfolgreich betrachtet und beendet werden.

Erwartet
Einige Wirkungen waren allerdings unerwartet. Das Innenministerium warnte rechtzeitig vor der sich schnell in der Bevölkerung verbreitenden Hysterie. Durch hartes Durchgreifen, aber auch durch die Demonstration organisierten Vorgehens und des Erfolges konnte die Bevölkerung weitgehend beruhigt werden.
Ganz pragmatisch konnte auch mit den Fallzahlen und den Wirkungen in den Medien operiert werden. Die Bevölkerung erkannte die relative Ungefährlichkeit des Virus und stellte sich darauf ein. Insgesamt waren in der 11- Millionen-Bevölkerung cirka 90.000 Fälle erkannt. Die Mehrzahl der Fälle konnte nach drei Wochen als geheilt entlassen werden und nur rund 3000 Menschen starben unter Mitwirkung des COVID19-Virus. Von den Erkrankten starben also rund 3 Prozent, aber auf die Gesamtbevölkerung des Gebietes ist die Erkrankungsrate verschwindend gering und die Verkehrstoten im gleichen Zeitraum übertrafen die COVID19 – Toten.

Unerwartet
Mit einer weiteren Entwicklung aber war nicht gerechnet worden. Die asiatischen Länder, aber auch europäische Länder hatten die Übung in China aufmerksam verfolgt, aber sie nicht als Übung erkannt oder sie als Ernstfall genommen. Vielleicht wollten die Regierungen und deren Medien die Vorgänge auch nicht als Übung akzeptieren.
Als erstes wurde die Finanzwirtschaft, also die Börse, auf die Entwicklungen in China aufmerksam. Die jetzt sogenannte Corona-Krise eignete sich ausgezeichnet, um die Börse maximal zu manipulieren. Durch die sich anbahnende Überproduktionskrise und die Verwerfungen als Folge des Streits um Öelfördermengen waren die Börsen schon in Bewegung. Jetzt kam eine schöne neue Ausrede dazu.
Unerwartet war auch die in den westlichen Medien entstehende vorsichtig hysterische Berichterstattung, die von der Politik aufgeriffen, von der politischen Krise abzulenken begann. Gerade die Italienische und die deutsche Politk waren dankbar. Eine willkommene Gelegenheit sich als Kanzler und Minister wieder ins rechte Licht zu rücken und auch nach rechts und links auszuschlagen. Eine bessere Gelegenheit die Bevölkerung zu disziplinieren konnte man gar nicht bekommen.

Fazit
Was für die Chinesen mit einer außergewöhnlichen aber harmlosen Zivilschutzübung begann, weitete sich aus. Die Corona-Krise wirkte als Katalysator für die fällige weltweite Wirtschaftskrise.

Wecker
Dann klingelte mein Wecker. Der Traum endete, die Sonne schien mir ins Gesicht. Ich schlurfte mit einer Kaffeetasse an meinen Home-Office-Platz.
Ich hoffe fast, dass es nur im Traum so ist. Denn wenn die Bevölkerung jemals davon erfahren würde, dann wäre es um diese Regierung geschehen.

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Jeder stirbt für sich allein.

Die Polen machen die Grenze zu. Eine sinnvolle Maßnahme, will man die Ausbreitung einer Seuche eindämmen oder verzögern. Aber die Polen haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wenn die LKWs die polnische Grenze nicht wie gewöhnlich zügig passieren, dann bricht die Versorgung zusammen. In Deutschland und in Polen.

Der Wirtschaftsraum, der politisch geschaffene Wirtschaftsraum „EU“ scheitert an sich selbst. Die Italiener sterben in den Krankenhäusern und die von der deutschen Regierung versprochenen Hilfsmittel kommen dort nicht an. Schon seit Wochen nicht. Aber eigentlich sollte die übermächtige EU-Regierung alles organisieren. Nur ist sie eben auf so etwas nicht vorbereitet, für solche Fälle ist die EU nicht zuständig.

Die Vorschriften der „Europäischen Kommission“ auf dem Gebiet des Gesundheitswesens haben Patentrecht und Arzneimittelvermarktung zum Inhalt. Blut und Gewebe – Vermarktung wird geregelt. Das sind also wirtschaftliche Aspekte. Der Mensch kommt nicht vor.

Wir wollen der EU kein Unrecht tun. Sie hat natürlich auch an Krisenfälle und grenzüberschreitende Krankheiten und Hilfe gedacht. Allerdings scheint ihr im Augenblick nichts anderes einzufallen als Geldmittel als Kredite bereitzustellen zu wollen. Für Bereitschaftsplanung ist es zu spät, Risikomanagement ist nicht erkennbar und die Staaten nehmen es lieber selber in die Hand. Wie an Polen und jedem anderen EU-Staat erkennbar ist.

Aber auch im engeren Kreis ist eher Konfusion und Alleingang angesagt. Alle Länder der deutschen Föderation machen ihre eigene Gesundheitspolitik. Und auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Seuchenausbreitung und die sicherheitspolitischen Maßnahmen werden von den Ländern alleine geplant und durchgeführt.

Während die Kanzlerin die Brüderlichkeit und Solidarität aller Deutschen beschwört und sogar fordert und mit härteren Maßnahmen droht, sieht die Situation im Land sehr differenziert aus. In Nordbayern wird am Wochenende ein Stadtfest gegeben. In Folge wird der Ministerpräsi etwas ungehalten und die Zahl der Infektionen soll auch sprunghaft gestiegen sein. In anderen Gegenden gibt es inzwischen Polizeikontrollen auf Kinderspielplätzen und junge Väter und ihre Kinder stehen kurz vor der Inhaftierung.

Es hat was von „Independence day“, diesem Film vom Emmerich, den Sie hoffentlich kennen: Alle europäischen öffentlichen Radiosender haben sich verabredet, um 8 Uhr 45 den Song von Gerry xx zu spielen. Alle. Der Song kommt und eine Radiohörerin bedankt sich heulend am Mikro. Toll, da fühle ich mich sofort in Europa menschlich zu hause.

Aber, wir werden mehr Menschlichkeit in das Leben bringen. Leihen Sie ihrem Nachbarn eine Rolle Toilettenpapier. Achten sie auf 1,5 Meter Abstand bei der Übergabe und auch bei der anschließenden Versöhnungsfeier am Grill.

Ihr Julius Turm

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„Kinderfrauen zuerst!“

„Kinderfrauen zuerst!“

Aus der bekannten Aufforderung bei Katastrophen, ob auf dem Schiff oder im Fußballstadion, „Kinder und Frauen zuerst!“ macht mein intelligentes Autokorrektursystem: „Kinderfrauen zuerst!“.

Mein gutes Rechtschreibkorrekturprogramm, eingebettet in das Schreibprogramm, weigert sich deutsche Wörter als solche zu erkennen und will sie in englische Begriffe übersetzen.

Soweit zur Intelligenz der Maschinen. Und auch die Meinung der künstlichen Intelligenz zum Erhalt der Menschheit  ist verstanden. Ich jedenfalls habe das verstanden. Wenn die Maschinen, die intelligenten Maschinen, herrschen würden, dann würden diese die Kinderfrauen retten. Das könnte die größte Garantie zum Erhalt der Menschheit sein. Oder wollen die intelligenten Maschinen das gar nicht? Wollen sie selbst an die Macht und würden mit der Rettung der Kinderfrauen den Untergang der Menschheit beschleunigen wollen?

In der vergangenen Woche war der „Tag der Muttersprache“. Noch einmal deutlich deutsch: Es war nicht der „Tag der deutschen Sprache“, auch nicht Muttertag oder Tag der deutschen Mutter, sondern schlicht: „Tag der Muttersprache“.

Wir, die deutschsprechenden Europäer begehen den Tag der Muttersprache und alle Menschen auf diesem, unserem, Globus können den Tag ebenfalls feierlich begehen. Allerdings kann jeder seine, seine höchsteigene, Muttersprache an diesem Tag ehren. Die Kirgisen ehren die kirgisische Sprache, einige Südafrikaner ehren die Sprache „Afrikaans“, andere die Sprache „isoZulu“, die Bayern ehren das Bayrische und die Koreaner das Koreanische.

Wie ehrt man eine Sprache? Na, ganz einfach, in dem sie von den Muttersprachlern gesprochen wird! Auch kann in ihr gesungen werden und Gedichte geschrieben und Liebende flüstern sich in die Ohren: „Ick lev der.“ oder auch „te amo“. Und jede Sprache hat ihre Geschichten, die in Bücher geschrieben werden können.

Und warum soll die Muttersprache geehrt werden?  Die UNESCO sieht die Sprache als Zeichen der kulturellen Identität. Und es ist so. Die Sprache ist ein Quell unserer Kultur. Ohne Sprache ist menschliches Leben nicht denkbar.  Und weitergedacht: Die gemeinsame Sprache ist die Grundlage für eine gemeinsame Kultur einer Volksgruppe.

Alle (deutschsprachigen)Texte vermeiden diese Feststellung: Die Sprache ist das Zeichen der kulturellen Identität eines Volkes. Und doch ist es so. Den indigenen Völkern im Amazonasgebiet gesteht man die Unterscheidung in „Völker“ auf Grund des Sprechens einer gemeinsamen Sprache zu, in Europa vermeidet man von „Völkern“ zu sprechen.

Dabei würde uns ein wenig Patriotismus ganz gut tun. Vor allem den Deutschen. Da sind die Bayern und die anderen deutschsprechenden Volksgruppen, aber da sind auch Dänen und Sorben und auch die Friesen, die eigene Sprachen beanspruchen können. Ebenso wird den in Deutschland lebenden Sinti und Roma eigene Kultur und eigen Sprache zugeordnet (nicht verordnet!) Das deutsche „Romanes“ ist eine anerkannte Minderheitensprache.

Die verschiedenen Völker in Deutschland pflegen ihre Kultur und ihre Sprache. Aber auch ein anderer Geist geht durch Deutschland. Und dieser Geist ist gefährlich für die Sprache und Kultur der deutschen Völker. (Er ist auch für andere Völker, zum Beispiel die Polen oder Litauer gefährlich, aber das ist deren Sache.) Es ist das Überborden der internationalen Verkehrssprache „Englisch“.

In deutschen Medien gibt es viel englischsprachige Musik, zu viel, um die eigene Musik und Kultur voranzubringen, zu stärken und zu entwickeln. Unterhaltungsformate lehnen sich an Formate im amerikanischen Fernsehen an, in den eigentlich deutschsprachigen Hochschulen werden Vorlesungen vermehrt in englischer Sprache gegeben. Wissenschaftliche Arbeiten in deutschen Forschungseinrichtungen werden in englischer Sprache verfasst. In einigen Firmen in Deutschland, in denen die Mitarbeiter zu über 99 Prozent  die deutsche Sprache als Muttersprache haben, wird in Arbeitstreffen (Meetings) englisch gesprochen, Dokumentationen werden in englischer Sprache erstellt.

Warum das alles? Warum kann nicht eine wissenschaftliche Arbeit im deutschen Sprachraum zuallererst in deutscher Sprache verfasst werden, um vielleicht anschließend in Englische übersetzt zu werden. Warum werden Romane von deutschen Schriftstellern „amerikanisiert“, um dann in Deutschland unter amerikanisch klingendem Pseudonym verkauft zu werden? Warum werden deutsche Muttersprachler gezwungen, bei der Arbeit in einer fremden Sprache zu denken?

Da ist doch ein wenig Patriotismus angebracht, oder? Wollen wir uns total verleugnen? Wollen wir unsere Kultur, den Goethe, Strittmatter, Bach, Händel und „Die toten Hosen“ kaputtmachen lassen? Auch Einstein und sein Kollege Mauer schrieben in detscher Sprache. Warum singen alle „Merry Christmas“  und „Happy birthday“, wenn es dafür eine muttersprachliche, eine deutsche Entsprechung vorhanden ist?

Ich will hier nicht „Deutsche Sprache über alles, über alles in der Welt“! Jedes Volk mag für sich seine Kultur fördern und seine Muttersprache pflegen. Und jede Muttersprache ist gleich viel wert, erhalten zu werden. Aber ich habe den Eindruck, dass dieses deutsche Volk sich seine Sprache und seine Kultur demontieren lässt von Politikern, Besserwissern, amerikanisch vorgebildeten Führungskräften aller Art, und …. anderen, die entweder jede Selbstachtung verloren haben oder zu dumm sind, die Manipulation zu bemerken.

Wenn jetzt auch noch die Maschinen nicht mehr in deutscher Sprache reden wollen und diese verstümmeln, kein Wunder.

Ich wünsche mir jedenfalls wieder mehr Besinnung auf diese, meine deutsche Muttersprache und auf meine deutsche Kultur. Wenn ich meinen bengalischen Arbeitskollegen treffe werde ich versuchen mich mit ihm in einem Meeting in englischer Mundart zu unterhalten. Obwohl es für ihn auch mühselig ist, in dieser fremden Sprache zu denken.

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Splitter der realen Welt

Wieviel Sinn macht die Arbeit?
Ich sitze und sehe mich um. Der Blick fällt auf einen Kasten, darinnen ein Bausatz für ein Modellflugzeug. Den Kasten gibt es bei mir seit drei Jahren. Es war ein Geburtstagsgeschenk, denn Modellbauerei ist eine meiner Leidenschaften. Oder soll ich sagen: Gewesene Leidenschaft? Denn der Kasten liegt seit drei Jahren und immer wieder gab es Gründe, ihn nicht aufzumachen, das Modell nicht zusammenzusetzen, um es dann irgendwann auf der Wiese starten zu können. Es ist ein Freiflieger mit Gummimotor. So was ganz Einfaches. Wahrscheinlich würde es weniger als eine Woche dauern, bis er flugfertig wäre, nach der Arbeit würde ich das schaffen.
Arbeit? Der Mensch ist durch Arbeit zu dem geworden, was er heute ist: Mensch. Das Gehirn hat sich entwickelt, um sich Werkzeuge zu schaffen und in unwirtlichem Klima und Gelände zu überleben, Kultur und Sprache entwickelten sich, weil der Mensch nur in der Gemeinschaft in der Lage ist, sich zu behaupten. Arbeiten mit den Händen, mit dem Kopf, mit der Sprache. Das hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind.
Arbeit? Aber da kann nicht die Arbeit gemeint sein, die wir da täglich im Betrieb tun. Dafür wurde ja auch der Begriff „Erwerbsarbeit“ erfunden. Damit ist die Tätigkeit, beziehungsweise die Zeit gemeint, in der wir tätig sind, um etwas Geld von dem zu bekommen, für den wir tätig sind. Mit dem Geld beschaffen wir uns die lebenswichtigen Dinge: Essen, Unterkunft, Schlaf, Sex. Und die Zeit, um uns wieder für die nächste Runde der „Erwerbsarbeit“ fit zu machen. Manche nutzen Zeit, um sich zu erholen (Fit machen) andere sparen sich das und werfen Mittelchen ein, um dann die Zusatzenergie wieder für die „Erwerbsarbeit“ zu nutzen. Arbeit? Mensch werden und sein? Dazu trägt allerdings die „Erwerbsarbeit“ nicht bei. Eine „Weiterentwicklung“ der menschlichen Fähigkeiten wird eher behindert. Denn bei der „Erwerbsarbeit“ geht es nicht um Weiterentwicklung, nicht um Freude oder Kreativität. Es geht nur darum etwas für jemand anderen zu leisten und wiedr „fit“ werden für die nächste Runde. Da hat meine Modelfliegerei keinen Platz.

Film-Serie, „Das Boot“
Da gibt es eine Film-Serie, „Das Boot“. Der Film wird mit seiner Ausstrahlung sofort zum Politikum. Das ist selten bei Filmproduktionen, die sich doch heutzutage mehr mit „Action“, Mord und Totschlag beschäftigen, als mit politischer Bildung. So ein Film wie „Fuck yu Goethe!“ löst nicht etwa eine politische Diskussion über Bildungs- und Jugendpolitik aus, sondern belustigt bestenfalls die Deutschen.
Anders bei der Serie „Das Boot“. Hier sehen sich einige Kommentatoren und auch große Medien genötigt, einige politisch richtigstellende Bemerkungen zu machen. Im Film äußert sich einer der Darsteller, er hält sich wohl an seinen Drehbuchtext, zu der Ursache des zweiten Weltkriegs und im speziellen zur Finanzierung des Unternehmens „Drittes Reich“. Ein Amerikaner versteigt sich zu der Aussage, dass die Wall Street und ausländische, nicht deutsche Hochfinanz, haben das „Reich“ und die Aufrüstung erst möglich gemacht. Und genau diese Hochfinanz ist auch der Gewinner des Krieges.
Ja, das muss schnell korrigiert werden. Hitler ist schuld. Die Nazis sind schuld. Die „Endlösung und der Kampf gegen den „Bolschewismus“ ist die Ausgeburt eines kranken Kopfes. Alles andere gilt nicht! Anderes, als das, zu denken wird uns mit allen Mitteln abgewöhnt.
Aber schon aus dem ersten Weltkrieg wissen wir: Krupp lässt sich im Nachhinein die Lizenzkosten bezahlen für die Granatzünder, die in England in englische Granaten eingebaut werden, mit denen deutsche Truppen beschossen wurden. Wer hat Gewinn gezogen aus dem Ersten Weltkrieg? Krupp. Und wer hat Krupp finanziert?
Zur Finanzierung von Kriegen (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21134)
„So auch die Firma IBM, deren Präsident Thomas J. Watson sr. im Juli 1937 von Hitler das ‚Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern‘ entgegengenommen hatte. Dieser Naziorden wurde Watson verliehen, weil IBM die Aufrüstung im Dritten Reich durch den Export ihrer Hollerith-Lochkartentechnik unterstützte.“ Werner Rügemer hatte Ende 2013 dazu ergänzend geschrieben: „Hitlers Blitzkriege – beispielsweise die Transportplanungen im besetzten Europa – und die Judenerfassung wären ohne die Informationstechnologien von ITT und IBM so nicht möglich gewesen.““

Grippewelle
Grippewelle: Achtung, die Grippewelle rollt. Laut Robert-Koch-Institut sind (in dieser Saison 2019/2020) in Deutschland schon über 20.000 Infektionen und schon über 40 Todesfälle nachgewiesen. In der vorherigen Saison gab es über 800 nachgewiesene Todesfälle. Das ist signifikant weniger als 2017/18, als es über 1600 Todesfälle gab, aber auch in diesem Jahr wird uns das Virus nicht verschonen. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 4 Tage. Alle sind aufgerufen sich zu schützen und rechtzeitig den Arzt aufzusuchen. Die Bundesregierung wird allerdings, wie alle die Jahre vorher, trotz der im Augenblick schon über 180.000 nachgewiesen Infizierten, keine Städte oder auch nur Flughäfen schließen. Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich.

Also: Immer Kopf oben behalten, Nase zu und durch.

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Wir sind… Umweltsünder.

Die USA hat den Krieg erklärt. Nicht offiziell, das machen sie ja fast nie, aber faktisch schon…. Und ich habe es bemerkt, als ich nach den Feiertagen an der Zapfsäule stand, um mit dem Automobil zu Arbeit fahren zu können. Die Preise!!! Die spinnen ja, die Römer!!! Da hilft auch das Anheben der Pendlerpauschale nichts. Das fließt sofort wieder in die Taschen der Öl-Konzerne.

Geht es wieder mal um Öle? Und wer sind die Bösen und wer sind die Guten? – Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt „Gute“ gibt. Öl ist doch inzwischen bei allen Meinungsmachern „böse“.

Die Förderung von Erdöl ist „böse“, der Verbrauch auch. Trotzdem werden neue Pipelines gebaut, fahren Tanker um die Welt und fast alle Fahrzeuge fahren mit Erdölprodukten und sogar der Strom für E-Fahrzeuge wird überwiegend aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewonnen.

Wir sind immer noch im Zeitalter der fossilen Brennstoffe. Und deswegen wird auch um die Beherrschung der Ölquellen gefochten.

Mit dem Kampf um das Öl ist der Konflikt eigentlich schon ausreichend begründet. Aber es steht etwas mehr dahinter. Die USA erreicht ihr Ziel nicht, dass der Iran kleinlaut auf Knien herankriecht und um Gnade winselt. Der Irak wird innerlich zerrissen durch die beiden verfeindeten Lager/Clans/Machtgruppierungen. Und sie dürfen den Konflikt nicht unter sich austragen solange die USA und andere Westliche Mächte (auch die Bundesdeutsche Republik!) mitmischen. Die Türkei will mehr Einfluss in der Gegend, die da „Naher Osten“ genannt wird, haben und die Russen müssen zeigen was in ihnen steckt. Sie dürfen das Gebiet vor ihrer Haustür weder den USA, noch der Möchtergern-Mittelmacht Türkei überlassen. Alle können ein wenig Macht zeigen und ausprobieren, alle können Truppen schulen und Waffen ausprobieren, jeder verdient daran und die Strategen können endlich mal zeigen was sie können. So hat jeder sein Spielchen. Wenn es nicht so ernst wäre. Wenn nicht Tausende darunter leiden würden und andere Tausende daran sterben müssten und andere Tausende deswegen hungern und andere Tausende jahrzehntelang die Folgen zu tragen hätten.

Und wenn nicht auch wir, bundesdeutsche Steuerzahler, dafür zahlen  müssten.

Da findet sich keine Greta, die auf die Straße geht, mit dem Segelboot nach den USA fährt, vor der UNO auftritt, usw.

Vielleicht findet sich ja doch jemand, oder hat sich gefunden. Vielleicht sehen wir es nur nicht in unseren Medien, in unserer „Tagesschau“ und der permanenten Berichterstattung in den Nachrichtensendern, weil die Betreiber der Sender uns das vorenthalten wollen. Sie wollen uns den Protest gegen die Vernichtung von Menschenleben, gegen die Vernichtung von Leben und gegen die Vernichtung von Material, von Energie, von Arbeit nicht zeigen, damit wir nicht auf den dummen Gedanken kommen, da mitzumachen. Vielleicht gibt es diese Proteste gegen die Umweltsünden eines Krieges, dieses Krieges, ja schon.

Nichts, überhaupt nichts, ist schädlicher für Umwelt (und Mensch) als ein Krieg.

Wieviel Ölquellen haben nach dem Kuwait-Krieg monatelang COZwei produziert, in dem sie ausbrannten? Wie viel Abgase verursachen Panzer, Flugzeuge und Fregatten? Wie hoch ist die Feinstaubbelastung nach einem Feuergefecht im „Pulverdampf“? Gibt es eine nennenswerte Wolkenbildung bei der Durchquerung des feindlichen Luftraums durch ballistische Raketen? Erhöht sich die Lärmbelastung an der Hauptstraße wesentlich durch die Explosion von Minen? Ab welcher Anzahl wird das relevant? Was kostet die Herstellung von Panzern?

Unsere Regierung diskutiert gerade die Besteuerung von Luft. Wir wollen die Luft, unsere Luft, nicht besteuert haben! Wir wollen den bedingungslosen Rückzug. Und Sanktionen gegen die Kriegstreiber. Diplomatische Noten an die Botschaften wäre das Mindeste.

Ganzheitlich betrachtet ist der menschengemachte Krieg die größte Umweltsünde. Wir machen uns Gedanken, bekommen Gedanken gemacht, über Abgasbesteuerung. Die Wege des Herrn sind unergründlich. Aber ökologisch betrachtet ist ein Krieg eben nicht „bio“. Darüber sollte man mal nachdenken und auf keinen Fall einen kaufen.

Wer denn auf Nachhaltigkeit bedacht ist sollte den Krieg auch nachhaltig abschaffen.

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Aufruf zur Weihnachtswoche: Haltet eure Taschen zu!

Wo stand es? Die Steuereinnahmen des Bundes haben in den letzten 10 Jahren von rund 500 Milliarden auf jetzt 800 Milliarden Euro zugelegt.

Wo kommt das Steuergeld her? Wem haben sie es aus der Tasche gezogen?

Ich brauche nur in mein Portemonnaie (Geldbörse) zu sehen.

Das Bundesumweltamt hat ein Positionspapier zum Klimaschutz herausgegeben. Allerdings schon im Juni des Jahres und es fand wohl erst jetzt Aufmerksamkeit. Es geht darum, wie die Klimaschutzziele der Regierung der bundesdeutschen Republik im Verkehrssektor bis 2030 erreicht werden können.

Als Maßnahmen schlägt das genannte Bundesamt vor:

  • 70% Elektro-PKW,
  • höhere Steuern auf Kraftstoffe für PKW,
  • Abschaffung der Entfernungspauschale für Pendler,
  • Anreiz für den Kauf von Neufahrzeugen
  • Abschaffung des „Dienstwagenprivilegs“ (also Besteuerung)
  • Tempolimit
  • Förderung des „Umweltverbundes“ = öffentlicher Personenverkehr und Rad- und Fuß-Verkehr,
  • Energiesteuer auf LKWs
  • LKW-Maut
  • Oberleitungs-LKW auf Autobahnen

Wie das mit der Förderung des Öffentlichen Verkehrs (Nah und Fern) aussieht konnten wir in den letzten Jahren beobachten:

  • Stationären Buslinien wurden umgerüstet auf sogenannte „Rufbusse“. Das hört sich gut an, führt aber in der Praxis zur Unterversorgung, weil, wenn der Bus erst gerufen werden muss, dann ist es für den bürgerlichen Nutzer umständlich, für den Betreiber bietet es die Möglichkeit den Bus einfach „im Augenblick, also nicht jetzt frei“ zu haben, sich das also zu sparen.
  • Eisenbahnlinien wurden eingestellt. Regional wurden Schienenstränge einfach entsorgt. Sie brauchen dann nicht mehr betrieben und gewartet zu werden. Das führte nicht zum Umstieg der Fahrgäste auf den Bus, sondern zum Umstieg in das eigene Auto.
  • Fernbahnen waren nie so unzuverlässig wie heute.
  • Die einfache Fahrt im Regionalverkehr gleicht einer Preislotterie.
  • Die Bequemlichkeit der Züge hat nachgelassen, der Zustand der Technik ist zum Teil katastrophal,
  • Zu Stoßzeiten sind die Züge hoffnungslos überfüllt,
  • Und einige Dinge mehr.

Die Tempolimit-Diskussion gibt es seit vielen Jahren. Bisher hat die Lobby die Einführung verhindern können. Das wird wohl auch noch eine Weile so gehen. Die „Freiheit“ des deutschen Autofahrers einzuschränken, das geht ja auch nicht! Dabei verbringt er mehr Zeit im Stau, als dass er sich der Freiheit des Geschwindigkeitsrausches hingeben kann.  

(Das Fahrzeug verbraucht auf 100 Km etwa 7 Liter Diesel bei 120 Km/h (SUV!) – wenn aber  160 Km/h gefahren werden, dann verbraucht das Fahrzeug etwa 9 Liter auf der gleichen Strecke. Das gibt für Staat und Mineralölindustrie rund 20 Prozent höhere Einnahmen. Das ist doch perfekt, für Staat und Industrie. Für den Fahrer nicht, weil sich die Wahrscheinlichkeit von Staus erhöht, wenn einige schneller fahren als andere, die vielleicht sparen wollen.)

Was bleibt dann von den oben vorgeschlagenen und angestrebten Maßnahmen? – Es bleiben die, die dem arbeitenden Bürger Geld kosten. Dabei kann er die Entscheidung nicht einmal selbst treffen, ob er der Umwelt zuliebe seine Gewohnheiten umstellt. Auf das Pendeln zwischen Arbeitsstelle und Heim wird er nicht verzichten können.

Es werden die Pendler-Pauschalen gestrichen, die Kraftstoff-Steuer wird erhöht. Der Bürger wird gezwungen ein neues Auto zu kaufen, obwohl er sich das nicht leisten kann und umstritten ist, ob es der Umwelt wirklich nutzt, wenn Energie in die Produktion eines neuen Fahrzeugs fließt.

Auch die LKW-Maut wird der Bürger tragen müssen, denn diese wird sich in höheren Preisen im Supermarkt wiederfinden.

Wenn die Umwelt gefährdet ist und das ist sie wohl schon immer durch die Tätigkeit des Menschen, dann sollte Mann/Frau auch mal überlegen, welche der Gefährdungen wir uns in Zukunft leisten können und wollen.

Es ist wohl wahr, dass es ein überdurchschnittlich hohes Artensterben gibt durch den Einfluss des Menschen; es ist auch wahr, dass es durch die Begradigung von Flüssen, durch die Vertiefung von Fahrrinnen, durch die Versieglung von Flächen, mehr Überschwemmungen gibt. Auch die Verschmutzung der Meere, der Böden und der Luft ist ein Fakt, der nicht zu leugnen ist.

Was davon, und von den anderen Gefährdungen, wollen wir uns in Zukunft noch leisten? Mit dem „wir“ meine ich auch „wir“, denn wir alle werden darunter leiden. Wir vergiften uns mit dem medikamentenverseuchten, chemikalienversetzten, plastehaltigem Wasser, unsere Häuser werden überschwemmt und weggerissen von Sturzfluten oder Erdrutschen, wir müssen den Lärm in den Städten, an den Flughäfen und Autobahnen ertragen und es macht uns krank, wie auch die kurzwellige Strahlung für die mobile und „smarte“ Telefonie. Der Müll droht uns zu überschwemmen, Krankenhauskeime bringen Menschen um, der Konsum von digitalen Medien macht unsere Seele krank und vergiftet unser Gehirn, und so weiter. Wir haben eine ganze Menge Probleme.

Einige davon können wir an die „dritte Welt“ abschieben. Von dort kommen sie aber in Form von Wirtschafts- und Elendsflüchtlingen zu uns zurück.

Einige, die Großaktionäre, die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte, die können sich zurückziehen auf ihre Jachten im Mittelmeer, auf ihre Ressorts in der Karibik, in ihre schallisolierten und klimatisierten Stadtvillen und hinter die Scheiben ihrer Limousinen. Aber das werden sie auch müssen, denn die Luft draußen wird heißer für die Schmarotzer und Verhinderer. Längst haben die Leute auf der Straße eine Ahnung davon, wer verhindert, ein wenig Vernunft einziehen zu lassen in das Wirtschaften der Menschen.

Die anderen werden die schmutzige Luft atmen, das verseuchte Wasser trinken, sich von dem Verzehr industrieller Nahrungsmittel krank machen lassen und sich durch „smarte“ Geräte ihre Lebenszeit verbrauchen lassen. So wird es sein, wenn nicht radikales geschieht.

Freiwillig und durch Bitten und Apelle werden sich die Aktionäre und ihre Lobbyisten, einschließlich aller Politiker, nicht dazu hinreißen lassen, darüber nachzudenken, wie die Wirtschaft, unsere ganze Politik und Kultur umzustellen wäre, um das Leben der Menschheit auf diesem Planeten noch einige Jahrhunderte zu erhalten. Das Leben für alle Menschen auf dem Planeten lebenswerter zu machen, darüber können wir nachher sprechen.

Es wird also so bleiben, wie es ist. Haltet die Geldbeutel fest und die Taschen zu. Sie ziehen den letzten Cent und versenken stattdessen Lügen.

Ich sehen eine, eine einzige Möglichkeit: Die Demokratie muss zu dem gemacht werden, was sie verspricht – alle Menschen müssen an den Entscheidungen, die uns alle betreffen, teilnehmen. Und, wir leben in einer Zeit, in der uns die Technik zur Verfügung steht, eine solche Demokratie zu leben.

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