Sozial, menschlich.

Der TV-Konsum nimmt zu. Netflix feiert Quotensiege. Wir glotzen Serien. Wir stumpfen ab. Wir dürfen arbeiten und einkaufen. Amazon verkauft blöd wie noch nie: Alles muss raus.

Die großen DAX-Firmen machen einen Reibach, sie steigern ihre Gewinne, auch wenn es nur Börsengewinne sind. Die Banken werden wieder systemrelevant. Bald.

Kennt ihr ein Wort mit 3 mal „R“? Ich kennen eines: Systemirrrelevant. Ich weiß auch auf wen das Wort anzuwenden ist! Nämlich auf Wirtsleute und auf Theaterleute. Sicher gibt es noch mehr. Aber es sollte ja auch nur ein Beispiel sein.

Alle, die systemirrrelevant sind, sollen zu Hause bleiben. Ich finde, es sollten noch mehr im trauten Heim bleiben.

Ja, alle sollen zu Hause bleiben. Zuerst die Polizisten. Die, die durch die Straßen laufen und Leute ansprechen wegen der Nicht-Vermummung. Dann die Angestellten der Ministerien, einschließlich der angestellten Minister. Die können dann keine gesetzeswidrigen Handlungen mehr betreiben. Auch die Medienleute sollen alle zu Hause bleiben. Dann fällt falsche und unvollständige Berichterstattung, und Hetze auch, weg und wir würden nichts verlieren. Schließlich sollen auch Lobbyisten und Berater mit Ausgangsverbot belegt werden. Die Abgeordneten wären dann zwar hilflos und es würden vielleicht gar keine Gesetze mehr geschrieben werden, aber es könnte auch nichts mehr noch belastender für die Gesellschaft und die Menschen werden. Vielleicht wären nicht mal mehr Kriege möglich, weil die Mitarbeiter, die in den Ministerien dafür zuständig sind, nicht in der Lage sind, das zu tun. Aber gut. Kein Verlust.

Schließlich sollten auch alle Busfahrer, Gleisbauer, Computerverkäufer, Lagerarbeiter und alle die anderen fleißigen Leute mal eine Auszeit nehmen. Ihnen tut es gut und wirklich zu Schaden kommt keiner, wenn mal 4 Wochen keine Kosmetik verkauft wird. Es könnte ja vielleicht aus unseren Steuergeldern „Kosmetikverkaufsausfallgeld“ gegeben werden.

(Vergesst nicht, dass in der Zeit den Kranken und Schwachen geholfen werden muss. Denn keiner soll an Leib und Leben zu Schaden kommen.)

Was ich mir davon verspreche? Ich hoffe, dass eine Diskussion in Gang kommt.

Wäre es nicht angebracht, das Gesundheitsministerium in Medizinministerium umzubenennen und an die Pharmaindustrie zu übergeben?

Abwegig? Ja, aber ihr müsst doch einsehen, das würde sehr viele Kosten sparen, an die Spitze des Ministeriums kämen Leute, die von der Medizin etwas verstehen.

Das mit den Kosten ist so: Der Minister wird bezahlt. Im Augenblick wird er wird vom Staat bezahlt, obwohl er doch nichts für den Staat, also für die Bürger macht. Warum also sollten die Bürger ihn bezahlen? Er hat auch keine Ahnung von Medizin und Gesundheit oder Arzneien, nicht einmal von Wirtschaft hat er Ahnung, denn außer bei seinem Studium hat er nichts von der Wirtschaft gesehen. Er wird also gänzlich umsonst auf dem Posten gehalten und kostet einen Haufen Geld.

Würde man einen Mann resp. eine Frau an die Spitze des Ministeriums setzen, die aus der Pharmaindustrie stammt, dann also entweder Wirtschaft oder Medizin oder Arznei ordentlich gelernt hat, und würde der oder diejenige dann auch noch direkt von der Pharmaindustrie bezahlt werden, dann wäre doch allen geholfen, oder? Der-/diejenige dürfte den ganzen Stab mitbringen, natürlich auch von der Pharma und von der Pharma bezahlt und alle hätten, mehr oder weniger, Ahnung von dem, was sie tun und es wäre zielgerichtet und die ganzen Umschreibungen und Ausreden könnten wegfallen. Eine Win-Win-Situation!

Gleiches lässt sich mit dem Verteidigungsministerium, umbenannt in das Rüstungsministerium machen. Die Frau an der Spitze, übrigens schon die zweite Frau in Folge, und …. , jedenfalls hat sie auch keine Ahnung von Krieg und Rüstung. Sie hat weder irgendwo im Schützengraben gelegen oder einen Kampfjet über feindlichem Territorium gesteuert, noch hat sie eine, wenn auch irgendwie geartete Beziehung zur Rüstungsindustrie. Jedenfalls keine ernsthafte offizielle.

Nochmal zum Thema Frau: Es soll jetzt hier nicht so aufgefasst werden, dass ich irgendwas gegen Frauen sagen will. Gleiche Bezahlung für gleiches Geld, Wahlrecht, das ist alles in Ordnung. Auch dass die Väter jetzt den Mutterschaftsurlaub machen dürfen, ich habe kein Problem damit. Aber, Frauen und Waffen, totschießen, wo sie doch eigentlich Gebärende sein sollen, Lebenschenkende, liebevolle Mütter, das will für mich nicht passen. Bei der Frau v.d.L. will mir das gar nicht in den Kopf, wo sie doch so viele Kinder an ihr Herz gedrückt hat! Und immerhin hat sie dreien selbst das Leben geschenkt. Bei der Frau, die jetzt da oben sitzt, da ist das anders, ich glaube, der wollten sie eine auswischen. Die kann da auch nichts dafür. Armes Mädchen.

Aber, es wäre einfacher, wenn das Ministerium gleich mit Rüstungsleuten besetzt werden würde. Die Diskussion, ob jetzt Handfeuerwaffen von H&K geleifert werden dürfen, erübrigt sich doch, wenn der Minister ein Angestellter von H&K ist! Es gäbe keine jahrelangen kostspieligen Verhandlungen, Tests und Reklamationen mehr. Noch besser wäre Rheinmetall Defence! Da können gleich die größeren Deals, ungebremst durch teuren Bürokratismus, bewältigt werden.

Also ich finde, ein toller Vorschlag. So was müßte man eigentlich bezahlt kriegen! JuliusTurm.

Rating 3.50 out of 5
[?]

Tags: , ,

Hut ab zum Gebet!

Ich kann’s ja auch nicht mehr hören. Aber es muss wohl sein. Das Drama geht weiter.

Wir vergessen den Fall Navalny, das ist lange her. Wird Nordstream weitergebaut? Schnee von gestern. Krieg in Syrien? Bundeswehr in Afghanistan? Regenwaldabholzung?

Wir ignorieren den Probeabwurf amerikanischer Atombomben auf deutsches Staatsgebiet im September. Amerikanische Bomben an deutschen Flugzeugen, die auf Befehl des US-Präsidenten nach Osten fliegen.

Gibt es eine Krise der Weltwirtschaft? Hat da irgendjemand von Autos auf Halden gesprochen? Nichts gehört, nur Geflüster im Wind.

Da hat jemand den Sozialisten in Bolivien gewählt. Chile bekommt eine Verfassung. Das interessiert uns nicht, das hat uns nicht zu interessieren. Bei uns gibt es US-Wahl und Corona, das reicht, um die Schlagzeilen zu füllen.

Die US-Wahl ist natürlich aufregend. Schon weil der Weltpolizist immer noch die Deutschen und halb Europa wie eine Besatzungsmacht zu regieren versucht. Und Corona beschäftigt uns natürlich auch. Nichts langt mehr in unser tägliches Leben hinein, wie diese Virus-Erkrankung. So scheint es.

Dabei sind die Einschläge weit weg. Kaum jemand kennt einen Infizierten. Noch weniger einen Erkrankten und einen „mit oder an“ der Virus-Erkrankung COVID Verstorbenen gekannt zu haben, ist relativ unwahrscheinlich. Nur 0,16 Promille der deutschen Bevölkerung stirbt mit oder an COVID19. Wenn sie in einem großen Dorf mit über 6000 Einwohnern zu Hause sind, dann ist vielleicht in diesem Jahr Einer oder Eine, an oder mit COVID 19 in ihrem Dorf gestorben.

Aber das sind Zahlenspiele. Noch dazu Zahlenspiele mit Menschen. Das ist ethisch bedenklich. Ebenso ethisch bedenklich ist es aber auch die Ergebnisse der mit SARS-Cov-2-Testkits durchgeführten Tests für die Einschränkung der Bürgerrechte heranzuziehen. Alle Hersteller schreiben, dass ihr Test für diagnostische Zwecke ungeeignet sei. Elon Musk soll sich viermal kurz hintereinander testen lassen haben. Davon waren zwei Tests positiv und zwei Tests waren negativ. So lustig kann die Welt sein! Damit sind die Ergebnisse nur Zahlenspielereien.

Das ist nicht nur Ignoranz oder Dummheit. Und dann ist es nicht nur moralisch bedenklich, dann ist es strafrechtlich relevant.

Oder es ist doch massiver Realitätsverlust, Irrsinn, Schizophrenie oder eine andere schlimme Geisteskrankheit. Bei Leuten, die Gesetze machen! Und es scheint um sich zu greifen!

Es geht weiter: Die Wirtschaft im Land wird weiter massiv geschädigt. Es rafft kiloweise Selbstständige und kleine Mittelständler dahin. (Die großen dagegen, die DAX-Konzerne, fahren satte Gewinne ein.) Die Staatsfinanzen werden übermäßig belastet und sind bald vollständig von privaten Geldgebern abhängig. Der bundesdeutsche Staat, die Länder und die Kommunen werden gezwungen sein, alle Infrastruktur zu verkaufen. Alles bewegt sich dahin. Alles wird dem (US-) Großkapital gehören. Von Omas Häuschen, über den Lampenladen, die Autowerkstatt, die Autobahn, das Wasserwerk, die Brauerei und der Papierfabrik bis zur Staatsbank. Monopoly. Armes Deutschland!

Das Gute: Wenn ihnen alles gehört, dann lässt sich auch kein Geld mehr damit verdienen und keine Konkurrenz mehr vernichten, dann sind auch die Großkapitalen am Ende der Fahnenstange angekommen. Finito! Keine Ausbeutung mehr, kein Corona mehr, alle machen nur noch Ferien! Auch wir.

Euer Klaus Kleiner

Rating 4.00 out of 5
[?]

Tags:

Wie ist der Plan?

Die Verschmutzung

Wir sind uns doch alle halbwegs einig: Die Verschmutzung der Welt geht voran und wird langsam, aber sicher bedenklich und wenn man die Augen nicht zumacht, dann könnte man drauf kommen, dass die Verschmutzung ein unerträgliches Ausmaß annehmen könnte.

Der Eine sieht die Plaste, die überall rumfliegt und da muss man nicht unbedingt wissen, dass in vielen Kosmetika Microplaste verwendet wird, man oder frau braucht nur auf die Strände in den Urlaubsparadiesen von der Nordsee über die Ostsee, den Gardasee, das Mittelmeer oder die Copacabana anzusehen, um eine Ahnung vom Ausmaß zu bekommen und es langsam als bedrohlich zu begreifen. Es sind die Böden, es ist im Wasser, im Boden, in der Luft, an jedem verdammten Platz auf diesem Planeten und auch im Weltraum; es ist Plaste, es sind Pestizide, es sind Quecksilber, Uran und Plutonium, Metallschrott und ganz gewöhnlicher Müll.

Elon, der Gute, der Senkrechtstarter, die Hoffnung der technischen Menschheit und der Umweltelektros, der will eine Flotte von tausenden Satelliten in das All schießen. Dann hat nicht jeder einen Satelliten, aber jeder Internet und kann streamen und twittern, wo auch immer er sich aufhält. Was für ein Segen für die Menschheit. Elon ist segenreicher als der Segengebende selbst. Und es gibt nur die einzige Stelle, bei der bezahlt werden muss, kein Stress, ganz einfach. Elos Klingelbeutel ist jederzeit offen.

Letzte Woche schon sind zwei Satteliten zusammengestoßen und haben sich zu tausenden Schrottteilchen aufgelöst. Das kommt vor, davor ist man nicht gefeit, das ist nicht so schlimm. Es sind ja noch genug andere da, die als Schrott enden können. Und die Europäer schicken noch welche hoch und die Russen und die Chinesen. Es wird schon.

Raubbau

Wir sind uns auch halbwegs einig, dass der Raubbau an Ressourcen sich in kurzer Zeit, es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern, auf unsere Lebensbedingungen, auch auf unsere, Auswirkungen haben wird. Bisher sind es vor allem die Ureinwohner Afrikas, Amerikas, Australiens und auch Asiens, die unter dem Ressourcenhunger der industriellen Welt und der industrialisierten Völker zu leiden hat. So scheint es. Aber wir selbst sind es schon, die keine Schmetterlinge mehr am Waldrand haben und die Wälder selbst zerfressen sind. Bald wird es den industrialisierten Osten selbst gefressen haben. Und den Westen sowieso.

Umstritten ist die Auswirkung menschlicher Produktion und Verbrauchs auf die Zusammensetzung der Luft und der Auswirkungen auf die Veränderung des Klimas. Das ist auch gar nicht so wichtig. Die Langzeitfolgen der Energieumwandlung des Menschen und der steigende und zukünftige Energiebedarf werden Veränderungen zur Folge haben. Anders geht es gar nicht. Millionen Jahre alte, in verfaulten Bäumen tief unter der Erde in Oel umgewandelte, gespeicherte Energie wird in die Lebenssphäre entlassen. Ein Kreislauf wird gestört, und für gewöhnlich hat solche eine Störung ungewollte und ungeahnte Folgen.

Der steigende Bedarf an Energie wird weiter steigend sein. Der technische Fortschritt, den wir uns gönnen und den wir auch anderen gönnen, zum Beispiel den Schwarzafrikanern im fernen Busch und den indogenen Völkern in Sumatra, braucht einfach Energie. Mehr Internet braucht mehr Server-Stationen/Parks/Kolonien, und die brauchen saumäßig Energie. Sie laufen 24 Stunden jeden Tag. Das Internet verbraucht ebenso soviel Energie wie Russland! Wir müssen uns also was einfallen lassen. Russland kann man einfach abschalten, aber doch nicht das Internet. Wo gerade meine Dokus in der Cloud schweben, oh Gott! Wir wandeln Oel und Kernenergie in Wärme um. Wir heizen mit jedem Bit, welches wir durch die Leitung jagen, die Atmosphäre auf. Da muss was passieren.

Smog

Umstritten, aber tausendfach warnend und ermahnend darauf hingewiesen, ist auf die Folgen der Verschmutzung durch Lärm, durch Licht, elektromagnetische Strahlung. Smog wir es genannt. Und damit ist nicht nur die undurchsichtige Luft in chinesischen Großstädten gemeint. Elektrosmog wird nicht gerne erwähnt, aber das ist der, der uns täglich durch die tausenden Mobilfunkatennen erreicht und dessen Auswirkungen auf unseren Organismus so wenig erforscht ist.

Und es wurde auch schon oft auf andere Stressfaktoren hingewiesen, auf die Überbelastung des Menschen durch die Anforderungen der elektronischen Medien. Wie viele Computer (einschließlich der Handys) kann ein erwachsener Mensch bedienen? Muss das Kind laufen lernen, wenn es einen Computer bedienen kann? Muss der Mensch überhaupt noch Beine haben? Ist es nicht besser, das Gehirn künstlich zu ernähren, oder vielleicht es gleich abzuschaffen?

Wir alle kennen einige wenige oder mehrere dieser Unmöglichkeiten, die schon da sind oder die sich nach und nach entwickeln.

Nachgedacht haben wir schon mal

Wir denken über die Ursachen nach und wir denken darüber nach, wie wir unseren Teil tun können um uns und die Welt zu schonen.  Und dann gehen wir in den Bioladen und kaufen unserem Kind Holzspielzeug und beschließen ihm kein Handy vor dem 14. Lebensjahr zu kaufen.

Das geht soweit ganz gut. Es beruhigt unser Gewissen. Wir fühlen uns eine Weile fantastisch und anti. Bis, ja bis der Neffe zu Besuch ist, er ist 6 und er gibt mit seiner Kinderuhr an, die sprechen kann und ihn wecken, wenn er zu Kita muss und ihn mit Mutti linked, wenn er die Kitatante out ist. Und da ist der Nachbar, dessen Rosen viel roter sind, weil er den geilen Dünger gekauft hat und den allerneusten Laubbläser hat er auch, der ganz leise ist, nur 74 Dezibel, sontagnachmittags. Gleich danach erfährst du, dass dein Biofleisch aus einer holländischen Mastanlage kommt und die Süßkartoffeln, die wegen der gesunden Eigenschaften aus Thailand importiert wurden, aus fairem Anbau,  genmanipuliert sind.

Du wusstest es eigentlich schon immer, dass es so ist und nicht anders. (Manch einer, der es nicht ahnte, sollte sich ein wenig Bildung leisten, statt eines neuen Handys.) Es kann nicht anders sein. Der Biobauer hat keine Chance seine Preise so zu erhöhen, dass er gegen die Massenproduzenten, die den Dünger benutzen, bestehen kann. Die Süßkartoffel wird vielleicht fair angebaut, aber auf dem Wege zum Esstisch verdienen nicht nur viele Zwischenhändler daran, sondern es wird auch Energie verbraucht.

Du wusstest schon immer, dass du keine Chance hast gegen die Werbung anzukommen und gegen den Gruppenzwang und dass du es nicht durchhalten würdest mit dem selbstgestricktem Pullover und der Nichtanschaffung des Handys, wenn du nicht dein Kind dem Mob aussetzen willst.

Auch wusstest du, dass es lächerlich ist, wenn du die billigen Hosen nicht kaufst, weil sie unter unmenschlichen Bedingungen in Bangladesch hergestellt sind. Wenn du nicht kaufst, dann kauft jemand anders. Die Produktion läuft weiter.

Die Ressourcen werden weiter ausgebeutet, über Gebühr und über Bedarf. Der kapitalistische Produzent wird sich niemals um die vernünftige Verwertung bemühen. Wenn er Skrupel hat, nur ganz wenige, dann wird der Produzent einem anderen Platz machen müssen, der die Skrupel nicht hat. Und schon kaufen die Menschen wieder Dinge, die sie nicht brauchen. Die Dinge aber, die produzierten, verbrauchen wieder Ressourcen. Die weggeworfenen Dinge aber erzeugen Müll. Und das Ganze wird durch Staat und Gesetz geschützt, denn die Unternehmer sagen den Politikern was für die Unternehmen am besten ist.

Wie ist der Plan?

Wie ist also der Plan? Wenn der Unternehmer oder der Aktionär oder der Eigentümer der Maschinen nicht zu überzeugen sind, was ist denn dann anzustellen, um ihn trotzdem am übermäßigen Ressourcenverbrauch zu hindern?

Es bleibt nur die Abschaffung des Unternehmers.

Das ist radikal, das ist Revolution, Umwälzung, denn die ganze Gesellschaft stützt sich auf das Unternehmertum. Revolution ist also von staatswegen nicht erlaubt. Sogar einen politischen Streik verbietet es das Gesetz.

Revolution war noch nie erlaubt. Nicht einmal Ungehorsam ist erlaubt. Je mehr die Macht bei ihnen liegt, um so brutaler gehen sie vor. Maskenpflicht? Das Nicht-Tragen wird bestraft! Urinieren in den Wald, so wie die Tiere es tun? Es ist für den Menschen per Gesetz verboten und wird bestraft. Angst erzeugen und Angst leben Teilen und Herrschen, es gibt viele gute, erprobte Methoden, die Macht zu erhalten.

Wie kann eine Änderung erreicht werden?

Vielerorts ist schon zu hören und zu lesen: Wir brauchen eine Revolution! Aber nirgendwo ist zu lesen, wie man so was anfängt. Der deutsche Michel braucht eine Anleitung. So was, wie das kommunistische Manifest: Proletarier aller Länder vereinigt euch! Aber nirgendswo ist so was in Sicht. Nicht mal Proletarier sind in Sicht, die wurden abgeschafft.

Die Sozialdemokraten, selbst die ganz linken, fahren nach wie vor ihren Stiefel. Sie wollen die Welt von der Idee überzeugen, so nach und nach und die Politik in ihre Hände nehmen und dann geht es irgendwann den Arbeitenden besser und die Welt wird gerechter.

Bisher haben die Sozialdemokraten die Welt nicht gerechter gemacht. In (West-) Deutschland hatte es den Anschein. Zwischen dem letzten Weltkrieg und dem Anschluss der DDR sah es nach aufblühenden Landschaften für die Arbeiter und Angestellten in Westdeutschland aus. Aber dann kam Schroeder und Hartz, und heute ist die Sozialdemokratie in Deutschland, wie auch in anderen Ländern, weitverbreitet. Die Grünen hgaben aufgegeben. Sie wollen mitspielen, wie auch die, auf die man noch hoffen durfte. Und damit ist keine Hoffnung mehr in dieser Demokratie. Verzweifeln wir ein bischen. Zusammen macht es mehr Spass.

Es gibt tausende Ideen. Nur keine für die wirkliche Umwälzung. Denn sie geben die Macht nicht freiwillig ab. Sie klammern sich daran, auch wenn die ganze Menschheit ins Gras beißen muss, dass dann nicht mehr grün ist oder gar nicht mehr da oder jedenfalls keine Biene mehr, die sich darauf setzen kann.

Aber wie heißt es: Der Krug geht so lange zum Brunnen…

Irgendwann lässt sich kein Geld mehr verdienen. Jedenfalls nicht mit der Produktion von noch mehr Handys. Vielleicht ist vorher das Lithium für die Batterien alle, wer weiß das schon… (Julius Turm)

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: , , ,

„Das schweigende Klassenzimmer“, Überlegungen

An einem dieser Dienstage wurde dieser Film zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr auf dem ZDF ausgestrahlt. Er gehört zu einer Reihe Filme, die zum 30. Jahrestag des „Mauerfalls“, wie das Ereignis der Annexion von westlicher Feder benannt wird, ausgestrahlt wurde.

Im Vorspann wird darauf hingewiesen, dass der Film einen wahren Hintergrund habe. Es wird allerdings nicht gesagt welche Wahrheit dahintersteckt. Grundlage für den Film war ein Buch, welches einer der dargestellten Schüler, im richtigen Leben heißt er Diedrich Garstka, als Lebenserinnerung geschrieben hat. Das Sachbuch wurde 2008 veröffentlicht, 52 Jahre nach den dargestellten Ereignissen. Das Buch untermalt die persönlichen Erlebnisse des jugendlichen Dietrich mit Zeitdokumenten. Die Zeitdokumente bestätigen wie die Schüler der Abiturklasse mit den Vertretern der Staatsmacht, im Speziellen mit einigen Lehrern, der Kreisschulrätin und dem Minister für Volksbildung, in Konflikt geraten. Einige der Schüler verlassen über die offene Grenze zu Westberlin die DDR.

Ausgangspunkt für die Ereignisse ist die hetzerisch gefärbte Information des RIAS über die Konterrevolution in Ungarn im Oktober 1956. Die Schüler haben sich von Schülern, die Zugang zum RIAS und zur „BILD“-Zeitung hatten und in kleinbürgerlichen Verhältnissen groß geworden und erzogen worden sind, durch die schreiende anti-kommunistische, anti-sozialistische Propaganda beeinflussen lassen.

So etwas kommt vor. Das passiert uns heute noch. Selbst uns Erwachsenen. Die großen Bilder im „Bild“ und die schreienden Überschriften, die ständig implizit vorhandene Propaganda gegen alles was nicht Westen und USA und kapitalistischer Konsum ist, nagt an unserem Denken. Alternative Information gibt es kaum und der Konsum ist mit anstrengendem Denken verbunden. Und das Nachdenken führt zu Frustration über die Ohnmächtigkeit gegenüber den herrschenden Verhältnissen.

Die Schüler der realen Abiturklasse von damals, als auch der Abiturienten im Buch und im Film, lassen sich überzeugen. Besonders hilfreich ist dabei die Falschmeldung über den Märtyrer-Tod des damals beliebten und international bekannten ungarischen Fußballspielers Ferenc Puskás. Für die Schüler ein Idol. Allerdings starb der Fußballer erst im Jahre 2006.

RIAS, „Radio im amerikanischen Sektor“, ist als Radiosender installiert, um als Instrument des „kalten Krieges“ gegen den Aufbau des antifaschistischen, antikapitalistischen, sozialistischen Staates im Osten zu hetzen. Er hat seine Rolle im Jahre 1953 beim Aufhetzen der Arbeiter gegen ihren Staat DDR gespielt und spielte diese Rolle weiter. In Ungarn hatte diese Rolle der „Sender Freies Europa“, der von München aus sendete und zu großen Teilen von der CIA (wie RIAS auch) finanziert wurde.

Zurück zum Film. Es ist die Darstellung der pubertierenden Jugend, die „gegen den Stachel löckt“. Sie suchen die Orientierung, sie fühlen sich betrogen, sie werden beeinflusst und das süße, bunte Leben lockt, dass sie nicht haben können und das aber wie ein Schlaraffenland in der Ferne zu sehen ist. Trotzdem, es wäre ein aufregendes Abenteuer pubertierender Jugendlicher geworden und geblieben, wenn ihnen nicht einige engstirnige, verbohrte Menschen entgegengetreten wären. Mit aller Macht, die sie innehatten.

Da sind die Eltern, die zum Teil ihre eigenen Probleme mit der Staatsmacht hatten, die zum Teil noch Traumata aus dem Krieg und aus dem „tausendjährigem Reich“ mit sich herumtrugen, da ist im Film die Karriere-geile Schulrätin, der verbitterte Minister, der engstirnig, unnachgiebig gegen (scheinbare) Gegner des sozialistischen Aufbaus und mit sehr geringem Verständnis für die Psyche von Jugendlichen vorgeht. Auch das Vertrauen der oberen Chargen in die Lehrerschaft, auch der Neulehrer, lässt zu wünschen übrig.  

Es hätte anders kommen können. Die Lehrer, pädagogisch ausgebildete Kräfte, heute würde man Kinder- oder Schulpsychologen hinzuziehen, hätten die Jugendlichen vielleicht behutsam anhören, verstehen und etwas lenken können. Jugendliche sind so. Sie sind „anti“, sie folgen Idolen. Das hat nichts mit Politik zu tun. Von dieser Schiene hätte man die Jugendlichen wieder herunter holen können. Aber engstirnige Minister haben das nicht vermocht. Und die Schulrätin hat es nicht gewollt und die Lehrer wurden entmündigt.

Und vielleicht haben in der damals realen Welt auch andere Kräfte, kleingeistige oder gegnerisch gelenkte Kleinbürger, dafür gesorgt das nicht pubertäre, sondern politische Aspekte die Triebkraft der Geschichte blieben.

Der Film jedenfalls zieht all die menschlichen Probleme und Schwächen in die politische
Schiene. Dafür ist er gemacht. Er ist gemacht, um die menschlichen Schwächen, auch die gesellschaftlichen Schwächen, die der junge Staat DDR hatte, vor die politische Karre des Anti-Kommunismus, des Anti-Sozialismus zu spannen.

Gegenüber den im Film dargestellten Vertretern der DDR-Staatsmacht erscheint mir Hitler in seiner Darstellung in der Bergfestung (auf dem gleichen Sender) als liebenswerter alter Mann. Und das ist es, was mich wütend macht.

Es gibt immer mehrere Wahrheiten.

Einer der Darsteller im Film sagt es: Kein Regime lässt zu, dass es in Frage gestellt wird.

Im Westen Deutschlands wird im August 1956 die KPD verboten. Schon 1951 beschließt der Bundestag ein Strafrechtsänderungsgesetz. „Jawohl, wir schaffen in gewisser Beziehung ein Gesinnungsstrafrecht“, erläutert Ludwig Schneider, Abgeordneter der FDP-Regierungsfraktion. „Aber wir bestrafen nicht die Gesinnung, sondern die Tat, die aus der Gesinnung wächst.“ Nahezu jede oppositionelle Aktivität und Meinungsäußerung steht ab da unter Hochverratsverdacht.

Das Buch von Diedrich Garstka ist die mit Dokumenten unterlegte Schilderung von persönlichen Erlebnissen. Die Erlebnisse sind mit sehr individueller Sicht dargestellt. Der Autor hat nach dem Verlassen der DDR im jugendlichen Alter seine soziale und politische Orientierung in der BRD erhalten. Er ist praktisch 50 Jahre lang der Indoktrination der BRD-Medien ausgesetzt gewesen. Es ist ihm nicht zu verdenken, wenn er genau diese Doktrin in sein Denken gelassen hat, falls sie nicht schon durch sein Elternhaus vorhanden war. Jedenfalls war er sicher nicht bemüht, die andere Seite Deutschlands zu verstehen.

Er schildert die Engstirnigkeit und Verbohrtheit einiger „sozialistischer Kader“ auch in seinem Buch, ja, das ganze Werk ist eigentlich, so mein Eindruck, geschrieben, um genau das darzustellen.

Nun ist es jetzt und schon seit einigen Jahren sehr modern, die „Unfreiheit“ darzustellen, der die DDR-Bürger unterworfen waren.  Und es ist gutes Geld damit zu verdienen. Je schlechter der sozialistische Staat dabei wegkommt, umso besser.

Die DDR und ihre Menschen waren nicht vollkommen. Der Untergang der DDR-Gesellschaft ist zu einem (geringerem) Teil den menschlichen Schwächen und auch dem noch unvollkommenem Gesellschaftsmodell des sozialen gerechten Staates geschuldet. Aber auch gut bezahlte Filme dieser Art haben ihren Anteil an der vorzeitigen Beendigung des gesellschaftlichen Experimentes „Sozialismus“.

Klaus Kleiner

Rating 3.00 out of 5
[?]

Wohin mit der Angst?

Wenn ich etwas gegen die russische Regierung sage, vielleicht auch noch einen BLOG betreibe, der mit harter Stimme gegen Putin und die Weltherrschaft des russischen Imperiums vorgeht, muss ich mich dann vor einer Vergiftung fürchten?

Ich glaube nicht.  

Soll ich mich nicht eher davor fürchten, dass solche Leute wie der Triathlet MAAS, derzeit Außenminister der BRD, ernannt vom Bundes-Parlament der Deutschen, den nächsten Krieg gegen die Russen anzetteln oder zu mindestens vorbereiten?

Und da ist er ganz nahe dran. Er und anscheinend die ganze Regierung und das halbe EU-Parlament (unter diesen Umständen mag ich die EU auch nicht mehr!). Einem älteren Ostdeutschen  brauche ich nicht zu erklären, wie gefährlich das ist und wie wenig erfolgreich ein Krieg gegen Russland ist und schon gar nicht, wie wenig sinnvoll es für das deutsche Volk ist, gegen die Russen einen Krieg zu führen, überhaupt einen Krieg zu führen. Die im DDR- Bildungssystem gebildeten Bürger nämlich, die haben noch ein wenig Geschichtsunterricht gehabt und die wissen, dass die Russen keinen Krieg wollen, keinen wollten und sich letztendlich immer gegen Aggressoren erfolgreich zur Wehr gesetzt haben.

Zuerst haben es die Schweden versucht. Gescheitert. Die Russen sind von Napoleon überfallen worden. Napoleon hatte Westeuropa unterjocht und machte sich nach Osteuropa auf. Er kam geschlagen, nahezu vernichtet aus Russland zurück. Die Russen sind im ersten Weltkrieg von den Deutschen, vom Kaiserlichen Heer überfallen worden. Das Kaiserliche Heer kehrte geschlagen zurück. Dann haben die Deutschen unter Hitler erneut Russland überfallen. Angestiftet und im Interesse des  westeuropäischen und nordamerikanischen Kapitals haben sie Millionen Menschen getötet. Die Russen haben die Deutschen zurückgedrängt, verhauen und Berlin erobert.

Wer zu jung ist, den DDR-Geschichtsunterricht genossen haben zu können oder das Pech hatte im Westen groß zu werden, kann ja noch einmal einschlägige Literatur bemühen, sich ein halbwegs  den Tatsachen nahes Geschichtsbild zu verschaffen.  Wer keine Zeit dazu hat, der kann auch einfach  noch mal darüber nachdenken:

Mal nur so: Wieviel ausländische Stützpunkte betreibt Russland? Antwort: 2, Wieviel ausländische Stützpunkte betreibt die USA? Antwort: mehr als 1000. Wer strebt denn hier nach Weltmacht? Die Russen oder die USA? Vielleicht denken die Führer der USA, dass sie, und nur sie alleine, das Recht haben eine Weltmacht zu sein? Muss es überhaupt Weltmächte geben?

Angst. Angst habe ich vor den Atomwaffen, die in Deutschland gelagert werden. Angst habe ich auch vor den 2 Gesundheitsspezialisten, die es in Deutschland gibt und die alle anderen überbrüllen und von der Bundesregierung und der Gesundheitsregierung- und polizei als maßgebend gelten.

Aber die Hoffnung bleibt. Hier sei einmal der  FDP-Bundestagsabgeordnete und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki  zitiert:

„Ich weiß bis heute nicht, was momentan das Ziel unserer Corona-Politik ist. Ist es die Infektionszahl? Muss die auf einem bestimmten Level gehalten werden? Ist es die Frage der Hospitalisierung oder die Frage der Todeszahlen? Wir stellen fest, wir haben keine Übersterblichkeit in Deutschland. Die Frage vermittelt die Politik derzeit nicht: Wann ist etwas erreicht, wo wir sagen können, der Normalzustand tritt wieder ein – oder wird es den nie wieder geben?“ Er hätte auch fragen können: „ Wie lange wollt ihr denn noch euren Spass mit der Bevölkerung dieses Landes treiben? (salopp: wie lange wollt ihr sie noch verscheißern?)“

Brecht (deutscher Dramatiker und Dichter) sagte: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ Und: „Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.“

Damit es nicht so politisch einseitig wird, lassen wir Bismark (toter und erster deutscher Reichskanzler) sprechen: „Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheit hingegen kann ganze Armeen aufhalten.“  

Und weil es so schön ist, hier noch Kant (deutscher Philosoph): „Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.“  und Lincoln ( amerikanischer Präsident, auch schon tot): „Man kann einige Menschen die ganze Zeit und alle Menschen eine Zeit lang zum Narren halten; aber man kann nicht alle Menschen allezeit zum Narren halten.“ Und noch Roosevelt, F.D. (amerikanischer Präsident)

„In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war.“

Und Schiller (einer der Dichter, auf den sich die Welt beruft, wenn sie die Deutschen als Volk der Denker und Dichter bezeichnen will):

„Die Herrscher hören auf zu herrschen, wenn die Menschen aufhören zu kriechen.“

Gerade spricht A. Laschet, derzeit Ministerpräsident. Die Corona-Maßnahmen mitsamt den Begründungen, die er vorstellt, sind schizophren:  Draußen dürfen weniger zusammenstehen, wie in geschlossenen Räumen. Ich hätte es umgekehrt erwartet. Die genannten Zahlen sind lächerlich klein und oft bezugslos und unüberprüfbar sowieso. Bei 50 Neuinfektionen auf 100.000 Bürger in 7 Tagen sollen die Maßnahmen verschärf werden. Es ist einfach lächerlich, wenn man sich das mal durchdenkt. Wenn man kann und wenn man Lust hat. Aber die Argumente dazu lassen sich an vielen Stellen nachlesen, so dass ich sie hier nicht widerkäuen möchte.

Ich habe Angst. Aber wohin damit.

Euer Peter Panik

Rating 3.50 out of 5
[?]

Tags: , , ,

Noch mal 30 Jahre?

Wann werden sie soweit sein, zu erkennen, dass die Kriterien der westlichen Werte nicht für alle und jeden und auch für viele Ostdeutsche vor der Angliederung/Annexion/Wende nicht galten und bis heute nicht gelten?

Keine Frage, nach den Kriterien des westlichen Vorbilds ist der Lebensstandard für eine Mehrheit der Menschen in Ostdeutschland gestiegen. Mehr Auto, mehr wie 25 Sorten Nudeln und jeden Tag Bananen.

Das Paradies der kapitalistischen Warenwelt hat uns Ostdeutsche erreicht, aber wie im Paradies eben auch, die Äpfel sind madig. Oder viel zu glänzend. Und mit mehr Chemie belastet, als gut für ost- wie westdeutsche Gesundheit ist. Es sind nur selten Luxusgüter, die wir uns leisten, auch haltbares Gut ist selten. Mal ehrlich, wer will denn eigentlich sein Leben lang in einem Bockspringbett schlafen?

Das Paradies der grenzenlosen Reise- und Redefreiheit hat uns Ostdeutsche ereilt. Wie waren wir glücklich. Aber der Geldbeutel gibt nur die Reisefreiheit in das Pauschalhotel her. Aber die Gedanken sind frei. Wir können uns den Individualurlaub oder die Entdeckungsreise ja herträumen.  Und die Traum- und Redefreiheit ist allumfassend. Was immer du sagst oder nicht, es interessiert keinen. Wenn es soweit kommt, dass es jemanden interessiert, dann wirst du suspendiert.  Aber frei reden kann jeder, wo er will.

Wir Ostdeutsche befinden uns im Paradies der individuellen Bedürfnisbefriedigung. So haben wir uns das vorgestellt und herbeigesehnt, jedes Mal, wenn wir die Werbung sahen im Westfernsehen. Jedenfalls war es aus der Ferne das Paradies und nur solange, wie wir die falschen Vorstellungen von unseren dringendsten Bedürfnissen hatten. Das schöne Auto benutzen wir nicht hauptsächlich zum rum-cruisen, sondern zum Pendeln zur Arbeit oder zum Arzt, oder wenn die Kinder in den Sport oder in die Therapie gebracht werden müssen.

Das Paradies der bunten Medienvielfalt und der unerschöpflichen Zerstreuungs- und Unterhaltungsindustrie geht uns dermaßen auf den …, auf die Nerven! Alles so blutig und/oder so flach. So eintönig gleich und falsch, die Morde, die Models, die Reality-Shows.

Keine Frage, nach den Kriterien des westlichen Vorbilds ist der Lebensstandard für eine Mehrheit der Menschen in Ostdeutschland gestiegen.

In den westlichen Kriterien kommen auch ein würdevolles Altern, eine garantierte Krankenversorgung, eine umfassende und gleiche Bildung, niveauvolle Unterhaltung und alle diese Dinge nicht vor. Nicht nur nach ostdeutschen Kriterien ist in selten erahntem Ausmaß die soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Spaltungen gestiegen.

Nach Kriterien, für die viele unsere Mütter und Väter standen, und für die auch wir oft standen, auch wenn es uns zu dem Zeitpunkt selten so bewusst war, nach diesen Kriterien haben wir Ostdeutsche (und mit uns die Menschheit) einiges verloren. Darunter sind Frieden, Menschlichkeit, Sicherheit, Geborgenheit, Gleichheit, Mitspracherecht, Emanzipation, und einige mehr dieser eigenartigen Dinge, die in westlichen Betrachtungen selten zur Sprache kommen.

Wir gaben das Prinzip des Friedens auf. Denn seitdem werden wieder Kriege geführt, zu denen wir unsere Söhne und Töchter senden. Seitdem gibt es Bettler und Obdachlose auf unseren Straßen. an denen wir vorbeilaufen und uns schämen, und seitdem gibt es wieder Tote bei Bandenkriegen auf unseren Straßen.

Die Diskussionsrunden im Fernsehen oder im Radio, bei Darstellungen in Filmen und Reportagen, in Büchern der „Bürgerrechtler“ und der, sich bestens im Osten auskennenden, Neu-Ostler und auch in den Angeboten in verschiedenen Veranstaltungen, in Verbänden und in Vereinen, selbst am Biertisch ist es nicht möglich mit den Menschen, von schulisch Vorgebildeten über Bildzeitungsgebildete bis zu Spiegellesern, eine neutrale, das heißt alle Themen gleichberechtigt behandelnde, Diskussion zu führen. Die Auseinandersetzungen und Betrachtungen beschränken sich auf bestimmte Gebiete. Ständig thematisiert werden die rechte Ideologie und der Rechtsextremismus, „Stasi“ und Diktatur, Gewalt, Flucht. Ausländerfeindlichkeit, Freiheit. Alle meinen, das seien die zentralen und typischen  ostdeutschen Themen.

Ich halte für typisch westdeutsche Themen: Ausbeutung im Kapitalismus, Ungleichbehandlung der Frau und dergleichen Themen mehr. Doch keiner will mit mir ausschließlich über diese Themen reden.

Aber es sind die Themen, über die wir reden sollten. Über diese und in diesen Corona-Zeiten besonders über ein Gesundheitswesen, das der Zeit entspricht und die Bedürfnisse der Menschen erfüllt; reden über Gesundheitsvor und -fürsorge, die nicht hauptsächlich marktrelevanten Kriterien folgt, sondern den Menschen dient. In Ost und in West und überall auf der Welt.

Hans Kleiner

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: , ,

Es ist wieder soweit

Es ist wieder mal fast unerträglich. Der Jahrestag naht. Für die im Westen Deutschlands sozialisierten Menschen ein, wie ich denke, relativ unbedeutendes Datum, sie haben es nicht so mit Staatsfeiertagen. Für den Ostdeutschen ein Feiertagsdatum seit 30 Jahren. Aber immer weniger ein Datum zum feiern.

Drumherum die ungebrochene staatstragende Feierlaune in den Medien.

Das (GEZ-finanzierte) brandenburgische Radio bringt ein Feature mit einer, in der DDR sozialisierten, im Elternhaus zur Widerstandskämpferin gegen FDJ und sozialistisches Eigentum erzogenen Katholikin. „Die Gedanken sind frei“ wird als tragendes Motto genutzt und mit emotionalem Erfolg im Hintergrund intoniert und benutzt.

Im Fernsehen laufen endlos Sendungen mit Ulbrichts Mauerbau und Hitlers Hund. Beides Diktaturen und kein Kontrastprogramm, so die Botschaft. „Nie wieder Sozialismus!“ – das ist der Willen der Ausstrahlenden. Und ich muss das mit meinen, ja, auch mit meinen GEZ-Gebühren, auch noch bezahlen. Wenn es wenigstens „Nie wieder Diktatur!“  heißen würde, dann könnte ich mich mit meinen freien Gedanken noch auf Hitler und Konsorten konzentrieren. Oder noch besser: „Nie wieder Krieg!“ – Dann würde ich sagen, ich habe meine GEZ-Gebühren nicht gegen meine Interessen, Wünsche und Gedanken zahlen müssen. Aber nein, nicht einmal das gönnen sie  mir.

Wie muss es sie schmerzen! Wie muss es in ihnen wühlen! Ja, ich gönne es ihnen. Ja, ich bin froh all diese abgeschmackten Lügen zu sehen, all diese hilflosen Argumente, dies Plattheiten, diese gemeinen und so hinterhältigen Vergleiche. Ja, sie haben es verdient. Und immer noch haben sie es nötig. Ihre Angst ist größer als je zuvor! Ja, ich kann hämisch grinsen und genüsslich drehe ich das Radio aus und lege mir eine Konstantin Wecker-CD ein. „Die Gedenken sind frei!“ (Songs an einem Sommerabend 2015) und „Wie haben sie uns belogen“ und …

Sie haben es immer noch nicht kapiert: Auch wenn sie uns belügen und manipulieren, wenn sie uns mit Corona versuchen zu disziplinieren, zu überwachen und die Ausplünderung weiter vorantreiben, sie können die Idee der demokratischen und sozialen Gesellschaft aus freien Menschen, die nicht auf kapitalistische Ausbeutung beruht, nicht mehr aus den Köpfen herausdrängen. Die Ideen und die Gedanken sind frei!

Und: Am Anfang war das Wort!

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: , ,

Zar Putin und die Demokratie

Russland hat eine Volksbefragung zur Verfassungsänderung durchgeführt. Dem Held Russlands soll jetzt Gelegenheit gegeben werden, noch ein paar Jahre zu regieren. Im Namen des Volkes.

Der Westen regt sich auf. Was sonst. Der neue Zar in Russland, wo gibt es den sowas, wenn es denn eine Demokratie sein soll, dann muss auch eine demokratische Wahl zugelassen werden und überhaupt nicht zulässig sei, wenn sich der neue Zar sich auf Lebenszeit selbst wählen läßt.

Sehen wir es uns an, die Fakten, nur die Fakten.

Russland hat eine Volksabstimmung über seine Verfassung durchgeführt. Und tatsächlich hat das Volk, das Wahlvolk über eine Veränderung abgestimmt. In Berlin (Deutschland) wird gerade ein Volksbegehren zerschmettert. Die Gesetze in Deutschland machen es möglich. Es geht nicht um die Verfassung, es geht nur um Wohnungen in Berlin.

Auch in Russland ist die Volksabstimmung, das Volksreferendum, zur Verfassungsänderung nicht zwingend. Aber es wurde auf Beschluss der Volksvertretung, der Duma (nicht durch einen Putin-Prikras) beschlossen. Putin mag einen gewissen Einfluss auf die Abgeordneten haben, aber sie halten auch dagegen, wenn es sein muss.

Die SZ (Süddeutsche Zeitung) findet das alles andere als demokratisch. Weil über mehrere (46? Ich habe sie nicht gezählt) Punkte gleichzeitig abgestimmt wurde, nicht nur über die Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten der Russischen Föderation. Es wurde auch gar nicht über Putin abgestimmt. Wenn das Volk bei der nächsten Wahl der Meinung ist, Putin macht’s nicht mehr, dann wird ein anderer gewählt. Es wurde ja nur die Beschränkung der Anzahl der Amtszeiten aufgehoben.

Das ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) ist ebenfalls der Meinung, in Russland ist alles sehr undemokratisch. Auch werben die (russischen) staatlichen Medien unrechtmäßig für eine Zustimmung zu erhöhtem „Mutterschaftskapital“, „Recht auf soziale Garantien“, „Mindestlohn“, „Muttersprache“, „Ehe“. In Folge der Verfassungsänderung wird es Gesetze geben, die das Mutterschaftsgeld erhöhen, einen Mindestlohn festlegen und grundlegende soziale Leistungen zusichern und einklagbar machen. Das Volk, der große (hier russische) Lümmel lässt sich natürlich von den Medien einlullen und wählt sich so gleich einen neuen Zaren.

Wie dumm, dass das russische Volk hier selbst etwas entscheiden muss.

In Deutschland wird das Volk erst gar nicht gefragt. Die „Volksparteien“ lassen sich wählen, setzen lauter Rechtsanwälte in das Parlament und diese schmieren sich gegenseitig mit Diäten, bis es oben wieder rauskommt. Diese Berufspolitiker entscheiden, nicht etwa das Volk, über die Verfassungsänderungen (wenn man denn zulässt, dass das undemokratisch entstandene GG (Grundgesetz) als Verfassung des „neuen deutschen Volkes“, des zusammengekleisterten WEST-OST-Volkes gelten soll.)

Es gab bisher rund 59 Änderungen des GG. Ein Beispiel: Das GG sah ursprünglich vor, dass es sich selbst auflöst und durch eine Verfassung ersetzt wird, sobald das West-Ost-Volk sich wieder vereinigt. Als es dann soweit war, da wurde durch das Parlament beschlossen, dass das GG dahingehend geändert wird, dass es weiterhin gilt, als deutsche Verfassung. Die Änderung fand nicht durch ein Volks-Referendum statt, sondern das Parlament schätzte ein, das es keine politische Mehrheit für die Schaffung einer Verfassung geben würde.

Eben auf die gleiche Art und Weise wurden Änderungen zur Privatisierung von Staatsbetrieben, zum Zurückdrängen des Föderalismus, zur Grundsicherung der Bevölkerung (Abbau derselben), zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr, zur Einführung und zur Abschaffung der Wehrpflicht, und so weiter, durchgeführt.

Als Organ der absoluten Volksmacht („Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus…“) diente einzig das Parlament. Da ist im demokratischen ‚Staat „Bundesrepublik Deutschland“ keine „Volksabstimmung“ vorgesehen. Es gibt im GG (das in seiner ursprünglichen Form von den damaligen(westlichen) Besatzungsmächten genehmigt (!) wurde, keine Passage, die da eine Volksabstimmung zulassen würde.

Es gibt für die Deutschen die Möglichkeit des „Volksbegehrens“. Das aber muss der Innenminister (z.Z. wohl Herr Seehofer) genehmigen und wenn das Parlament gnädig die Ergebnisse zur Kenntnis genommen hat, muss das Parlament sich nicht weiter darum kümmern. Das Volk ist, nach den Wahlen, von jeder Mitwirkung ausgeschlossen. Aber, das deutsche Volk scheint damit leben zu können.

Und es wäre für die Regierenden und für diejenigen, die die souveräne Macht des Volkes ausüben (Abgeordnete, Fraktionsvorsitzende) auch unzumutbar kompliziert. Welcher Aufwand, wenn das deutsche Volk vielleicht seine Ablehnung gegenüber der Lagerung ausländischer Atombomben auch verfassungsmäßig durchsetzen würde! Da wäre dann noch die Auslandsstationierung deutscher Soldaten, Kriegsbeteiligung, der Beherbergung ausländischer Soldaten generell, der Mindestlohn, und wahrscheinlich einige andere Dinge, die auf den Tisch kämen.

Aber brauchen wir das? Wollen wir das brauchen? Sollen wir überhaupt darüber nachdenken, was „Demokratie“ im Wortsinn wirklich ist?

Nachtrag: Das neue Wahlgesetz wird noch mehr die Kandidaten der Parteien stärken. Damit entscheiden wenige Führer, nämlich die der Parteien, vollkommen unbeeinflusst und unbeeindruckt vom Volk, über die Geschicke Deutschlands.

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: , , ,

Das Vertrauen in die Macht

Das Vertrauen und die Macht

Lieber Freund,

ich schreibe, weil ich es nicht mehr aushalte. Auch Du kamst neulich und warst begeistert über die neuen Möglichkeiten des bargeldlosen Zahlens. Nur noch an der Kasse vorbeilaufen und … schon bist du dein Geld los. So unkompliziert.

Du hast Dich lustig gemacht über meine Skepsis gegenüber den Neuerungen im Zahlungsverkehr. Als wir dann ernsthaft darüber sprachen hast Du ins Feld geführt, dass es viele Vorteile bringt, dass es vor allem schnell und komfortabel ist und unkompliziert, papierlos, zeitgemäß (modern) …, und dann war Deine Beweisführung zu ende. Ach ja, für die Ladeninhaber ist es von Vorteil, sie müssen abends nicht mehr zur Bank, um die Einnahmen abzugeben.

Als ich versuchte mit meinen Gründen dagegen zu halten, kamst Du mit dem alles schlagenden Argument, dass ich diesen Fortschritt gar nicht aufhalten kann.

Ich sage Dir: Du hast recht. Ich kann den Fortschritt nicht aufhalten. Maschinenstürmerei bringt nichts. Nach meinen Informationen, deren Wahrheitsgehalt ich allerdings nicht prüfen kann, es ist nur vom Hörensagen, von einem der in China war oder vorgibt dort gewesen zu sein und der dort sogar schon am Imbisstand an der Straße bargeldlos bezahlen konnte und das der Normalzustand ist, jedenfalls behauptete er das, also nach meinen Informationen ist das eben in China, was hier gerade erst beginnt, schon Usus, das bargeldlose Bezahlen.

Ich habe eine wahnsinnige Angst davor. Wenn ich an das bargeldlose Zahlen denke und die zunehmende Abhängigkeit von der Elektronik, den Smartphones, den anderen Abhängigkeiten, die gerade aufgebaut werden, dann wird mir ernsthaft übel und ich überlege, wie ich dem entgehen kann. Die Leute lassen sich in Schweden, glaube ich, ja schon Chips unter die Haut implantieren, um dann sogar ganz ohne zusätzliche Mittel, nur mit „körpereigenen“ Merkmalen, als Zahlungsmittel zu gelten. Dieser Fortschritt liegt mir so auf der Seele, dass er mich krank macht.

Ich rede hier gar nicht von den Missbrauchsmöglichkeiten durch Kriminelle. Vom CCC (Computer Chaos Club) wird immer wieder vorgeführt, wie schnell ein Fingerabdruck gefälscht werden kann, oder sie haben auch gezeigt wie der Iris-Scan überlistet wird, ohne dem Inhaber das Auge rauszureißen, wie man es im Film sieht. Auch von der Sicherheit von Pins und TANs und den Übertragungswegen will ich gar nicht reden. Es gibt immer Kriminelle, die Möglichkeiten finden.

Ich will hier auch nicht davon reden, dass ältere Leute in Europa sich manchmal schwer tun mit neuer Technik und die Handhabung von Smartphones für ältere Menschen manchmal selbst bei gutem Willen gar nicht möglich ist. Sehvermögen, Schnelligkeit, Treffsicherheit (Tasten) und solche Dinge lassen einfach mit dem Alter nach und die alten Menschen können nichts dafür, so wie der Mensch im Allgemeinen nichts dafür kann, dass er älter wird. Und mal so nebenbei: Alte Menschen kommen an sich ganz ohne Computer aus. Sie haben eine oder mehrere Erdbeerpflanzen im Garten oder im Balkonkasten und dort wachsen die Früchte, real und nicht virtuell. Aber sie reichen eben nicht aus, sich zu ernähren, ab und an müssen sie in den Supermarkt.

Nein, reden will ich davon, wieviel Macht über sich selbst jeder Mensch anderen einräumt, wenn er den anderen gestattet Zahlungsvorgänge bargeldlos mit ihm abzuwickeln.

Oder andersherum gesagt: Wie machtlos und hilflos bist Du, mein Freund, wenn der Strom ausfällt oder das Internet nicht funktioniert?

Es gibt noch andere Szenarien, die Dich ganz schön dumm aussehen lassen: Du schreibst einen unliebsamen Artikel gegen Deine Bank und sie sperren Dir das Konto (damit auch Deine Kredite). Obwohl es natürlich keinen negativen Eintrag in die „Schufa“ gibt, ist doch dort die Kontokündigung vermerkt. Jede Bank und jeder Kreditgeber kann es dort sehen, dass es keinen Negativeintrag gibt. Deine Bankkarte und Deine Kreditkarte sind gesperrt. Du hast leider kein Bargeld, wahrscheinlich würdest Du auch niemanden finden, der es Dir abnehmen kann. Du kannst im Supermarkt kein Katzenfutter kaufen und der Bäcker an der Ecke verkauft die Brötchen auch bargeldlos.

Wenn in unserer Welt Recht und Gesetz gelten würden, da gebe ich Dir Recht, dann wäre das ein vorübergehender Zustand und ein oder zwei Wochen, bis die Ungerechtigkeit beseitigt ist, würdest Du schon durchhalten.   Aber es ist nicht nur Deine Bank, die so uneingeschränkte Macht über Dich erlangt, es ist jede Bank! Es ist der Staat, der angeblich das Bankgeheimnis garantiert und schützt, es ist Deine Firma, die sich, wie jeder Interessierte, nach Deinen Finanzen erkundigen kann.

Mit etwas Bargeld in der Hand ist man etwas unabhängiger. Auf dem Bargeld steht nicht schon Dein Name. Du bleibst anonym. Jedermann, der Dir etwas verkauft, kann auch anonym bleiben (denken wir nur mal an deine Putzfrau, die nur durch Schwarzarbeit über die Runden kommt). Natürlich kann auch hier der Staat zugreifen. Er macht mal eben eine Währungsunion oder hebt die Zinsen an. Aber es ist doch kein direkter Zugriff auf Dich persönlich und es ist für den Staat und die anderen Akteure auch schwieriger, mit einigen technischen Hürden verbunden.

Will ich den Komfort des bargeldlosen Zahlens? So wie in China? Ja, ich will es. Weil es bequem ist. Was ich nicht will, und nur davor habe ich diesen Horror, alle Macht über mein Leben aus der Hand geben und mich vollkommen der Bank oder dem Staat ausliefern, was letztendlich auf dasselbe hinauslauft.

Lieber Freund, ich musste das noch einmal loswerden. Es erschreckt mich ein wenig, wenn alle begeistert sind. Auch Menschen wie Du, denen ich mehr zutraue.

Wie wir uns ohne Abschaffung von Privatbank, Privatunternehmen wie die „Schufa“ oder wie wir ohne die Beseitigung der Unterordnung des Staates unter Privat- und Unternehmensinteressen vor dem Horror bewahren, kann ich auch nicht sagen.

Bleib Gesund!

Dein Hans Kleiner

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: ,

Coro- Tagebuch Fortsetzung

3. Juni 2020

Die Coronakrise wird den Kapitalismus nicht hinwegfegen.

Im Gegenteil, der Kapitalismus fühlt sich in dieser Krise besonders wohl. Es geht nicht um Jobs, es geht um Einkommen. Es geht nicht um Einkommen, es ums Auskommen!

Wir müssen neue Maßstäbe setzen, die alten taugen nicht mehr. Vielleicht haben sie nie getaugt.

Am Montag ist dieses Mal Feiertag. Brauchen wir nicht blau zu machen. Schon halb zehner sind wir am sonnigen Tag im Wörlitzer Park. Ein Verwandter vom „Alten Dessauer“ hat einen Landschaftspark angelegt, aber schon vor mehr als 222 Jahren. Heute werden Industrieparks angelegt. Auch das ist eine Art der Kultur.

Zwanzig Fahrzeuge auf dem Großparkplatz. Frühaufsteher, wie wir. Entlang des Wassers die Sichtachsen ansehen (in angelegten englischen Parks muss man sich immer die Sichtachsen ansehen, dazu sind sie ja da, sonst würden sie nicht Sichtachsen heißen). Nur Sträucher und Bäume und sichtbare Mauern, Tempel an den Enden der Sichtachsen. Wie absichtlich platziert, so offensichtlich. Die Luft ist so schön frisch, der Himmel so schön blau und das Wasser so schön schlammig. Ist man gar nicht mehr gewohnt. Wasser hat nicht schlammig zu sein. In der PET-Flasche ist es klar, allenfalls sprudelig, aus dem Wasserhahn ist es klar, in der Badewanne ist es so schon durchsichtig grün, im TV ist es so schön blausichtig. Aber nicht schlammig.

Seerosen. Gelbe und später weiße Blüten, die wachsen aber nicht im Badewasser. Es werden mehr Leute, die Luft ist voller Duft. Aber zunehmend Schweiß und es könnte auch schlechter Atem sein, denn sie tragen keine Corona-Vermummung. Die Menschen werden häufiger. Sie überholen uns, sie drängeln auf die Fähre, die uns über das schlammige Wasser trägt, alsbald.

Wir suchen die Begegnung zu vermeiden.

Bald ist das nicht mehr möglich. Die Leute strömen. Der Parkplatz ist ebenso unübersichtlich geworden. Die Leute wollen raus. Sie dürfen nicht fliegen, also fahren sie Auto. Sie fahren in die sonnigen Parks. Welch ein Glück für die Parks. Welch ein Glück für die Leute.  

4.Juni 2020

Der totgeschlagene Floyd hatte Corona. Was sonst. Ist aber doch kein Grund ihn zu Tode zu quälen? Oder doch?

Die Kinderkrippe, der Kindergarten. Er war gewachsen in den letzten Jahren. Immer mehr Kinder. Die doppelte Anzahl der ursprünglich geplanten Kapazität. Wer kann sich da noch kümmern. Beim Durchschnittseinkommen bezahlen die Eltern in unserem Kreis rund 100 Euro pro Kind. Das macht bei rund 40 angemeldeten Kindern also rund 4000 Euro an monatlichem Beitrag. Wenn bei allen Kindern beide Eltern arbeiten gehen und Durchschnittseinkommen erreichen, bekommt die Einrichtung rund 12.000 Euro an Einnahmen im Monat. Davon können rund sechs Betreuer (hier als Berufsstandsammelbezeichnung für betreuende Personen, deshalb „gender“-gerecht) bezahlt werden. Aber das ist nicht die Frage. Betreuung und damit Erziehung und Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn es geht um das Gedeihen und den Bestand der Gesellschaft, und deshalb ist die Frage der Finanzierung zweitrangig, sie muss eben aus gesamtgesellschaftlichen Mitteln ergänzt werden.

Melinda und Bill Gates sollen in der „Corona-Krise“ 15 Milliarden Dollar zusätzlich verdient haben.

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: ,

Mein kleines C-Tagebuch

Auszug vom 25.5.2020

Die bunten Welt der Krise

Der Kapitalismus befindet sich in einer Krise, sagt man. Die Wirtschaft schliddert in eine Krise, sagt man. Das zeigt die Gebrechen des Kapitalismus, sagt man. Den Kapitalisten geht es an die Substanz, sagt man, sie werden gebeutelt.

Ich sage: Dem Kapitalismus geht es gut. Das was wir Krise nennen, ist eine normale Aktion, ein Abschnitt, der dazugehört wie der Große Zeh zum Fuß.

Ich sage: Die Wirtschaft schliddert nicht in eine Krise, sondern Teile der Wirtschaft, sind in einer Krise und versuchen herauszukommen. Sie regeln das, indem sie andere Teile der Wirtschaft eliminieren.

Ich sage: Den Kapitalisten ging es noch nie so gut wie jetzt, in dieser Phase des Kapitalismus. Sind etwa die Milliarden auf den Bankkonten der Allerreichsten geschrumpft?

Ihr warnt vor der Diktatur, vor dem Neo-Faschismus, der kommen wird, weil die demokratischen Grundrechte der deutschen Verfassung oder auch dem Grundgesetz, dass keine Verfassung oder eine vorläufige Verfassung oder auch eine von Besatzern übergestülpte Verfassung ist, untergraben wird??

Die Diktatur ist längst da. Es ist die finanzspätkapitalistische Diktatur des Kapitals. Und diese ist sehr real und benötigt keine

Verschwörung-s-Theoretiker um sich bloßzustellen.

Seht Euch das Gesundheitswesen an. Lasst alle Denkereien weg und seht es Euch einfach an oder begebt Euch mitten hinein. Aus Kranken sind einzeln abrechenbare Fallpauschalen geworden. In 15 Jahren sind von zweieinhalbtausend Krankenhäusern eintausend abgewickelt worden. Und die Finanzwirtschaft empfiehlt noch einmal rund 400 „Abzubauen“ um einen
„Marktgerechten Bedarf“ zu schaffen. Deutlicher geht es nicht: Die Gesundheit ist eine Ware. Und bisher ohne wirksamen Widerspruch.

Oder auch persönlicher: Was euch wiederfährt, ist folgendes: Der Hausarzt untersucht euch und er trennt seine Patienten nach Kassen-Patienten und Privat-Patienten. Warum tut er das? Aus medizinischen Gründen? Weil er beiden Patienten möglichst die beste Hilfe zuteil werden lassen will? Weil er euch gesundheitlichen oder finanziellen Schaden zufügen will? Nein, er tut das, weil es unterschiedliche Abrechnungsarten und -Möglichkeiten gibt, mit denen er seinen Kredit für die Praxis bestmöglich bedienen kann.

Er sendet euch zum Spezialisten. Der Spezialist nimmt noch einmal Blut ab, er schickt euch noch einmal zum Röntgen, usw. Warum tut er das? Waren die Ergebnisse der vorherigen Untersuchungen nicht aussagekräftig genug? Will er euch Doch, wahrscheinlich waren sie es, aber der Hausarzt war der Meinung, dass ihm die Berichte und Ergebnisse gehören, weil er sie gegenüber den Dienstleistern bezahlt hat und er hat sie jedenfalls nicht dem Patienten mitgegeben. Und der Spezialist verdient auch seinen Teil daran, dass er genau diese Untersuchungen noch einmal machen lässt und macht. Hat es eine Relevanz für die Gesundheit des Patienten? Jedenfalls keine positive.  Wieder steht nicht die Gesundheit des Patienten im Fokus, sondern die Kapitalinteressen des Arztes.

Krise? Corona? Nein, der Staatsbedienstete, wenn er weit genug oben in der Hierarchie sitzt wird sich über die „Krise“ nicht beklagen können. Der Unternehmer, wenn er in der Lage ist genügend Staatsmittel abzugreifen, wird sich beklagen, aber keinen Grund dafür haben.

Die, die folgsam mit Mundschutz rumrennen und deren Kinder entsozialisiert werden (Spielplatz: „Halte Dich von den anderen Kindern fern!“) und denen der letzte Rest Bildung vorenthalten wird, beklagen sich. Aber, wie immer haben sie, falls sie nicht randalieren, Probleme in die Abendnachrichten zu kommen.

Schöne bunte Krise.

25.05.2020 Tagebuch

Im TV sehe ich die Kameraden von der „Kampfgruppe der Arbeiterklasse“ im Vollschutz (Atemmaske, Gummianzug) mit angelegter Maschinenpistole Marke Kalaschnikow durch das grüne Gras robben. Sie üben den Objektschutz. Sie üben die Sicherung ihres Betriebes, also ihrer Fabrik, in der sie arbeiten (damals war noch DDR, es gab es keine „Unternehmen“) gegen den angreifenden Feind, der ihnen ihren Betrieb zerstören oder wegnehmen will. Sie hatten keine Chance. Der Feind saß schon wie ein Virus mitten in ihrer Mitte. Er zerfraß die Gedanken, ihre Gedanken. Er setzte sich fest, blockierte die Kommunikationswege zwischen oben und unten; er erzeugte Gier und Gleichgültigkeit; er machte schläfrig und förderte den Untertanengeist. Trotz der Warnungen vor der Gefährlichkeit des Virus, vor seiner fast unmerklichen Infiltration, die zur Stärkung der schon vorhandenen Population führt, gelang es nicht, die Verbreitung des Virus zu verhindern. Der Kampf wurde aufgegeben. Es kam zur Durchseuchung.

Am Wochenende wollte ich nicht dem Volkssport „Schopping“ frönen, ich wollte nur lebensnotwendige Dinge wie Bleistift, Zeitschrift und Aktendeckel besorgen. (Der Handel äußert sich sinngemäß folgendermaßen: „Trotz der offenen Geschäfte wird der Umsatz der Vor-Corona- Zeit nicht erreicht. Es besteht eine gewisse Zurückhaltung der Kunden. Es werden hauptsächlich die notwendigen Dinge eingekauft.“ Ich ergänze hier mal: Die nicht-notwendigen, also überflüssigen, Einkäufe finden derzeit nicht statt. Der Deutsche ist noch nicht wieder in den Krankheitszustand „Kaufrausch“ zurückgekehrt.

Jedenfalls werde ich beim Gang durch das Einkaufszentrum, durch das ich mich bewegen muss, um an einen Zeitungsladen zu kommen, der nicht nur „TV-Today“ und „Bunte“ führt, nach ca. 100 Metern aufgehalten. Ein Vermummter spricht mich an, ich möge doch bitte einen Mundschutz tragen. Ohne Mundschutz müsse ich sofort wieder raus. Der Mann trägt keine Schutzweste aus Teflon, oder wie das Zeug heißt, er hat auch keinen Schlagstock, aber er ist einen Kopf größer und einen halben Fuß breiter. Das überzeugt auch. Er macht ein Friedensangebot, obwohl er es nicht nötig hätte. Er bietet mir an, eine Maske aufzusetzen, um meine Wanderung ungehindert fortsetzen zu können.

Da ich damit gerechnet hatte, dass der Laden auf diese Art vor dem eindringenden Virus verteidigt wird, hatte ich vorsorglich einen textilen Mundschutz (Kein Vollgummi) mitgeführt, den ich nach der Frage an den Verteidiger, ob er hier die Hausmacht vertrete, was er zusichert, auch aufsetze. Der Mann war zufrieden und ging wieder auf Tuchfühlung zu den Verkäuferinnen des Taschenladens, die gerade keine andere Kundschaft hatten.

Dem Mann war und ist es egal, wie weit das Virus bereits vorgedrungen ist. Er hatte einen Job, den Job hat er erfüllt. Es ist nicht sein Laden, den er verteidigt.

Dem Mann war und ist es egal, wie weit das Virus bereits vorgedrungen ist. Er hatte einen Job, den Job hat er erfüllt. Es ist nicht sein Laden, den er verteidigt.

Tagebuch 1. Juni 2020

folgt.

Rating 3.00 out of 5
[?]

Dem Deutschen Volke

bild
bild: Gemeinfrei

Das, was da zu sehen ist, das ist „Dem Deutschen Volke“ geblieben, nachdem das „Dritte Reich“ geendet hatte. Eindrucksvoller sind noch die Aufnahmen aus luftigen Höhen über deutschen Städten. Obwohl, die Menschen, die lebenden und die toten, sind auf den Aufnahmen von oben nicht zu sehen. Da helfen uns Bilder von Leichenbergen, aufgenommen in Konzentrationslagern, und Aufnahmen der verkohlten Menschenkörper in den Straßen von Hamburg auch weiter.
Es gibt viele Bilder von Tod und Zerstörung, von Elend, Vertreibung und Hunger und auch von dahinsiechenden Kranken.
Es waren die Krupps, Kladdens, IG Farben (heute u.a. BASF) und auch Boschs, die Rothschilds und Trumps, die diesen Krieg wollten und die unverschämt und unverschämt viel an diesem Krieg verdient haben. Die Wall Street hatte schon am ersten Weltkrieg verdient und war nicht unbeteiligt an der Auslösung desselben und auch der 2. Weltkriege wäre ohne die Gier oben genannter und anderer Bosse nicht angefangen und so schön blutig und zerstörerisch geworden.. Die Helfer und Helfershelfer von damals und das mit allen Mitteln gefügig gemachte Volk, haben die Kriege geführt und hatten dann Tod und Elend auszuhalten. Die Herren und Großaktionäre der Konzerne und ihre politischen Helfereliten zogen sich in ihre Villen und Landhäuser zurück.
Diese Bilder können wir auch heute noch machen. In Syrien und im Irak, in Mali oder Kolumbien.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hat eigentlich die Aufgabe zu verhindern, dass dieses Volk wieder Helfer und Helfershelfer für Fanatiker, Kriegstreiber und andere Verbrecher wird, die die sozialpsychologischen Möglichkeiten ausnutzen, große Gruppen (der Bevölkerung) in die Irre zu führen und die mit Hilfe von Schreihälsen und Gruppendynamik die Grundrechte, dieses Freiheitsrecht und Selbstbestimmung, das Recht auf Leben und Gesundheit massiv einzuschränken. Und die dann fanatisch in den Krieg treiben.
Die Wächter, sowohl das Parlament, als auch die Richter des Verfassungsgerichtes aber tun nichts dafür.
 
Es muss ein Maß geben. Es muss eine Gleichung geben, die die Einschränkung der Freizügigkeit für den Einzelnen gegenüber dem Schaden, den er der Gemeinschaft damit zufügt, einzuschätzen erlaubt.
Jede Freiheit des Einzelnen bedeutet zwangsläufig eine Schwächung der Gemeinschaft. Wenn jeder Mensch nur noch für sich ist, keine Kontakte mehr annimmt und nicht das Geringste zum Wohle der Gemeinschaft macht, so wird er untergehen und eigentlich existiert er als Mensch nicht mehr. Auf der anderen Seite kann es nicht funktionieren, wenn alle Menschen nur noch die Gemeinschaft aller Menschen im Sinn haben, denn wenn die Individualität fehlt, dann wird die Gesellschaft der Menschen auch keine neuen Impulse mehr erhalten und sich nicht entwickeln. Wer sich nicht entwickelt, geht aber unter. Bis auf die Steine. Die liegen ewig rum. Denkt man. Ist aber nicht so. Sie werden über die Jahrhunderte zu Staub zerrieben, um anderswo durch die Lagerung wieder zu einem Teil eines anderen Steins zu werden.
Aber Steine brauchen und haben keine Freiheit. Sie leben nicht, auch gibt es keine Gemeinschaft der Steine, in der einer auf den anderen angewiesen ist. Ein Stein kann also auch keinem anderen Stein oder einer Gemeinschaft von Steinen Schaden zufügen.
Was ist das Maß an Freiheit für den Einzelnen?
Das Tragen der Maske ist zu ertragen. Jedenfalls an Orten, an denen man mit anderen zusammenkommt. Die Anderen, die in panischer Angst fliehen möchten, sollte man in ihrer Mitte die Maske nicht tragen. Es ist zu ertragen, obwohl man es selbst als Einschränkung und unsinnig empfindet. Und trotzdem man weiß, dass Geld gemacht wird mit den Masken.
Nicht mehr ist zu ertragen, wenn Impfungen befohlen werden. Die einfache Impfung gegen Grippe ist schon zweifelhaft in der Wirkung. Aber richtig hässlich wird es bei einer dreifach, vierfach, sechsfach-Impfung. Hier wird (unabhängig davon, ob die Impfung überhaupt einen Sinn macht) kein anderer verletzt oder bedroht, wenn man sich nicht impfen läßt. Also sollte auch jeder die Freiheit haben über seine Haut selbst zu entscheiden. ( der Ausserirdische)

Rating 3.00 out of 5
[?]

Antwort

Der Kommentator schrieb:

Ein sehr guter zweiter Text, der eines eigenen Artikels würdig ist.

Es ist erschreckend und stimmt mich traurig, wieviel mehr Missstände in dieser Krise ans Tageslicht kommen, offensichtlich werden.
Nicht, dass diese nicht auch vorher da gewesen wären, aber ich bin über die schiere Menge der Probleme schwer erschüttert.
So kämpfe ich weniger mit den Auswirkungen von Kontaktbeschränkungen oder ähnlichem, sondern viel mehr mit der Verzweiflung an der Menschheit.

Und diese Verzweiflung sollten wir in Aktionen umsetzen. Eigentlich wissen wir doch was wir brauchen: Eine Leben und eine Wirtschaft, die auf das Leben ausgerichtet ist. 

Der erste Schritt, die erste Aktion, ist es, den Menschen dieses nahezubringen, sie vielleicht sogar in die Lage zu versetzen, sie mit dem eigenen Wissen auszustatten, nicht nur das dumpfe Gefühl des Unrechts zu haben und der Hilflosigkeit, sondern sich die Welt ein Stückchen erklären zu können.

Vielleicht ist der Kampf um ein Gesundheitssystem ohne Profitgedanken der erste Schritt.

Der Kommentator zum vorigen Artikel: „Wir bekämpfen eine Pandemie, an der Menschen sterben. Das ist Fakt.
Zu welchem Preis? Das ist unsere Entscheidung.

Ich antwortete mit folgendem Kommentar:

„Das ist wohl richtig, der Preis ist entscheidend. Menschenleben ist wohl das wichtigste, jedenfalls aus der vorherrschenden öffentlichen, humanistischen Meinung. Dann kommt (nach Leben und Gesundheit) gleich die Freiheit, von der immer gesprochen wird. Das ist die öffentlich gemachte Meinung. Überall ist sie nachlesbar, nachhörbar, in jeder Facette unserer Medienwelt.
Gescholten werden die, die die Wirtschaft in den Vordergrund schieben wollen. Dabei geht es nicht um die Gesundheit der Wirtschaft, sondern um die Arbeitsplätze, die den Menschen ermöglichen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das ist offiziell.
Aber sonst hat doch jeder seine eigenen Interessen. Die Politiker wollen wahrscheinlich vorrangig ihren Ruf nicht zerstören und vielleicht für ihren Ruf noch Gewinn machen. Ich unterstelle einigen sogar, dass sie sich um das Leben der Menschen im Land und um das Auskommen der Selbstständigen und der für Lohn arbeitenden Menschen Sorgen machen.
Aber der eine Politiker will vor allem die Gesundheit der Leute schützen, indem er sie vor Infektionen schützt, der andere ist der Meinung, dass es wichtiger ist, wenn sich die Leute ihren Lebensunterhalt weiter verdienen können. Das ist schwierig zu entscheiden und umso mehr, da weder den Zahlen vertraut werden kann, noch irgendeiner der Politiker ausreichend medizinische oder gar Epidemie/Pandemie-Bekämpfungserfahrung hat.
Und dann gibt es ja die Leute, die sagen, dass es nicht so schlimm ist, wenn ein paar Leute wegsterben. In Deutschland, einem demokratischen Land, mit humanistischen Geschichts- und Menschenbild und mit Euthanasie-Erfahrung (wie fast jedes andere Land übrigens mehr oder weniger auch) darf ein solch Gedanke natürlich möglichst nicht öffentlich geäußert werden.
Und dann gibt es die Realität. Das was wirklich passiert. Die großen Konzerne zahlen weiter ihre Dividende aus und halten die andere Hand hin, damit der Staat, also der Steuerzahler, die „Corona-Hilfe“ hineinlegt. Inzwischen ist allein für die in Deutschland ansässigen Firmen die Zahlung von Billionen Euro vorgesehen. (3.000.000.000 €) Das sind Zahlengrößen, die vorher noch niemand in den Mund genommen hat. Und das allerallermeißte davon geht in die Finanz- und die Großindustrie. Bei den pleitegegangenen Kneipenbesitzern wird nicht so viel ankommen, dass die Kneipen weiter betrieben werden können. Die eigentlichen Verlierer der „Corona-Krise“ sind wieder dieselben, wie bei der letzten Krise. Die Kommunen werden wieder Gemein-Besitz veräußern müssen, werden die Müllgebühren anheben und Schwimmbäder schließen.
Das ist der Preis. Den Preis bezahlen wir alle. Die 2 oder 3 Billionen werden wir bezahlen. Und viele werden ihre Kredite auf ihr Häuschen nicht mehr bezahlen können.
Was ist gewichtiger? Das Leben der Mitbürger oder die erhöhten Müllgebühren? So wird die Frage gestellt. Und wir werden zur Beantwortung aufgefordert. Vor unserem Gewissen.
Aber so darf die Frage gar nicht gestellt werden! Wir haben eine andere Entscheidung zu treffen.
Diese Pandemie wird vorbei gehen, wie andere vorher schon vorbei gingen. Und es wird eine nächste kommen. Wir müssen uns deshalb die Frage stellen: Wollen wir auch bei der nächsten Pandemie wieder dem Profitgedanken darüber entscheiden lassen, ob wir genug Seuchenbetten in den Krankenhäusern haben und wollen wir weiter Automobile auf Halde produzieren und dann die Verluste der Autobauer durch Staatskredite ausgleichen?
Ist es nicht vernünftige ein Gesundheitswesen aufzubauen, dass unabhängig von Profit und Rentabilitätsgedanken in der Lage ist, das Leben weitmöglichst zu schützen? Im Übrigen ist jeder Arzt mehr oder weniger auf diesen Gedanken eingeschworen.
Ist es nicht vernünftiger die Menschen weniger arbeiten zu lassen, weniger Autos zu produzieren und das gesamte Arbeits- und Verkehrssystem auf die Bedürfnisse der Menschen und nicht auf das Wollen einiger weniger Aktionäre auszurichten?“

Rating 3.00 out of 5
[?]

Der Coronator

Der Coronator hat nun schon gewütet und einige und einiges zur Strecke gebracht. So sind es die Kinos und Theater, die Friseure und die Fusspfleger, die selbstständigen Schreiner und freilebenden Künstler.

Der Coronator ist ein Erfolgstier. Der Ausbau des 5G-Netzes geht ohne nennenswerten Widerstand weiter, die Autoindustrie baut Lagerbestände ab, an Blechkarossen und an Überstunden.

Der Coronator ist ein Erfolgstier. Er hat Angst erzeugt. Paranoia sogar. Alleinfahrende Autofahrer setzen sich Atemschutzmasken auf. Wem nützt es? Der Gesundheit der Hersteller. Siemens und Bosch basteln ja inzwischen auch solche Dinger.

Der Coronator ist ein wütender Vernichter. Er vernichtet selbständige Hotels ebenso wie Imbissstände. Aber die Studenten lernen weiter. Selektiv. Haben diese vorher auch alle gemacht.

Die Gegner des Coronators sind von Zweifeln zerrissen. Oder verzerrt? Jedenfalls gibt es die Pflicht und dann wieder keine Masken, so kommt die aufgespritzte Lippe nicht mehr in Sicht. In Deutschland sollen sich die Friseure ab dann wieder in ihren Läden am Kunden abmühen. Die selbstständigen und die anderen auch ständig. Wieviel Abstand braucht ein Blumenverkäufer, oder hält er sich jetzt seine Kunden sicher hinter Plexiglas? Die Daimler-Motorenbauer dürfen schon wieder arbeiten. Haben die Glück! Keinen Stress mehr im eigenen vier Wänden. Und mann ist ja so stolz, das Bruttosozialprodukt zu sichern.

Der Coronator hustet allen was, die Flugsteige bleiben leer und die Urlaubsquartiere auch. Schweden wäre eine Alternative. Da haben die Kneipen noch offen. Und da ist auch sonst viel Platz. Und sterben müssen wir doch alle, irgendwann. Die Schweden sterben auch nicht schneller.

Ich bleibe im Haus. Ich habe Home-Office. Das ist die neue Medizin mit sozialen Nebenwirkungen. Im Frühling sollte niemand, auch ich nicht, so etwas verordnet bekommen. Im Laden werde ich angesprochen. „Mach mal deinen Mundschutz auf!“ Dabei besitze ich gar keinen Mundschutz. Und habe auch nicht die Absicht, mir einen anzuschaffen. Er schädigt meine Lunge, weil ich die Feuchtigkeit nicht ausatmen kann und…

Und der Sprilli da, der mich eben Duzt, der…. Na, ich muss mich zusammenreißen, ihm nicht eine Kopfnuss zu verpassen. Wo sind die Zeiten, als jedermann, der sichtlich das Erwachsenenalter erreicht hatte, Gesiezt wurde. Sogar die Schüler in der Schule, die das sechzehnte Lebensjahr erreicht hatten, konnten sich auf diese Achtung berufen. Der Lehrer musste an ihnen schon üben, respektvoll umzugehen.

Und heute darf mich jeder und jedes Duzen. Die Respektlosigkeit kommt aus dem Westen, oder von noch weiter, von den Niederländern oder auch aus dem angelsächsischen, aber da setzen sie wenigstens noch ein „Sir“ hintendran, aus Respekt.

Im Betrieb, in den ich ja zur Zeit nicht rein darf, da spricht sich auch jeder mit Du an. Auch den GF, den Chef, den ich einmal im Jahr sehe, den darf ich nicht mit „Sie“ ansprechen. Ich will ja gar nicht „Sie Rindviech“ zu ihm sagen, eigentlich will ich gar nichts zu ihm sagen, denn früher galt: „geh nicht zu deinem Fürscht, wenn du nicht gerufen würscht“. Gilt heute auch nicht mehr. Jeder Sprilli läuft zum Chef, mit irgendwelchen Bagatellen. Und Duzt ihn. Dabei hat der wirklich was zu tun. Jetzt wo Corona, sowieso. Muss ja auf seinen Profit achten. Da muss ihm keiner dazwischenreden mit irgendwelchen Schwachsinnsideen, wie zum Beispiel: „Wir könnten doch jede Woche einen hinschicken, um zu lüften.“ Wegen der schlechten Luft im Büro, weil keiner arbeitet, jedenfalls nicht im Büro. Als ob den Chef die atmosphärischen Bedingungen im Büro oder im Hofoffice interessieren würden.

Kurzarbeitergeld wollen sie aufstocken. Das dicke Ende ist also noch nicht mal in Sicht. Einbruch von Gewerbesteuern. Also weniger Geld bei den Kommunen. Also werden sich die Müllabfuhrpreise erhöhen. Abgemacht!

Rating 4.00 out of 5
[?]

Tags: , , , ,

Hirn: Tot.

Alle Windungen sind besetzt von dem sich selbst jagenden Gedanken: Corona.

Aus alten Zeitungen:

Hier ein Text vom 8. Februar 2017 (also von vor 2 Jahren, als die vorherige große Welle einer Virusinfektion heran rollte) aus [www.altenheim.net]: „Die Grippe schlägt diesen Winter im Südwesten besonders zu. Insbesondere Bewohner von Pflegeheimen sind gefährdet, weil es dort zu sogenannten Gruppenerkrankungen kommen kann.

Nach Angaben des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes wurden bis Freitag 26 Grippe-Tote gemeldet. Eine Vergleichszahl aus der Vorsaison lag zwar nicht vor, die Experten gehen aber davon aus, dass es diesmal deutlich mehr sind. Das meldet die Deutsche Presseagentur. Seit Beginn der Influenzasaison vor fünf Wochen wurden insgesamt 6910 Influenza-Fälle gezählt – auch das sind schon jetzt sehr viel mehr als in der gesamten Grippesaison des Vorjahres, wie der Epidemiologe des Landesgesundheitsamtes, Günter Pfaff, sagte.

Gefährdet sind vor allem Ältere. Die Menschen, die nun an der Influenza starben, waren zwischen 64 und 93 Jahre alt. „Besondere Sorge machen uns Gruppenerkrankungen in Pflegeheimen“, so Pfaff. Er rät dringend zu Impfung und Prophylaxe. Auch jetzt ist es noch nicht zu spät, Bewohner impfen zu lassen.

Bislang wurden neun Ausbrüche in den baden-württembergischen Alten- und Pflegeheimen mit bis zu 34 Erkrankungen registriert. Der Epidemiologe empfiehlt bei Influenza-Ausbrüchen eine Prophylaxe mit antiviralen Arzneimitteln. So könnten sogenannte Neuraminidase-Hemmer Grippesymptome abschwächen, sofern sie rechtzeitig genommen werden.
Im Gegensatz zum grippalen Infekt mit Husten und Schnupfen ist für die Grippe neben Fieber typisch, dass sie ganz plötzlich aus heiterem Himmel kommt.

Also?

Na, Windungen wieder frei? Ansonsten mal kräftig husten! Oder, es ist April, da scheint auch mal die Sonne warm. Vitamin D bildet sich. Hilft auch.

Wer profitiert von der Corona – Welle? Erst wenn wir das wissen, können wir auch profitieren. Wir könnten Masken verkaufen, selbstgebastelte oder in einem Lager erbeutete, wir könnten auch Chinesen bestechen oder Russen, und die Masken und Trink-Röhrchen an unsere Privatadresse umleiten lassen. Aber der Profit ist bescheiden und der Aufwand zu groß. Wir könnten Impfstoffe entwickeln oder wenigstens so tun. Wenn sie dann irgendwann eingesetzt werden, dann ist es eh zu spät und ein ganz anderer Virus jagt um die Welt.

Für jeden: Profit machen!

Wir könnten auch, aber dazu ist es ebenfalls schon zu spät, Aktien kaufen und auf den Abschwung wetten. Damit lässt sich wirklich viel Geld verdienen und in so kurzer Zeit und so ungefährlich. Das ist phantastisch! Zumal man dann noch nachhelfen kann und zum richtigen Zeitpunkt die Panik vergrößern. Und wenn dann gemeldet wird, der Impfstoff stehe zur Verfügung, dann hat man längst auf steigende Börsen gewettet. Ein schönes und so profitables Spiel.

Denunziert eure Nachbarn! Zeigt sie an! Das Strafgeld geht in die Staatskasse und kann dann an die Konzerne verteilt werden, so kommt die Wirtschaft wieder auf die Füße.

Ruft die Abweichler zur Ordnung, duldet keinen Widerspruch! Notfalls kann der Ausbrecher selbst bestraft werden. Jeder erschlagene Dissident verringert die Verbreitungsgefahr für Viren und schlechte Gedanken.

Näht Euch und anderen Schutzmasken und vertickt sie auf der Straße. Milliarden davon werden gebraucht. Ihr könnt Profiteure sein!

Nur Gutes !

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Sie könnte jedes Jahr ausgerufen werden. Für alle Schüler Schulfrei auf ein paar Wochen und für die Eltern Urlaub ohne wegzufahren. Zeit sich um die Kinderchen zu kümmern, hautnah, Tageintagaus. Ist doch prima!

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Alle Betriebe mit befürchteter oder vorhandener Überproduktion könnten auf Staatskosten (, wie ein Arbeitsloser faktisch,) Lagerbestände abbauen. Die Altersheime würden auch mal ein wenig aufgeräumt und es würden wieder Plätze frei werden.

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Kontaktloses Zahlen und Bewegungsprofile fördern die Verbreitung moderner Medien. Ich kann es mir im „home office“, also im Bademantel am Küchentisch bequem machen, jeden Tag und wenn ich keine Lust habe, an Besprechungen mit meinen Kollegen teilzunehmen, dann kann ich technische Probleme vortäuschen. Überhaupt brauch ich mich nur noch mit Leuten unterhalten, wenn ich gerade Lust dazu verspüre. Und ich brauch mir das Gelaber nicht mehr anhören, wenn sie von ihren Problemen erzählen, die mich sowieso nichts angehen.

Ich habe gar nichts gegen die C-Krise. Ich hasse es, bei jeder Begrüßung Händchen reichen zu müssen. Und die blöden Tauben auf den Plätzen in der Innenstadt, die fallen jetzt reihenweise von der Dachkante, weil sie sich vor Hunger nicht mehr halten können und das finde ich …. Schluss jetzt.

Nu denn, Zusammenfassung:

Für mich, also so ganz persönlich, ist es gar nicht so schlimm. Aber für viele andere. Die großen Banken und die großen Konzerne werden nach der Krise solange Staatsmittel bekommen, wie sie es brauchen. Der Friseur in der Straße wird wahrscheinlich Angestellter in einer Kette werden, Alte, Kranke, Schwache werden auf der Strecke bleiben, und damit auch die Solidarität. Wir alle werden ein wenig mehr überwacht werden. Lohn, Rente und Arbeitslosenleistungen werden stagnieren oder abgesenkt werden, trotz steigender Kosten und Preise. So haben wir kleinen Leute alle was davon.

Aber: Das System wird sich stabilisieren. Und das ist doch gut, oder?

Bleibt gesund ! Euer Julius Turm.

Rating 3.00 out of 5
[?]

Tags: , , , , ,

Corona, wie es lebt.

In Brandenburg ist ein (erstmals) ein Mann gestorben, der mit dem COVID19, besser bekannt als Corona-Virus, infiziert war. Der Mann hatte schwere Vorerkrankungen und es ist nach Aussage des Radiosprechers und unmaßgeblicher Meinung der behandelnden Einrichtung nicht sicher, dass Corona seinen Anteil am Sterben des Mannes hatte.
Ich habe bestimmt Besseres zu tun, als mir den ganzen Tag und auch in der Nacht über Corona und Konsorten Gedanken zu machen.

Der Corona-Traum
In der Nacht hatte ich einen Traum. Die Chinesen hatten eine Meldung aus Berlin bekommen, dass dort eine Variation des bekannten Virusstammes COVID/ Corona identifiziert werden konnte. Das chinesische Gesundheitsministerium trank gerade mit dem Innenministerium einen Tee und sie kamen auf die glorreiche Idee eine Zivilschutzübung durchzufahren. Diesmal sollte es etwas ganz Besonderes sein. Groß, und sie wollten der Welt mal zeigen, dass man im Reich der Mitte mit allem fertig wird, was die Welt so zu bieten hat.

Die Übung
Gesagt, getan, ein geeignetes Übungsgebiet war gefunden, ein mittleres Zentrum, gerade mal 12 Millionen Einwohner, ein ideales Übungsgebiet.
Es wurde bekannt gemacht, dass ein gefährlicher Virusstamm gefunden worden war und die ersten hundert Patienten auch schon positiv getestet sind.
Die Patienten wurden isoliert, weitere Tests wurden durchgeführt. Alle positiv getesteten wurden unter Quarantäne genommen. Schnell wurde erkannt, dass die Kapazitäten nicht ausreichen würden. Die Übung verlief gut, von den zuständigen Stellen wurden die notwendigen Schritte unternommen.

Die Wirkung
Eingeweihte Personen wussten von der Übung, die Bevölkerung wurde im Ungewissen gelassen. In den Medien wurde die Gefährlichkeit übertrieben und die von der Administration angeordneten Maßnahmen sprachen in den Augen der Bevölkerung eine eigene Sprache. Bald waren die sowieso schon beliebten Schutzmasken ausverkauft. Der Handel kam an verschiedenen Stellen an seine Grenzen. Die Desinfektionsmittel und Haushaltsreiniger, aber auch Zahnpasta und Seife wurden zum Engpass.
Das Seuchenministerium beobachtete die Szene genauestens. Kein Detail wurde vergessen. Auch kritische Stimmen in der Bevölkerung und einige aufmüpfige Internetportale, die versuchten Stimmung zu machen, wurden scharf beobachtet. Die Presse, vor allem die ausländische Presse, wurde weitgehend ausgeschaltet. Es sollten ja auch nicht alle Ergebnisse der Übung sofort bekannt und für Ausländer verwertbar werden.

Der Verlauf
Der Aufbau der Kapazitäten zur Banhdlung ging zunächst stockend, dann aber wie erwartet, zügig voran. Die entsprechenden Übungen zahlten sich aus und die im Vorfeld erarbeiteten Handlungsanweisungen erwiesen sich als wirksam. Die zentrale Organisation der Maßnahmen erwieß sich als zweckmäßig. Die Ministerien waren zufrieden.
Schon nach zwei Wochen waren die erwarteten Fallzahlen erreicht und die Übung sollte als erfolgreich betrachtet und beendet werden.

Erwartet
Einige Wirkungen waren allerdings unerwartet. Das Innenministerium warnte rechtzeitig vor der sich schnell in der Bevölkerung verbreitenden Hysterie. Durch hartes Durchgreifen, aber auch durch die Demonstration organisierten Vorgehens und des Erfolges konnte die Bevölkerung weitgehend beruhigt werden.
Ganz pragmatisch konnte auch mit den Fallzahlen und den Wirkungen in den Medien operiert werden. Die Bevölkerung erkannte die relative Ungefährlichkeit des Virus und stellte sich darauf ein. Insgesamt waren in der 11- Millionen-Bevölkerung cirka 90.000 Fälle erkannt. Die Mehrzahl der Fälle konnte nach drei Wochen als geheilt entlassen werden und nur rund 3000 Menschen starben unter Mitwirkung des COVID19-Virus. Von den Erkrankten starben also rund 3 Prozent, aber auf die Gesamtbevölkerung des Gebietes ist die Erkrankungsrate verschwindend gering und die Verkehrstoten im gleichen Zeitraum übertrafen die COVID19 – Toten.

Unerwartet
Mit einer weiteren Entwicklung aber war nicht gerechnet worden. Die asiatischen Länder, aber auch europäische Länder hatten die Übung in China aufmerksam verfolgt, aber sie nicht als Übung erkannt oder sie als Ernstfall genommen. Vielleicht wollten die Regierungen und deren Medien die Vorgänge auch nicht als Übung akzeptieren.
Als erstes wurde die Finanzwirtschaft, also die Börse, auf die Entwicklungen in China aufmerksam. Die jetzt sogenannte Corona-Krise eignete sich ausgezeichnet, um die Börse maximal zu manipulieren. Durch die sich anbahnende Überproduktionskrise und die Verwerfungen als Folge des Streits um Öelfördermengen waren die Börsen schon in Bewegung. Jetzt kam eine schöne neue Ausrede dazu.
Unerwartet war auch die in den westlichen Medien entstehende vorsichtig hysterische Berichterstattung, die von der Politik aufgeriffen, von der politischen Krise abzulenken begann. Gerade die Italienische und die deutsche Politk waren dankbar. Eine willkommene Gelegenheit sich als Kanzler und Minister wieder ins rechte Licht zu rücken und auch nach rechts und links auszuschlagen. Eine bessere Gelegenheit die Bevölkerung zu disziplinieren konnte man gar nicht bekommen.

Fazit
Was für die Chinesen mit einer außergewöhnlichen aber harmlosen Zivilschutzübung begann, weitete sich aus. Die Corona-Krise wirkte als Katalysator für die fällige weltweite Wirtschaftskrise.

Wecker
Dann klingelte mein Wecker. Der Traum endete, die Sonne schien mir ins Gesicht. Ich schlurfte mit einer Kaffeetasse an meinen Home-Office-Platz.
Ich hoffe fast, dass es nur im Traum so ist. Denn wenn die Bevölkerung jemals davon erfahren würde, dann wäre es um diese Regierung geschehen.

Rating 4.33 out of 5
[?]

Tags: , ,

Jeder stirbt für sich allein.

Die Polen machen die Grenze zu. Eine sinnvolle Maßnahme, will man die Ausbreitung einer Seuche eindämmen oder verzögern. Aber die Polen haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wenn die LKWs die polnische Grenze nicht wie gewöhnlich zügig passieren, dann bricht die Versorgung zusammen. In Deutschland und in Polen.

Der Wirtschaftsraum, der politisch geschaffene Wirtschaftsraum „EU“ scheitert an sich selbst. Die Italiener sterben in den Krankenhäusern und die von der deutschen Regierung versprochenen Hilfsmittel kommen dort nicht an. Schon seit Wochen nicht. Aber eigentlich sollte die übermächtige EU-Regierung alles organisieren. Nur ist sie eben auf so etwas nicht vorbereitet, für solche Fälle ist die EU nicht zuständig.

Die Vorschriften der „Europäischen Kommission“ auf dem Gebiet des Gesundheitswesens haben Patentrecht und Arzneimittelvermarktung zum Inhalt. Blut und Gewebe – Vermarktung wird geregelt. Das sind also wirtschaftliche Aspekte. Der Mensch kommt nicht vor.

Wir wollen der EU kein Unrecht tun. Sie hat natürlich auch an Krisenfälle und grenzüberschreitende Krankheiten und Hilfe gedacht. Allerdings scheint ihr im Augenblick nichts anderes einzufallen als Geldmittel als Kredite bereitzustellen zu wollen. Für Bereitschaftsplanung ist es zu spät, Risikomanagement ist nicht erkennbar und die Staaten nehmen es lieber selber in die Hand. Wie an Polen und jedem anderen EU-Staat erkennbar ist.

Aber auch im engeren Kreis ist eher Konfusion und Alleingang angesagt. Alle Länder der deutschen Föderation machen ihre eigene Gesundheitspolitik. Und auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Seuchenausbreitung und die sicherheitspolitischen Maßnahmen werden von den Ländern alleine geplant und durchgeführt.

Während die Kanzlerin die Brüderlichkeit und Solidarität aller Deutschen beschwört und sogar fordert und mit härteren Maßnahmen droht, sieht die Situation im Land sehr differenziert aus. In Nordbayern wird am Wochenende ein Stadtfest gegeben. In Folge wird der Ministerpräsi etwas ungehalten und die Zahl der Infektionen soll auch sprunghaft gestiegen sein. In anderen Gegenden gibt es inzwischen Polizeikontrollen auf Kinderspielplätzen und junge Väter und ihre Kinder stehen kurz vor der Inhaftierung.

Es hat was von „Independence day“, diesem Film vom Emmerich, den Sie hoffentlich kennen: Alle europäischen öffentlichen Radiosender haben sich verabredet, um 8 Uhr 45 den Song von Gerry xx zu spielen. Alle. Der Song kommt und eine Radiohörerin bedankt sich heulend am Mikro. Toll, da fühle ich mich sofort in Europa menschlich zu hause.

Aber, wir werden mehr Menschlichkeit in das Leben bringen. Leihen Sie ihrem Nachbarn eine Rolle Toilettenpapier. Achten sie auf 1,5 Meter Abstand bei der Übergabe und auch bei der anschließenden Versöhnungsfeier am Grill.

Ihr Julius Turm

Rating 4.00 out of 5
[?]

Tags: , ,

„Kinderfrauen zuerst!“

„Kinderfrauen zuerst!“

Aus der bekannten Aufforderung bei Katastrophen, ob auf dem Schiff oder im Fußballstadion, „Kinder und Frauen zuerst!“ macht mein intelligentes Autokorrektursystem: „Kinderfrauen zuerst!“.

Mein gutes Rechtschreibkorrekturprogramm, eingebettet in das Schreibprogramm, weigert sich deutsche Wörter als solche zu erkennen und will sie in englische Begriffe übersetzen.

Soweit zur Intelligenz der Maschinen. Und auch die Meinung der künstlichen Intelligenz zum Erhalt der Menschheit  ist verstanden. Ich jedenfalls habe das verstanden. Wenn die Maschinen, die intelligenten Maschinen, herrschen würden, dann würden diese die Kinderfrauen retten. Das könnte die größte Garantie zum Erhalt der Menschheit sein. Oder wollen die intelligenten Maschinen das gar nicht? Wollen sie selbst an die Macht und würden mit der Rettung der Kinderfrauen den Untergang der Menschheit beschleunigen wollen?

In der vergangenen Woche war der „Tag der Muttersprache“. Noch einmal deutlich deutsch: Es war nicht der „Tag der deutschen Sprache“, auch nicht Muttertag oder Tag der deutschen Mutter, sondern schlicht: „Tag der Muttersprache“.

Wir, die deutschsprechenden Europäer begehen den Tag der Muttersprache und alle Menschen auf diesem, unserem, Globus können den Tag ebenfalls feierlich begehen. Allerdings kann jeder seine, seine höchsteigene, Muttersprache an diesem Tag ehren. Die Kirgisen ehren die kirgisische Sprache, einige Südafrikaner ehren die Sprache „Afrikaans“, andere die Sprache „isoZulu“, die Bayern ehren das Bayrische und die Koreaner das Koreanische.

Wie ehrt man eine Sprache? Na, ganz einfach, in dem sie von den Muttersprachlern gesprochen wird! Auch kann in ihr gesungen werden und Gedichte geschrieben und Liebende flüstern sich in die Ohren: „Ick lev der.“ oder auch „te amo“. Und jede Sprache hat ihre Geschichten, die in Bücher geschrieben werden können.

Und warum soll die Muttersprache geehrt werden?  Die UNESCO sieht die Sprache als Zeichen der kulturellen Identität. Und es ist so. Die Sprache ist ein Quell unserer Kultur. Ohne Sprache ist menschliches Leben nicht denkbar.  Und weitergedacht: Die gemeinsame Sprache ist die Grundlage für eine gemeinsame Kultur einer Volksgruppe.

Alle (deutschsprachigen)Texte vermeiden diese Feststellung: Die Sprache ist das Zeichen der kulturellen Identität eines Volkes. Und doch ist es so. Den indigenen Völkern im Amazonasgebiet gesteht man die Unterscheidung in „Völker“ auf Grund des Sprechens einer gemeinsamen Sprache zu, in Europa vermeidet man von „Völkern“ zu sprechen.

Dabei würde uns ein wenig Patriotismus ganz gut tun. Vor allem den Deutschen. Da sind die Bayern und die anderen deutschsprechenden Volksgruppen, aber da sind auch Dänen und Sorben und auch die Friesen, die eigene Sprachen beanspruchen können. Ebenso wird den in Deutschland lebenden Sinti und Roma eigene Kultur und eigen Sprache zugeordnet (nicht verordnet!) Das deutsche „Romanes“ ist eine anerkannte Minderheitensprache.

Die verschiedenen Völker in Deutschland pflegen ihre Kultur und ihre Sprache. Aber auch ein anderer Geist geht durch Deutschland. Und dieser Geist ist gefährlich für die Sprache und Kultur der deutschen Völker. (Er ist auch für andere Völker, zum Beispiel die Polen oder Litauer gefährlich, aber das ist deren Sache.) Es ist das Überborden der internationalen Verkehrssprache „Englisch“.

In deutschen Medien gibt es viel englischsprachige Musik, zu viel, um die eigene Musik und Kultur voranzubringen, zu stärken und zu entwickeln. Unterhaltungsformate lehnen sich an Formate im amerikanischen Fernsehen an, in den eigentlich deutschsprachigen Hochschulen werden Vorlesungen vermehrt in englischer Sprache gegeben. Wissenschaftliche Arbeiten in deutschen Forschungseinrichtungen werden in englischer Sprache verfasst. In einigen Firmen in Deutschland, in denen die Mitarbeiter zu über 99 Prozent  die deutsche Sprache als Muttersprache haben, wird in Arbeitstreffen (Meetings) englisch gesprochen, Dokumentationen werden in englischer Sprache erstellt.

Warum das alles? Warum kann nicht eine wissenschaftliche Arbeit im deutschen Sprachraum zuallererst in deutscher Sprache verfasst werden, um vielleicht anschließend in Englische übersetzt zu werden. Warum werden Romane von deutschen Schriftstellern „amerikanisiert“, um dann in Deutschland unter amerikanisch klingendem Pseudonym verkauft zu werden? Warum werden deutsche Muttersprachler gezwungen, bei der Arbeit in einer fremden Sprache zu denken?

Da ist doch ein wenig Patriotismus angebracht, oder? Wollen wir uns total verleugnen? Wollen wir unsere Kultur, den Goethe, Strittmatter, Bach, Händel und „Die toten Hosen“ kaputtmachen lassen? Auch Einstein und sein Kollege Mauer schrieben in detscher Sprache. Warum singen alle „Merry Christmas“  und „Happy birthday“, wenn es dafür eine muttersprachliche, eine deutsche Entsprechung vorhanden ist?

Ich will hier nicht „Deutsche Sprache über alles, über alles in der Welt“! Jedes Volk mag für sich seine Kultur fördern und seine Muttersprache pflegen. Und jede Muttersprache ist gleich viel wert, erhalten zu werden. Aber ich habe den Eindruck, dass dieses deutsche Volk sich seine Sprache und seine Kultur demontieren lässt von Politikern, Besserwissern, amerikanisch vorgebildeten Führungskräften aller Art, und …. anderen, die entweder jede Selbstachtung verloren haben oder zu dumm sind, die Manipulation zu bemerken.

Wenn jetzt auch noch die Maschinen nicht mehr in deutscher Sprache reden wollen und diese verstümmeln, kein Wunder.

Ich wünsche mir jedenfalls wieder mehr Besinnung auf diese, meine deutsche Muttersprache und auf meine deutsche Kultur. Wenn ich meinen bengalischen Arbeitskollegen treffe werde ich versuchen mich mit ihm in einem Meeting in englischer Mundart zu unterhalten. Obwohl es für ihn auch mühselig ist, in dieser fremden Sprache zu denken.

Rating 4.00 out of 5
[?]

Splitter der realen Welt

Wieviel Sinn macht die Arbeit?
Ich sitze und sehe mich um. Der Blick fällt auf einen Kasten, darinnen ein Bausatz für ein Modellflugzeug. Den Kasten gibt es bei mir seit drei Jahren. Es war ein Geburtstagsgeschenk, denn Modellbauerei ist eine meiner Leidenschaften. Oder soll ich sagen: Gewesene Leidenschaft? Denn der Kasten liegt seit drei Jahren und immer wieder gab es Gründe, ihn nicht aufzumachen, das Modell nicht zusammenzusetzen, um es dann irgendwann auf der Wiese starten zu können. Es ist ein Freiflieger mit Gummimotor. So was ganz Einfaches. Wahrscheinlich würde es weniger als eine Woche dauern, bis er flugfertig wäre, nach der Arbeit würde ich das schaffen.
Arbeit? Der Mensch ist durch Arbeit zu dem geworden, was er heute ist: Mensch. Das Gehirn hat sich entwickelt, um sich Werkzeuge zu schaffen und in unwirtlichem Klima und Gelände zu überleben, Kultur und Sprache entwickelten sich, weil der Mensch nur in der Gemeinschaft in der Lage ist, sich zu behaupten. Arbeiten mit den Händen, mit dem Kopf, mit der Sprache. Das hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind.
Arbeit? Aber da kann nicht die Arbeit gemeint sein, die wir da täglich im Betrieb tun. Dafür wurde ja auch der Begriff „Erwerbsarbeit“ erfunden. Damit ist die Tätigkeit, beziehungsweise die Zeit gemeint, in der wir tätig sind, um etwas Geld von dem zu bekommen, für den wir tätig sind. Mit dem Geld beschaffen wir uns die lebenswichtigen Dinge: Essen, Unterkunft, Schlaf, Sex. Und die Zeit, um uns wieder für die nächste Runde der „Erwerbsarbeit“ fit zu machen. Manche nutzen Zeit, um sich zu erholen (Fit machen) andere sparen sich das und werfen Mittelchen ein, um dann die Zusatzenergie wieder für die „Erwerbsarbeit“ zu nutzen. Arbeit? Mensch werden und sein? Dazu trägt allerdings die „Erwerbsarbeit“ nicht bei. Eine „Weiterentwicklung“ der menschlichen Fähigkeiten wird eher behindert. Denn bei der „Erwerbsarbeit“ geht es nicht um Weiterentwicklung, nicht um Freude oder Kreativität. Es geht nur darum etwas für jemand anderen zu leisten und wiedr „fit“ werden für die nächste Runde. Da hat meine Modelfliegerei keinen Platz.

Film-Serie, „Das Boot“
Da gibt es eine Film-Serie, „Das Boot“. Der Film wird mit seiner Ausstrahlung sofort zum Politikum. Das ist selten bei Filmproduktionen, die sich doch heutzutage mehr mit „Action“, Mord und Totschlag beschäftigen, als mit politischer Bildung. So ein Film wie „Fuck yu Goethe!“ löst nicht etwa eine politische Diskussion über Bildungs- und Jugendpolitik aus, sondern belustigt bestenfalls die Deutschen.
Anders bei der Serie „Das Boot“. Hier sehen sich einige Kommentatoren und auch große Medien genötigt, einige politisch richtigstellende Bemerkungen zu machen. Im Film äußert sich einer der Darsteller, er hält sich wohl an seinen Drehbuchtext, zu der Ursache des zweiten Weltkriegs und im speziellen zur Finanzierung des Unternehmens „Drittes Reich“. Ein Amerikaner versteigt sich zu der Aussage, dass die Wall Street und ausländische, nicht deutsche Hochfinanz, haben das „Reich“ und die Aufrüstung erst möglich gemacht. Und genau diese Hochfinanz ist auch der Gewinner des Krieges.
Ja, das muss schnell korrigiert werden. Hitler ist schuld. Die Nazis sind schuld. Die „Endlösung und der Kampf gegen den „Bolschewismus“ ist die Ausgeburt eines kranken Kopfes. Alles andere gilt nicht! Anderes, als das, zu denken wird uns mit allen Mitteln abgewöhnt.
Aber schon aus dem ersten Weltkrieg wissen wir: Krupp lässt sich im Nachhinein die Lizenzkosten bezahlen für die Granatzünder, die in England in englische Granaten eingebaut werden, mit denen deutsche Truppen beschossen wurden. Wer hat Gewinn gezogen aus dem Ersten Weltkrieg? Krupp. Und wer hat Krupp finanziert?
Zur Finanzierung von Kriegen (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21134)
„So auch die Firma IBM, deren Präsident Thomas J. Watson sr. im Juli 1937 von Hitler das ‚Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern‘ entgegengenommen hatte. Dieser Naziorden wurde Watson verliehen, weil IBM die Aufrüstung im Dritten Reich durch den Export ihrer Hollerith-Lochkartentechnik unterstützte.“ Werner Rügemer hatte Ende 2013 dazu ergänzend geschrieben: „Hitlers Blitzkriege – beispielsweise die Transportplanungen im besetzten Europa – und die Judenerfassung wären ohne die Informationstechnologien von ITT und IBM so nicht möglich gewesen.““

Grippewelle
Grippewelle: Achtung, die Grippewelle rollt. Laut Robert-Koch-Institut sind (in dieser Saison 2019/2020) in Deutschland schon über 20.000 Infektionen und schon über 40 Todesfälle nachgewiesen. In der vorherigen Saison gab es über 800 nachgewiesene Todesfälle. Das ist signifikant weniger als 2017/18, als es über 1600 Todesfälle gab, aber auch in diesem Jahr wird uns das Virus nicht verschonen. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 4 Tage. Alle sind aufgerufen sich zu schützen und rechtzeitig den Arzt aufzusuchen. Die Bundesregierung wird allerdings, wie alle die Jahre vorher, trotz der im Augenblick schon über 180.000 nachgewiesen Infizierten, keine Städte oder auch nur Flughäfen schließen. Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich.

Also: Immer Kopf oben behalten, Nase zu und durch.

Rating 4.00 out of 5
[?]

Wir sind… Umweltsünder.

Die USA hat den Krieg erklärt. Nicht offiziell, das machen sie ja fast nie, aber faktisch schon…. Und ich habe es bemerkt, als ich nach den Feiertagen an der Zapfsäule stand, um mit dem Automobil zu Arbeit fahren zu können. Die Preise!!! Die spinnen ja, die Römer!!! Da hilft auch das Anheben der Pendlerpauschale nichts. Das fließt sofort wieder in die Taschen der Öl-Konzerne.

Geht es wieder mal um Öle? Und wer sind die Bösen und wer sind die Guten? – Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt „Gute“ gibt. Öl ist doch inzwischen bei allen Meinungsmachern „böse“.

Die Förderung von Erdöl ist „böse“, der Verbrauch auch. Trotzdem werden neue Pipelines gebaut, fahren Tanker um die Welt und fast alle Fahrzeuge fahren mit Erdölprodukten und sogar der Strom für E-Fahrzeuge wird überwiegend aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewonnen.

Wir sind immer noch im Zeitalter der fossilen Brennstoffe. Und deswegen wird auch um die Beherrschung der Ölquellen gefochten.

Mit dem Kampf um das Öl ist der Konflikt eigentlich schon ausreichend begründet. Aber es steht etwas mehr dahinter. Die USA erreicht ihr Ziel nicht, dass der Iran kleinlaut auf Knien herankriecht und um Gnade winselt. Der Irak wird innerlich zerrissen durch die beiden verfeindeten Lager/Clans/Machtgruppierungen. Und sie dürfen den Konflikt nicht unter sich austragen solange die USA und andere Westliche Mächte (auch die Bundesdeutsche Republik!) mitmischen. Die Türkei will mehr Einfluss in der Gegend, die da „Naher Osten“ genannt wird, haben und die Russen müssen zeigen was in ihnen steckt. Sie dürfen das Gebiet vor ihrer Haustür weder den USA, noch der Möchtergern-Mittelmacht Türkei überlassen. Alle können ein wenig Macht zeigen und ausprobieren, alle können Truppen schulen und Waffen ausprobieren, jeder verdient daran und die Strategen können endlich mal zeigen was sie können. So hat jeder sein Spielchen. Wenn es nicht so ernst wäre. Wenn nicht Tausende darunter leiden würden und andere Tausende daran sterben müssten und andere Tausende deswegen hungern und andere Tausende jahrzehntelang die Folgen zu tragen hätten.

Und wenn nicht auch wir, bundesdeutsche Steuerzahler, dafür zahlen  müssten.

Da findet sich keine Greta, die auf die Straße geht, mit dem Segelboot nach den USA fährt, vor der UNO auftritt, usw.

Vielleicht findet sich ja doch jemand, oder hat sich gefunden. Vielleicht sehen wir es nur nicht in unseren Medien, in unserer „Tagesschau“ und der permanenten Berichterstattung in den Nachrichtensendern, weil die Betreiber der Sender uns das vorenthalten wollen. Sie wollen uns den Protest gegen die Vernichtung von Menschenleben, gegen die Vernichtung von Leben und gegen die Vernichtung von Material, von Energie, von Arbeit nicht zeigen, damit wir nicht auf den dummen Gedanken kommen, da mitzumachen. Vielleicht gibt es diese Proteste gegen die Umweltsünden eines Krieges, dieses Krieges, ja schon.

Nichts, überhaupt nichts, ist schädlicher für Umwelt (und Mensch) als ein Krieg.

Wieviel Ölquellen haben nach dem Kuwait-Krieg monatelang COZwei produziert, in dem sie ausbrannten? Wie viel Abgase verursachen Panzer, Flugzeuge und Fregatten? Wie hoch ist die Feinstaubbelastung nach einem Feuergefecht im „Pulverdampf“? Gibt es eine nennenswerte Wolkenbildung bei der Durchquerung des feindlichen Luftraums durch ballistische Raketen? Erhöht sich die Lärmbelastung an der Hauptstraße wesentlich durch die Explosion von Minen? Ab welcher Anzahl wird das relevant? Was kostet die Herstellung von Panzern?

Unsere Regierung diskutiert gerade die Besteuerung von Luft. Wir wollen die Luft, unsere Luft, nicht besteuert haben! Wir wollen den bedingungslosen Rückzug. Und Sanktionen gegen die Kriegstreiber. Diplomatische Noten an die Botschaften wäre das Mindeste.

Ganzheitlich betrachtet ist der menschengemachte Krieg die größte Umweltsünde. Wir machen uns Gedanken, bekommen Gedanken gemacht, über Abgasbesteuerung. Die Wege des Herrn sind unergründlich. Aber ökologisch betrachtet ist ein Krieg eben nicht „bio“. Darüber sollte man mal nachdenken und auf keinen Fall einen kaufen.

Wer denn auf Nachhaltigkeit bedacht ist sollte den Krieg auch nachhaltig abschaffen.

Rating 4.00 out of 5
[?]

Tags: , ,

Aufruf zur Weihnachtswoche: Haltet eure Taschen zu!

Wo stand es? Die Steuereinnahmen des Bundes haben in den letzten 10 Jahren von rund 500 Milliarden auf jetzt 800 Milliarden Euro zugelegt.

Wo kommt das Steuergeld her? Wem haben sie es aus der Tasche gezogen?

Ich brauche nur in mein Portemonnaie (Geldbörse) zu sehen.

Das Bundesumweltamt hat ein Positionspapier zum Klimaschutz herausgegeben. Allerdings schon im Juni des Jahres und es fand wohl erst jetzt Aufmerksamkeit. Es geht darum, wie die Klimaschutzziele der Regierung der bundesdeutschen Republik im Verkehrssektor bis 2030 erreicht werden können.

Als Maßnahmen schlägt das genannte Bundesamt vor:

  • 70% Elektro-PKW,
  • höhere Steuern auf Kraftstoffe für PKW,
  • Abschaffung der Entfernungspauschale für Pendler,
  • Anreiz für den Kauf von Neufahrzeugen
  • Abschaffung des „Dienstwagenprivilegs“ (also Besteuerung)
  • Tempolimit
  • Förderung des „Umweltverbundes“ = öffentlicher Personenverkehr und Rad- und Fuß-Verkehr,
  • Energiesteuer auf LKWs
  • LKW-Maut
  • Oberleitungs-LKW auf Autobahnen

Wie das mit der Förderung des Öffentlichen Verkehrs (Nah und Fern) aussieht konnten wir in den letzten Jahren beobachten:

  • Stationären Buslinien wurden umgerüstet auf sogenannte „Rufbusse“. Das hört sich gut an, führt aber in der Praxis zur Unterversorgung, weil, wenn der Bus erst gerufen werden muss, dann ist es für den bürgerlichen Nutzer umständlich, für den Betreiber bietet es die Möglichkeit den Bus einfach „im Augenblick, also nicht jetzt frei“ zu haben, sich das also zu sparen.
  • Eisenbahnlinien wurden eingestellt. Regional wurden Schienenstränge einfach entsorgt. Sie brauchen dann nicht mehr betrieben und gewartet zu werden. Das führte nicht zum Umstieg der Fahrgäste auf den Bus, sondern zum Umstieg in das eigene Auto.
  • Fernbahnen waren nie so unzuverlässig wie heute.
  • Die einfache Fahrt im Regionalverkehr gleicht einer Preislotterie.
  • Die Bequemlichkeit der Züge hat nachgelassen, der Zustand der Technik ist zum Teil katastrophal,
  • Zu Stoßzeiten sind die Züge hoffnungslos überfüllt,
  • Und einige Dinge mehr.

Die Tempolimit-Diskussion gibt es seit vielen Jahren. Bisher hat die Lobby die Einführung verhindern können. Das wird wohl auch noch eine Weile so gehen. Die „Freiheit“ des deutschen Autofahrers einzuschränken, das geht ja auch nicht! Dabei verbringt er mehr Zeit im Stau, als dass er sich der Freiheit des Geschwindigkeitsrausches hingeben kann.  

(Das Fahrzeug verbraucht auf 100 Km etwa 7 Liter Diesel bei 120 Km/h (SUV!) – wenn aber  160 Km/h gefahren werden, dann verbraucht das Fahrzeug etwa 9 Liter auf der gleichen Strecke. Das gibt für Staat und Mineralölindustrie rund 20 Prozent höhere Einnahmen. Das ist doch perfekt, für Staat und Industrie. Für den Fahrer nicht, weil sich die Wahrscheinlichkeit von Staus erhöht, wenn einige schneller fahren als andere, die vielleicht sparen wollen.)

Was bleibt dann von den oben vorgeschlagenen und angestrebten Maßnahmen? – Es bleiben die, die dem arbeitenden Bürger Geld kosten. Dabei kann er die Entscheidung nicht einmal selbst treffen, ob er der Umwelt zuliebe seine Gewohnheiten umstellt. Auf das Pendeln zwischen Arbeitsstelle und Heim wird er nicht verzichten können.

Es werden die Pendler-Pauschalen gestrichen, die Kraftstoff-Steuer wird erhöht. Der Bürger wird gezwungen ein neues Auto zu kaufen, obwohl er sich das nicht leisten kann und umstritten ist, ob es der Umwelt wirklich nutzt, wenn Energie in die Produktion eines neuen Fahrzeugs fließt.

Auch die LKW-Maut wird der Bürger tragen müssen, denn diese wird sich in höheren Preisen im Supermarkt wiederfinden.

Wenn die Umwelt gefährdet ist und das ist sie wohl schon immer durch die Tätigkeit des Menschen, dann sollte Mann/Frau auch mal überlegen, welche der Gefährdungen wir uns in Zukunft leisten können und wollen.

Es ist wohl wahr, dass es ein überdurchschnittlich hohes Artensterben gibt durch den Einfluss des Menschen; es ist auch wahr, dass es durch die Begradigung von Flüssen, durch die Vertiefung von Fahrrinnen, durch die Versieglung von Flächen, mehr Überschwemmungen gibt. Auch die Verschmutzung der Meere, der Böden und der Luft ist ein Fakt, der nicht zu leugnen ist.

Was davon, und von den anderen Gefährdungen, wollen wir uns in Zukunft noch leisten? Mit dem „wir“ meine ich auch „wir“, denn wir alle werden darunter leiden. Wir vergiften uns mit dem medikamentenverseuchten, chemikalienversetzten, plastehaltigem Wasser, unsere Häuser werden überschwemmt und weggerissen von Sturzfluten oder Erdrutschen, wir müssen den Lärm in den Städten, an den Flughäfen und Autobahnen ertragen und es macht uns krank, wie auch die kurzwellige Strahlung für die mobile und „smarte“ Telefonie. Der Müll droht uns zu überschwemmen, Krankenhauskeime bringen Menschen um, der Konsum von digitalen Medien macht unsere Seele krank und vergiftet unser Gehirn, und so weiter. Wir haben eine ganze Menge Probleme.

Einige davon können wir an die „dritte Welt“ abschieben. Von dort kommen sie aber in Form von Wirtschafts- und Elendsflüchtlingen zu uns zurück.

Einige, die Großaktionäre, die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte, die können sich zurückziehen auf ihre Jachten im Mittelmeer, auf ihre Ressorts in der Karibik, in ihre schallisolierten und klimatisierten Stadtvillen und hinter die Scheiben ihrer Limousinen. Aber das werden sie auch müssen, denn die Luft draußen wird heißer für die Schmarotzer und Verhinderer. Längst haben die Leute auf der Straße eine Ahnung davon, wer verhindert, ein wenig Vernunft einziehen zu lassen in das Wirtschaften der Menschen.

Die anderen werden die schmutzige Luft atmen, das verseuchte Wasser trinken, sich von dem Verzehr industrieller Nahrungsmittel krank machen lassen und sich durch „smarte“ Geräte ihre Lebenszeit verbrauchen lassen. So wird es sein, wenn nicht radikales geschieht.

Freiwillig und durch Bitten und Apelle werden sich die Aktionäre und ihre Lobbyisten, einschließlich aller Politiker, nicht dazu hinreißen lassen, darüber nachzudenken, wie die Wirtschaft, unsere ganze Politik und Kultur umzustellen wäre, um das Leben der Menschheit auf diesem Planeten noch einige Jahrhunderte zu erhalten. Das Leben für alle Menschen auf dem Planeten lebenswerter zu machen, darüber können wir nachher sprechen.

Es wird also so bleiben, wie es ist. Haltet die Geldbeutel fest und die Taschen zu. Sie ziehen den letzten Cent und versenken stattdessen Lügen.

Ich sehen eine, eine einzige Möglichkeit: Die Demokratie muss zu dem gemacht werden, was sie verspricht – alle Menschen müssen an den Entscheidungen, die uns alle betreffen, teilnehmen. Und, wir leben in einer Zeit, in der uns die Technik zur Verfügung steht, eine solche Demokratie zu leben.

Rating 4.00 out of 5
[?]

Tags: , , ,