Hindukusch und Corona

Streichholz 24.2.2021

Die Demokratie wird am Hindukusch verteidigt.

Der Bundestag tagt.  Es wird dieses Mal nicht vom Gesundheitsminister entschieden, aber es wird entschieden. Die Mission, das Mandat, die humanitären Maßnahmen, das Wiederaufbauprogramm, also kurz: Der Krieg geht weiter.

Vornevertedigung am Hindukusch, einer hat es mal ausgesprochen und dann musste er gehen, seinen Posten verlassen.

Grüne und SPD stimmten 2001 für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Wer den Einsatz von Soldaten in Waffen, für was auch immer, „humanitär“ nennt, ist entweder verbrecherisch naiv oder einfach verbrecherisch.

Schon hier zeigt sich der Charakter der Parteienführungen, der Berufspolitiker in den beiden Parteien, die für sich in Anspruch nehmen „links“ zu sein. Es sind Kriegs-Politiker.

In diesem Land, in dem Deutschland keinen Krieg führt, sind nach unterschiedlichen Zählungen zwischen 26 und 59 Deutsche gestorben. Das ist nicht mehr als im Urlaubsland Thailand im gleichen Zeitraum. Am Hindukusch waren es allerdings Soldaten in Thailand, meist Urlauber.

Die toten Afghanen hat mir noch keiner vorgezählt. Es gibt über 55000 Tote dort, die auf Corona zurückgeführt werden. Für den nicht erklärten Krieg finden sich keine Zahlen.

Die deutschen Politiker zieht es auch nach Mali, nach Schwarzafrika. Die Kolonien haben sie lange verloren. Jetzt dürfen sie sie bei den Franzosen ein wenig mitspielen. Aber für den Aktionär spielt es keine Rolle, ob der Politiker, der seine Interessen in der ehemaligen französischen Kolonie vertritt, die deutsche, die englische oder die französische Sprache benutzt. Auch die Sprache der bezahlten und bewaffneten Handlanger ist dem Aktionär und dem Politiker so ziemlich gleich. Die Toten Afrikaner werden nicht gezählt.

Sie sind beschäftigt mit der Unsicherheit

Vielleicht muss das so sein. Vielleicht soll es den totalen Kollaps geben. Den Schauspielern wird verboten, ihre Welt darzustellen, den Musikern wird verboten, die Massen zu erheitern, den Lehrern wird verboten, den Kindern das kleine Einmaleins beizubringen. Wozu sollen sie lesen, wenn sie doch nur Kreuzchen machen müssen hinter dem richtigen Parteisymbol? Und allen wird die Seele genommen und das Gefühl und das menschliche Miteinander.

Der von Menschen befreite Markusplatz atmet auf und ist in seiner wahren architektonischen Größe zu sehen. Seltsam, fast wie Ruinen muten die Hotelburgen an Spaniens Sonnenküste an, Ruhe strömt über die Hänge der Alpen.

Das haben wir getauscht.

Das ist der Preis für saubere Luft: Bettelnde Musiker, stressübervorderte Eltern, Analphabeten, gefühlskalte Sozialarbeiter, die vorher eine Gaststätte führten, Handwerkerkinder, die keine Ausbildung finden, Puppenspieler, die ihre Figuren öffentlich verkaufen, Ausstellungen, die nur vom Reinigungspersonal besucht wird, oder nicht einmal dass, weil diese schon entlassen sind.

Sterne reisen immer weiter ins All. Die Welt dreht weiter. Sie kümmert sich nicht um uns. Nicht um den Dreizehnjährigen am Ufer des Mali-Flusses mit dem G8 über der Schulter, nicht um den Arzt, der mit der Maske über Nase und Mund am Donauufer sitzt. Sie müssen es selbst tun. Oder es muss ihnen jemand sagen: Wirf das Gewehr weg, Du brauchst es nicht um glücklich zu sein! Nimmt die Maske ab, damit die Menschen Dir in das Gesicht sehen können, in Dein Lächeln, mit dem Du die Patienten heilst.

Julius Turm

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Totale

Entwicklung ist nicht Wachstum

Die Anzahl der Waren und Dienstleistung und auch der Umfang dieser, wachsen ständig. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht ständiges Wachstum. Es ist ein Vorteil für die Nutznießer des Wirtschaftens, es ist ein Vorteil für die Menschheit, es scheint alles glatt zu laufen und zu jedem Vorteil der Menschen. Scheinbar wollen wir es auch alle, weil es uns anscheinend immer bessere und mehr materielle Güter und Dienstbarkeiten zukommen läßt, die unser Leben dem Anscheinnach schöner machen.

Es ist gut, wenn genug Nahrungsmittel produziert werden können und genug vorhanden sind, soviel, dass wir es uns leisten können, solche zu vernichten, die noch verwertbar wären (Dass gleichzeitig Millionen Menschen hungern, das lassen wir mal außen vor. Diese Hungernden und Verhungernden könnte die kapitalistische Landwirtschaft auch ernähren, wir sind überzeugt davon und es ist auch ein Fakt, dass es der kapitalistischen Landwirtschaft gelingen würde.).

Es ist gut, wenn wir jederzeit jedes Ding, was unser Leben leichter macht oder machen könnte, erwerben können. Und wir sind gegen die Unbilden der Natur geschützt, wir haben Spaß am Dasein und müssen uns um unsere Gesundheit und die unserer Kinder immer weniger Sorgen machen (Ist das so?).

Gleichzeitig ist dieses Wachstum, dieses ständige Verbessern und das ständige Erweitern des Angebots ein Muss für die Teilnehmer an der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Das will ich kurz, also nicht ausführlich begründen. Wer mehr Begründung will, der muss sich mit den Wissenschaftlern beschäftigen, zum Beispiel mit Marx.

Also zur kurzen Begründung: Jeder der als Kapitalist (Das ist keine Anklage, es bezeichnet lediglich die Art des Wirtschaftens) am Markt bestehen will, muss sich gegen seine Mitbewerber / Konkurrenten behaupten. Er muss schneller, billiger, neuer oder anderweitig in der Lage sein, seine Konkurrenten auszustechen, sonst tun sie es mit ihm. Das ist kein böser Wille, sondern erforderlich, um seine eigenen Produkte an den Markt zu bringen und präsent zu bleiben. Selbst wenn eine weitgehende Marktbereinigung stattgefunden hat und nur wenige Groß-Konkurrenten den Markt unter sich aufgeteilt haben, hört dieser Zwang nicht auf. Denn schneller und billiger zu werden bedeutet auch, dass die Gewinne immer geringer werden, weil der Kreislauf des Geldes, die Beziehung zwischen Geldaufwand (Kredit), Produktionsaufwand (Gehälter u.a.) und Erlös sich angleichen. Ohne die Differenz zwischen Aufwand und Erlös aber macht die Produktion für den Unternehmer keinen Sinn, denn er lebt ja von der Differenz.

Der Zwang zum Wachstum ist also auch ein Fluch, der über jedem Unternehmer schwebt.

Auch ist ein Zwang zur Entwicklung vorhanden. Der Produzent muss mit Neuerungen auf den Mark kommen. Es sichert ihm Vorteile gegenüber den Konkurrenten, aber es sichert auch bei Marksättigung (genug Produkte mit einer bestimmten Eigenschaft sind am Markt vorhanden) den weiteren Absatz von Produkten mit neuen Eigenschaften ab und somit die Fortsetzung der Produktion und das Bestehen des Betriebes.

Entwicklung und Wachstum sind also nicht wegzudenkende Eigenschaften des kapitalistischen Wirtschaftens. Das scheint ein Segen für die Menschheit zu sein, denn der Mensch ist ja Nutznießer dieser Eigenschaften. Bis zu einem gewissen Punkt. An irgendeiner Stelle in diesem ewigen Ringen um bessere Produkte kommen die Unternehmer an die Grenzen des Sinnvollen. Wer braucht beleuchtete Kinderschuhe? Wer braucht ein Zweit-Handy? Und in welchem Verhältnis steht der Zugewinn an Lebensqualität(!) zu dem Aufwand (der dann weder aus Geldsicht noch aus Sicht der verbrauchten Ressourcen, zu bezahlen ist)?

Die große Pause

Die ehemalige Arbeiterklasse ist gespalten. Sie war gespalten. Sie bestand aus Arbeitern und Arbeiterinnen. Jetzt ist sie wieder zusammengeführt zur ArbeiterInnnenklasse.

NullCovid oder ZeroCowid oder #ZeroCovid ist die Initiative, die scheinbar von LINKS ausgeht und auch die Betriebe, Fabriken, Schulen und Büros schließen will und die Aufsicht über den totalen Shutdown an die ArbeiterInnen übergeben will. Es geht um die ABSOLUTE Stilllegung, um TOTALES Runterfahren aller Aktivitäten.

Im Radio wird heute früh der Aufruf gestartet, sich als COVID-Impf-Helfer zu melden.

Wie weit muss der Verstand gelitten haben, wie weit muss das Geschwür der Dummheit sich schon vorgearbeitet haben, wie weit muss das Wissen aus den Köpfen schon ausgeblasen worden sein durch Xbox-Ballerspiele und „Hartz aber herzlich“ und Seifenschmierentheater??

Null, total, absolut, das ist schon mitten drin ein einer absoluten Welt, in einer Welt der Diktatur, des Faschismus! Und es ist die scheinbar linke Bewegung, die dem noch Vorschub gibt. Die Säuberung des Reichstages von der Opposition geschah noch gegen Widerstand in der politischen Welt. Die Säuberung des Bundestages von der Opposition scheint schon vollzogen. Jedenfalls sind es nicht die linken Kräfte, die da in der Gegenwehr sind.

Seht euch um: Die Gesichter sind verschwunden, das Lächeln, die Menschen weichen sich aus, scheuen jede Berührung, sehen sich nicht mehr in die Augen, Tanz, Sport und Spiel sind verboten, fröhliche Kinder nur noch hinter verschlossenen Türen, arbeiten erlaubt, für den Sieg, Alte gehören weggesperrt, sind überflüssige Fresser, Freiheit ist Schweigen, Kritik ist leugnen, Null ist Alles, die Grenzen werden geschlossen, jeder ist Niemand, die Impf-Helfer wachen über die Volksgesundheit, die Uniformen sorgen für Jeden. Seht euch nicht um.

Es ist an der Zeit die Betriebe nicht mehr zu betreten, ja. Bleibt vor dem Tor stehen. Atmet die frische Luft, zeigt eure Gesichter! Natürlich mit Abstand.

Ende des Wachstums

Irgendwann geht es mit dem Wachstum nicht mehr weiter. Es lassen sich nicht noch mehr Gegenstände produzieren, weil sie sich nicht mehr verkaufen lassen. Auch die Eigenschaften lassen sich nicht mehr mehren, weil niemand einen sprechenden Stuhl braucht oder leuchtende Schuhe. Mal abgesehen davon, dass jeder Mensch nur begrenzte Lebenszeit und Aufnahmefähigkeit besitzt und nicht zwei Handys, ein Tablett und zwei Kinder gleichzeitig bedienen kann.

Dann ist ein Punkt gekommen, an dem sich der Unternehmer etwas neues einfallen lassen muss.

Klaus Kleiner

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Diktatur braucht einen Diktator


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Jede vernünftige Diktatur hatte seinen Diktator. Als waschechtem Deutschen fällt uns natürlich sofort Franko ein. Dabei hatten wir selbst einen guten, also einen, der gut zum Diktator taugte. Der Adolf ist als Diktator nicht zu verachten, der hatte es drauf. Diktatoren gibt es einige. Sie haben einen knackigen einprägsamen Namen (Ausser Mussolini, aber der ist ja Italiener und kann sich das leisten), können knackige Reden halten, greifen bei ihrer Anhängerschaft knackig durch und brauchen eine Wirtschaftselite und politische Freunde, die sie nach oben putschen oder intrigieren, an die Spitze eines Staates. Vielleicht brauchen sie auch ein bisschen Volk, über das sie herrschen und das sie zum Stillhalten zwingen können.

Wenn sie dann oben sind, dann müssen Diktatoren genau so skrupellos gegenüber jeder menschlichen Empfindung, selbst der eigenen, durchgreifen gegen jedermann, um eigene Vorstellungen und die Vorstellungen der  Elite und der Freunde ( siehe oben) vollendet durchzusetzen.

Pinochet in Chile zum Beispiel hatte die eigenen Wirtschaftseliten  und die der USA hinter sich und die CIA und die gutbürgerlichen Parteien im eigenen Land und anderer Länder. Menschrechtsverletzungen waren für ihn gar kein Problem. Zu tausenden hat er Landsleute umbringen lassen.  Aber nur als Abschreckung und wenn sie nicht gehorchten. Und für seine Freunde, die US-amerikanische Wirtschaftler hat er flux den Zoll gesenkt und einige Sachen zurückprivatisiert.

Einige afrikanische Diktatoren haben vorrangig in die eigene Tasche gewirtschaftet. Sie haben die Ressourcen des Landes an die westlichen Wirtschaftsgesellschaften verscherbelt und haben sich und ihren Vasallen und  Mitläufern Gutes getan.

Manche Diktaturen sollen ja ohne Diktator auskommen. Als erste Beste fällt uns da die Diktatur des Proletariats ein. Obwohl ja Stalin oft und gerne als Diktator benannt wird, käme doch kaum jemand auf die Idee den Herrn Ulbricht oder auch Herrn Honecker als Diktatoren hinzustellen.  Eventuell kann man sie als Despoten benennen. Obwohl ich dazu neige, die Herrschaftsform in seiner späten Zeit eher als Autokratie zu bezeichnen. Sie haben auch mehr für das Volk getan als für sich selbst oder die Wirtschaftsbosse, die es nicht gab.  Also, die Diktatur des Proletariats scheint keine echte, gute Diktatur zu sein.

Jede gute Diktatur braucht einen Diktator.  Wenn ich mich so im Bundesdeutschen Land umsehe, dann fällt mir keiner auf, der ein guter Diktator werden könnte. Und die Coronaidioten, Coronaleugner, Querdenker und die anderen Chaoten, Anarchisten und Mehrdenker, sprechen von der Diktatur, die ja inzwischen in Deutschland herrschen soll. Als Beweis bringen sie das Gesetz zur Zwangseinweisung von Behinderten in staatliche Pflegeeinrichtungen vor, welches der Span vorbereitet.  Sie sprechen von Lager und Absonderung und Euternasie. Sie meinen damit den Aufbau einer Diktatur in Deutschland beweisen zu können. Hilfsweise führen sie die Gleichschaltung der Medien an und die Unterdrückung Andersdenkender, bis zur Wegsperrung oder die Vorbereitung für Lager für sogenannte Impfgegner.

Alles Quatsch. Eine vernünftige Diktatur braucht einen ordentlichen Diktator. Woher aber nehmen?

Niemand wird doch ernsthaft behaupten, ein Spahn eigne sich zum Diktator? Oder ein Merz, diese dürre Gestalt?  Spahn kann zwar reden, aber vom Hocker reißen kann seine Rede nicht. Merz hätte das richtige Redeformat, aber er hat nicht die richtigen Anhänger aus der Wirtschaft. Die Merkeline hat ja wohl ausgedient. Herzhafte Reden, und Aussprüche, wie „Wollt Ihr den totalen Lockdown?!“ kann von ihr nicht erwartete werden. Und Altmaier? Ich bitt‘ Sie!

Es gibt also keinen ordentlichen Diktator. Oder er wird noch irgendwo versteckt. Auch kam mir Söder mal so in die Gedanken. Könnte ja sein. Der hat jedenfalls irgendwie einen Hang dazu. Auf der anderen Seite: Sechzehn Bundesländer, alle mit einer politischen Elite versehen, alle haben andere Freunde, politische und wirtschaftliche. Während die einen mehr in Richtung Rüstung gehen, die anderen mehr in Richtung Pharmaka oder Automobil, sind die nächsten mehr amerikanisch eingestellt. Da wird es keine Einigung geben, Jede will was anderes, wie soll da ein gesamtheitlicher Diktator gefunden werden?

Und wenn kein Diktator, dann keine Diktatur. Wir können aufatmen. So was kommt bei uns nicht. Nie mehr.

Euer Pite Panik

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Freunde! Römer! Landsleute!Freunde:innen! Römer:innen! Landsleute:innen!

Damit wir uns richtig verstehen: Ich bin nicht dafür ein neues Großdeutsches Reich zu errichten, ich bin auch nicht der Meinung, dass wir die deutschen Interessen in Afghanistan oder in Mali oder im Golf von Hormus verteidigen müssen!

Das sei klargestellt, und auch das »Dem Deutschen Volke« wenig gedient ist, wenn Namibia wieder als deutsche Kolonie zählt.

Aber warum nicht die deutsche Sprache verbreiten? Warum nicht ein Stückchen deutsche Kultur in die Welt bringen?

Nach dem der »Brexit« jetzt vollzogen ist, gibt es keinen Grund mehr in der europäischen Wirtschaftsunion (EU) die englische Sprache in irgendeiner Weise zu bevorzugen. Da wird französisch gesprochen, portugiesisch und polnisch. Warum nicht auch deutsch? Warum redet die Frau vdL bis vor kurzem dem Rat vorsitzend, in englischer Sprache? Weil sie es gut kann und damit angeben will?  Weil es jeder im Saal versteht? – Wenn es jeder verstehen würde, warum wird es dann noch in die Landessprachen übersetzt? „Die Amtssprachen der Europäischen Union sind Bulgarisch, Kroatisch, Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Estnisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Ungarisch, Italienisch, Irisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch und Schwedisch.“

Kürzlich wurde in einem Kreuzworträtsel nach einem osteuropäischen Land gefragt. Die Lösung lautete »Ukraine«. Das gibt doch Anlass zur Hoffnung, wenn jetzt Europa in seinen eigentlichen Grenzen bis zum Ural gedacht wird.

Warum also soll in der Europäischen Union nicht auch deutsch gesprochen werden, über die Ländergrenzen hinaus und warum sollen wir die Handelsbeziehungen, die Arbeitsbeziehungen und die kulturellen Beziehungen nicht auch in deutscher Sprache bewältigen können?

Ich jedenfalls bin dafür.

Die DDR hat es seinerzeit schlauer angestellt und selbstbewusster. In der demokratischen deutschen Republik wurden etliche tausend Afrikaner, Asiaten und Amerikaner (bitte daran denken, dass es auch Süd- und Mittel-Amerikaner gibt!) ausgebildet und nach erfolgter Ausbildung in die Länder zurückgeschickt. Sie hatten neben dem Beruf, mit dem sie das Heimatland aufbauten, und die Wirtschaft, auch Deutsch gelernt und heute noch kann man als Deutscher in diese Länder fahren und sich dort in der deutschen Muttersprache verständigen, zum Beispiel über die Reparatur von Traktoren oder LKWs.

Da macht es Sinn, die Kultur zu verbreiten, Fremdsprachen zu erlernen und auch Lieder in fremdländischen Sprachen zu singen.

Natürlich ist die englische Sprache über die letzten hundert Jahre zu einer wichtigen Verkehrssprache zwischen den Völkern geworden. Es ist ein einfacher, wenn alle sich auf eine sprachliche Schnittstelle einigen, um sich zu verständigen. Das englische Empire mit seinen weltweiten Kolonien hat den Grundstein dafür gelegt. Die Besetzung Westdeutschlands durch amerikanische Truppen und die Dominanz der US-amerikanischen Wirtschaft in der Welt und letztlich die Führung in militärischen Fragen in der »westlichen« Welt, samt der ständig geführten Kriege und der folgenden Besatzung, haben der englische-amerikanischen Sprache dazu verholfen überall als Sprache der Diplomatie (Haha) und des Wirtschaftsverkehrs anerkannt zu sein.

Das Deutsche, einst auch eine international anerkannte Sprache, ist erst durch die Vereinnahmung der Kultur durch angloamerikanische Einflüsse, leider auch direkt in Deutschland, zur Unkulturprache dekradiert worden.

Neuerdings soll diese Gender-Geschichte in den Duden. Was ist der „Duden“? Vielleicht muss es der Generation, die alles Geschriebene nur noch mit der „Selbstkorrektur“- Funktion von Windus und anden künstlich inellegenten Schreibhilfen kenntem, erst erklären, dass es den „Duden“ gibt, der sich seit einiger Zeit (ab 1880) zum Quasi-Standard der deutschen Rechtschreibung und Grammatik entwickelt hat. Mit dieser Rechtschreibung und dieser Grammatik wurden Millionen von Schülern über Jahrzehnte gequält. Einige mit Erfolg, andere haben lieber „Theater“ als Leistungsfach gewählt.

Egal. Jedenfalls hat „Der Duden“ die „gendersensible Sprache“ entdeckt und meint nicht daran vorbeizukommen und diesen gesellschaftspolitische Modernismus in die Deutsche Sprache einpflegen zu müssen. „Gender“ ist ein Substantiv, welches aus dem englischen Sprachraum kommt und aus dem Lateinischen stammt. Der Begriff bezeichnet das soziale Geschlecht. Das meint, im Gegensatz zum biologischen Geschlecht, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

In der deutschen Sprache wird eine Unterscheidung gemacht zwischen biologischem Geschlecht (sex) und der Zugehörigkeit zu einer Gruppe. So werden unter dem Begriff „Fleischer“ alle Personen zusammengefasst und un-diskriminiert angesprochen, die den Beruf oder die Tätigkeit eines Fleischers ausüben. Das war und ist normale deutsche Sprache. Natürlich üben auch Frauen den Beruf aus. Wenn sie als Einzelperson angesprochen werden, so wird die den Beruf eines Fleischers ausübende Frau durchaus als Fleischerin angesprochen. Der Mann wird, einzeln erwischt, weiterhin als Fleischer angesprochen und er verlangt nicht die Heraushebung seines Geschlechts (sex, biologisches Geschlecht). Gleiches geschieht mit allen Berufs oder sozialen Gruppen. Eine Diskriminierung einer Person, auch der Frauen spielte lange Zeit keine Rolle. Bis die Geschlechter (die biologischen) und die Geschlechter (die psychologischen) neu geordnet wurden.

Angeblich fühlten sich ja die Frauen in den Reden und Schriften durch ihre Nichtnennung, oder Nicht-Ansprache (Nur Politiker, und keine Politikerinnen) zurückgesetzt. Angeblich hat die Feministische Bewegung Jahrhunderte lang darum gekämpft endlich auch geschlechtlich anerkannt zu werden.Aber wie oben schon gesagt: Eigentlich sprach die deutsche Sprache immer beide (biologische) Geschlechter gleichermaßen an, weil der Begriff „Politiker“ keinem (biologischem) Geschlecht zugeordnet war, solange nicht jemand persönlich angesprochen wurde.

Die Kritiker dieser Verfahrensweise haben entweder einen schlechten Deutschlehrer (soziale Kategorie) gehabt oder sie haben „Theater“ als Wahlfach gewählt oder sie haben sich einfach von der anglo-amerikanischen Kulturwelle überrollen lassen.

Neuerdings versuchen Redner, auch Radio und Fernsehmoderatoren den „Gender *“ (Stern) oder „Gender :“ auch zu sprechen. Das ist doch Satire, die ein Satiriker kaum noch überbieten kann! Weiter so!

Die tatsächliche Diskriminierung der Frau (schlechter bezahlt oder „gender gap“) hat ihre Ursache in ihrer  Rolle als billige Zusatzarbeitskraft in der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Wenn die Frauen Gleichberechtigung wollen, dann wollen sie vor allem in der Wirtschaft Gleichberechtigung, nämlich gleiche Bezahlung für gleiche Leistung. Dann sollten sie auch dort, in der Wirtschaft, dafür kämpfen und nicht in politischen Sonntags-Talk-Shows.

Wenn „Der Duden“ demnächst auch noch darüber nachdenkt, die anderen Geschlechter (M/W/D) in der geschriebenen Sprache unterzubringen, dann geht der Rest der Welt, zumindest der deutschen Sprachwelt, auch noch unter.

In diesem Sinne: ob BI, HETERO, NEUTRO oder TRANS, bleibt aufrecht!

Euer Julius Turm

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Keine Panik! Aber… es wird Zeit einiges zu überdenken

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Neben anderen Unannehmlichkeiten zum diesjährigen Fest des Friedens und der Familie kommt  eine Sache, die mich aufregt und die mich inzwischen hindert, den Nachrichten und den Berichten und Ankündigungen ordentlich zu folgen. Jeder fast jeder Sprecher im Radio und im Fernsehen verwendet die Wortgruppen  „an Weihnachten“ und „an Silvester“.  Und das ist deutschsprachlich falsch.

Zur Überprüfung, ob vielleicht ich falsch liege und einer Einbildung folge, gehe ich ins WWWeb und probiere folgende Sätze mit der angebotenen maschinellen Übersetzung aus:

„Wir besuchen sehr gerne unseren Opa zu Weihnachten. Wir würden ihn auch an den Osterfeiertagen besuchen wollen.“  Mit einem gängigen Übersetzungsautomaten (Deepl®)  im Internet übertragen lauten die Sätze im Englischen:

We love to visit our grandpa at Christmas. We would also want to visit him on the Easter holidays.“ (englisch US/GB)

Und die maschinelle Rückübersetzung aus dem Englischen ins Deutsche: „Wir lieben es, unseren Opa an Weihnachten zu besuchen. Auch an den Osterfeiertagen würden wir ihn gerne besuchen.“

Da haben wir den Salat : … an Weihnachten“!

Ich versuche es mit dem Google ®-Übersetzer; heraus kommt:  „We love to visit our grandpa for Christmas. We would want to visit him on the Easter holidays too.” Die Rückübersetzung lautet:  „Wir lieben es, unseren Opa zu Weihnachten zu besuchen. Wir würden ihn auch in den Osterferien besuchen wollen.“

Und das macht diese Übersetzungsmaschine recht gut. Ich bin halbwegs zufrieden. Die Umwandlung von „Feiertage“ in „Ferien“ muss ich hinnehmen, da die Engländer da wohl nur einen einfachen Begriff für die im Deutschen unterscheidbaren „Ferien“ und „Feiertage“ haben.

 Warum bekommen das unsere offiziellen, halboffiziellen und kommerziellen Nachrichtensprecher, Moderatoren und andere Meister des gesprochenen Wortes und ihre Schreiberlinge nicht genau so auf die Reihe? Und wenn ich auf die offiziellen Seiten des Landes und seines Ministeriums sehen, dann drohen mir die Maßnahmen an: „Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr“. Mal abgesehen davon, dass mir niemand das im Grundgesetz zugesicherte Versammlungsrecht streitig machen darf – es ist grammatikalisch einfach falsch! Es muss heißen: „Versammlungen sind zu Silvester und zu jedem anderen Zeitpunkt, zu Weihnachten, zu Ostern und auch in den Pfingstferien erlaubt.“

Warum wird das Deutsch und die deutsche Sprach so verhunzt? Wenn die Bayern ihren Dialekt sprechen, mögen sie Worte benutzen, die in Berlin und im Friesenland unbekannt sind. Wir lassen den Berlinern ihre grammatikalischen Eigenheiten und den Köllnern ihr Köllsch. Aber das offizielle, das Hochdeutsch, das, was wir aus dem alten guten Duden kennen, das muss Bestand und Gültigkeit haben. Selbst die Schweizer und die Österreicher versuchen sich daran zu halten.

Ich bin weder Lehrer, noch will ich jemanden belehren. Das steht mir nicht zu. Dazu mache ich selbst zu viele Fehler. Aber die Medien und auch die Schreiber der offiziellen Stellen des Bundes und des Landes haben eine Verpflichtung gegenüber der Sprache. Schon weil die Sprache ein zentraler Bestandteil unserer Kultur ist. 

Woher kommt es? Sehen wir uns um. Im Osten Deutschlands sind viele der Führungspositionen, der Lehrerstellen im Hochschulwesen, der Regierungsämter und so weiter, mit Westdeutschen besetzt. Im Westen Deutschlands war das schon immer so.

Wo und durch wen wurden diese Damen und Herren in Sprache und Kultur gebildet? Antwort: Wer etwas auf sich hält, der hat ein oder mehrere Semester an englischen, besser noch an amerikanischen Hochschulen studiert. Die Lehrbücher sind sowieso aus dem Englischen übersetzt und die Denkweise, die Sprache, die gesamte Kultur der Amerikaner ist durch diese Umstände in die Hirne der Eliten eingetrichtert worden.

Das hat seinen Sinn. Das hatte seinen Sinn. Die Kultur der Deutschen war nach dem zweiten Weltkrieg zu etwas Schmutzigen geworden. Ja, sie hatten bewiesen, dass es im tausendjährigen Reich gar keine Kultur gab!

Das  kam den Amerikanern gerade richtig. Sie konnten somit durch den Marshall-Plan die deutsche Wirtschaft übernehmen und nebenbei auch ihre Kultur den (West-) Deutschen überstülpen. Im Nahmen des kalten Krieges. Aber: Kultur bringt auch Geld. Filme und Bücher in deutschen Buchläden, Helloween und Valentinstag, „black Friday“, englischsprachige Musik, das alles spielt Geld in die Kassen der „Kultur“bringer.

Irgendwann sollten wir uns aber wieder auf (hier alles nur Beispiele!) die Humanisten Hutten Melanchton und Humbolt, auf die Philosophen Hegel und Marx, die Dichter Goethe und Arnim, die Komponisten Schumann und Wagner berufen. Sonst erkennen wir eines Tages die Erde wieder als Scheibe an, so wie es in Nordamerika wieder diskutabel geworden ist.

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Die Welt steht auf dem Kopf. In Frankreich setzt sich Le Pen für die Freiheit und die Grundrechte ein. Die demokratische Regierung will die Menschenrechte verbiegen und über Umwege eine Impfung durchsetzen. 50% sollen in Frankreich gegen die eigene Impfung sein.

In Brasilien ist es der neoliberale Präsident Bolsonaro, der sich gegen eine de facto Impfpflicht in Brasilien stellt.

Was soll man davon halten?

Auch unsere Regierung will die Impfpflicht und die Äußerungen sind bekannt. Vielleicht kippt ja ein Gericht die Pflicht, aber sie werden sich durchsetzen. Alle die keinen „Grünen Ausweis“ haben, werden von den Plätzen verwiesen, nicht in Bahnen befördert oder die Einweisung in eine Altenheim verweigert. Ist das anders, als: Alle die einen gelben Stern tragen werden in Lager eingewiesen?? Natürlich nur zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz der Allgemeinheit.

Wir sind also schon wieder an dieser Stelle angelangt: Die Bevölkerung wird in viele Gruppen eingeteilt, die Gruppen werden gegeneinander aufgehetzt, einige werden ganz ausgegrenzt, die sind dann Freiwild.

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Für mich erschreckend ist die Tatsache, dass auch die ganz linken Parteien und ihre medienwirksamen Vertreter den Gang der Geschichte anscheinend nicht begriffen  haben. Der gesundheitspolitische Sprecher der LINKE-Partei spricht sich für das tragen der Gesichtsmaske aus und für einen stärkeren „Lockdown“. Die MLPD verhält sich ebenfalls konform zur Corona-Politik der Bundesregierung.

Mittlerweile sollte auch der Letzte begriffen haben, wie mit der „Pandemie“ Politik gegen die Demokratie gemacht wird. Die normalen Gesichtsmasken schaden mehr, als sie helfen können. Die Übersterblichkeit ist praktisch nicht vorhanden. Die Infizierten-Zahlen sind tägliche Panikmache. Es gibt eine Krankheit, das will ich gar nicht leugnen. Aber die Auswirkungen auf Gesundheit und Leben sind nicht signifikant. – Jedenfalls nicht mehr als in den Grippejahren vorher. Wer die Zahlen lesen kann und wer sich breit informieren kann und wer dann noch in der Lage ist, Zusammenhänge herzustellen- von Politikern sollte dies verlangt werden können-wird die Panikmache erkennen und auch die Gründe dafür. Tip: Ein Treiber ist ein narzistischer Minister. Noch einen Tip: Impfen bringt Geld in einige Kassen. Einen hab ich noch: Das Tragen der Masken macht alle zu gesichtslosen Untertanen.

Dabei wäre es doch eine verdammt gute Idee sich hier mit Strategie und Wissen, mit Wahrheit und Perspektiven endlich mal als Aktivist für eine neue Welt in Szene zu setzen! Die Menschen warten doch darauf. Die Menschen in unserem Land wollen nicht dauernd Panik und Angst, sie wollen Gewissheit, Zukunft und Stabilität. Und sie wollen auch mehr Gerechtigkeit, mehr Demokratie und Perspektiven für sich und ihre Kinder.

Will die „linke“ Seite der Gesellschaft erst wieder warten, bis sich aus der „rechten“ Ecke ein starker Mann, wie Span, (haha) anbietet, der die Geschäfte übernimmt und die Volksgemeinschaft in den totalen Krieg, äh, Lockdown treibt? Aber eigentlich sind wir ja schon da. Armes Deutschland. Arme Welt.

Euer Julius Turm.

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