Keine Panik! Aber… es wird Zeit einiges zu überdenken

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Neben anderen Unannehmlichkeiten zum diesjährigen Fest des Friedens und der Familie kommt  eine Sache, die mich aufregt und die mich inzwischen hindert, den Nachrichten und den Berichten und Ankündigungen ordentlich zu folgen. Jeder fast jeder Sprecher im Radio und im Fernsehen verwendet die Wortgruppen  „an Weihnachten“ und „an Silvester“.  Und das ist deutschsprachlich falsch.

Zur Überprüfung, ob vielleicht ich falsch liege und einer Einbildung folge, gehe ich ins WWWeb und probiere folgende Sätze mit der angebotenen maschinellen Übersetzung aus:

„Wir besuchen sehr gerne unseren Opa zu Weihnachten. Wir würden ihn auch an den Osterfeiertagen besuchen wollen.“  Mit einem gängigen Übersetzungsautomaten (Deepl®)  im Internet übertragen lauten die Sätze im Englischen:

We love to visit our grandpa at Christmas. We would also want to visit him on the Easter holidays.“ (englisch US/GB)

Und die maschinelle Rückübersetzung aus dem Englischen ins Deutsche: „Wir lieben es, unseren Opa an Weihnachten zu besuchen. Auch an den Osterfeiertagen würden wir ihn gerne besuchen.“

Da haben wir den Salat : … an Weihnachten“!

Ich versuche es mit dem Google ®-Übersetzer; heraus kommt:  „We love to visit our grandpa for Christmas. We would want to visit him on the Easter holidays too.” Die Rückübersetzung lautet:  „Wir lieben es, unseren Opa zu Weihnachten zu besuchen. Wir würden ihn auch in den Osterferien besuchen wollen.“

Und das macht diese Übersetzungsmaschine recht gut. Ich bin halbwegs zufrieden. Die Umwandlung von „Feiertage“ in „Ferien“ muss ich hinnehmen, da die Engländer da wohl nur einen einfachen Begriff für die im Deutschen unterscheidbaren „Ferien“ und „Feiertage“ haben.

 Warum bekommen das unsere offiziellen, halboffiziellen und kommerziellen Nachrichtensprecher, Moderatoren und andere Meister des gesprochenen Wortes und ihre Schreiberlinge nicht genau so auf die Reihe? Und wenn ich auf die offiziellen Seiten des Landes und seines Ministeriums sehen, dann drohen mir die Maßnahmen an: „Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr“. Mal abgesehen davon, dass mir niemand das im Grundgesetz zugesicherte Versammlungsrecht streitig machen darf – es ist grammatikalisch einfach falsch! Es muss heißen: „Versammlungen sind zu Silvester und zu jedem anderen Zeitpunkt, zu Weihnachten, zu Ostern und auch in den Pfingstferien erlaubt.“

Warum wird das Deutsch und die deutsche Sprach so verhunzt? Wenn die Bayern ihren Dialekt sprechen, mögen sie Worte benutzen, die in Berlin und im Friesenland unbekannt sind. Wir lassen den Berlinern ihre grammatikalischen Eigenheiten und den Köllnern ihr Köllsch. Aber das offizielle, das Hochdeutsch, das, was wir aus dem alten guten Duden kennen, das muss Bestand und Gültigkeit haben. Selbst die Schweizer und die Österreicher versuchen sich daran zu halten.

Ich bin weder Lehrer, noch will ich jemanden belehren. Das steht mir nicht zu. Dazu mache ich selbst zu viele Fehler. Aber die Medien und auch die Schreiber der offiziellen Stellen des Bundes und des Landes haben eine Verpflichtung gegenüber der Sprache. Schon weil die Sprache ein zentraler Bestandteil unserer Kultur ist. 

Woher kommt es? Sehen wir uns um. Im Osten Deutschlands sind viele der Führungspositionen, der Lehrerstellen im Hochschulwesen, der Regierungsämter und so weiter, mit Westdeutschen besetzt. Im Westen Deutschlands war das schon immer so.

Wo und durch wen wurden diese Damen und Herren in Sprache und Kultur gebildet? Antwort: Wer etwas auf sich hält, der hat ein oder mehrere Semester an englischen, besser noch an amerikanischen Hochschulen studiert. Die Lehrbücher sind sowieso aus dem Englischen übersetzt und die Denkweise, die Sprache, die gesamte Kultur der Amerikaner ist durch diese Umstände in die Hirne der Eliten eingetrichtert worden.

Das hat seinen Sinn. Das hatte seinen Sinn. Die Kultur der Deutschen war nach dem zweiten Weltkrieg zu etwas Schmutzigen geworden. Ja, sie hatten bewiesen, dass es im tausendjährigen Reich gar keine Kultur gab!

Das  kam den Amerikanern gerade richtig. Sie konnten somit durch den Marshall-Plan die deutsche Wirtschaft übernehmen und nebenbei auch ihre Kultur den (West-) Deutschen überstülpen. Im Nahmen des kalten Krieges. Aber: Kultur bringt auch Geld. Filme und Bücher in deutschen Buchläden, Helloween und Valentinstag, „black Friday“, englischsprachige Musik, das alles spielt Geld in die Kassen der „Kultur“bringer.

Irgendwann sollten wir uns aber wieder auf (hier alles nur Beispiele!) die Humanisten Hutten Melanchton und Humbolt, auf die Philosophen Hegel und Marx, die Dichter Goethe und Arnim, die Komponisten Schumann und Wagner berufen. Sonst erkennen wir eines Tages die Erde wieder als Scheibe an, so wie es in Nordamerika wieder diskutabel geworden ist.

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Die Welt steht auf dem Kopf. In Frankreich setzt sich Le Pen für die Freiheit und die Grundrechte ein. Die demokratische Regierung will die Menschenrechte verbiegen und über Umwege eine Impfung durchsetzen. 50% sollen in Frankreich gegen die eigene Impfung sein.

In Brasilien ist es der neoliberale Präsident Bolsonaro, der sich gegen eine de facto Impfpflicht in Brasilien stellt.

Was soll man davon halten?

Auch unsere Regierung will die Impfpflicht und die Äußerungen sind bekannt. Vielleicht kippt ja ein Gericht die Pflicht, aber sie werden sich durchsetzen. Alle die keinen „Grünen Ausweis“ haben, werden von den Plätzen verwiesen, nicht in Bahnen befördert oder die Einweisung in eine Altenheim verweigert. Ist das anders, als: Alle die einen gelben Stern tragen werden in Lager eingewiesen?? Natürlich nur zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz der Allgemeinheit.

Wir sind also schon wieder an dieser Stelle angelangt: Die Bevölkerung wird in viele Gruppen eingeteilt, die Gruppen werden gegeneinander aufgehetzt, einige werden ganz ausgegrenzt, die sind dann Freiwild.

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Für mich erschreckend ist die Tatsache, dass auch die ganz linken Parteien und ihre medienwirksamen Vertreter den Gang der Geschichte anscheinend nicht begriffen  haben. Der gesundheitspolitische Sprecher der LINKE-Partei spricht sich für das tragen der Gesichtsmaske aus und für einen stärkeren „Lockdown“. Die MLPD verhält sich ebenfalls konform zur Corona-Politik der Bundesregierung.

Mittlerweile sollte auch der Letzte begriffen haben, wie mit der „Pandemie“ Politik gegen die Demokratie gemacht wird. Die normalen Gesichtsmasken schaden mehr, als sie helfen können. Die Übersterblichkeit ist praktisch nicht vorhanden. Die Infizierten-Zahlen sind tägliche Panikmache. Es gibt eine Krankheit, das will ich gar nicht leugnen. Aber die Auswirkungen auf Gesundheit und Leben sind nicht signifikant. – Jedenfalls nicht mehr als in den Grippejahren vorher. Wer die Zahlen lesen kann und wer sich breit informieren kann und wer dann noch in der Lage ist, Zusammenhänge herzustellen- von Politikern sollte dies verlangt werden können-wird die Panikmache erkennen und auch die Gründe dafür. Tip: Ein Treiber ist ein narzistischer Minister. Noch einen Tip: Impfen bringt Geld in einige Kassen. Einen hab ich noch: Das Tragen der Masken macht alle zu gesichtslosen Untertanen.

Dabei wäre es doch eine verdammt gute Idee sich hier mit Strategie und Wissen, mit Wahrheit und Perspektiven endlich mal als Aktivist für eine neue Welt in Szene zu setzen! Die Menschen warten doch darauf. Die Menschen in unserem Land wollen nicht dauernd Panik und Angst, sie wollen Gewissheit, Zukunft und Stabilität. Und sie wollen auch mehr Gerechtigkeit, mehr Demokratie und Perspektiven für sich und ihre Kinder.

Will die „linke“ Seite der Gesellschaft erst wieder warten, bis sich aus der „rechten“ Ecke ein starker Mann, wie Span, (haha) anbietet, der die Geschäfte übernimmt und die Volksgemeinschaft in den totalen Krieg, äh, Lockdown treibt? Aber eigentlich sind wir ja schon da. Armes Deutschland. Arme Welt.

Euer Julius Turm.


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