Archiv für Freitag, 26. August 2011

Auf, nach Afrika.

Wir wollen endlich mitmischen. In Afghanistan Flagge zeigen hat nicht sehr viel Sinn gemacht. Die deutsche Bevölkerung hat leider immer noch nicht eingesehen, dass die Werte, vor allem der deutschen Wirtschaft , am Hindukusch verteidigt werden müssen. So sehr viel rauszuholen für die deutsche Wirtschaft ist auch nicht, weil das Regime in dem Land immer noch zu instabil ist und es auch auf absehbare Zeit bleiben wird.

Aber Lybien. Oel! Da müssen wir hin. Da müssen wir endlich mal ein Stückchen vom Kuchen abbekommen. Die Briten und die anderen haben das Terrain vorbereitet. Jetzt können deutsche Einheiten nachstoßen. Vielleicht sind sie schon da und die Bundesregierung weiß wieder von nichts oder will nichts wissen.

Egal. Es ist Oel da und der Kuchen wird neu aufgeteilt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Warum also warten bis der deutsche Bundestag wieder aus dem Urlaub zurück ist? Und dann fällen sie vielleicht wieder so eine  halbherzige Entscheidung oder gar keine und dann haben die Engländer und die Italiener und die USA sowieso, wieder die besten Stücke erwischt. Solange darf nicht gewartet werden. Und es ist doch im Interesse des Deutschen Volkes, wenn endlich wieder stabile Verhältnisse an der wunderschönen Mittelmeerküste herrschen. Und die Konzerne können auch was abhaben, sie bauen die zerstörten Städte wieder auf, vermarkten das Oel, mit dem ja auch der deutsche Autofahrer fährt und sie bauen neue Werke in denen dann die Lybianer billig für die deutsche Industrie arbeiten können. Und wenn es der deutschen Industrie gut geht, dann geht es doch uns allen gut, Oder?! Sieht man doch an der Dutschen Bank und an Siemensens und an EOn.  Vielleicht können sogar Aldi-Filialen eröffnet werden. Die dann die Kartoffeln von deutschen Bauern verkaufen und Wein aus pfälzischer Produktion. (Ach, die Muselmänner trinken ja keinen Alkohol.) Export ernährt uns jedenfalls, jedenfalls die deutschen Wirtschaftsbosse und die Aktieninhaber. Was für wunderschöne Kredite können von der Deutschen Bank an die Deutsche Regierung ausgereicht werden um sie den Deutschen Unternehmen für den Aufbau ihrer Deutschen Filialen in Lybien zu geben, als Entwicklungshilfe. Rückzahlung und Zinsen kommt vom Deutschen Steuerzahler. Die Welt ist in Ordnung.

Wir könnten dann mal die deutschen Panzer aus dem Schuppen holen (nicht immer nur diese leichten Schützenpanzer, das macht ja nicht wirklich Spaß) und im Wüstensand erproben und die Deutschen Transportflugzeuge würden über das Mittelmeer hin und her fliegen und dann könnten ein paar mehr gebaut werden, denn dann sehen wir ja wie sie taugen.

Auf nach Afrika. Der eine oder andere wird sicher seine Strandvilla mit eigenem Jachthafen beziehen können, ganz preiswert, in Italien ist ja inzwischen so wenig Platz und in Monaco ist alles so teuer.

Jetzt können alle, die schon immer auswandern wollten, endlich ihre Koffer packen. Aufbruchstimmung überall. Gerade die jungen Leute, die ja über die ach so schlechten Perspektiven klagen, können sich jetzt bald einschreiben. Dann werden sie sich mit ihren netten Kameraden von der neuen Afrika-Schutztruppe in leichter Tropenausrüstung bei wichtigen Aufgaben für das deutsche Volk und vor allem die deutsche Wirtschaft bewähren können. Schon Kaiser Wilhelm IV. sagte: „wenn wir ersteinmal da sind, dann werden wir die Sonne genießen.“

Ob nun Gaddafi noch lebt oder nicht, es wird ersteinmal ein unter den Einheimischen ein Mordsgerammel geben. Dem ist vorzubeugen. Die Clans sind sich nicht einig, aber jeder will jetzt das Sagen haben, denn nur dann gibt’s für ihn das große Geld. Die Chefs werden Bürgerkrieg untereinander machen, wenn nicht einer da ist, der das Ganze ein wenig lenkt. Schon deswegen ist es notwendig eine Schutztruppe zusammenzustellen.

Dabei geht es nicht so sehr um die Eingeborenen. Ein paar mehr oder weniger, wen stört das?! Sie werden sich auch damit abfinden müssen wieder ihre Kopftücher aufsetzen zu müssen. Auch werden sie akzeptieren müssen (warum haben sie denn solange so einen Despoten wie den Gaddafi geduldet?)  dass aus ihrem Land mit dem einst in der afrikanisch-arabischen Welt höchsten Lebensstandard  wieder ein ganz normaler arabischer Staat wird. Vielleicht müssen einige sogar wieder hungern, aber das ist doch normal in Afrika, warum sollten nicht auch mal ein paar Lybier hungern? Es wird nur wenige Jahre dauern, dann werden sie sich an den westlichen Lebensstil gewöhnt haben.

Auf nach Afrika.

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Die Reise eines Grashüpfers.

Mein Weg führte mich wie jeden Montag von Brandenburg nach Stuttgart zur Arbeit.

Es war ein heißer Sommertag und es sollte noch, laut Wetterbericht, schwül werden und gegen Abend sollte es gewittern.

Früh um fünf stieg ich mit meinem Reisegepäck für die ganze Woche in mein Auto, ein zweitüriger, silberfarbener, windschnittiger, geräumiger PKW.

Ich fuhr los. Es ging erstmal eine Weile auf der Landstraße entlang, vorbei an sehr alten Alleenbäumen, die den Blechlawinen  und der Straße bei heißem Wetter Schatten spenden. Das ist wirklich sehr gut.

Nach guten 30 gefahrenen Kilometern  näherte ich mich der Autobahnauffahrt. Auf dem Beschleunigungsstreifen sah ich in den linken Spiegel und sah etwas  grünes, das immer hin und her wippte zwischen Spiegelglas und Spiegelrahmen. Als ich sicher auf der Autobahn mit mäßiger Geschwindigkeit dahin fuhr, betrachtete ich meine Reisebegleitung. Ein kleiner Grashüpfer.

Der kleine Grashüpfer hatte ganz schön zu tun, sich bei der starken Windströmung festzuhalten. Ich sah ihm an, wie er sich am Spiegelglas festsog. So fuhren wir gemeinsam im Fahrtwind dahin, an Felder uns Wiesen vorbei.

Nach einer Weile musste ich anhalten, um meine Beine zu vertreten. Ich dachte mir, dass sich der kleine Grasshüpfer freut wieder ins Grüne hüpfen zu können. Als ich wieder auf der Straße unterwegs war, sah ich ihn auch nicht mehr im Spiegel wippend im Wind. Doch was war das? Jetzt sitzt der kleine Grasshüpfer auf der Frontscheibe, dass wird er nicht lange durchhalten oder doch ich hoffte es, dass er es bis zum nächsten Halt schaffte, damit er endlich ins Grüne hüpfen konnte.  Er wippte stark im Wind auf der Scheibe, mal verlor er mit einem Beinchen den Halt an der Scheibe. Dann verlor er mit zwei Beinen gleichzeitig den Halt und rutschte auf der Frontscheibe ein Stück aufwärts. Aber er konnte sich wieder fangen und  sich richtig festsaugen. Puh, dachte ich, noch mal Glück gehabt. Der kleine Grashüpfer wird durchhalten bis zur nächsten Rast.

Aber dann kam alles anders, irgendwie nahm der Wind zu. Es war mit mal fast stürmisch während der Fahrt. Und ich musste an einer sehr langen Kolonne an Lastkraftwagen vorbei fahren. Da geschah es. Der kleine Grashüpfer konnte sich nicht mehr an der Scheibe halten und weg war er, der kleine Grashüpfer. Säufst, der Arme.

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