Artikel getaggt mit Krieg

Wir sind… Umweltsünder.

Die USA hat den Krieg erklärt. Nicht offiziell, das machen sie ja fast nie, aber faktisch schon…. Und ich habe es bemerkt, als ich nach den Feiertagen an der Zapfsäule stand, um mit dem Automobil zu Arbeit fahren zu können. Die Preise!!! Die spinnen ja, die Römer!!! Da hilft auch das Anheben der Pendlerpauschale nichts. Das fließt sofort wieder in die Taschen der Öl-Konzerne.

Geht es wieder mal um Öle? Und wer sind die Bösen und wer sind die Guten? – Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt „Gute“ gibt. Öl ist doch inzwischen bei allen Meinungsmachern „böse“.

Die Förderung von Erdöl ist „böse“, der Verbrauch auch. Trotzdem werden neue Pipelines gebaut, fahren Tanker um die Welt und fast alle Fahrzeuge fahren mit Erdölprodukten und sogar der Strom für E-Fahrzeuge wird überwiegend aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewonnen.

Wir sind immer noch im Zeitalter der fossilen Brennstoffe. Und deswegen wird auch um die Beherrschung der Ölquellen gefochten.

Mit dem Kampf um das Öl ist der Konflikt eigentlich schon ausreichend begründet. Aber es steht etwas mehr dahinter. Die USA erreicht ihr Ziel nicht, dass der Iran kleinlaut auf Knien herankriecht und um Gnade winselt. Der Irak wird innerlich zerrissen durch die beiden verfeindeten Lager/Clans/Machtgruppierungen. Und sie dürfen den Konflikt nicht unter sich austragen solange die USA und andere Westliche Mächte (auch die Bundesdeutsche Republik!) mitmischen. Die Türkei will mehr Einfluss in der Gegend, die da „Naher Osten“ genannt wird, haben und die Russen müssen zeigen was in ihnen steckt. Sie dürfen das Gebiet vor ihrer Haustür weder den USA, noch der Möchtergern-Mittelmacht Türkei überlassen. Alle können ein wenig Macht zeigen und ausprobieren, alle können Truppen schulen und Waffen ausprobieren, jeder verdient daran und die Strategen können endlich mal zeigen was sie können. So hat jeder sein Spielchen. Wenn es nicht so ernst wäre. Wenn nicht Tausende darunter leiden würden und andere Tausende daran sterben müssten und andere Tausende deswegen hungern und andere Tausende jahrzehntelang die Folgen zu tragen hätten.

Und wenn nicht auch wir, bundesdeutsche Steuerzahler, dafür zahlen  müssten.

Da findet sich keine Greta, die auf die Straße geht, mit dem Segelboot nach den USA fährt, vor der UNO auftritt, usw.

Vielleicht findet sich ja doch jemand, oder hat sich gefunden. Vielleicht sehen wir es nur nicht in unseren Medien, in unserer „Tagesschau“ und der permanenten Berichterstattung in den Nachrichtensendern, weil die Betreiber der Sender uns das vorenthalten wollen. Sie wollen uns den Protest gegen die Vernichtung von Menschenleben, gegen die Vernichtung von Leben und gegen die Vernichtung von Material, von Energie, von Arbeit nicht zeigen, damit wir nicht auf den dummen Gedanken kommen, da mitzumachen. Vielleicht gibt es diese Proteste gegen die Umweltsünden eines Krieges, dieses Krieges, ja schon.

Nichts, überhaupt nichts, ist schädlicher für Umwelt (und Mensch) als ein Krieg.

Wieviel Ölquellen haben nach dem Kuwait-Krieg monatelang COZwei produziert, in dem sie ausbrannten? Wie viel Abgase verursachen Panzer, Flugzeuge und Fregatten? Wie hoch ist die Feinstaubbelastung nach einem Feuergefecht im „Pulverdampf“? Gibt es eine nennenswerte Wolkenbildung bei der Durchquerung des feindlichen Luftraums durch ballistische Raketen? Erhöht sich die Lärmbelastung an der Hauptstraße wesentlich durch die Explosion von Minen? Ab welcher Anzahl wird das relevant? Was kostet die Herstellung von Panzern?

Unsere Regierung diskutiert gerade die Besteuerung von Luft. Wir wollen die Luft, unsere Luft, nicht besteuert haben! Wir wollen den bedingungslosen Rückzug. Und Sanktionen gegen die Kriegstreiber. Diplomatische Noten an die Botschaften wäre das Mindeste.

Ganzheitlich betrachtet ist der menschengemachte Krieg die größte Umweltsünde. Wir machen uns Gedanken, bekommen Gedanken gemacht, über Abgasbesteuerung. Die Wege des Herrn sind unergründlich. Aber ökologisch betrachtet ist ein Krieg eben nicht „bio“. Darüber sollte man mal nachdenken und auf keinen Fall einen kaufen.

Wer denn auf Nachhaltigkeit bedacht ist sollte den Krieg auch nachhaltig abschaffen.

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Syrien-Krieg steht bevor

Den Brand vorbereiten

Jetzt wird die Brandstätte endgültig vorbereitet. Das Holz wird aufgeschichtet und der Brandbeschleuniger bereitgehalten. Die Streichhölzer sind in Reichweite.

 Die Türkei hat schon im Juni des Jahres einige Staffeln der F16-Jagdbomber näher an die syrische Grenze verlegt.

 Die Propaganda in allen westlichen Medien und allen Medien, die dem Westen nahestehen, läuft zu ungeahnter Hochform auf. Das Einschlagen einiger syrischer Granaten auf türkisches Hoheitsgebiet (wer auch immer sie abgeschossen hat) wird zur bewussten Kriegshandlung erklärt.  Und die Reaktion der Türkei als mühsames Zurückhalten des gerechten Zorns der Türken gegen einen verbrecherischen Angriff durch das verbrecherische syrische Regime dargestellt.  Dabei hat Syrien gewiss im Augenblick andere Probleme als zu überlegen wie es am besten einen Krieg gegen den Nachbarn anfangen kann.  

 Hastig wird NATOeignes Militärgerät  in die Region rund um Syrien und den Iran gebracht.  Die Aufrüstung der west-hörigen Regime in der Region ist schon vor Jahren angelaufen. Der Panzerdeal mit Saudi-Arabien war nur eine Spitze, die unter der Decke des allgemeinen Kriegswaffenhandels hervorlugte.

 Neben den in verschiedenen arabischen Ländern ausgebildeten „Freiheitskämpfern“ und den schon in Syrien eingeschleusten süd- und mittelamerikanischen Militärberatern, werden jetzt reguläre „Berater“ in die Länder um Syrien  eingeflogen. Diesen werden in wenigen Wochen reguläre Truppen folgen.

 Einsatzpläne für Aktionen der NATO in Syrien gibt es mindestens seit Herbst letzten Jahres. Pläne sind zwar nur Pläne, aber für die USA, und das heißt für den Westen, ist die Region zu wertvoll, als dass die Chinesen und die Russen und vielleicht sogar die arabischen Völker über das Öl, die anderen Ressourcen und die Militärbasen für die geostrategische Sicherung der westlichen Macht, entscheiden dürften.

 Der Anfang vom Ende

Dieser Krieg, wenn er denn zum Ausbruch kommt, wird das Ende der westlichen Hegemonie einläuten.

Die USA ist seit und mit dem II. Weltkrieg zur Weltmacht aufgestiegen. Die ökonomische Stärke, auf die sich die militärische Stärke stützt, ist längst einer finanziellen Macht gewichen.  Und diese besteht aus Zahlen in einem Computernetzwerk.

Noch sind die Flugzeugträger auf allen Weltmeeren unterwegs, aber wenn die Chinesen aufhören mit dem Dollar zu zahlen, dann wird der finanzielle Unterhalt der Flugzeugträger nicht mehr zu machen sein. Und dann wird sich die USA wieder mehr auf den Binnenmarkt konzentrieren müssen.

Unsere schöne Welt wird eine andere werden. Wir werden die Demokratie ersteinmal in unseren, den westlichen Ländern, auf- und ausbauen dürfen  und uns nicht mehr sosehr um die Demokratie und deren Umsetzung nach den Vorstellungen der Konzernchefs, der Rothschilds und Merkels kümmern müssen.

Chancen

 Noch ist nichts entschieden. Säbelgerassel, Pläne, Rebellenkrieg. Noch ist es nicht aufregend. Aber sie wandern am Abgrund.

 Die Russen und die Chinesen, vor allem aber diese, können dem Westen das Feld nicht überlassen. Der Ami kann sich auch nicht in seine eigenen vier Wände zurückziehen. Nach Lösungen wird gesucht. So wird diskutiert der Türkei eine Art Treuhandschaft über die Region zu geben.  Sie soll das Gebiet dann zugunsten der beiden Seiten verwalten. So neu ist der Gedanke nicht: Die Türkei als Groß – und Ordnungsmacht im persisch-arabischen Raum.

Und die Türkei fühlt sich natürlich geschmeichelt. Nur die Araber und auch die Israelis werden nicht stillhalten.  Israel wird sich nicht einer türkischen Vormundschaft unterwerfen und die Araber haben jetzt- mit westlicher Unterstützung- schon mal den Aufstand proben dürfen. 

 Es geht um nichts weniger als um die Welt. Aber wir, wir sind nur Zuschauer.

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Wie ist der Plan?

Erst ist die Türkei dagegen, dann ist sie dafür. Erst will die NATO nicht, dann doch, Deutschland enthält sich, stellt aber alle möglichen Hilfsmittel. Was ist da im Gange? Laut demokratischer Medien gibt es keine gemeinsame Führung. Die Franzosen stoßen vor, die Engländer fliegen Angriffe und die Amis auch.

Wer glaubt, dass solch ein Krieg ohne jede Führung und ohne „Kollateralschäden“ durchzuführen wäre, mache folgenden Versuch:  Er verabredet sich mit Freunden und Familienmitgliedern. Man stelle sich als gemeinsames Ziel, den im Garten störenden Maulwurf zu verjagen. Natürlich müssten alle versprechen, keine der Pflanzen zu zerstören, die Kohlrabi und Zucchini auf keinen Fall zu schädigen und auch die Gartenwege und den Zaun in Ruhe zu lassen. Die Pflanzenfreunde würden das Vorhaben wegen „Nicht-Durchführbarkeit“ ablehnen. Einige würden vorschlagen die  Sauerstoffzufuhr zum Garten zu unterbinden, um dem Maulwurf die Luft zum Atmen zu nehmen. Und die „Willigen“, die dann doch noch kommen, würden ohne Plan, sich gegenseitig behindernd oder sogar verletzend, aus dem Garten eine wüste Landschaft machen. Mit den Gartenfreuden wäre es jedenfalls zu Ende. Die Zucchini wären vernichtet.

Viele der Bilder, die wir aus Lybien sehen sind schlichtweg falsch. Und die Kommentare der Medien dazu sind falsch und tendenziell. Die Lügenmaschine läuft. Die Menschen vor den Fernsehern  haben keine anderen Quellen. „Der Diktator muss weg,“ tönt es. Die Verwüstungen der Leute mit dem Spaten werden dem Maulwurf zugeschrieben. Nicht ein einziger Maulwurfshügel kommt ins Bild.

In der Nacht früh um halb vier brüllt der eine  „Zeitung“ – Verteiler auf der Straße dem anderen zu: „Hast Du schon gelesen, Liz Tailor ist tot.“ Der andere geht nicht mal auf diese so wichtige Meldung ein, er macht dem anderen den Vorwurf: „Du bist in meiner Straße!“ Er hat den Versuch der Ablenkung erkannt. Und die nachher geführte lautstarke Auseinandersetzung weckt die halbe Straße.

Aber die wollen eigentlich nur ihren gutbürgerlichen Schlaf. Die interessieren sich nicht für Liz Tailer, jedenfalls nicht zu dieser Stunde und auch nicht dafür, wer in welcher Straße die Zeitungen verteilt.

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Das Imperium schlägt zurück

Jetzt haben sie einen Grund. Den haben sie sich auch noch selbst geschaffen. Richtige Planung ist entscheidend! Es ist so leicht ein paar Dissidenten zu finden und sie einen Bürgerkrieg entfesseln zu lassen. So oft wurde es schon geübt und wieder hat es geklappt. Und dann muss die Freiheitsbewegung natürlich unterstützt werden. Die Unterdrückung der Demokratie muss beendet werden. Fix wird das Ganze noch durch den UNO-Sicherheitsrat abgesegnet (Gegen geltendes Völkerrecht, aber dass ist sowieso egal) und schon können die Raketen starten.

Um es deutlich zu sagen: Das ist Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates. Das ist die Kriegserklärung gegen einen Staat! Das geltende Völkerrecht verbietet den Eingriff von außen in einen Bürgerkrieg.

In und vor Kriegen läuft die Lügenmaschine auf vollen Touren. Auf allen Seiten. Deshalb ist keinem der Berichte Glauben zu schenken, von welcher Seite sie auch immer kommen. Wir sehen einen abstürzenden Kampfjet. Er geht auf ein Wohngebiet nieder. Wir sehen FlaG-Feuer. Wir sehen startende Raketen und Brände in irgendeiner arabisch anmutenden Stadt. Wir hören von 124 abgefeuerten Tomahawk-Raketen. Wir hören von 24 abgefeuerten Raketen. 22 Ziele sollen getroffen worden sein. Was stimmt?

Das einzige was unumstritten ist: Die westlichen Nationen und die USA haben Kriegsschiffe und Kriegsflugzeuge eingesetzt um Ziele in Lybien zu beschießen. Und sie haben getroffen. Sie haben wie in Afghanistan, wie in Jugoslawien, wie im Irak nicht nur militärische Ziele „erwischt“, sondern es wurden wieder zivile Ziele getroffen.  

Gaddafi ist ihnen auf der Nase rumgetanzt. Jetzt schlagen sie zurück. Was Gaddafi auch immer getan hat, was er auch immer tut. Er ist das Staatsoberhaupt eines souveränen Staates. Er hat nichts getan, was auch andere Führer arabischer Staaten nicht auch getan hätte, außer: Er ist ihnen eine ganze Weile auf der Nase rumgetanzt.

 Auf den „Ruf eines bedrohten Volkes“ (Obama) in Bahrein  hatten sie auch gehört, da haben sie die Saudischen Truppen hingeschickt. Allerdings wurden da die Rebellen beschossen. Sicher kein Irrtum. In Lybien nun beschießen sie die staatlichen Truppen. Und das soll sicher nicht als Gegengewicht für das Eingreifen in Bahrein sein. Es hat die gleichen Ziele: Die Sicherung bzw. Schaffung der Herrschaft der westlichen Ideologie.

Erschreckend ist, dass sich die Westeuropäer an sich und dann auch noch die USA einig sind in ihrem Vorgehen. Hat die Planung des Irak-Krieges über ein Jahr gedauert, so sind hier innerhalb weniger Tage Entscheidungen getroffen worden.

Es muss ihnen schon ganz schön wichtig sein diesen Brand einzudämmen. Und es muss ihnen wichtig sein, die Stärke und Einheit zu demonstrieren, denn alle Vermittlungsversuche (Afrikanische Union, Arabische Liga, Venezuelas Präsident, Gaddafi selbst) wurden einfach ignoriert. Der Krieg war beschlossen, genehmigt und wird durchgeführt. Na dann „Gute Nacht“.

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