Archiv der Kategorie Demokratie

Rundfunk, öffentlicher, mit Bildungsauftrag und Rundfunkbeitrag

Das ist doch mal eine Meldung: Rundfunkbeitrag für die Zweitwohnung ist verfassungswidrig. Da freut sich mein Geldbeutelchen und das manch anderer. Viele Stundeten (einschließlich der –tinninnen selbstverständlich) werden sich freuen, bzw. deren Eltern. Und dann gibt es noch die vielen Berufspendler, die sich wegen der Arbeit am Arbeitsort eine zweite Wohnung anmieten und möglicherweise auch noch Zweitwohnungs-Vergnügungssteuer zahlen. Obwohl sie zwei Ohren haben und zwei Augen, sie können nur immer einen Sender hören und sehen, wenn sie nicht übernatürliche Fähigkeiten entwickelt haben und auch noch eine unnatürliche Sucht nach tendenziellen Sensationsnachrichten ohne Nachrichtenwert.

Die Intendantin (wirklich weiblichen Geschlechts)  stutzt allerdings die Freudenausbrüche der Betroffenen sofort wieder: Das ist ja nur ein Urteil des Verfassungsgerichtes. Die Änderung der entsprechenden Gesetze wäre frühestens im Jahre des Herrn 2020 zu erwarten.

Liebe Freunde, alle, die ihr nur ein Hirn habt, um die Nachrichten eines Senders zu verarbeiten, bis dahin kann allerhand passieren. Vor allem sind es aber gute 350 €, die euer Zweithirn wegen der Möglichkeit des parallelen Sehen und Hörens von bis zu zwei Sendern, verbraucht.

Die Möglichkeit des Abschaltens von bis zu zwei Hirnen wird vom derzeitigen Gesetzgeber nicht akzeptiert. Bis mindestens 2020 nicht. Die Beiträge gehen, zu Gunsten hochwertiger Beiträge an Diener des Staates und Lakaien der Wirtschaft, in das Staatssäckel.

Ach ja, die „hochwertigen“ Beiträge. Das Bundesverfassungsgericht hat Auftrag und Aufgabe  betont, den der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat: durch „authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden“( zu den Privaten).

Die Wirklichkeit in ARD und ZDF sieht wohl anders aus. Da muss der öffentlich – rechtliche Rundfunk noch an sich arbeiten. Und das meint wohl auch das Verfassungsgericht.

Die Selbstdarstellung des ö.-r. R (Örr) unterscheidet sich von der Auffassung des Gerichtes und anscheinend sind die Verantwortlichen auch der Meinung, dass sie diesen Anspruch schon und schon immer erfüllen.

Sowohl der öffentlich-rechtliche Rundfunk, als auch das Verfassungsgericht sind Organe des bundesdeutschen Staates, der sich demokratisch gibt. Aber noch immer hat dieser Staat keine Volksverfassung. Das Verfassungsgericht hat in seinem Urteil dieses Mal durchaus so etwas wie Volkswillen und „Meinungsvielfalt zulassen“ an die Öffentlichkeit gelassen. Die ö.-r. Rundfunk allerdings wird durch Parteifunktionäre der großen Parteien besetzt, die, wie wir wissen, die Interessen der verschiedenen Industrien vertreten. Vor allem aber wollen sie die kapitalistische Wirtschaftsweise erhalten. Nichts ist schädlicher für die Althergebrachten, wie, wenn das Volk anfangen würde zu denken, vielleicht auch noch selbstständig. Und also muss auch mit den verfügbaren Mitteln, das wäre hier also der öffentlich-rechtliche Rundfunk, genau das verhindert werden.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk soll sein! Es ist ein Mittel der Demokratie und es kann ein Mittel der Bildung und Aufklärung sein.  Aber es muss demokratisch, meinungsmehrheitlich und meinungsvielfältig regiert werden.

Ach ja. Jeden den es betrifft: Macht doch einfach die Einzugszentrale des Rundfunkbeitrages darauf aufmerksam, dass es einen entsprechenden Beschluss des obersten Gerichtes dieser Republik gibt, wenn ihr wieder einmal von der GEZ / vom Beitragsservice belästigt werdet.

U.V. Wüstlich

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Genialitäten

Die Regierung des Landes Sachsen Anhalt, speziell das Bildungsministerium, hat jetzt eine Lösung gefunden. Für was? Für die Lösung des Lehrermangelproblems!

Ein wirklich schwerwiegendes Problem, mit dem seit Jahren gekämpft wird, mit dem verzweifelt gekämpft wurde, kann man sagen. Denn jetzt ist die Lösung gefunden.

Der MDR meldet, dass das Land 610 leere Lehrer-Stellen ausgeschrieben habe. Die Bewerbungsfrist lief bis zum 25. Mai. Die AfD meldet den Ausfall von 700.000 (siebenhunderttausend!) Unterrichtsstunden im Land für das vergangene Jahr. Mag sein, die AfD hat übertrieben. Das macht sie ja gerne mal, wie alle anderen, wenn es Missstände, verursacht durch andere politische Spieler, angeprangert werden müssen.

Die Ausschreibung endete und es gab über 15.000 Bewerbungen auf die Lehrstellen. Mehr als genug, wolle man meinen. Allein, das täuscht. Ein Bewerber alleine hatte 170 Bewerbungen geschrieben und andere hatten, wohl aus Erfahrung, ähnliches getan. Wer an einer Schule nicht angenommen wird, hat vielleicht die Chance seines Lebens verpasst, weil er sich an einer anderen Schule nicht beworben hat, bei der genau sein Profil gesucht wird. So ist das in der freien Schulwirtschaft. Möglichst liberal, möglichst ohne jede Koordination. Möglichst nicht über eine mögliche Lösung nachdenken.

Die Schulen haben sich aus den über 700 Bewerbern ihre Kandidaten herausgesucht. Es blieben immer noch einige Stellen, die nicht besetzt werden konnten.

Jedenfalls schätzt der zuständige Minister, dass auch im kommenden Schuljahr wieder jede Menge Stunden ausfallen. Den Schüler freut ’s, wenn er eine Freistunde hat, den Lehrer ärgert es nicht, aber der Elternrat kann sich Luft machen.

Eine Lösung musste her. Die zuständigen Stellen haben gefunden, was sie suchen: Die Lösung! Und nicht Irgendeine! Der Minister verkündet sie mit stolz geschwellter Brust. Einen Augenblick fühlt sich der Zuhörer (echt verscheißert) sprachlos, dann erkennt er die Genialität.

Der allerneueste Beschluss besagt, dass die Anzahl der Unterrichtsstunden gekürzt wird. Wahrhaft revolutionär. Und so einfach. So werden die immer noch über 100 fehlenden Lehrer eingespart. Und es gibt keine Fehlstunden mehr. Die Schüler bekommen die geplante Anzahl der Stunden und alle sind zufrieden. Genial. Einfach die Planung anpassen. Das sollten sich einige andere Leute zum Beispiel nehmen. Wenn im Operationssaal nicht genug Operateure vorhanden sind, dann wird einfach die Planung verändert. Jede zweite Gallen-Operationen wird gestrichen. Dann ist alles wieder im Plan. Es werden nur noch die Hälfte Operateure gebraucht. Genial.

Nebenbei wird dem sachsen-anhaltinischen Staatssäckel das Gehalt von einigen Lehrern erspart. (Was vorher aber eben auch nicht ausgezahlt wurde, weil keine Lehrer da waren, an die man hätte bezahlen können.) Noch mehr Freude. Das gesparte Geld kann jetzt in die Renovierung der Staatskanzlei gesteckt werden.

Die zuständigen Stellen in den Ämtern und Ministerien sprechen von einer Entlastung, die dem Stundenumfang von ungefähr 770 Vollzeit-Lehrern entsprechen. „Diese Reserve brauchen wir auch ganz dringend, um die Unterrichtsabsicherung tatsächlich zu bewerkstelligen.“

Hier beißt sich der Hund in den Schwanz.

Wie sagte schon der Alte Fritz: „Du kannst 35 Beamte in die Schule schicken und trotzdem wird ihnen kein Gehirn wachsen.“ Und zu dieser Zeit gehörten noch große Teile des heutigen Anhalts zu Preussen.

Zusammen mit der Idee zukünftig das Mit-der-Hand-Schreiben in der Schule nicht mehr zu vermitteln, rundet sich das Bild ab. Da die blöde Rechnerei jetzt auch von technischen Geräten übernommen wird, die Preise im SMART(engl. für „intelligent“, „gewitzt“ oder „schlau)-Phone ohne Zutun des Käufers zusammengerechnet werden und auch das Kleingeld nicht mehr aus dem Portemonnaie gezählt werden muss, erübrigt sich auch bald das Fach Mathematik.

 

Friedrich Wilhelm von Preussen hat vor 300 Jahren die Schulpflicht eingeführt und damit das deutsche Volk zu dem Volk der Dichter, Denker und Ingenieure gemacht. Der Soldatenkönig war selbst kein Freund der Gelehrsamkeit und hat selbst nicht einmal richtig schreiben gelernt. Aber Friedrich Wilhelm I. will Preussen zu einem gewinnbringenden Staats´gebilde machen. Dazu braucht er nicht nur Soldaten sondern auch Beamte. Und die müssen Lesen und Schreiben können. Auch glaubt er, dass die Schule für gute Christen und somit auch für gehorsame Untertanen sorgen würde und verordnet daher in seinem General-Edikt vom 28. September 1717,

„dass hinkünftig an denen Orten, wo Schulen sein, die Eltern bei nachdrücklicher Straffe gehalten sein sollen, ihre Kinder im Winter täglich und im Sommer, wann die Eltern die Kinder bei ihrer Wirtschaft benötigt sein, zum wenigsten ein- oder zweimal die Woche in die Schule zu schicken.“

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Normal ist anders.

Das Osterfest ist verregnet. Es schneit. Ist das schon wieder der „Klimawandel“? Gab es denn das schon mal, dass es zum Ostern schneit? Und so kalt ist? Und es so viele Unfälle gab? Aber das liegt wohl weniger am Klimawandel.

Ja Leute, zuweilen gab es das schon einmal: Es schneit zum ersten April in unseren Breiten! Und dann scheint mal wieder die Sonne. Es ist normales Wetter. Wer Anfang April sichere 20 Grad Celsius haben möchte, der muss sich nach Nordafrika begeben.

Aber auch bei uns geht es heiß her. Diplomaten werden ausgewiesen. Russische. Wer sich die Nachrichten anhört, der kann es nicht überhören. Die Russen sind böse. Für den normalen westeuropäischen Bürger ist das jahrelange Übung. Für den westdeutschen Bürger sogar eine Übung, die er seit 80 Jahren kennt: „Die Russen kommen!“  Der Erbfeind ist der russische Bolschewismus! Auch wenn es kaum noch Bolschewisten gibt. Putin ist bestimmt keiner.

Für den Ostdeutschen, der nicht so geübt ist in diesem Hass, hört sich das gefährlich an: Diplomaten werden ausgewiesen. Das ist so kurz vor dem ausbrechenden heißen Krieg, so kurz vor Ultimo. Es gibt kein nächstes Mittel mehr, wenn die Diplomaten abgezogen sind, wenn die Gespräche aufgehört haben, weil keine Diplomaten mehr miteinander sprechen. Dann gibt es nur noch den Schusswechsel.

Man möchte vorm Fernseher aufstehen und die Kanzlerin anbrüllen, ob sie noch bei Verstand sei. Viel ist nicht mehr hin zu: „Wollt ihr den totalen Krieg?!“ Sie hat geschworen alles Böse vom Deutschen Volk fernzuhalten. Ein bewusst falscher Schwur oder fehlender Verstand? Oder nur Erpressung aus den USA oder von den Bankenbossen?

Gerade erst haben die Regierung und der Bundestag  wieder neue Soldaten nach Afghanistan geschickt. Das Mandat wurde verlängert. Dabei weiß jeder: Die deutsche Bevölkerung ist dagegen. Die deutsche Bevölkerung möchte mehrheitlich nicht, dass deutsche Soldaten in Afghanistan sind. Wie kann es dann geschehen, dass der Bundestag etwas anderes beschließt? Sind das gar nicht die richtigen Volksvertreter?  Haben sich heimlich die Falschen eingeschlichen und die Gewählten verdrängt? Oder haben die Wähler einfach nur falsche Vorstellung davon, was sie von ihren Volksvertretern erwarten können?

Ich habe Hoffnung. Ich hoffe, die Zeitungen und Nachrichtensendungen übertreiben. Wahrscheinlich werden nur zweitrangige Mitarbeiter der Botschaften ausgewiesen. Etwa der Fahrer oder die Köchin. Ich habe Hoffnung. Ich hoffe die Vertreter der Industrie machen heimlich Verträge mit den Russen. Mit Wissen der Regierung, auch der Deutschen, natürlich.

Ich hoffe, es ist alles nur heiße Luft. Vielleicht ist sie ein wenig heißer wie sonst. Wenn es nicht so ist, dann wird bald alles vorbei sein. Die Menschen in Deutschland  lebten über siebzig Jahre im Frieden.

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„Es liegen noch große Brocken auf dem Weg“(merkel)

Schulz will eine harte Opposition sein, wollte sein, will, will doch nicht. Äh. Klimaziele vergessen, Fachkräfte-Zuzug nach Deutschland, Diesel ja, Braunkohle ja, Daten, äh, alles frei….. Hauptsache frei. Steuern rauf, Ausgaben runter,…., der Industrie muss Gelegenheit gegeben werden, in Deutschland Geld zu verdienen.

Hatte jemand erwartet, dass es Entscheidungen gibt? Über 100 Tage ohne Regierung. Entscheidungen gab es in der Zwischenzeit, Zusagen an Brüssel gegen die Mehrheit des Bundestages, Gesetze, die die Demokratie auf den Kopf stellen (Netz-durchwinke-Gesetz), alles das geht in aller Stille durch. Keiner regt sich auf. Keiner im Bundestag stoppt den Irrsinn, keiner steht auf.

Heute, der Durchbruch!

Was haben sie gekonnt? Sie empfehlen die Aufnahme von offiziellen Koalitionsverhandlungen. Merkel, Seehofer und Schulz. Alle drei inzwischen durch Unhandlungen und Äußerungen deklassiert. Die Bevölkerung lehnt mehrheitlich die „große“ Koalition ab. Die Bevölkerung will Änderungen (vorsichtige!). Jeder merkt inzwischen dass das Geld im Beutel immer weniger wert wird. Das vor allem muss sich für den Bürger wieder ändern.

Der Ausbau des Gigabit –Netzes soll gefördert werden. Bekommt dann auch der Bürger in den ländlichen Gebieten Zugang ohne die im Augenblick übliche „Landzulage“für die schlechtere Qualität?

Sorgt die „Fachkräftestrategie“ für bessere Bezahlung der Pflegekräfte? Oder nur für weitere Zuwanderung billiger und billigster Arbeitskräfte aus dem Ausland?

Der „großen“ Koalition ist eine Änderung nicht zuzutrauen. Die gleichen Gesichter, die gleichen Hintermänner. Die Ausplünderung der Arbeitenden geht weiter. Das war zu erwarten. Solange keiner protestiert, kann mit den alten bewährten Mitteln und Strategien weitergearbeitet werden.

Vielleicht muss das so sein. Niemand bewegt sich. Aufpassen, dass alles in Balance bleibt. Auch wenn das Boot langsam vollläuft. Wenn jemand aufsteht, das Loch abzudichten, könnte es umschlagen. Solange jemand an den verkauften Schöpfgeräten verdient, ist die Welt in Ordnung. Schade nur, dass das ganze schöne Geld auch aufweicht. Wir dürfen weiterhin gespannt sein: Geht erst das Boot unter oder kippt es um?

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Spannung bis zum Blitz

Der Mensch ist Mensch, weil er die Umwelt verändert.

Wenn wir die Straße nicht bauen, dann arbeiten wir uns durch den Urwald, dann suchen wir uns Trampelpfade durch das Unterholz, dann können wir aber auf keinen Fall mit dem Auto hunderte Kilometer auf glatter Straße fahren.

Also pflastern wir die Straße hin. Die Umwelt bleibt auf der Strecke. Die tausend Jahre alte Eiche wird gerodet und zu Brettern, der Waldboden wird aufgerissen, der Fuchs muss sich einen neuen Bau suchen, die Ameisen haben Glück, wenn sie ihre Eier umsiedeln können, das Pilzgeflecht wird zerstört.

Das ist der Mensch. Darum ist er Mensch. Es ist nicht „ … weil er hofft und weil er liebt,…“, was ihn zum Menschen macht. Nein, es ist die Möglichkeit zur Veränderung der Natur.

Wenn der Mensch nicht mit der Umwelt“zerstörung“ begonnen hätte, dann wäre er heute noch nicht mal mit dem Faustkeil unterwegs.

Es Umwelt“zerstörung“ zu nennen ist eine neuere Idee. Der Mensch gestaltet sich die Umwelt um. Damit er besser in ihr leben kann. Damit er überhaupt in ihr leben kann. Die Eskimos bauen sich Iglus, weil sie sonst die mörderische Kälte nicht überstehen. Will es ihnen jemand verbieten? Sie jagen Walrösser. Davon ernähren sie sich. Selbst die fanatischsten Umweltschützer gestehen ihnen zu, diese traditionelle Jagd beizubehalten. Warum? Weil sonst die Inuit zu Tieren werden würden und die Behörden stürmten.

Und zu jeder Zeit haben die Menschen die Umwelt“sünden“ der vorherigen Generationen ertragen müssen.

Im Mittelalter wurden die Wälder Europas fast vollständig abgeholzt. Der Mensch hatte unter Dürre und Hitze und schlechten Ernten zu leiden. Er hat wieder aufgeforstete, er hat die Wälder des Planeten zu nutzen gelernt.

In den Kriegen hinterlassen die Kriegsparteien jede Menge Uranmunition und vergrabene Minen. Der Mensch wird sich einige Zeit damit rumärgern müssen. Aber irgendwann wird auch das wieder ein beherrschbarer Zustand.

Mag sein, dass die CO2-Emmission des Menschen eine Klimaveränderung hervorruft. Der Mensch wird damit fertig werden.

Der Mensch wird die Erde zubetonieren. Er wird dafür sorgen, dass alles mit Glaskuppeln überzogen werden muss, weil die freie Luft nicht mehr zum Einatmen geeignet ist. Der Mensch wird vielleicht auf den nächsten Planeten umziehen müssen, weil das Leben auf unserem nicht mehr möglich ist. Das wird der Mensch machen. Immer weiter. In Ausmaßen, von denen wir heute keine Vorstellung haben.

Der Mensch im Einklang mit der Natur? Das ist eine Illusion. Nicht einmal der Bieber (Symbol für Naturschutz) lebt im Einklang mit der Natur. Er staut sich Wasser an und verändert den Lauf des Baches. Einige andere Tiere müssen wegen ihm das Territorium räumen, sonst ertrinken sie.

Wir Menschen sind heute nicht weit davon entfernt jede Art von Katastrophe auszulösen. Ein Krieg mit Atomwaffen ist nicht unwahrscheinlich. Die Luftverschmutzung, die Verschmutzung mit Licht, die Vernichtung der natürlich wachsenden Pflanzen, die Vergiftung von Land, Pflanzen, Nahrungsmitteln, Wasser nimmt unvorstellbare Ausmaße an. Der Stress für die Menschen in den entwickelten Industrieländern ist so groß, dass dort die natürliche Reproduktion nicht mehr funktioniert.

Die Möglichkeiten des Menschen seine Umwelt zu verändern – zu zerstören – haben eine Schwelle überschritten. Die Vernunft, die Möglichkeiten in Maßen einzusetzen, ist leider nicht so schnell mitgewachsen.

Es braucht ein anderes Denken. Der Mensch wird beherrscht von der profitorientierten zerstörerischen Denkweise Weniger (1 Prozent der Menschheit besitzen 50% des Vermögens). Getrieben von den „Gesetzen des Marktes“ beschleunigen sie das Tempo der Herstellung vollkommen nutzloser Produkte unter gleichzeitiger übermäßiger Nutzung der Ressourcen. Wird dieser Prozess nicht unterbrochen, dann treiben sie es bis zum Kollaps.

Was ist zu tun?

Da scheiden sich die Geister. Die einen sagen: Lasst sie machen. Das Beste wäre ein Atomkrieg. Wenige, ganz wenige werden übrigbleiben. Die können wieder von vorne anfangen. In 10.000 Jahren werden sie dann vielleicht wieder auf dem Stand von heute sein.

Die anderen sagen: Was können wir schon machen? Wir kommen nicht gegen die Mächtigen dieser Welt an. Lass mich mein Leben leben, wenn es nicht schlimmer wird, dann werde ich das schon aushalten.

Dann gibt es welche, die sagen: Vollkommen sinnlos, seht es euch doch an, die Revolutionen haben auch nichts gebracht. Alles wieder beim alten.

Und es gibt die optimistischen, die da an Marx denken und sagen, alles ist gesetzmäßig und der Kapitalismus wird sich selbst aufheben, warten wir es doch einfach ab.

Aber alles ist irgendwie falsch. Das alles ist unbefriedigend. Wenn wir es zu ende denken kommen wir immer wieder zu dem Schluss: Wir müssen uns wehren.

Fangen wir einfach wieder mit dem Denken an. Das ist ein guter Anfang.

Beispiel Kohleausstieg:

Immer wieder wird gesagt, dass die schmutzigen Kohlekraftwerke abgeschaltete werden müssen, die Braunkohle in der Erde bleiben muss wegen des riesigen Eingriffs in die Natur und der Folgen für die umgesiedelten Dörfer.

Richtig ist: Kohlekraftwerke machen Dreck. Richtig ist: die Landschaft wird beim Ausgraben der Kohle total verändert. Richtig ist: Es gibt Leid für die Zwangsumgesiedelten.

Richtig ist aber auch: Es gibt sehr effektive und auch angewendete Möglichkeiten den Dreck aus den Abgasen herauszufiltern. In der DDR wurde es geschafft die ausgekohlten Tagebaue zu attraktiven Landschaften zurückzubauen. Die Kohlekraftwerke sind notwendig für die Grundlast der Stromversorgung, denn Wind und Sonne sind nicht zuverlässig.

Und: es ist nicht erwiesen, wer Umwelt und Menschen mehr schadet, die Tagebaue und Kohlekraftwerke oder die Herstellung und Aufstellung von Windmühlen und Solarfeldern.

Die Argumente der Experten und Parteien sind gut für Propaganda und Gehirnwäsche, Windkraftanlagen und Solar-Paneele und Stromhandel sind gut für die Geldsäcke der Geldsäcke. Für die Menschen im Dorf aber ist das Brummen der Windmühlenflügel nicht gesund und der Handel mit CO2 –Zertifikaten nutzt ihnen nichts. Aber sie bezahlen die erhöhte Stromrechnung. Zugunsten der Geldsäcke.

Beispiel Elektromobilität:

Immer wieder wird gesagt, dass der Diesel so schädlich ist und das die Verbrennung von Oelprodukten so schädlich für die Umwelt ist. Und alle sollen mit E-Autos fahren.

Richtig ist: Autos mit Verbrennungsmotor machen Dreck. Richtig ist: Es geht in die Lungen der Menschen. Richtig ist: Es wird CO2 und es werden andere Gase und Materialien  ausgestoßen, die nicht gut für den Menschen sind.

Richtig ist aber auch: Es gibt sehr effektive und auch angewendete Möglichkeiten den Dreck aus den Abgasen herauszufiltern. Der Verbrennungsmotor ist in seiner Energiebilanz (und damit der Umweltverträglichkeit) bisher ungeschlagen.

Und: es ist nicht erwiesen, wer Umwelt und Menschen mehr schadet, der Verbrennungsmotor im Automobil oder der Umstieg und das Betreiben von Elektromotoren und Batterien  in Automobilen.

Die Argumente der Experten und Parteien sind gut für Propaganda und Gehirnwäsche, neue Autos mit neuen Elektromotoren sind gut für die Geldsäcke der Geldsäcke. Für die Menschen, die ein neues Auto kaufen müssen und nach wie vor im Stau stehen und jeden Tag 2 Stunden im Fahrzeug verbringen auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen und den Feinstaub vom Abrieb der Reifen weiter in die Lunge bekommen und nun auch noch für die Entsorgung der Batterien zahlen sollen, haben wenig Nutzen vom Elektroauto. Aber sie bezahlen die Autos und den Sondermüll und alles andere. Zugunsten der Geldsäcke.

Ob Windkraft oder Elektromobil, ob Bio-Laden oder Smart-Phone. Es ist, um Geld zu machen. Diskutieren sollten wir über ein neues Mobilitätskonzept, über Vermeidung von Verkehr, über dezentrale Energieversorgung, über Hunger in der Welt und die Notwendigkeit von 22 verschiedenen Sorten Cornflakes im Regal des Supermarktes. Reden wir darüber was unsere Kinder und Enkel in der Schule und in ihrer Freizeit machen. Darüber reden und Nachdenken und das Gehirn wieder frei machen von Propaganda der Reichen und Superreichen.  Fangen wir damit an.

 

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