Archiv f├╝r April 2015

Ersch├╝tterungen

Driftende Kontinentalplatten rieben aneinander, mit einer erheblichen Ersch├╝tterung hat sich die Lage entspannt. Einige Menschen fielen vom Berg. Einige mehr wurden unter den Tr├╝mmern ihrer H├Ąuser begraben.

Die Bundesregierung steht bereit, nach Kr├Ąften zu helfen, so die Merkelin. Bleibt abzuwarten, ob sich die Bundesregierung mit warmen Tee in Thermoskannen und warmen Decken nach Katmandu begeben wird.

Ein Beben ausl├Âsen sollte eine andere Meldung: Im Europaparlament haben einige Mitglieder des gr├Â├čten Parteienb├╝ndnisses, der EVP, Russland zum Feind der Europ├Ąischen Union erkl├Ąrt. ┬áBesonders Abgeordnete aus den baltischen Staaten, aus Polen und Rum├Ąnien, aber auch aus Schweden und Deuschland (CDU) machen sich, wohl unter dem Eindruck personalisierter Spenden f├╝r eine starke Pr├Ąsenz der Nato, der Erneuerung der Allianz mit der USA bis hin zur Modernisierung und Erweiterung des nuklearen Abschreckungspotentials in Eropa stark. Und das ist schon starker Tobak. „Wir m├╝ssen klar machen, dass wir f├╝r die von uns als existentiell erachteten Prinzipien von Europas Zukunft in den Krieg ziehen werden“, so die Sprecher einer Stiftung des EVP.

Das ist unser Europaparlament. Da wird TTIP durchgedr├╝ckt und da geht es jetzt um Atomwaffen in Europa. Wahrscheinlich werden sie demn├Ąchst eine Umfrage unter den Europ├Ąischen V├Âlkern starten:

„Sind Sie der Meinung, der n├Ąchste Krieg sollte mit Atombomben ausgetragen werden?

Bitte ankreuzen:  Ja / Nein

Sind sie der Meinung, der Dritte Weltkrieg sollte zwischen Russland und der EU ausgetragen werden?

Bitte ankreuzen: Ja / Nein

W├╝rden sie selber an diesem Krieg aktiv teilnehmen wollen?

Bitte ankreuzen: Ja / Nein

Wenn Sie mit Ja geantwortet haben: Wie lange w├╝rden Sie teilnehmen?

Bitte Zeit angeben: …….. (Tage)

W├╝rden Sie ihren Kindern raten an dem Krieg teilzunehmen?

Bitte ankreuzen: Ja / Nein

Wir danken f├╝r Ihre Teilnahme.

Unbedenklichkeitserkl├Ąrung: Die Angaben werden keinerlei Einfluss auf die derzeitige oder zuk├╝nftige Politik der EU oder eines ihrer Mitgliedstaaten haben. Ihre Angaben werden im Rahmen der internationalen Datenschutzrichtlinien vertraulich behandelt. Eine Auswertung erfolgt unter strenger staatlicher Aufsicht durch den BND und befreundete Dienste.“

Was auch immer die Russen tun und planen, sie mit der Atomaren Drohung in die Ecke zu treiben ist sicher die schlechteste Option. Jedenfalls f├╝r meinen Nachbarn und f├╝r den Mechaniker in meiner Autowerkstatt. Ich habe sie gefragt. Viele andere deutsche Normalb├╝rger h├Ątten sicher auch andere Vorschl├Ąge, aber sie wissen gar nichts von den Ideen der Br├╝sseler Abgeordneten. ┬á

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Der Absturz

Biber langweilte sich. Der Autopilot war an und tat seine Arbeit. Sein Copilot war schon auf dem Taxi-Way eingenickt. Sie standen in der Wartezone mit laufenden Triebwerken, fast eine halbe Stunde lang. Pilot Hans Biber war ein alter Hase. Er selbst hielt durch. Obwohl er auch etwas Schlaf brauchen konnte.

Den Kollegen lie├č er jedenfalls erst einmal einfach in Ruhe. Die paar Handgriffe und die Meldungen in der Startposition konnte er selbst tun. Er hatte irgendwie doch Mitleid mit dem Jungen. Und dabei stand dem noch alles bevor. Sie waren am Morgen aus Budapest gekommen, hatten zwei Stunden Pause und mussten dann zum n├Ąchsten Flug. Das ist verdammt wenig Zeit f├╝r einen Jungen, der eine ganze Nacht Schlaf nachzuholen hat. Die Abfolge der kurzen Fl├╝ge waren immer k├╝rzer geworden. Als Hans Biber bei der Gesellschaft anheuerte, da waren sie noch vier Mann im Cockpit. Da w├Ąre das gar nicht aufgefallen, wenn der Navigator schlief. Damals w├Ąre der Junge erst einmal als Navigator mitgeflogen. Sch├Âne alte Zeiten. Jetzt aber gab es keinen Navigator nicht mehr. Daf├╝r den Kollegen Computer. Hans Biber ├╝berlegte einen Augenblick, ob der Bordingenieur auch durch den Computer ersetzt wurde. Er fand keine Antwort. Einen Bordingenieur jedenfalls war auch nicht mehr im Flugzeug. dann musste er wohl durch einen Computer ersetzt worden sein.

So ein Bordrechner ist immer fit. Der Junge hatte wohl mit seinen Freunden in Budapest eine Sause gemacht. Sie hatten neun Stunden Pause in Budapest. Er h├Ątte es sein lassen k├Ânnen, aber er hat es getan. Hans Biber verstand das. Er war ja auch mal jung. Trotzdem ├Ąrgert er sich nat├╝rlich. aber er lie├č den Jungen schlafen. Endlich kam die Startfreigabe. Er weckte den Jungen. Der war auch sofort wieder bei sich und alles klappte wie am Schn├╝rchen. Schon nach wenigen Sekunden waren sie in den Wolken.

Allerdings war der Co-Pilot schon wieder eingeschlafen, bevor sie die Reiseflugh├Âhe erreicht hatten. Biber wartete die Reiseflugh├Âhe ab. Der Autopilot lief schon. Biber kontrollierte die Streckeneingabe und die ├╝brigen Anzeigen auf dem Bildschirm. Zuweilen flackerte der linke Bildschirm etwas. Biber hatte das im M├Ąngelbericht angegeben. Es sollte repariert werden, wenn die Maschine wieder auf dem Heimatflughafen Frankfurt sein w├╝rde. das war f├╝r die n├Ąchste Woche geplant. Biber hatte auch in der Wartungsluke in der hinteren Pantry einen Laptop entdeckt, der noch in der Wartungsschnittstelle steckte. Alles nur Kleinigkeiten. Sonst war alles in Ordnung.

Und Fliegen ist ja inzwischen Kinderleicht, dachte er mit einem weiteren Blick auf seinen jungen Copiloten. Hans Biber meldete sich aus dem Luftraum Barcelona ab. erst im Bereich Frankfurt musste er sich wieder bei der Flugsicherung anmelden.

Hans Biber warf noch einmal einen routinierten Blick ├╝ber die Anzeigen. Alles im „Gr├╝nen Bereich“. Er war zufrieden. Er schnallte sich ab, musterte noch einmal seinen schlafenden Copiloten und verlie├č das Cockpit. die T├╝r fiel ins Schloss. Er hatte eine halbe Stunde zeit.

Er wollte sich von seiner Freundin verabschieden. Sie sollte es nat├╝rlich nicht wissen, es sollte nur ein letztes gemeinsames Zusammensein werden. Er w├╝rde sich in D├╝sseldorf das Leben nehmen, es war beschlossen. Die Abschiedsbriefe waren geschrieben, alles ist durchdacht. Er hatte lange ├╝berlegt, wie er es machen wollte, aber er w├╝rde einfach vom Dach springen. Ein letzter Flug sozusagen. Zw├Âlf Stockwerke, das waren gut sechs Sekunden Flug. Eine ausreichende Zeit, es zu genie├čen. Er hatte die Police studiert. Die Gesellschaft zahlte bei Tod. Es war keine Klausel wegen Selbstmord enthalten.

Das Geld w├╝rde reichen seine Spielschulden zu bezahlen, den Sohn weiter auf diese unanst├Ąndig teure Eliteschule zu schicken und dann auf die Uni und auch f├╝r die Frau w├╝rde es bis zum Lebensende reichen. Sie wird sich nicht mal einschr├Ąnken brauchen. Aber die monatlichen Beitr├Ąge waren ja exorbitant. Da sollte es sich schon lohnen.

Hans Bieber musste warten. Die Flugbegleiter waren noch mit dem Verteilen von Kissen und Getr├Ąnken besch├Ąftigt. Aber Biber hatte sie schon anfassen k├Ânnen, als er an ihr vorbei in die hintere Bordk├╝che ging. Sie w├╝rde kommen, sobald sie sich freimachen konnte. Die anderen Steward w├╝rden sich nach vorne verziehen. Sie kannten das.

Biber war langweilig. Er sah sich in der K├╝che um. Ein Fach war nicht richtig geschlossen. Es klapperte. Dann sah er auf die geschlossenen Wartungsluke. Ihm kam ein Gedanke. Ein spitzb├╝bisches L├Ącheln huschte ├╝ber sein Gesicht. Er ├Âffnete die Luke.┬á Dann stellte er das Bordwartungsterminal auf den Modus Wartung. Er gab auf der Konsole eine Spritmenge von 12000 Gallonen mehr an, als sie wirklich an Board nehmen konnten. Dabei hatten sie nur halb getankt in Barcelona. Das w├╝rde f├╝r den Weg nach D├╝sseldorf reichen und f├╝r ein oder zwei Warteschleifen, wenn es sein musste. Gewicht kostet Geld und das war ja nicht notwendig. da verstand er die Gesellschaft. Und die Umwelt schonte es auch, und die Anwohner, wenn das ├╝bersch├╝ssige Kerosin nicht auf die Felder und die H├Ąuser abrieselte.

Die ge├Ąnderte Spritmenge musste jetzt ein L├Ąmpchen im Cockpit aufleuchten lassen. in wenigen Sekunden w├╝rd ein schriller Alarm in der Kabine und in den Kopfh├Ârern seines Copiloten t├Ânen. Dann w├╝rde der Bursche endlich aufwachen und seine Arbeit tun. Feiern hin oder her. Er hatte seine verdammte Arbeit zu tun.

Hans Biber wartete auf den Anruf seines Kollegen, der jetzt sicher in Aufregung sein musste. Der musste ihn jetzt ins Cockpit rufen. So die Vorschrift. Biber w├╝rde ihn beruhigen, die richtige Spritmenge wieder einstellen und nachher h├Ątten sie ein wenig zu lachen ├╝ber den Streich.

Der Anruf kam nicht. Biber ├Ąrgerte sich. Der musste einen verdammt tiefen Schlaf haben. Inzwischen musste doch das gesamten Instrumentenarsenal rot aufschreien.

Biber beschloss nach vorne zu gehen. Er stellte auf der Konsole die richtige Spritmenge wieder ein. Sicherheitshalber kontrollierte er noch einmal die vorhandene Spritmenge, bevor er die richtige wieder einstellte. Aber die Anzeige musste einen Fehler haben. Sie zeigte nur einen winzigen realen Rest an, der kaum f├╝r eine halbe Stunde Flug reichen w├╝rde. Aber vorne in der Kanzel war doch die richtige Menge angezeigt? Biber rief noch einmal die Daten der Sensoren ab. An deren Aussage┬á ├Ąnderte sich nichts. Biber ├╝berlegte, ob er den Tankwagen auf dem Rollfeld gesehen hatte. Er konnte sich nicht erinnern, denn er war im letzten Augenblick zum Flugzeug gekommen und sein ├╝berm├╝deter Copilot hatte ihm gemeldet, das die Vorbereitungen abgeschlossen waren.

Die Instrumente in der Kanzel zeigten allerdings die erwarteten Werte, w├Ąre es anders gewesen, dann w├Ąre es Biber aufgefallen. Doch halt, er stutzte, soweit er sich erinnern konnte zeigten sie den VOLLEN Tankstand an, nicht die halbe Tankmenge, die sie ja h├Ątten anzeigen m├╝ssen, und die Maschine war auch einige Sekunden fr├╝her abgehoben, als er es erwartet hatte. Er hatte es auf den Gegenwind geschoben und es vergessen. Biber machte die Luke zu und eilte nach vorne in Richtung Cockpit. Auf dem Wege streifte er seine Stewardess. Sie l├Ąchelten sich an.

Hauptmann Freeser sah den Strich auf dem Monitor. Das war sein ├ťbungsziel. Eine Zivilmaschine. Sie ist jetzt knapp 5 Kilometer vor ihm und etwas seitlich unten. Es war die ideale Position, um nicht bemerkt zu werden. Er gab die 270 ein. Noch ein „C“ f├╝r „Korrektur“, Ein „A“ f├╝r „Altitude“ ┬áund ENTER und die Maschine w├╝rde jetzt ihren Kurs ├Ąndern. Die Piloten w├╝rden es nicht einmal bemerken. Die Maschine w├╝rde sich unmerklich in eine Linkskurve legen und ihren ferngesteuerten Kurs fliegen. Aber es tat sich nichts. Irgendwas hatte er vergessen. Er hatte seit einem Jahr nicht mehr an der Konsole gesessen. Er suchte das Handbuch. Dass ihm das passieren musste. Er fand kein Handbuch. Er versuchte sich zu erinnern. Ein Buchstabe fehlte f├╝r die Vervollst├Ąndigung des Befehls.

Biber klopfte an die T├╝r. Nichts r├╝hrte sich. Er klopfte lauter. Er h├Ątte jetzt den Code eingeben m├╝ssen, um die T├╝r zu ├Âffnen. Aber der Zettel mit dem Code ist in seiner Jacke und die h├Ąngt in der Kabine.

Er blickt sich um die erste Stewardess zu suchen. Sie ist nicht zu sehen. Biber geht wieder nach hinten zur K├╝che. Seine Freundin f├Ąllt ├╝ber ihn her, sobald er durch den Vorhang ist. Er kann sie abwehren. Sie ist beleidigt, weil er sie mit beiden Armen von sich h├Ąlt.

Hauptmann Freeser winkte dem Operater-Unteroffizier, her├╝berzukommen. Da leuchtete aber ├╝ber seiner Konsole das Rote L├Ąmpchen. Er winkte ab. Die Operation musste unterbrochen werden. ├ťber den Kopfh├Ârer gab der Pilot den Grund der Unterbrechung durch. Die Sensoren f├╝r die H├Âhenmessung waren vereist. Er hatte die Computer ausschalten m├╝ssen und flog jetzt mit Handsteuerung. In solchen Situationen, so sagte es die Vorschrift, waren Fernsteuermissionen von Zivilmaschinen verboten. Wegen der Sicherheit.

Biber hatte inzwischen seiner Freundin erkl├Ąrt, dass er den T├╝rcode brauchte, um in die Kabine zu kommen. Die Freundin lachte ihn, immer noch beleidigt, aus, fing aber an nach dem Code zu suchen. Durch das Kabinenfenstern sah Biber drau├čen die Wolken aufrei├čen. Fetzen fliegen vor├╝ber. Die Berge wurden erkennbar. Es ist ein tr├╝ber Tag ├╝ber den Alpen. Da schoss die Erkenntnis wie ein Blitz durch seinen Kopf. Sie waren viel zu tief. Er lie├č die Freundin stehen. Sie hatte den Code noch nicht gefunden. Er hastete nach vorne zur Cockpitt├╝r. Er h├Ąmmerte dagegen. Endlich r├╝hrte sich etwas hinter der T├╝r.

Hauptmann Freeser sah noch einmal auf seinen Monitor. Eben war ihm eingefallen, dass er bei Richtungs├Ąnderung ein „D“ f├╝r „Direktion“ h├Ątte eingeben m├╝ssen, statt des „A“. „A“ stand f├╝r die H├Âhe.┬áAber die Operation war ja abgebrochen worden. Das Zeichen f├╝r das Radarecho der Zivilmaschine am oberen Rand seines Bildschirm verlosch gerade.

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