Wohin flüchten ?

4 Millionen Polen haben das Land in Richtung Westen verlassen, eine Million Rumänen und hunderttausende Bulgaren. Drei Millionen Ostdeutsche sind in den  „Goldenen Westen“ ausgewandert.

Wirtschaftsflüchtlinge allesamt. Geduldet, aber nicht geliebt. Sie besetzen die Arbeitsplätze, die schlechtbezahlten, zu schlecht bezahlten für den geübter Westeuropäer.

Wohin soll ich flüchten? Wohin kann ich flüchten? Wo gibt es ein Zuhause, ein Flecken Erde, wo ich leben kann und mich frei fühlen Sicherheit für mich und meine Familie, Gerechtigkeit und faire Behandlung, keine Angst vor Arbeitsplatzverlust, keine Angst vor dem Alter, wo mir droht alles zu verlieren, was ich aufgebaut habe, wo mir droht in Armut zu versinken, obwohl ich das ganze Leben gearbeitet habe, wo mir droht, die Medikamente nicht bezahlen zu können, die Wohnung nicht halten zu können und ausgeschlossen zu werden vom Leben für den Rest meiner Zeit wegen fehlender Mittel, wegen des Angewiesenseins auf Almosen des Staates, der diese nicht gerne gibt, der immer weniger gerne gibt, weil ich die Diäten der abgeordnet schmälern könnte, weil er mein Lebenswerk nicht anerkennt, weil er mich nicht mehr braucht, weil ich eine Belastung bin.

Wo kann ich sein? Wo kann ich Mensch bleiben mit der gleichen Achtung und Selbstachtung, die ich bisher hatte?

Vor Jahren, als es noch den Zaun, die Mauer, quer durch Europa gab und die westlichen Politiker bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der Freiheit und dem Wohlstand auf ihrer Seite des Zaunes sprachen und prahlten, da zog es die Menschen des Ostens in diese Freiheit, in diesen blitzenden Wohlstand. Nicht alle, aber fast alle, starrten zuweilen auf die prall mit Importwaren Apfelsinen, Bananen und anderen exotischen Früchten gefüllten Stände, auf die Autos, die jedermann haben konnte, auf des Telefon, das jeder  haben konnte und auf Fernseher, Computer und Radioapparate, die selbstverständlich in den Geschäften und Wohnzimmern standen, auf die Rockbands und die Sänger des Westens, auf Fußballstars in erfolgreichen Clubs.

Und da war natürlich die Freiheit, die trügerische. Jeder konnte in den Urlaub fahren, wenn das Geld da war, ohne Einschränkungen; jeder konnte seine Meinung laut sagen, solange ihm keiner zuhörte.

Nach Wohlstand schielen, das ist normal. Da kann man  schon mal den normalen Menschenverstand ausschalten.

Viele strömten aus dem Osten in den Westen, sobald es das Grenzregime zuließ. Viele wollten (und wollen) zurückkehren, sobald der Wohlstand auch in ihrer Heimat zu haben ist, und das konnte ja nicht mehr lange dauern, wie es Kanzler Kohl versprochen hatte und viele waren der Meinung, dass es wirklich so kommen würde.

Aber, es kam nicht so. Sie sind immer noch im Westen. Denn in der Heimat gibt es keine entsprechend bezahlte Arbeit. Der größte Teil von ihnen wird wohl nicht mehr als Wohlstandsflüchtling behandelt, die meisten sind integriert in ihre Umgebung und es wächst ja auch die nächste Generation schon heran.

Aber, haben sie das gefunden, was sie suchten?

Gesucht wurde der Wohlstand: die Bananen kaufen könne, das Wunschauto fahren können, den neusten Fernseher und die neuste Schallplatte haben können, in den Urlaub in exotische Länder. Diese Wünsche sind wohl wenigstens zum Teil erfüllt.

Verloren haben sie soziale Sicherheit, Freunde, Bekannte, Familie. Ersetzt wurde das durch Stress in allen Lebenslagen.

Inzwischen mag die Wohlstandsflüchtlinge keiner mehr. Es sind genug Arme im eigenen Staat. Die Schweizer haben Armuts-Einwanderung abgelehnt. Als erstes hat der schweizerische Unternehmerverband dagegen protestiert. Denn die billigen Arbeitskräfte werden ausbleiben. In der Schweiz scheint das Lohnniveau noch zu hoch zu sein, aus Unternehmersicht.

Wohin flüchten? Heraus aus dem Arbeitsstress, aus dem Alltagsstress? Die Kinder und Enkel aufwachsen sehen in Frieden und nicht überwacht. Hinein in soziale Sicherheit und auch Geborgenheit? Wohin.

 

 Aus aktuellem Anlass:

(Quelle: http://hinter-der-fichte.blogspot.de/)

Der mit der erhobenen Hand ist nicht der Herr Klitschko, aber der dahinter, das ist der Boxer-Bruder. Das Geld für die „Proteste“ gegen die legitime und gewählte Regierung  kommt aus den USA und aus der EU. So sieht die Demokratie heute aus, die von der Heinrich-Böll-Stiftung (Die Grünen) und von Steinmeier und vielen anderen  unterstützt wird.

An der Krim kann sich die ganze Welt entzünden. Und es ist bestimmt nicht im Interesse von Putins Russland und schon gar nicht zum Nutzen des deutschen Normalbürgers, wenn die Welt wieder einmal in Schutt und Asche versinkt. Aber diese Leute da auf dem Bild und ihre Hintermänner haben keinerlei Skrupel. Sie werden den Weltenbrand lostreten.

Und niemand wird irgendwohin flüchten können.


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