Liebe Wählerinnen! Liebe Wähler! Liebe Wählers!

Hier einige Zitate:

Martin Lindner(FDP):   „Mehr Mut, mehr Markt, mehr Freiheit. Nur mit uns.“

Die Ulknudel will also noch mehr Wirtschaftsliberalismus, Wirtschaftsdemokratie und Wirtschaftsfreiheit. Nun ja, die Freunde sind jedenfalls konsequent.

Rainer Brüderle (FDP) „Keine neuen Schulden. Keine neuen Steuern. Nur mit uns.“

Das kann ich verstehen: Der Vertreter der Industrie möchte keine  neuen Steuern  für die Industrie. Auch möchte er für die Banken keine neuen Schulden. Nur leider wird das ein frommer Wunsch bleiben. Vor allem für die Mehrheit der Bevölkerung. Gegen Mehrwertsteuererhöhung hat auch Brüderle nichts.

(FDP) „Privat vor Staat.“

Na siehste! Das kann ich sagen, wenn ich nicht auf die Grundsicherung vom Staat angewiesen bin. Und wenn ich an der Privatisierung der Wasserwerke verdiene und die anderen die hohen Gebühren zahlen.

(SPD) „Das WIR entscheidet   WIR für bezahlbare Mieten “

(SPD) „Das WIR entscheidet   WIR für mehr Kitaplätze “

(SPD) „Das WIR entscheidet   Sparer schützen-nicht spekulieren Bankenregulierung wählen! “

WIR sind uns für nichts zu schade. WIR haben die Steuerpolitik zugunsten der Konzerne geändert, WIR haben die Ausweitung des Niedriglohnsektors auf den Weg gebracht, WIR haben die Hedgefonds zugelassen, WIR haben die Agenda 2010 mit der Erniedrigung und Ausgrenzung von Millionen Deutscher initiiert, WIR haben dafür gesorgt, dass die Renten vom BIP abgekoppelt werden und sind verantwortlich für die Rente mit 67. WIR sind zu jeder neuen Schweinerei in einer großen Koalition zu haben.

(CDU) „Solide Finanzen sind wichtig. Weil wir an morgen denken. Gemeinsam erfolgreich.“

(CDU) „Gute Arbeit und neue Ideen. So bleibt Deutschland stark.“

(CDU) „Sicher Arbeit. Gemeinsam erfolgreich.“

(CDU) „Gemeinsam erfolgreich. Für Deutschland.“

So kennt man sie. Immer stark mit Allgemeinplätzen.  Zuverlässig nichtssagend. „Damit Deutschland weiter gut regiert wird.“(CDU) – Und die Katastrophe etwas später kommt. Vielleicht gar nicht. Aber das weiß man nicht.

(Gruene) „Wer ist hier fürs Klima zuständig? Und Du?“

Die Grünen sind jedenfalls nicht für das Klima zuständig. Das macht die Natur alleine. Die Grünen können ein bisschen am Klimaschutz werkeln, aber auch da sind sie etwas inkonsequent. Kein Wunder, wenn man außer heißen Diskussionen nicht viel zu bieten hat.

(Gruene) „Meine Mudda wird Chef. Und Du?“

Das kann ergänzt werden mit Claudia Roth: „Wir wollen vor allem auch die Stellung der Frauen verändern, für Demokratie und Menschenrechte sorgen.“  Jawoll! Die Menschenrechte kommen zum Schluss. Deswegen auch die Beteiligung an Kriegen.  Und irgendwo vor dem Schluss kommt die Demokratie. Deswegen konnten die Gruenen auch alle ihre Ideale und anfänglichen Losungen entsorgen. Denn am Anfang steht die Stellung der Frau.  Bio, Öko, Nachhaltigkeit, AntiAtom, Friedensbewegung, das ist alles sehr schön. Vor allem läßt sich immer so trefflich darüber diskutieren und das Image pflegen. Vor allem aber ist es die Stellung der Frau. Wahrscheinlich die von Claudia Roth.

((SPD)(FDP)(CDU)(GRUENE))  – Sie sagen alle das Gleiche: Mit uns geht es so weiter wie bisher. Und das ist gut so (für uns).


Kommentare

2 Antworten zu „Liebe Wählerinnen! Liebe Wähler! Liebe Wählers!“

  1. Hallo Kraax,

    Du sprichst dem unentschlossenen Wähler aus der Seele, der bis fünf Minuten vor dem Gang zu Bahre, äh Urne natürlich, immer noch nicht sicher weiß, wo er sein Kreuz macht.
    Nach den ganzen Berichten in den Medien über den Wahlkampf und die Wahlkampfthemen, die sich immer nur zwischen Pest und Cholera unterscheiden, ist eigentlich nur eine Wahl sicher.
    Wer die Situation verbessern oder auch nur verändern will, darf sich nicht auf eine der sechs bis sieben Parteien verlassen über die ständig berichtet wird.
    Die wichtigste Entscheidung steht ebenfalls fest. Nicht-Wählen ist keine Alternative.
    Durch nicht wählen ändert man das System überhaupt rein gar nicht. Ganz im Gegenteil und ich möchte jetzt gar nicht auf die Stärkung der „Radikalen“ hinaus.
    Durch Nicht-Wählen wird das System selbst gestärkt und man unterstütz alle, die es aufgebaut haben, die sich darin gemütlich niederlassen und deren Mäuler es stopft.

    Die Kreuze, die ich tragen werde stehen fest. Sie sind eben nur noch nicht konkret bis zu dem Zeitpunkt, in dem ich den Stift in der Hand halte.

  2. […] alle berechtigten Wählerinnen, Wähler und Wählers gibt es wenige Tage, nein, Stunden vor der Wahl noch eine kleine Entscheidungshilfe. Und lesen Sie […]

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