Patrioten

Patriot – Raketen in der Türkei. Deutsche Patrioten (Personen, die eine emotionale Bindung zu ihrem Heimatland haben) sollten gegen die Stationierung deutscher Soldaten mit Kriegsgerät in einem fremden Land sein. Aber auch die SPD, die 1914 den Marsch deutscher Soldaten nach Belgien und Frankreich befürwortete, gab damals den Patriotismus als Grund für die begeisterte Zustimmung an. Nach 1945 ist das Wort „Patrioten“ für Deutsche aus der Mode gekommen. Deshalb kommt „Patriot“-Flugabwehrsystem kommt ja auch aus der USA.

Jetzt ist es wieder soweit. Patrioten in der Vorneverteidigung in der Türkei. Im Mittelmeer sind wir schon, der Auftrag wurde gerade in der letzten Woche vom Bundestag verlängert, am Horn von Afrika, wo sich deutsche Soldaten sogar auf dem Strand die Füße waschen dürfen und natürlich verteidigen wir am Hindukusch unser schönes demokratisches Land.

Zwar verbietet das Grundgesetz (GG Abschnitt X Artikel 115a) den Einsatz deutscher Soldaten außerhalb eines Verteidigungsfalles, aber das Papier ist inzwischen nur noch ein Wisch am Hintern des Parlaments.

Die Propagandamaschine läuft. Der deutsche Michel erfährt aus den Medien die Greueltaten der syrischen Regierung, der alte Lügenhammer „Chemische Waffen“ wird hervorgeholt. Das sollte aber selbst beim  Stammtischpatrioten keinen Eindruck mehr schinden.  

 „Patriot“-Raketen, das sind Flugabwehrraketen. Damit scheißt man Flugzeuge ab. Granaten, die verirrt und von wer-weiß-wem abgeschossen wurden und vielleicht auf türkischem Territorium landen könnten, können damit nicht abgeschossen werden. Das geht nicht!

 Warum schickt die Bundesgermanische Regierung Flugabwehr-Raketen nach Türkei? Haben die keine? Tatsächlich haben die Türkei 193 Batterien an Flugabwehrraketen(Quelle: globaldefens.net) bei sich rumstehen. Wahrscheinlich sind sie alle gerade in der Wartung. Deswegen haben auch die Niederlande und die USA noch je zwei Bataillone in die Türkei geschickt.

Im Übrigen wird die Syrische Regierung gerade andere Themen haben und sich nicht durch einen Luftangriff auf die Türkei weitere Probleme verschaffen.

Alles ist etwas verworren. In der UN wurde von mehreren Staaten ein Vorschlag eingebracht, dass durch eine Kommission bestehend zur Hälfte aus ‚“Freiheitskämpfern“ und zur anderen Hälfte aus Vertretern der gewählten Regierung Syriens, eine neue Wahl in Syrien vorbereitet und in Gang gebracht wird. Assad hat nach einigem Zögern zugestimmt. Er sah einen Weg den bürgerkriegsähnlichen Zustand in seinem Land zu beenden.  In letzter Minute haben die USA und einige Freunde im Sicherheitsrat diese Möglichkeit verhindert.

 Selbst wenn man kein „Freund des syrischen Volkes“ ist, muss man nicht automatisch ein Freund der rechtmäßigen syrischen Regierung sein. Aber sie ist genauso rechtmäßig gewählt, wie die Regierung in Kairo oder in Berlin, nur sie bekommt nicht die gleichen Chancen. Egal was man von beiden Seiten hält, es hätte eine oder schon mehrere Möglichkeiten gegeben, das Töten zu beenden. Das Chaos wird von den westlichen Staaten mit Hilfe einiger Satelliten aufrecht erhalten.  

Aber es ist zu offensichtlich. Es stinkt. Es stinkt gewaltig. Die USA und deren Freunde versuchen auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ihre Interessen, welche auch immer das sind, durchzusetzen. Selbst wenn die „Freunde des syrischen Volkes“ in Syrien an die Macht kommen würden, die USA hätte keine wirkliche Freude daran. Denn einige dieser Führer wollen eine islamistische Republik ausrufen und da ist der Feind Nr. 1 – die USA!

Im Norden Syriens, im Kurdenland, haben die Kurdischen Vertreter die „FRA“ schon deutlich belehrt, wer das Sagen hat. Hier hat die Türkei ein Problem. In Syrien kann sich eine kurdische Armee bilden. Das was unter einer starken Syrischen Regierung bisher nicht notwendig und möglich war, das wird jetzt geschehen. Und dann kann es tatsächlich zu einem Krieg in der Türkei kommen: Gegen die Länderübergreifenden Kurden.

 Die Raketen sind nicht für die Türkei. Sie werden wahrscheinlich auch nicht abgefeuert. Denn kein regierungsfreundliches syrisches Kampfflugzeug wird sich in die Türkei verirren, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit.

Die Raketen sind ein weiterer Schritt um die Entmachtung des „Deutschen Souveräns“ – dem Wahlvolk, zu demonstrieren. Der deutsche Michel ist daran zu gewöhnen, dass deutsche Soldaten in fremden Ländern kämpfen. Das ist ja sowieso die normalste Sache der Welt. Amerikaner treiben sich ja auch überall rum und die Briten und vielleicht bekommt ja Deutschland auch wieder ein Stückchen Kolonie ab. Ein Stück in Übersee, wo dann die Konzerne wüten können und die Rüstungskonzerne ihre Waffen ausprobieren oder vorführen können, wo der deutsche Müll endgelagert werden kann und deutsche Unterhosen genäht werden für deutsche Soldaten.

Der deutsche Michel ist es ja schon gewohnt keine Beachtung von der Politik zu erfahren. Die Stimme wird einfach ignoriert. Aber es wird immer weiter getrieben. Bis die Diktatur, die eigentlich schon überdeutlich ist, auch ausgerufen werden kann. Kommt jetzt „Die Krise“ dazu, dann wird es „Notstandsgesetze“ geben, Die „Linke“ wird offiziell aus dem Bundestag entfernt als „unpatriotisch“ und als Warnung an alle Aufbegehrenden und dann ist es wieder soweit: Die unumschränkte Herrschaft ist da!

 Nun einen „Guten Einkauf“. Das Fest ist nahe. Gönnen Sie sich und Ihren Lieben etwas! Es ist das Fest des Friedens!


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