Erst ist die Türkei dagegen, dann ist sie dafür. Erst will die NATO nicht, dann doch, Deutschland enthält sich, stellt aber alle möglichen Hilfsmittel. Was ist da im Gange? Laut demokratischer Medien gibt es keine gemeinsame Führung. Die Franzosen stoßen vor, die Engländer fliegen Angriffe und die Amis auch.

Wer glaubt, dass solch ein Krieg ohne jede Führung und ohne „Kollateralschäden“ durchzuführen wäre, mache folgenden Versuch:  Er verabredet sich mit Freunden und Familienmitgliedern. Man stelle sich als gemeinsames Ziel, den im Garten störenden Maulwurf zu verjagen. Natürlich müssten alle versprechen, keine der Pflanzen zu zerstören, die Kohlrabi und Zucchini auf keinen Fall zu schädigen und auch die Gartenwege und den Zaun in Ruhe zu lassen. Die Pflanzenfreunde würden das Vorhaben wegen „Nicht-Durchführbarkeit“ ablehnen. Einige würden vorschlagen die  Sauerstoffzufuhr zum Garten zu unterbinden, um dem Maulwurf die Luft zum Atmen zu nehmen. Und die „Willigen“, die dann doch noch kommen, würden ohne Plan, sich gegenseitig behindernd oder sogar verletzend, aus dem Garten eine wüste Landschaft machen. Mit den Gartenfreuden wäre es jedenfalls zu Ende. Die Zucchini wären vernichtet.

Viele der Bilder, die wir aus Lybien sehen sind schlichtweg falsch. Und die Kommentare der Medien dazu sind falsch und tendenziell. Die Lügenmaschine läuft. Die Menschen vor den Fernsehern  haben keine anderen Quellen. „Der Diktator muss weg,“ tönt es. Die Verwüstungen der Leute mit dem Spaten werden dem Maulwurf zugeschrieben. Nicht ein einziger Maulwurfshügel kommt ins Bild.

In der Nacht früh um halb vier brüllt der eine  „Zeitung“ – Verteiler auf der Straße dem anderen zu: „Hast Du schon gelesen, Liz Tailor ist tot.“ Der andere geht nicht mal auf diese so wichtige Meldung ein, er macht dem anderen den Vorwurf: „Du bist in meiner Straße!“ Er hat den Versuch der Ablenkung erkannt. Und die nachher geführte lautstarke Auseinandersetzung weckt die halbe Straße.

Aber die wollen eigentlich nur ihren gutbĂĽrgerlichen Schlaf. Die interessieren sich nicht fĂĽr Liz Tailer, jedenfalls nicht zu dieser Stunde und auch nicht dafĂĽr, wer in welcher StraĂźe die Zeitungen verteilt.

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