Was wenn die Pleite einfach kommen wĂĽrde? Den Euro aufgeben?

Neben dem Gefühl, dass sowieso immer alles teurer wird und seit dem wir den Euro als dritte Währung haben erst recht, ist nichts dran am Euro. Wenn wir nach Polen fahren zum Tanken oder für billige Zigaretten, tauschen wir immer noch in diesen Zloty um, weil das nocheinmal einige Cent spart und man nicht das Gefühl hat über den Tisch gezogen zu werden von den geschäftstüchtigen Polen.

Die Europäische politische- und die Finanzelite diskutieren den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro und vor allem natürlich die Folgen für die starken Eurostaaten (Die im Übrigen nicht weniger, eher dramatischer verschuldet sind wie Griechenland.)

Für die Griechen selbst wird die gegenwärtige Lage, wie auch alle folgenden möglichen Szenarien, als dramatisch eingeschätzt. Niemand glaubt daran, dass die Griechen in der Lage sind, die Schulden, die sie angehäuft haben, je wieder abzubauen. Der gegenwärtige Abbau der Wirtschaftsleistung trägt ebensowenig zum Optimismus bei. Und auch eine neuerliche Geldspritze wird wie die vorherige nicht zu einem Aufschwung der Wirtschaft führen können.

Was oder wer kann denn einen Aufschwung der Wirtschaft bringen? Und können durch einen Aufschwung der Wirtschaft die Schulden abgebaut werden? Wer hat überhaupt die Schulden und bei wem?

Der griechische Staat hat Schulden bei den Banken. Diese entstanden, weil der Staat zu hohe Ausgaben hatte(gekaufte U-Boote von Deutschland, Subventionen an einheimische Niederlassungen ausländischer Firmen, hohe Löhne an den Beamtenapparat) und zu wenige Einnahmen. So ein U-Boot bringt ja in der Regel keine Profite, es sei denn man kann fremde Länder unterdrücken und ausrauben. Subventionen würden Einnahmen über zu erwartenden die Steuern bringen, wenn die subventionierten Betriebe denn auch ihre Gewinne in Griechenland angemessen versteuern würden und hätten. Oft aber sind die Subventionen reine Zuwendungen, die nur wenig Rückfluss in die Staatskassen bringen.

Ein Aufschwung in der griechischen Wirtschaft ist nicht zu erwarten, deshalb braucht sich auch niemand über dessen  Folgen Gedanken zu machen.  Vom griechischen Staat wird erwartet, dass er die staatlichen Beteiligungen abbaut, privatisiert und verkauft. Das ist aber eine Einbahnstraße und hinterlässt nur einen, wenn überhaupt, einmaligen Eindruck auf die Kassen des Landes. Das von vielen Händen geschaffene Volkseigentum, denn darum handelt es sich beim Verkauf von Staatseigentum, wäre für das Volk für immer verloren.

Was wenn diePleite einfach kommen wĂĽrde?  Schluss, aus, kein Geld mehr.  –  Arbeiten die Menschen nicht mehr, laufen die E-Werke nicht mehr, sind alle Häuser eingestĂĽrzt, ernten die Bauern nicht mehr, weil alle FrĂĽchte vertrocknet sind?

Wenn es in Griechenland plötzlich keinen einzigen Euro mehr geben würde, wenn alle Konten über Nacht gelöscht wären, wer würde dann Nase machen?

Nicht der Arbeiter auf dem Bau, denn die Steine, mit denen er das Haus bauen wird, sind nicht zerfallen. Nein, es geht weiter.  Auch der Bauer wird nicht leiden, denn die Oliven sind nicht plötzlich vom Baum gefallen. Selbst der Beamte in der Schreibstube kann weiter arbeiten, denn seine Formulare sind noch im Regal. Die Häuser stehen noch, die Menschen haben noch ihr Bett. Die Speicher sind immer noch voller Korn und die Kühe geben weiterhin Milch. Die Menschen leben nicht vom Geld, sie brauchen Wohnung,Strom und Früchte.

Deshalb: erklärt den Bankrott. Löscht alle Schulden, die der Fremden Banken, und die der eigenen. Sie haben euch über die Jahre zu Sklaven gemacht. Ihr arbeitet nur noch für die Banken. Seit Jahren und die Schulden werden nicht weniger, sie werden mehr und mehr. Die Banken haben die Welt so eingerichtet.

Vielleicht müsst  ihr vorübergehend auf den Kauf eines neue japanischen Handys verzichten oder den Kauf eines italienischen Automobils, bestimmt müsst ihr die Verkehrs- und Energiepolitik überdenken, denn Öl gibt es nur gegen hartes ausländisches Geld; vielleicht müsst ihr die Kohlegruben von Thessaloniki wieder öffnen, aber es sind eure eignen.

Ihr werdet leben und nicht mehr Sklaven der Banken sein, ausländischer Banken. Die Früchte eurer Arbeit werden nicht mehr andere im Ausland genießen.

Macht einfach eine Pleite!

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