Archiv f├╝r November 2020

Sozial, menschlich.

Der TV-Konsum nimmt zu. Netflix feiert Quotensiege. Wir glotzen Serien. Wir stumpfen ab. Wir d├╝rfen arbeiten und einkaufen. Amazon verkauft bl├Âd wie noch nie: Alles muss raus.

Die gro├čen DAX-Firmen machen einen Reibach, sie steigern ihre Gewinne, auch wenn es nur B├Ârsengewinne sind. Die Banken werden wieder systemrelevant. Bald.

Kennt ihr ein Wort mit 3 mal ÔÇ×RÔÇť? Ich kennen eines: Systemirrrelevant. Ich wei├č auch auf wen das Wort anzuwenden ist! N├Ąmlich auf Wirtsleute und auf Theaterleute. Sicher gibt es noch mehr. Aber es sollte ja auch nur ein Beispiel sein.

Alle, die systemirrrelevant sind, sollen zu Hause bleiben. Ich finde, es sollten noch mehr im trauten Heim bleiben.

Ja, alle sollen zu Hause bleiben. Zuerst die Polizisten. Die, die durch die Stra├čen laufen und Leute ansprechen wegen der Nicht-Vermummung. Dann die Angestellten der Ministerien, einschlie├člich der angestellten Minister. Die k├Ânnen dann keine gesetzeswidrigen Handlungen mehr betreiben. Auch die Medienleute sollen alle zu Hause bleiben. Dann f├Ąllt falsche und unvollst├Ąndige Berichterstattung, und Hetze auch, weg und wir w├╝rden nichts verlieren. Schlie├člich sollen auch Lobbyisten und Berater mit Ausgangsverbot belegt werden. Die Abgeordneten w├Ąren dann zwar hilflos und es w├╝rden vielleicht gar keine Gesetze mehr geschrieben werden, aber es k├Ânnte auch nichts mehr noch belastender f├╝r die Gesellschaft und die Menschen werden. Vielleicht w├Ąren nicht mal mehr Kriege m├Âglich, weil die Mitarbeiter, die in den Ministerien daf├╝r zust├Ąndig sind, nicht in der Lage sind, das zu tun. Aber gut. Kein Verlust.

Schlie├člich sollten auch alle Busfahrer, Gleisbauer, Computerverk├Ąufer, Lagerarbeiter und alle die anderen flei├čigen Leute mal eine Auszeit nehmen. Ihnen tut es gut und wirklich zu Schaden kommt keiner, wenn mal 4 Wochen keine Kosmetik verkauft wird. Es k├Ânnte ja vielleicht aus unseren Steuergeldern ÔÇ×KosmetikverkaufsausfallgeldÔÇť gegeben werden.

(Vergesst nicht, dass in der Zeit den Kranken und Schwachen geholfen werden muss. Denn keiner soll an Leib und Leben zu Schaden kommen.)

Was ich mir davon verspreche? Ich hoffe, dass eine Diskussion in Gang kommt.

W├Ąre es nicht angebracht, das Gesundheitsministerium in Medizinministerium umzubenennen und an die Pharmaindustrie zu ├╝bergeben?

Abwegig? Ja, aber ihr m├╝sst doch einsehen, das w├╝rde sehr viele Kosten sparen, an die Spitze des Ministeriums k├Ąmen Leute, die von der Medizin etwas verstehen.

Das mit den Kosten ist so: Der Minister wird bezahlt. Im Augenblick wird er wird vom Staat bezahlt, obwohl er doch nichts f├╝r den Staat, also f├╝r die B├╝rger macht. Warum also sollten die B├╝rger ihn bezahlen? Er hat auch keine Ahnung von Medizin und Gesundheit oder Arzneien, nicht einmal von Wirtschaft hat er Ahnung, denn au├čer bei seinem Studium hat er nichts von der Wirtschaft gesehen. Er wird also g├Ąnzlich umsonst auf dem Posten gehalten und kostet einen Haufen Geld.

W├╝rde man einen Mann resp. eine Frau an die Spitze des Ministeriums setzen, die aus der Pharmaindustrie stammt, dann also entweder Wirtschaft oder Medizin oder Arznei ordentlich gelernt hat, und w├╝rde der oder diejenige dann auch noch direkt von der Pharmaindustrie bezahlt werden, dann w├Ąre doch allen geholfen, oder? Der-/diejenige d├╝rfte den ganzen Stab mitbringen, nat├╝rlich auch von der Pharma und von der Pharma bezahlt und alle h├Ątten, mehr oder weniger, Ahnung von dem, was sie tun und es w├Ąre zielgerichtet und die ganzen Umschreibungen und Ausreden k├Ânnten wegfallen. Eine Win-Win-Situation!

Gleiches l├Ąsst sich mit dem Verteidigungsministerium, umbenannt in das R├╝stungsministerium machen. Die Frau an der Spitze, ├╝brigens schon die zweite Frau in Folge, und ÔÇŽ. , jedenfalls hat sie auch keine Ahnung von Krieg und R├╝stung. Sie hat weder irgendwo im Sch├╝tzengraben gelegen oder einen Kampfjet ├╝ber feindlichem Territorium gesteuert, noch hat sie eine, wenn auch irgendwie geartete Beziehung zur R├╝stungsindustrie. Jedenfalls keine ernsthafte offizielle.

Nochmal zum Thema Frau: Es soll jetzt hier nicht so aufgefasst werden, dass ich irgendwas gegen Frauen sagen will. Gleiche Bezahlung f├╝r gleiches Geld, Wahlrecht, das ist alles in Ordnung. Auch dass die V├Ąter jetzt den Mutterschaftsurlaub machen d├╝rfen, ich habe kein Problem damit. Aber, Frauen und Waffen, totschie├čen, wo sie doch eigentlich Geb├Ąrende sein sollen, Lebenschenkende, liebevolle M├╝tter, das will f├╝r mich nicht passen. Bei der Frau v.d.L. will mir das gar nicht in den Kopf, wo sie doch so viele Kinder an ihr Herz gedr├╝ckt hat! Und immerhin hat sie dreien selbst das Leben geschenkt. Bei der Frau, die jetzt da oben sitzt, da ist das anders, ich glaube, der wollten sie eine auswischen. Die kann da auch nichts daf├╝r. Armes M├Ądchen.

Aber, es w├Ąre einfacher, wenn das Ministerium gleich mit R├╝stungsleuten besetzt werden w├╝rde. Die Diskussion, ob jetzt Handfeuerwaffen von H&K geleifert werden d├╝rfen, er├╝brigt sich doch, wenn der Minister ein Angestellter von H&K ist! Es g├Ąbe keine jahrelangen kostspieligen Verhandlungen, Tests und Reklamationen mehr. Noch besser w├Ąre Rheinmetall Defence! Da k├Ânnen gleich die gr├Â├čeren Deals, ungebremst durch teuren B├╝rokratismus, bew├Ąltigt werden.

Also ich finde, ein toller Vorschlag. So was m├╝├čte man eigentlich bezahlt kriegen! JuliusTurm.

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Hut ab zum Gebet!

Ich kannÔÇÖs ja auch nicht mehr h├Âren. Aber es muss wohl sein. Das Drama geht weiter.

Wir vergessen den Fall Navalny, das ist lange her. Wird Nordstream weitergebaut? Schnee von gestern. Krieg in Syrien? Bundeswehr in Afghanistan? Regenwaldabholzung?

Wir ignorieren den Probeabwurf amerikanischer Atombomben auf deutsches Staatsgebiet im September. Amerikanische Bomben an deutschen Flugzeugen, die auf Befehl des US-Pr├Ąsidenten nach Osten fliegen.

Gibt es eine Krise der Weltwirtschaft? Hat da irgendjemand von Autos auf Halden gesprochen? Nichts geh├Ârt, nur Gefl├╝ster im Wind.

Da hat jemand den Sozialisten in Bolivien gew├Ąhlt. Chile bekommt eine Verfassung. Das interessiert uns nicht, das hat uns nicht zu interessieren. Bei uns gibt es US-Wahl und Corona, das reicht, um die Schlagzeilen zu f├╝llen.

Die US-Wahl ist nat├╝rlich aufregend. Schon weil der Weltpolizist immer noch die Deutschen und halb Europa wie eine Besatzungsmacht zu regieren versucht. Und Corona besch├Ąftigt uns nat├╝rlich auch. Nichts langt mehr in unser t├Ągliches Leben hinein, wie diese Virus-Erkrankung. So scheint es.

Dabei sind die Einschl├Ąge weit weg. Kaum jemand kennt einen Infizierten. Noch weniger einen Erkrankten und einen ÔÇ×mit oder anÔÇť der Virus-Erkrankung COVID Verstorbenen gekannt zu haben, ist relativ unwahrscheinlich. Nur 0,16 Promille der deutschen Bev├Âlkerung stirbt mit oder an COVID19. Wenn sie in einem gro├čen Dorf mit ├╝ber 6000 Einwohnern zu Hause sind, dann ist vielleicht in diesem Jahr Einer oder Eine, an oder mit COVID 19 in ihrem Dorf gestorben.

Aber das sind Zahlenspiele. Noch dazu Zahlenspiele mit Menschen. Das ist ethisch bedenklich. Ebenso ethisch bedenklich ist es aber auch die Ergebnisse der mit SARS-Cov-2-Testkits durchgef├╝hrten Tests f├╝r die Einschr├Ąnkung der B├╝rgerrechte heranzuziehen. Alle Hersteller schreiben, dass ihr Test f├╝r diagnostische Zwecke ungeeignet sei. Elon Musk soll sich viermal kurz hintereinander testen lassen haben. Davon waren zwei Tests positiv und zwei Tests waren negativ. So lustig kann die Welt sein! Damit sind die Ergebnisse nur Zahlenspielereien.

Das ist nicht nur Ignoranz oder Dummheit. Und dann ist es nicht nur moralisch bedenklich, dann ist es strafrechtlich relevant.

Oder es ist doch massiver Realit├Ątsverlust, Irrsinn, Schizophrenie oder eine andere schlimme Geisteskrankheit. Bei Leuten, die Gesetze machen! Und es scheint um sich zu greifen!

Es geht weiter: Die Wirtschaft im Land wird weiter massiv gesch├Ądigt. Es rafft kiloweise Selbstst├Ąndige und kleine Mittelst├Ąndler dahin. (Die gro├čen dagegen, die DAX-Konzerne, fahren satte Gewinne ein.) Die Staatsfinanzen werden ├╝berm├Ą├čig belastet und sind bald vollst├Ąndig von privaten Geldgebern abh├Ąngig. Der bundesdeutsche Staat, die L├Ąnder und die Kommunen werden gezwungen sein, alle Infrastruktur zu verkaufen. Alles bewegt sich dahin. Alles wird dem (US-) Gro├čkapital geh├Âren. Von Omas H├Ąuschen, ├╝ber den Lampenladen, die Autowerkstatt, die Autobahn, das Wasserwerk, die Brauerei und der Papierfabrik bis zur Staatsbank. Monopoly. Armes Deutschland!

Das Gute: Wenn ihnen alles geh├Ârt, dann l├Ąsst sich auch kein Geld mehr damit verdienen und keine Konkurrenz mehr vernichten, dann sind auch die Gro├čkapitalen am Ende der Fahnenstange angekommen. Finito! Keine Ausbeutung mehr, kein Corona mehr, alle machen nur noch Ferien! Auch wir.

Euer Klaus Kleiner

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Wie ist der Plan?

Die Verschmutzung

Wir sind uns doch alle halbwegs einig: Die Verschmutzung der Welt geht voran und wird langsam, aber sicher bedenklich und wenn man die Augen nicht zumacht, dann k├Ânnte man drauf kommen, dass die Verschmutzung ein unertr├Ągliches Ausma├č annehmen k├Ânnte.

Der Eine sieht die Plaste, die ├╝berall rumfliegt und da muss man nicht unbedingt wissen, dass in vielen Kosmetika Microplaste verwendet wird, man oder frau braucht nur auf die Str├Ąnde in den Urlaubsparadiesen von der Nordsee ├╝ber die Ostsee, den Gardasee, das Mittelmeer oder die Copacabana anzusehen, um eine Ahnung vom Ausma├č zu bekommen und es langsam als bedrohlich zu begreifen. Es sind die B├Âden, es ist im Wasser, im Boden, in der Luft, an jedem verdammten Platz auf diesem Planeten und auch im Weltraum; es ist Plaste, es sind Pestizide, es sind Quecksilber, Uran und Plutonium, Metallschrott und ganz gew├Âhnlicher M├╝ll.

Elon, der Gute, der Senkrechtstarter, die Hoffnung der technischen Menschheit und der Umweltelektros, der will eine Flotte von tausenden Satelliten in das All schie├čen. Dann hat nicht jeder einen Satelliten, aber jeder Internet und kann streamen und twittern, wo auch immer er sich aufh├Ąlt. Was f├╝r ein Segen f├╝r die Menschheit. Elon ist segenreicher als der Segengebende selbst. Und es gibt nur die einzige Stelle, bei der bezahlt werden muss, kein Stress, ganz einfach. Elos Klingelbeutel ist jederzeit offen.

Letzte Woche schon sind zwei Satteliten zusammengesto├čen und haben sich zu tausenden Schrottteilchen aufgel├Âst. Das kommt vor, davor ist man nicht gefeit, das ist nicht so schlimm. Es sind ja noch genug andere da, die als Schrott enden k├Ânnen. Und die Europ├Ąer schicken noch welche hoch und die Russen und die Chinesen. Es wird schon.

Raubbau

Wir sind uns auch halbwegs einig, dass der Raubbau an Ressourcen sich in kurzer Zeit, es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern, auf unsere Lebensbedingungen, auch auf unsere, Auswirkungen haben wird. Bisher sind es vor allem die Ureinwohner Afrikas, Amerikas, Australiens und auch Asiens, die unter dem Ressourcenhunger der industriellen Welt und der industrialisierten V├Âlker zu leiden hat. So scheint es. Aber wir selbst sind es schon, die keine Schmetterlinge mehr am Waldrand haben und die W├Ąlder selbst zerfressen sind. Bald wird es den industrialisierten Osten selbst gefressen haben. Und den Westen sowieso.

Umstritten ist die Auswirkung menschlicher Produktion und Verbrauchs auf die Zusammensetzung der Luft und der Auswirkungen auf die Ver├Ąnderung des Klimas. Das ist auch gar nicht so wichtig. Die Langzeitfolgen der Energieumwandlung des Menschen und der steigende und zuk├╝nftige Energiebedarf werden Ver├Ąnderungen zur Folge haben. Anders geht es gar nicht. Millionen Jahre alte, in verfaulten B├Ąumen tief unter der Erde in Oel umgewandelte, gespeicherte Energie wird in die Lebenssph├Ąre entlassen. Ein Kreislauf wird gest├Ârt, und f├╝r gew├Âhnlich hat solche eine St├Ârung ungewollte und ungeahnte Folgen.

Der steigende Bedarf an Energie wird weiter steigend sein. Der technische Fortschritt, den wir uns g├Ânnen und den wir auch anderen g├Ânnen, zum Beispiel den Schwarzafrikanern im fernen Busch und den indogenen V├Âlkern in Sumatra, braucht einfach Energie. Mehr Internet braucht mehr Server-Stationen/Parks/Kolonien, und die brauchen saum├Ą├čig Energie. Sie laufen 24 Stunden jeden Tag. Das Internet verbraucht ebenso soviel Energie wie Russland! Wir m├╝ssen uns also was einfallen lassen. Russland kann man einfach abschalten, aber doch nicht das Internet. Wo gerade meine Dokus in der Cloud schweben, oh Gott! Wir wandeln Oel und Kernenergie in W├Ąrme um. Wir heizen mit jedem Bit, welches wir durch die Leitung jagen, die Atmosph├Ąre auf. Da muss was passieren.

Smog

Umstritten, aber tausendfach warnend und ermahnend darauf hingewiesen, ist auf die Folgen der Verschmutzung durch L├Ąrm, durch Licht, elektromagnetische Strahlung. Smog wir es genannt. Und damit ist nicht nur die undurchsichtige Luft in chinesischen Gro├čst├Ądten gemeint. Elektrosmog wird nicht gerne erw├Ąhnt, aber das ist der, der uns t├Ąglich durch die tausenden Mobilfunkatennen erreicht und dessen Auswirkungen auf unseren Organismus so wenig erforscht ist.

Und es wurde auch schon oft auf andere Stressfaktoren hingewiesen, auf die ├ťberbelastung des Menschen durch die Anforderungen der elektronischen Medien. Wie viele Computer (einschlie├člich der Handys) kann ein erwachsener Mensch bedienen? Muss das Kind laufen lernen, wenn es einen Computer bedienen kann? Muss der Mensch ├╝berhaupt noch Beine haben? Ist es nicht besser, das Gehirn k├╝nstlich zu ern├Ąhren, oder vielleicht es gleich abzuschaffen?

Wir alle kennen einige wenige oder mehrere dieser Unm├Âglichkeiten, die schon da sind oder die sich nach und nach entwickeln.

Nachgedacht haben wir schon mal

Wir denken ├╝ber die Ursachen nach und wir denken dar├╝ber nach, wie wir unseren Teil tun k├Ânnen um uns und die Welt zu schonen.  Und dann gehen wir in den Bioladen und kaufen unserem Kind Holzspielzeug und beschlie├čen ihm kein Handy vor dem 14. Lebensjahr zu kaufen.

Das geht soweit ganz gut. Es beruhigt unser Gewissen. Wir f├╝hlen uns eine Weile fantastisch und anti. Bis, ja bis der Neffe zu Besuch ist, er ist 6 und er gibt mit seiner Kinderuhr an, die sprechen kann und ihn wecken, wenn er zu Kita muss und ihn mit Mutti linked, wenn er die Kitatante out ist. Und da ist der Nachbar, dessen Rosen viel roter sind, weil er den geilen D├╝nger gekauft hat und den allerneusten Laubbl├Ąser hat er auch, der ganz leise ist, nur 74 Dezibel, sontagnachmittags. Gleich danach erf├Ąhrst du, dass dein Biofleisch aus einer holl├Ąndischen Mastanlage kommt und die S├╝├čkartoffeln, die wegen der gesunden Eigenschaften aus Thailand importiert wurden, aus fairem Anbau,  genmanipuliert sind.

Du wusstest es eigentlich schon immer, dass es so ist und nicht anders. (Manch einer, der es nicht ahnte, sollte sich ein wenig Bildung leisten, statt eines neuen Handys.) Es kann nicht anders sein. Der Biobauer hat keine Chance seine Preise so zu erh├Âhen, dass er gegen die Massenproduzenten, die den D├╝nger benutzen, bestehen kann. Die S├╝├čkartoffel wird vielleicht fair angebaut, aber auf dem Wege zum Esstisch verdienen nicht nur viele Zwischenh├Ąndler daran, sondern es wird auch Energie verbraucht.

Du wusstest schon immer, dass du keine Chance hast gegen die Werbung anzukommen und gegen den Gruppenzwang und dass du es nicht durchhalten w├╝rdest mit dem selbstgestricktem Pullover und der Nichtanschaffung des Handys, wenn du nicht dein Kind dem Mob aussetzen willst.

Auch wusstest du, dass es l├Ącherlich ist, wenn du die billigen Hosen nicht kaufst, weil sie unter unmenschlichen Bedingungen in Bangladesch hergestellt sind. Wenn du nicht kaufst, dann kauft jemand anders. Die Produktion l├Ąuft weiter.

Die Ressourcen werden weiter ausgebeutet, ├╝ber Geb├╝hr und ├╝ber Bedarf. Der kapitalistische Produzent wird sich niemals um die vern├╝nftige Verwertung bem├╝hen. Wenn er Skrupel hat, nur ganz wenige, dann wird der Produzent einem anderen Platz machen m├╝ssen, der die Skrupel nicht hat. Und schon kaufen die Menschen wieder Dinge, die sie nicht brauchen. Die Dinge aber, die produzierten, verbrauchen wieder Ressourcen. Die weggeworfenen Dinge aber erzeugen M├╝ll. Und das Ganze wird durch Staat und Gesetz gesch├╝tzt, denn die Unternehmer sagen den Politikern was f├╝r die Unternehmen am besten ist.

Wie ist der Plan?

Wie ist also der Plan? Wenn der Unternehmer oder der Aktion├Ąr oder der Eigent├╝mer der Maschinen nicht zu ├╝berzeugen sind, was ist denn dann anzustellen, um ihn trotzdem am ├╝berm├Ą├čigen Ressourcenverbrauch zu hindern?

Es bleibt nur die Abschaffung des Unternehmers.

Das ist radikal, das ist Revolution, Umw├Ąlzung, denn die ganze Gesellschaft st├╝tzt sich auf das Unternehmertum. Revolution ist also von staatswegen nicht erlaubt. Sogar einen politischen Streik verbietet es das Gesetz.

Revolution war noch nie erlaubt. Nicht einmal Ungehorsam ist erlaubt. Je mehr die Macht bei ihnen liegt, um so brutaler gehen sie vor. Maskenpflicht? Das Nicht-Tragen wird bestraft! Urinieren in den Wald, so wie die Tiere es tun? Es ist f├╝r den Menschen per Gesetz verboten und wird bestraft. Angst erzeugen und Angst leben Teilen und Herrschen, es gibt viele gute, erprobte Methoden, die Macht zu erhalten.

Wie kann eine Änderung erreicht werden?

Vielerorts ist schon zu h├Âren und zu lesen: Wir brauchen eine Revolution! Aber nirgendwo ist zu lesen, wie man so was anf├Ąngt. Der deutsche Michel braucht eine Anleitung. So was, wie das kommunistische Manifest: Proletarier aller L├Ąnder vereinigt euch! Aber nirgendswo ist so was in Sicht. Nicht mal Proletarier sind in Sicht, die wurden abgeschafft.

Die Sozialdemokraten, selbst die ganz linken, fahren nach wie vor ihren Stiefel. Sie wollen die Welt von der Idee ├╝berzeugen, so nach und nach und die Politik in ihre H├Ąnde nehmen und dann geht es irgendwann den Arbeitenden besser und die Welt wird gerechter.

Bisher haben die Sozialdemokraten die Welt nicht gerechter gemacht. In (West-) Deutschland hatte es den Anschein. Zwischen dem letzten Weltkrieg und dem Anschluss der DDR sah es nach aufbl├╝henden Landschaften f├╝r die Arbeiter und Angestellten in Westdeutschland aus. Aber dann kam Schroeder und Hartz, und heute ist die Sozialdemokratie in Deutschland, wie auch in anderen L├Ąndern, weitverbreitet. Die Gr├╝nen hgaben aufgegeben. Sie wollen mitspielen, wie auch die, auf die man noch hoffen durfte. Und damit ist keine Hoffnung mehr in dieser Demokratie. Verzweifeln wir ein bischen. Zusammen macht es mehr Spass.

Es gibt tausende Ideen. Nur keine f├╝r die wirkliche Umw├Ąlzung. Denn sie geben die Macht nicht freiwillig ab. Sie klammern sich daran, auch wenn die ganze Menschheit ins Gras bei├čen muss, dass dann nicht mehr gr├╝n ist oder gar nicht mehr da oder jedenfalls keine Biene mehr, die sich darauf setzen kann.

Aber wie hei├čt es: Der Krug geht so lange zum BrunnenÔÇŽ

Irgendwann l├Ąsst sich kein Geld mehr verdienen. Jedenfalls nicht mit der Produktion von noch mehr Handys. Vielleicht ist vorher das Lithium f├╝r die Batterien alle, wer wei├č das schon… (Julius Turm)

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