Archiv fĂĽr Januar 2011

Meuterei. Gorch Fock, die „Weiße Lady“

Armee, das ist immer schon ein Haufen, in dem Befehle gelten.  Nichts als Befehle. Auch auf einem Schiff. Oder: gerade auf einem Schiff. So ein Segelschiff, auf dem Segel gesetzt werden, auf dem harte körperliche Arbeit und eindeutige Kommandos über das Schicksal des Schiffes und somit der Besatzung entscheiden, da ist es den Spassss-Kindern nicht erlaubt, weil lebensgefährlich für alle, sich mal eben in sein Zimmer zurückzuziehen und die Welt Welt sein zu lassen, weil sie nicht so ist wie sie sie sich wünschen.

Da ist auch mal Latrine schrubben angesagt, da kommt keine Putzfrau, Mama ist weit weg. Sie ist nicht da, die gute Mama, die einem abends das Haar streichelt und ein paar tröstende Worte hat.

Was, wenn diese lieben Heranwachsenden wirklich eine Knarre in die Hand gedrückt bekommen und in den Schützengraben steigen, der halbvoll ist mit braunem stinkendem Wasser, blutvermischt. Da wird „Bild“ dann titeln: „Deutsche Jungend in heroischem Einsatz fürs Vaterland!“ Und sie haben es getan, sie waren in Flandern, sie stürmten aus den Schützengräben in Frankreich, Stalingrad und vor el  Alamein.

Auf so etwas muss man/frau vorbereitet sein. Auch auf einem Schiff. Da gilt es die Jungens/Mädels auch an ihre Grenzen zu führen, bis zur  Selbstaufgabe. Sie werden für den Kampf vorbereitet. Sie sollen Offiziere werden, den Kampf führen. Sie sollen einmal Kapitäne sein und Admirale. Dafür ist ein Segelschulschiff der Bundeswehr da. Vorbereitung auf den „Ernstfall“ ist das Ziel, Erziehung zu Befehlsempfängern, zu Kriegsmaschinen, die funktionieren.

Und um das zu erreichen bedarf es eines lauten eindeutigen Kommandos, eines Treibens der Vorgestzten, welches die SchĂĽler an den Rand der Verzweiflung und Aufgabe bringen und darĂĽber hinaus. Und auch der derben Witze fĂĽr die „soziale Selbstorganisation“ der Kadetten. Anders darĂĽber zu denken, zu reden und zu schreiben ist Augenauswischerei und nur holes Rauschen aus dem Blätterwald.

Im Übrigen: Die Bundeswehr gehört abgeschafft. Eine Verteidigung gegen einen äußeren Feind, das war angedacht und das ist Aufgabe. Irgendwie so stand das auch im Grundgesetzt, oder so haben  die Schreiber des Grundgesetzes es gedacht. Und das Deutsche Volk war zum überwiegenden Teil der Meinung: „Nie wiedersoll ein Krieg von deutschem Boden ausgehen.“ So war das nach dem letzten Krieg.

Sich eine Armee ist halten ist in Ordnung. Solange es eine Feind gibt, der einen überfallen will. Aber im geeinten Europa, wer will uns da überfallen? Frankreich etwa? Oder die Schweiz? Sind es die Polen oder Dänemark?

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Der ideale Endzustand

Sie erheben den Jetzt-Zustand als einzig möglichen Zustand auf den Thron. Ach nein, die „Soziale Marktwirtschaft“ war besser. Aber Kommunismus, das Hirngespinst, das ist Ausrede für einen nicht erreichbaren Zustand, das ist, schlimmer noch, die Ausgeburt der Hölle, Gleichmacherei, Abschaffung des Eigentums, jeder kann mit jedem und ohne zu fragen nimmt er die Frau einfach. Den Dolch quer im bluttriefenden Maul. Wie Schwarzenegger.

Es gibt keine Klassen mehr. Die Arbeiterklasse, na wo ist sie denn? Wer arbeitet hier überhaupt noch? Die Hartzempfänger liegen auf der faulen Haut, die Finanzbeamten schlafen am Schreibtisch und vergessen die Steuern einzutreiben, die Deutschen fahren und  fliegen in den Urlaub, die bürgerliche Mittelschicht demonstriert gegen/für Stuttgart21. Der Arbeiter am Porsche-Fließband breitet sechs Mal am Tag seinen Gebetsteppich aus. Wer arbeitet hier eigentlich noch? Wo wäre denn da eine Arbeiterklasse, bitteschön?!

Proletarier, vereinigt euch! Was für ein hässliches Wort! Proletarier! Prollis!

Und  die Linke, Die Linke? Sie haben sich in einer Sammelbewegung zusammengefunden. „Wir sind keine kommunistische Partei.“ Nein, das sind sie nicht. „Wir müssen alle Wege ausprobieren.“ Und da probieren sie. Sie unterwandern die Regierung und beschließen zur Tarnung dann die Privatisierung der Stadtwerke. Sie werden demnächst auch noch, um Verfassungskonformität zu demonstrieren, den verfassungswidrigen Kampfeinsatz unserer glorreichen B-Wehr beschließen.

Sie rollen den bürgerlichen Medienpfuhl von hinten mit dem „Neuen Deutschland“ auf. (Gibt es dieses Blatt überhaupt noch?) Sie bilden die Jugend in Alternativ-Eliteschulen mit „Marxismus-Leninismus“ als Hauptfach. Sie erobern sagenhafte 2% Lohnsteigerungen mit Hilfe der Gewerkschaften, sie gründen Genossenschaften zur Umgestaltung produktiven Grundlagen (Irgendwie war das doch die Hauptsache, hat dieser Marks doch gesagt, oder?).

Na ja, es ist jedenfalls nicht zu erwarten, dass sie damit fertig werden in nächster Zeit. Also keine Gefahr für den freiheitlich- demokratischen Wohlstand, jedenfalls nicht von links.

Da kann weiter im Namen der Freiheit der Krieg geführt werden, um Rohstoffe und den Erhalt des Wohlstandes; da kann weiter der Regenwald umgepflügt werden für den Biosprit, der ja sooo Umwelt ist; da kann weiter der Müll in die Flüsse gekippt werden, damit die Schwarzen auch ein bisschen von dem Wohlstand haben, der ihnen ja sonst vorenthalten wird; da kann… Na da kann alles erstmal so weiter gehen wie bisher.

Bis der letzte Grashalm ausgerissen ist. Und auch die Wurzel. Und der Samen wegen Störung der genetischen Programmierung nicht mehr aufgeht. Licht aus.

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