Archiv fĂŒr Oktober 2013

Zeitumstellung

Wegen der Zeitumstellung darf ich eine Stunde lĂ€nger schlafen. Aber erst morgen frĂŒh. Hoffentlich kann sich das mein Körper solange merken. Hinzu jedenfalls, da wo sie uns eine Stunde geklaut haben am Morgen, da hat er einige Wochen gebraucht, der Körper, sich drauf einzustellen. Na und ich auch.

Also abends rumrennen, die Uhren rumstellen. Eine Stunde vor oder eine zurĂŒck? Hmm. Na, in den Ratgebersendung um 20.00 Uhr  machen sie es noch mal vor. Die Wanduhr, der Wecker. Das Handy fragt mich nach dem Umstellen, ob es sich auf die Sommerzeit einstellen soll. Das verwirrt mich, habe ich doch gerade die Sommerzeit abgestellt. Verdammte kĂŒnstliche Intelligenz! Ich ignoriere die vorlauten Zwischenbemerkungen des  GerĂ€tes. Am Montag werde ich einfach aufstehen, wenn der Handy-Wecker klingelt. Dann kann ich immer noch nachsehen wie die Zeit wirklich lĂ€uft.

Die Kanzlerin hat es auch nicht einfach mit ihrem Handy, fĂ€llt mir ein. Da war was in den Schlagzeilen wegen des Handys, aber nicht wegen der Zeitumstellung. Muss die Kanzlerin ihr Handy auch umstellen in der Zeit? Sie hat andere Probleme. Jedenfalls steht das in den Schlagzeilen. Da ist es also. Die Kanzlerin hat ein Telefon. Sie telefoniert, wie ein normaler Mensch, manchmal auch privat. Und wie ein normaler Mensch benutzt sie dann kein Mobile mit VerschlĂŒsselung. Sagt man.

Wahrscheinlich benutzt sie auch manchmal einen Computer, einen Personal Computer, wie andere Menschen auch und da haben die „Dienste“ in Zusammenarbeit mit den Herstellern schon vor Jahrzehnten die HintertĂŒrchen mit geplant. Wie auch die Zeitumstellung. Sommerzeit und zurĂŒck.

Mal im Ernst, normale Intelligenz vorausgesetzt, weiß doch auch ein Politiker, dass Telefone abgehört und die Gewohnheiten von PC- Benutzern aufgezeichnet werden, um sie gezielt mit Werbung zu beschießen. Und das es technisch möglich ist Bewegungen von Mobiltelefonierern zwischen den Funkmasten nachzuverfolgen und sogar GesprĂ€che mitzuhören und Fotos zu machen, bei ausgeschaltetem Handy.

Seit Anbeginn der Zeit gibt es Spionage. Seit jeher werden auch gelegentlich Freunde ausgespĂ€ht und nahe Angehörige. Spione wurden losgeschickt, Löcher in WĂ€nde gebohrt. Briefe wurden abgefangen und gefĂ€lscht, FunkgesprĂ€che mitgehört und entschlĂŒsselt. Auch TelefongesprĂ€che werden belauscht. Solange es schon Telefone gibt wird das gemacht.

Was soll die Aufregung. Soll uns das ablenken vom eigentlichen Weltgeschehen, vom Krieg in Syrien, vom Wirtschaftskrieg gegen den Iran, vom SchwĂ€cheln der Konjunktur und den Gefahren fĂŒr unseren persönlichen Wohlstand?

Oder soll die „Freundschaft“ mit Amerika (gemeint ist hier nur die USA) mit Kratzern versehen?

Hier ein paar Themen, die ebenso interessant sind wie das Kanzlertelefon:

Das Statistische Bundesamt hat herausgefunden, dass jeder sechste BundesbĂŒrger von Armut bedroht ist. Jeder zweite ostdeutsche Rentner  wird SozialunterstĂŒtzung beziehen mĂŒssen, weil seine Rente zum Leben und Wohnen nicht ausreicht.  In Syrien lĂ€uft nach wie vor ein unerklĂ€rter Krieg, Die Reaktoren in Fukushima laufen nach wie vor aus, Zeitumstellung, und so weiter.

Aber zurĂŒck zur Zeit. Die Uhr am KĂŒhlschrank muss noch eingestellt werden, auch die ĂŒber dem Herd. Die macht ein wenig Probleme. Ich muss eine Beschreibung suchen gehen. Aber die liegt im Regal. Sehr hilfreich ist der Text nicht, aber ich bekomme die richtige Zeit eingestellt. Das mĂŒsste es gewesen sein.  Wenig spĂ€ter komme ich erneut in der KĂŒche vorbei. KĂŒhlschrank-Uhr und Herd-Uhr zeigen unterschiedliche Zeiten an. Ich ignoriere es.

Die Zeit lĂ€uft ohnehin unabhĂ€ngig weiter. Auch ohne Uhr. Ob wir es wollen oder nicht. Und irgendwann lĂ€uft sie ab. Auch fĂŒr den blöden Herd, der ja unbedingt eine eigene Uhr haben muss.

Zeitumstellung. Wir stellen gar nicht die Zeit. Wir stellen Uhren und bilden uns ein, wir wĂŒrden  nach der angezeigten Zeit leben können. Wir denken, den Strom in kleine handhabbare StĂŒckchen zerteilen zu können. Nein. Sie lĂ€uft und lĂ€uft. Da hilft kein Vor- und auch kein ZurĂŒckstellen. Zeitumstellung. Wir stellen uns um. Wir versuchen es jedenfalls.

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FlĂŒchtlinge

Die FlĂŒchtlingsströme heben sich nicht gegenseitig auf. Ideal wĂ€re es ja, die SteuerflĂŒchtlinge in diese Richtung und die BootsflĂŒchtlinge in die andere. Aber eben zu schön. Derweil wandert das Geld aus und die Armut wandert ein. Falls sie nicht mit drastischen Mitteln daran gehindert wird.

BootsflĂŒchtlinge. Sie flĂŒchten nicht vor Booten, sie flĂŒchten vor Armut. 

Sind sie nicht selbst schuld, wenn sie sich verblenden lassen, in unsichere, ĂŒberladene untaugliche Boote steigen? Warum arbeiten sie nicht anstĂ€ndig in ihren LĂ€ndern und bauen dort ihre Existenz auf und sorgen fĂŒr den eigenen Wohlstand selbst? Sind sie nicht selbst schuld, wenn wir sie nicht haben wollen, weil sie unsere Straßen verunreinigen, unser Sozialkassen belasten und vielleicht noch die Billig-Jobs wegnehmen?

WohlstandsflĂŒchtlinge. Sie flĂŒchten nicht vor dem Wohlstand. Sie flĂŒchten in den Wohlstand. Sie flĂŒchten vor Hunger, Krieg, Verelendung. Manche, so sei zugegeben, hoffen auf ein noch besseres Leben, als sie es bei sich zu Hause gehabt haben.

Da wurde schon einmal ein großes Reich zerstört durch Einwanderung, durch FlĂŒchtlinge. Die Römer, die wahrlich ein großes Reich aufgebaut hatten, es dehnte sich von der Nordsee bis an den Oberlauf des Nils, meinten, es wĂ€re ein Segen fĂŒr das Reich, wenn die fremden Völkerschaften ihre StĂ€rksten und Besten in das Reich entsenden wĂŒrden, um dem Reich zu dienen. Jeder wollte in Milch und Honig leben im Mittelpunkte des Reiches, aber nur die Besten durften auch bis dahin kommen.

Die Besten der Völker wurden in das Zentrum des Reiches gelassen. Sie wurden Krieger und stiegen zu Hauptleuten auf. Sie wurden Bauern und wurden Römer, wenn sie sich um das Reich verdient gemacht  hatten.  Dann begann die Völkerwanderung. In den Landschaften, in denen die barbarischen Germanen bis dahin wohnten, wurde es schwerer und schwerer zu ĂŒberleben. Zum einen Teil machte sich die Änderung des Weltklimas bemerkbar und zum anderen Teil waren es die wilden SteppenstĂ€mme, die bis in die Wohngebiete der sesshaften Völker vordrangen und Tod und Zerstörung brachten. Sie wurden zu FlĂŒchtlingen. So reichte der Limes nicht aus, die Barbaren von der Einwanderung in das römische Reich abzuhalten.

Das römische Imperium ist zerfallen. Die Ursachen dafĂŒr waren der Reichtum selber und die Überheblichkeit der Regierenden. Die Ursachen lagen aber auch in den nicht zu beeinflussenden Klima und in den unberechenbaren RaubzĂŒgen fremder Völker und den daraus entstehenden FlĂŒchtlingsströmen.

Die Westgoten wanderten bis auf den Afrikanischen Kontinent. Ein Teil davon strebt jetzt zurĂŒck in den Norden.

Und noch andere Völkerschaften des SĂŒdens strömen heute in den reichen Norden.

Wen wundert es, wenn diese Völker, die Araber aus Arabien und die Afrikaner aus Afrika, in den Norden drĂ€ngen. Wen wundert es, wenn die Ehrgeizigen und FĂ€higen das goldene Reich, vom Hören und Sagen, das Himmelreich auf Erden dort im Norden, erreichen wollen und alles zurĂŒck lassen, was ihnen lieb und teuer war? Wen wundert es, wenn die Kriegsverzweifelten in ihrer Todesangst ihre Heimat verlassen, die Verhungernden die LĂ€ndereien, die ihnen kein Brot mehr geben?

Und es wird uns nichts nĂŒtzen, die GrenzzĂ€une in die Höhe zu ziehen. Die GrĂ€ben werden nie breit genug sein, um nicht von den Verzweifelten ĂŒberwunden werden zu können.

Wir werden töten mĂŒssen. So wie wir sie jetzt verhungern lassen, weil wir ihnen das Land wegnehmen, weil wir sie in Kriege stĂŒrzen um Öl und Mangan, Zinn und Kupfer, so werden wir sie dann absaufen lassen mĂŒssen auf dem Mittelmeer, werden sie erschießen mĂŒssen beim Übersteigen der GrenzzĂ€une.

Und trotzdem, niemand wird sie aufhalten können.

Die Goten sind bis nach Afrika gezogen, die Langobarden haben Rom erobert. Das große Reich ist verfallen, der Rest wurde von den ehemaligen Barbaren erobert, regiert und beherrscht.

Wie lange wollen wir sie auf diese Art und Weise töten? Wie lange werden sie sich so morden lassen? Auch wenn die Worte des Papstes und auch die Worte des deutschen Pastors Gauck nur leere HĂŒlsen sind, haben doch auch viele der einfachen Menschen ein Gewissen und eine Moral. Ihre AnstĂ€ndigkeit und ihre Hilfsbereitschaft werden uns zerstören. Die FlĂŒchtlingsströme werden das Herz des Wohlstandswunderlandes erreichen.

Ein wilder Kampf wird entbrennen. Die einen werden schreien: Tötest die Eindringlinge! Und es werden viele sein, die so schreien und es werden immer mehr sein, die so schreien. Es wird sein wie immer, wenn es gegen die Schwachen geht und wenn Gefahr fĂŒr den Wohlstand der WohlstĂ€ndigsten besteht. Sie werden die AnstĂ€ndigen aufhetzen, bis sie nicht mehr anstĂ€ndig sind und sie werden die anderen aufhetzen, bis niemand mehr anstĂ€ndig sein darf, wenn er nicht leben und Leben der ihm Nahestehenden gefĂ€hrden will. So wird es sein, weil es immer so ist.

Und trotzdem werden die FlĂŒchtlinge kommen. Und sie werden dieses Land zerstören, so wie einst die Barbaren das große römische Imperium zerstört haben.

Es gibt immerhin einen Ausweg, einen anderen Weg. Niemand wird diesen Weg in Anspruch nehmen, aber es gibt ihn. Wir alle kennen ihn, aber ich will ihn trotzdem nennen:  Der Westen soll sich raushalten aus der Politik der Araber und Afrikaner. Er soll statt der Waffen Wissen und Aufbauhelfer schicken. Dann werden sich  der Frieden und der Wohlstand dort von selbst einstellen. Es wird dauern, aber es wird geschehen.

Ob das die alte Welt retten kann ist ungewiss. Aber auch nicht relevant, weil sich unsere Welt hier wehren wird gegen den unaufhaltsamen Strom, wehren, bis es keinen Ausweg mehr gibt.

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Bilanz: BlĂŒhende Landschaften

BlĂŒhende Landschaften: Sehen wir uns das BlĂŒhen an, 23 Jahre nach dem die westliche Demokratie ĂŒber den Osten Deutschlands gekommen ist.

Da blĂŒht es, wie versprochen,  ĂŒberall: Auf den Industrieruinen, auf den BrachflĂ€chen, auf den eingeebneten Wohnvierteln, auf den ehemaligen KinderspielplĂ€tzen, ja, auf den ehemaligen KindergĂ€rten selbst. Aus der Mauer des einstigen Dorfkonsum wĂ€chst eine Birke. Sie verliert jetzt im Herbst ihre BlĂ€tter; die GaststĂ€tte daneben wird nicht mehr betrieben. Bunte Graffitis schmĂŒcken die Wand. Vergessen die ausgelassenen Feiern der Einwohner, der Familien, der LPG-Brigade, auch  die Disco, auf der die erste harte Droge – Wilthner KrĂ€uterschnaps- probiert wurde.

Es blĂŒht ĂŒberall. Auf den BahndĂ€mmen wachsen die Blumen. Es ist wilde Kamille. Die Schienen sind verkauft. Jede einzelne Schraube.

Das kleine Haus fĂŒr den Stromverteiler trĂ€gt zur Straßenseite hin ein GemĂ€lde. Wiese, KĂŒhe und blĂŒhende Butterblumen. KĂŒnstlerisch nicht sehr wertvoll, aber hĂŒbsch.

Auf dem Friedhof im SĂŒden Leipzigs steht eine Vase auf dem Grab des Leipziger Jungen, der nicht lebend aus Afghanistan zurĂŒckkehren konnte, obwohl er es versprochen hatte.

Die LĂŒgen blĂŒhen in den Politikerreden. FrĂŒher haben sich die Ost-Politiker auch selbst noch belogen, heute ist die LĂŒge nur  noch fĂŒr’s Volk. Das ist Demokratie. Zwei Drittel aller Posten in der Politik des Ostens sind mit Importen aus dem Westen Deutschlands besetzt.

 

Die Erinnerung wird umgedreht. 23 Jahre lang war schon Zeit dafĂŒr. Aber es reicht noch nicht. Immer wieder werden die Filme, die BĂŒcher, die TheaterstĂŒcke hoch gelobt und hochgelobt, wenn sie nur das Leben von vorher möglichst gut verdrehen. Es gibt große bunte BlumenstrĂ€uße dafĂŒr.

Da, wo heute Blumen blĂŒhen, da arbeiteten einst Menschen. Sie stellten Dinge her, die sie selber brauchten und die sie in die Welt verkauften. Da, wo die wilden Margeriten blĂŒhen, da wohnten die Menschen, die in den Betrieben arbeiteten. Da, wo der Holunder reif und schwarz steht, da fuhren einst die ZĂŒge diese Menschen in die StĂ€dte oder zur Arbeit. Da, wo sich heute wild die Hagebutten ranken saßen einst die Alten auf den BĂ€nken, die von ihrer Rente gut und ausreichend leben konnten  und sahen den spielenden Kindern zu, die, so hofften sie, in wohlbehĂŒteter Umgebung aufwachsen wĂŒrden. Da, wo heute die Vase steht, mit den Astern fĂŒr den Gefallenen, wurden vorher nur Menschen begraben, die friedlich diese Welt verlassen hatten.

Was ist das fĂŒr eine Freiheit. Es geht nur um das tĂ€gliche Überleben. Was ist das fĂŒr eine Demokratie. Du kannst sagen was Du willst, es hört Dir niemand zu.

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