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„Kinderfrauen zuerst!“

„Kinderfrauen zuerst!“

Aus der bekannten Aufforderung bei Katastrophen, ob auf dem Schiff oder im Fußballstadion, „Kinder und Frauen zuerst!“ macht mein intelligentes Autokorrektursystem: „Kinderfrauen zuerst!“.

Mein gutes Rechtschreibkorrekturprogramm, eingebettet in das Schreibprogramm, weigert sich deutsche Wörter als solche zu erkennen und will sie in englische Begriffe übersetzen.

Soweit zur Intelligenz der Maschinen. Und auch die Meinung der künstlichen Intelligenz zum Erhalt der Menschheit  ist verstanden. Ich jedenfalls habe das verstanden. Wenn die Maschinen, die intelligenten Maschinen, herrschen würden, dann würden diese die Kinderfrauen retten. Das könnte die größte Garantie zum Erhalt der Menschheit sein. Oder wollen die intelligenten Maschinen das gar nicht? Wollen sie selbst an die Macht und würden mit der Rettung der Kinderfrauen den Untergang der Menschheit beschleunigen wollen?

In der vergangenen Woche war der „Tag der Muttersprache“. Noch einmal deutlich deutsch: Es war nicht der „Tag der deutschen Sprache“, auch nicht Muttertag oder Tag der deutschen Mutter, sondern schlicht: „Tag der Muttersprache“.

Wir, die deutschsprechenden Europäer begehen den Tag der Muttersprache und alle Menschen auf diesem, unserem, Globus können den Tag ebenfalls feierlich begehen. Allerdings kann jeder seine, seine höchsteigene, Muttersprache an diesem Tag ehren. Die Kirgisen ehren die kirgisische Sprache, einige Südafrikaner ehren die Sprache „Afrikaans“, andere die Sprache „isoZulu“, die Bayern ehren das Bayrische und die Koreaner das Koreanische.

Wie ehrt man eine Sprache? Na, ganz einfach, in dem sie von den Muttersprachlern gesprochen wird! Auch kann in ihr gesungen werden und Gedichte geschrieben und Liebende flüstern sich in die Ohren: „Ick lev der.“ oder auch „te amo“. Und jede Sprache hat ihre Geschichten, die in Bücher geschrieben werden können.

Und warum soll die Muttersprache geehrt werden?  Die UNESCO sieht die Sprache als Zeichen der kulturellen Identität. Und es ist so. Die Sprache ist ein Quell unserer Kultur. Ohne Sprache ist menschliches Leben nicht denkbar.  Und weitergedacht: Die gemeinsame Sprache ist die Grundlage für eine gemeinsame Kultur einer Volksgruppe.

Alle (deutschsprachigen)Texte vermeiden diese Feststellung: Die Sprache ist das Zeichen der kulturellen Identität eines Volkes. Und doch ist es so. Den indigenen Völkern im Amazonasgebiet gesteht man die Unterscheidung in „Völker“ auf Grund des Sprechens einer gemeinsamen Sprache zu, in Europa vermeidet man von „Völkern“ zu sprechen.

Dabei würde uns ein wenig Patriotismus ganz gut tun. Vor allem den Deutschen. Da sind die Bayern und die anderen deutschsprechenden Volksgruppen, aber da sind auch Dänen und Sorben und auch die Friesen, die eigene Sprachen beanspruchen können. Ebenso wird den in Deutschland lebenden Sinti und Roma eigene Kultur und eigen Sprache zugeordnet (nicht verordnet!) Das deutsche „Romanes“ ist eine anerkannte Minderheitensprache.

Die verschiedenen Völker in Deutschland pflegen ihre Kultur und ihre Sprache. Aber auch ein anderer Geist geht durch Deutschland. Und dieser Geist ist gefährlich für die Sprache und Kultur der deutschen Völker. (Er ist auch für andere Völker, zum Beispiel die Polen oder Litauer gefährlich, aber das ist deren Sache.) Es ist das Überborden der internationalen Verkehrssprache „Englisch“.

In deutschen Medien gibt es viel englischsprachige Musik, zu viel, um die eigene Musik und Kultur voranzubringen, zu stärken und zu entwickeln. Unterhaltungsformate lehnen sich an Formate im amerikanischen Fernsehen an, in den eigentlich deutschsprachigen Hochschulen werden Vorlesungen vermehrt in englischer Sprache gegeben. Wissenschaftliche Arbeiten in deutschen Forschungseinrichtungen werden in englischer Sprache verfasst. In einigen Firmen in Deutschland, in denen die Mitarbeiter zu über 99 Prozent  die deutsche Sprache als Muttersprache haben, wird in Arbeitstreffen (Meetings) englisch gesprochen, Dokumentationen werden in englischer Sprache erstellt.

Warum das alles? Warum kann nicht eine wissenschaftliche Arbeit im deutschen Sprachraum zuallererst in deutscher Sprache verfasst werden, um vielleicht anschließend in Englische übersetzt zu werden. Warum werden Romane von deutschen Schriftstellern „amerikanisiert“, um dann in Deutschland unter amerikanisch klingendem Pseudonym verkauft zu werden? Warum werden deutsche Muttersprachler gezwungen, bei der Arbeit in einer fremden Sprache zu denken?

Da ist doch ein wenig Patriotismus angebracht, oder? Wollen wir uns total verleugnen? Wollen wir unsere Kultur, den Goethe, Strittmatter, Bach, Händel und „Die toten Hosen“ kaputtmachen lassen? Auch Einstein und sein Kollege Mauer schrieben in detscher Sprache. Warum singen alle „Merry Christmas“  und „Happy birthday“, wenn es dafür eine muttersprachliche, eine deutsche Entsprechung vorhanden ist?

Ich will hier nicht „Deutsche Sprache über alles, über alles in der Welt“! Jedes Volk mag für sich seine Kultur fördern und seine Muttersprache pflegen. Und jede Muttersprache ist gleich viel wert, erhalten zu werden. Aber ich habe den Eindruck, dass dieses deutsche Volk sich seine Sprache und seine Kultur demontieren lässt von Politikern, Besserwissern, amerikanisch vorgebildeten Führungskräften aller Art, und …. anderen, die entweder jede Selbstachtung verloren haben oder zu dumm sind, die Manipulation zu bemerken.

Wenn jetzt auch noch die Maschinen nicht mehr in deutscher Sprache reden wollen und diese verstümmeln, kein Wunder.

Ich wünsche mir jedenfalls wieder mehr Besinnung auf diese, meine deutsche Muttersprache und auf meine deutsche Kultur. Wenn ich meinen bengalischen Arbeitskollegen treffe werde ich versuchen mich mit ihm in einem Meeting in englischer Mundart zu unterhalten. Obwohl es für ihn auch mühselig ist, in dieser fremden Sprache zu denken.

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Splitter der realen Welt

Wieviel Sinn macht die Arbeit?
Ich sitze und sehe mich um. Der Blick fällt auf einen Kasten, darinnen ein Bausatz für ein Modellflugzeug. Den Kasten gibt es bei mir seit drei Jahren. Es war ein Geburtstagsgeschenk, denn Modellbauerei ist eine meiner Leidenschaften. Oder soll ich sagen: Gewesene Leidenschaft? Denn der Kasten liegt seit drei Jahren und immer wieder gab es Gründe, ihn nicht aufzumachen, das Modell nicht zusammenzusetzen, um es dann irgendwann auf der Wiese starten zu können. Es ist ein Freiflieger mit Gummimotor. So was ganz Einfaches. Wahrscheinlich würde es weniger als eine Woche dauern, bis er flugfertig wäre, nach der Arbeit würde ich das schaffen.
Arbeit? Der Mensch ist durch Arbeit zu dem geworden, was er heute ist: Mensch. Das Gehirn hat sich entwickelt, um sich Werkzeuge zu schaffen und in unwirtlichem Klima und Gelände zu überleben, Kultur und Sprache entwickelten sich, weil der Mensch nur in der Gemeinschaft in der Lage ist, sich zu behaupten. Arbeiten mit den Händen, mit dem Kopf, mit der Sprache. Das hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind.
Arbeit? Aber da kann nicht die Arbeit gemeint sein, die wir da täglich im Betrieb tun. Dafür wurde ja auch der Begriff „Erwerbsarbeit“ erfunden. Damit ist die Tätigkeit, beziehungsweise die Zeit gemeint, in der wir tätig sind, um etwas Geld von dem zu bekommen, für den wir tätig sind. Mit dem Geld beschaffen wir uns die lebenswichtigen Dinge: Essen, Unterkunft, Schlaf, Sex. Und die Zeit, um uns wieder für die nächste Runde der „Erwerbsarbeit“ fit zu machen. Manche nutzen Zeit, um sich zu erholen (Fit machen) andere sparen sich das und werfen Mittelchen ein, um dann die Zusatzenergie wieder für die „Erwerbsarbeit“ zu nutzen. Arbeit? Mensch werden und sein? Dazu trägt allerdings die „Erwerbsarbeit“ nicht bei. Eine „Weiterentwicklung“ der menschlichen Fähigkeiten wird eher behindert. Denn bei der „Erwerbsarbeit“ geht es nicht um Weiterentwicklung, nicht um Freude oder Kreativität. Es geht nur darum etwas für jemand anderen zu leisten und wiedr „fit“ werden für die nächste Runde. Da hat meine Modelfliegerei keinen Platz.

Film-Serie, „Das Boot“
Da gibt es eine Film-Serie, „Das Boot“. Der Film wird mit seiner Ausstrahlung sofort zum Politikum. Das ist selten bei Filmproduktionen, die sich doch heutzutage mehr mit „Action“, Mord und Totschlag beschäftigen, als mit politischer Bildung. So ein Film wie „Fuck yu Goethe!“ löst nicht etwa eine politische Diskussion über Bildungs- und Jugendpolitik aus, sondern belustigt bestenfalls die Deutschen.
Anders bei der Serie „Das Boot“. Hier sehen sich einige Kommentatoren und auch große Medien genötigt, einige politisch richtigstellende Bemerkungen zu machen. Im Film äußert sich einer der Darsteller, er hält sich wohl an seinen Drehbuchtext, zu der Ursache des zweiten Weltkriegs und im speziellen zur Finanzierung des Unternehmens „Drittes Reich“. Ein Amerikaner versteigt sich zu der Aussage, dass die Wall Street und ausländische, nicht deutsche Hochfinanz, haben das „Reich“ und die Aufrüstung erst möglich gemacht. Und genau diese Hochfinanz ist auch der Gewinner des Krieges.
Ja, das muss schnell korrigiert werden. Hitler ist schuld. Die Nazis sind schuld. Die „Endlösung und der Kampf gegen den „Bolschewismus“ ist die Ausgeburt eines kranken Kopfes. Alles andere gilt nicht! Anderes, als das, zu denken wird uns mit allen Mitteln abgewöhnt.
Aber schon aus dem ersten Weltkrieg wissen wir: Krupp lässt sich im Nachhinein die Lizenzkosten bezahlen für die Granatzünder, die in England in englische Granaten eingebaut werden, mit denen deutsche Truppen beschossen wurden. Wer hat Gewinn gezogen aus dem Ersten Weltkrieg? Krupp. Und wer hat Krupp finanziert?
Zur Finanzierung von Kriegen (http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21134)
„So auch die Firma IBM, deren Präsident Thomas J. Watson sr. im Juli 1937 von Hitler das ‚Verdienstkreuz des Ordens vom Deutschen Adler mit dem Stern‘ entgegengenommen hatte. Dieser Naziorden wurde Watson verliehen, weil IBM die Aufrüstung im Dritten Reich durch den Export ihrer Hollerith-Lochkartentechnik unterstützte.“ Werner Rügemer hatte Ende 2013 dazu ergänzend geschrieben: „Hitlers Blitzkriege – beispielsweise die Transportplanungen im besetzten Europa – und die Judenerfassung wären ohne die Informationstechnologien von ITT und IBM so nicht möglich gewesen.““

Grippewelle
Grippewelle: Achtung, die Grippewelle rollt. Laut Robert-Koch-Institut sind (in dieser Saison 2019/2020) in Deutschland schon über 20.000 Infektionen und schon über 40 Todesfälle nachgewiesen. In der vorherigen Saison gab es über 800 nachgewiesene Todesfälle. Das ist signifikant weniger als 2017/18, als es über 1600 Todesfälle gab, aber auch in diesem Jahr wird uns das Virus nicht verschonen. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 4 Tage. Alle sind aufgerufen sich zu schützen und rechtzeitig den Arzt aufzusuchen. Die Bundesregierung wird allerdings, wie alle die Jahre vorher, trotz der im Augenblick schon über 180.000 nachgewiesen Infizierten, keine Städte oder auch nur Flughäfen schließen. Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich.

Also: Immer Kopf oben behalten, Nase zu und durch.

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Wir sind… Umweltsünder.

Die USA hat den Krieg erklärt. Nicht offiziell, das machen sie ja fast nie, aber faktisch schon…. Und ich habe es bemerkt, als ich nach den Feiertagen an der Zapfsäule stand, um mit dem Automobil zu Arbeit fahren zu können. Die Preise!!! Die spinnen ja, die Römer!!! Da hilft auch das Anheben der Pendlerpauschale nichts. Das fließt sofort wieder in die Taschen der Öl-Konzerne.

Geht es wieder mal um Öle? Und wer sind die Bösen und wer sind die Guten? – Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt „Gute“ gibt. Öl ist doch inzwischen bei allen Meinungsmachern „böse“.

Die Förderung von Erdöl ist „böse“, der Verbrauch auch. Trotzdem werden neue Pipelines gebaut, fahren Tanker um die Welt und fast alle Fahrzeuge fahren mit Erdölprodukten und sogar der Strom für E-Fahrzeuge wird überwiegend aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewonnen.

Wir sind immer noch im Zeitalter der fossilen Brennstoffe. Und deswegen wird auch um die Beherrschung der Ölquellen gefochten.

Mit dem Kampf um das Öl ist der Konflikt eigentlich schon ausreichend begründet. Aber es steht etwas mehr dahinter. Die USA erreicht ihr Ziel nicht, dass der Iran kleinlaut auf Knien herankriecht und um Gnade winselt. Der Irak wird innerlich zerrissen durch die beiden verfeindeten Lager/Clans/Machtgruppierungen. Und sie dürfen den Konflikt nicht unter sich austragen solange die USA und andere Westliche Mächte (auch die Bundesdeutsche Republik!) mitmischen. Die Türkei will mehr Einfluss in der Gegend, die da „Naher Osten“ genannt wird, haben und die Russen müssen zeigen was in ihnen steckt. Sie dürfen das Gebiet vor ihrer Haustür weder den USA, noch der Möchtergern-Mittelmacht Türkei überlassen. Alle können ein wenig Macht zeigen und ausprobieren, alle können Truppen schulen und Waffen ausprobieren, jeder verdient daran und die Strategen können endlich mal zeigen was sie können. So hat jeder sein Spielchen. Wenn es nicht so ernst wäre. Wenn nicht Tausende darunter leiden würden und andere Tausende daran sterben müssten und andere Tausende deswegen hungern und andere Tausende jahrzehntelang die Folgen zu tragen hätten.

Und wenn nicht auch wir, bundesdeutsche Steuerzahler, dafür zahlen  müssten.

Da findet sich keine Greta, die auf die Straße geht, mit dem Segelboot nach den USA fährt, vor der UNO auftritt, usw.

Vielleicht findet sich ja doch jemand, oder hat sich gefunden. Vielleicht sehen wir es nur nicht in unseren Medien, in unserer „Tagesschau“ und der permanenten Berichterstattung in den Nachrichtensendern, weil die Betreiber der Sender uns das vorenthalten wollen. Sie wollen uns den Protest gegen die Vernichtung von Menschenleben, gegen die Vernichtung von Leben und gegen die Vernichtung von Material, von Energie, von Arbeit nicht zeigen, damit wir nicht auf den dummen Gedanken kommen, da mitzumachen. Vielleicht gibt es diese Proteste gegen die Umweltsünden eines Krieges, dieses Krieges, ja schon.

Nichts, überhaupt nichts, ist schädlicher für Umwelt (und Mensch) als ein Krieg.

Wieviel Ölquellen haben nach dem Kuwait-Krieg monatelang COZwei produziert, in dem sie ausbrannten? Wie viel Abgase verursachen Panzer, Flugzeuge und Fregatten? Wie hoch ist die Feinstaubbelastung nach einem Feuergefecht im „Pulverdampf“? Gibt es eine nennenswerte Wolkenbildung bei der Durchquerung des feindlichen Luftraums durch ballistische Raketen? Erhöht sich die Lärmbelastung an der Hauptstraße wesentlich durch die Explosion von Minen? Ab welcher Anzahl wird das relevant? Was kostet die Herstellung von Panzern?

Unsere Regierung diskutiert gerade die Besteuerung von Luft. Wir wollen die Luft, unsere Luft, nicht besteuert haben! Wir wollen den bedingungslosen Rückzug. Und Sanktionen gegen die Kriegstreiber. Diplomatische Noten an die Botschaften wäre das Mindeste.

Ganzheitlich betrachtet ist der menschengemachte Krieg die größte Umweltsünde. Wir machen uns Gedanken, bekommen Gedanken gemacht, über Abgasbesteuerung. Die Wege des Herrn sind unergründlich. Aber ökologisch betrachtet ist ein Krieg eben nicht „bio“. Darüber sollte man mal nachdenken und auf keinen Fall einen kaufen.

Wer denn auf Nachhaltigkeit bedacht ist sollte den Krieg auch nachhaltig abschaffen.

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Aufruf zur Weihnachtswoche: Haltet eure Taschen zu!

Wo stand es? Die Steuereinnahmen des Bundes haben in den letzten 10 Jahren von rund 500 Milliarden auf jetzt 800 Milliarden Euro zugelegt.

Wo kommt das Steuergeld her? Wem haben sie es aus der Tasche gezogen?

Ich brauche nur in mein Portemonnaie (Geldbörse) zu sehen.

Das Bundesumweltamt hat ein Positionspapier zum Klimaschutz herausgegeben. Allerdings schon im Juni des Jahres und es fand wohl erst jetzt Aufmerksamkeit. Es geht darum, wie die Klimaschutzziele der Regierung der bundesdeutschen Republik im Verkehrssektor bis 2030 erreicht werden können.

Als Maßnahmen schlägt das genannte Bundesamt vor:

  • 70% Elektro-PKW,
  • höhere Steuern auf Kraftstoffe für PKW,
  • Abschaffung der Entfernungspauschale für Pendler,
  • Anreiz für den Kauf von Neufahrzeugen
  • Abschaffung des „Dienstwagenprivilegs“ (also Besteuerung)
  • Tempolimit
  • Förderung des „Umweltverbundes“ = öffentlicher Personenverkehr und Rad- und Fuß-Verkehr,
  • Energiesteuer auf LKWs
  • LKW-Maut
  • Oberleitungs-LKW auf Autobahnen

Wie das mit der Förderung des Öffentlichen Verkehrs (Nah und Fern) aussieht konnten wir in den letzten Jahren beobachten:

  • Stationären Buslinien wurden umgerüstet auf sogenannte „Rufbusse“. Das hört sich gut an, führt aber in der Praxis zur Unterversorgung, weil, wenn der Bus erst gerufen werden muss, dann ist es für den bürgerlichen Nutzer umständlich, für den Betreiber bietet es die Möglichkeit den Bus einfach „im Augenblick, also nicht jetzt frei“ zu haben, sich das also zu sparen.
  • Eisenbahnlinien wurden eingestellt. Regional wurden Schienenstränge einfach entsorgt. Sie brauchen dann nicht mehr betrieben und gewartet zu werden. Das führte nicht zum Umstieg der Fahrgäste auf den Bus, sondern zum Umstieg in das eigene Auto.
  • Fernbahnen waren nie so unzuverlässig wie heute.
  • Die einfache Fahrt im Regionalverkehr gleicht einer Preislotterie.
  • Die Bequemlichkeit der Züge hat nachgelassen, der Zustand der Technik ist zum Teil katastrophal,
  • Zu Stoßzeiten sind die Züge hoffnungslos überfüllt,
  • Und einige Dinge mehr.

Die Tempolimit-Diskussion gibt es seit vielen Jahren. Bisher hat die Lobby die Einführung verhindern können. Das wird wohl auch noch eine Weile so gehen. Die „Freiheit“ des deutschen Autofahrers einzuschränken, das geht ja auch nicht! Dabei verbringt er mehr Zeit im Stau, als dass er sich der Freiheit des Geschwindigkeitsrausches hingeben kann.  

(Das Fahrzeug verbraucht auf 100 Km etwa 7 Liter Diesel bei 120 Km/h (SUV!) – wenn aber  160 Km/h gefahren werden, dann verbraucht das Fahrzeug etwa 9 Liter auf der gleichen Strecke. Das gibt für Staat und Mineralölindustrie rund 20 Prozent höhere Einnahmen. Das ist doch perfekt, für Staat und Industrie. Für den Fahrer nicht, weil sich die Wahrscheinlichkeit von Staus erhöht, wenn einige schneller fahren als andere, die vielleicht sparen wollen.)

Was bleibt dann von den oben vorgeschlagenen und angestrebten Maßnahmen? – Es bleiben die, die dem arbeitenden Bürger Geld kosten. Dabei kann er die Entscheidung nicht einmal selbst treffen, ob er der Umwelt zuliebe seine Gewohnheiten umstellt. Auf das Pendeln zwischen Arbeitsstelle und Heim wird er nicht verzichten können.

Es werden die Pendler-Pauschalen gestrichen, die Kraftstoff-Steuer wird erhöht. Der Bürger wird gezwungen ein neues Auto zu kaufen, obwohl er sich das nicht leisten kann und umstritten ist, ob es der Umwelt wirklich nutzt, wenn Energie in die Produktion eines neuen Fahrzeugs fließt.

Auch die LKW-Maut wird der Bürger tragen müssen, denn diese wird sich in höheren Preisen im Supermarkt wiederfinden.

Wenn die Umwelt gefährdet ist und das ist sie wohl schon immer durch die Tätigkeit des Menschen, dann sollte Mann/Frau auch mal überlegen, welche der Gefährdungen wir uns in Zukunft leisten können und wollen.

Es ist wohl wahr, dass es ein überdurchschnittlich hohes Artensterben gibt durch den Einfluss des Menschen; es ist auch wahr, dass es durch die Begradigung von Flüssen, durch die Vertiefung von Fahrrinnen, durch die Versieglung von Flächen, mehr Überschwemmungen gibt. Auch die Verschmutzung der Meere, der Böden und der Luft ist ein Fakt, der nicht zu leugnen ist.

Was davon, und von den anderen Gefährdungen, wollen wir uns in Zukunft noch leisten? Mit dem „wir“ meine ich auch „wir“, denn wir alle werden darunter leiden. Wir vergiften uns mit dem medikamentenverseuchten, chemikalienversetzten, plastehaltigem Wasser, unsere Häuser werden überschwemmt und weggerissen von Sturzfluten oder Erdrutschen, wir müssen den Lärm in den Städten, an den Flughäfen und Autobahnen ertragen und es macht uns krank, wie auch die kurzwellige Strahlung für die mobile und „smarte“ Telefonie. Der Müll droht uns zu überschwemmen, Krankenhauskeime bringen Menschen um, der Konsum von digitalen Medien macht unsere Seele krank und vergiftet unser Gehirn, und so weiter. Wir haben eine ganze Menge Probleme.

Einige davon können wir an die „dritte Welt“ abschieben. Von dort kommen sie aber in Form von Wirtschafts- und Elendsflüchtlingen zu uns zurück.

Einige, die Großaktionäre, die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte, die können sich zurückziehen auf ihre Jachten im Mittelmeer, auf ihre Ressorts in der Karibik, in ihre schallisolierten und klimatisierten Stadtvillen und hinter die Scheiben ihrer Limousinen. Aber das werden sie auch müssen, denn die Luft draußen wird heißer für die Schmarotzer und Verhinderer. Längst haben die Leute auf der Straße eine Ahnung davon, wer verhindert, ein wenig Vernunft einziehen zu lassen in das Wirtschaften der Menschen.

Die anderen werden die schmutzige Luft atmen, das verseuchte Wasser trinken, sich von dem Verzehr industrieller Nahrungsmittel krank machen lassen und sich durch „smarte“ Geräte ihre Lebenszeit verbrauchen lassen. So wird es sein, wenn nicht radikales geschieht.

Freiwillig und durch Bitten und Apelle werden sich die Aktionäre und ihre Lobbyisten, einschließlich aller Politiker, nicht dazu hinreißen lassen, darüber nachzudenken, wie die Wirtschaft, unsere ganze Politik und Kultur umzustellen wäre, um das Leben der Menschheit auf diesem Planeten noch einige Jahrhunderte zu erhalten. Das Leben für alle Menschen auf dem Planeten lebenswerter zu machen, darüber können wir nachher sprechen.

Es wird also so bleiben, wie es ist. Haltet die Geldbeutel fest und die Taschen zu. Sie ziehen den letzten Cent und versenken stattdessen Lügen.

Ich sehen eine, eine einzige Möglichkeit: Die Demokratie muss zu dem gemacht werden, was sie verspricht – alle Menschen müssen an den Entscheidungen, die uns alle betreffen, teilnehmen. Und, wir leben in einer Zeit, in der uns die Technik zur Verfügung steht, eine solche Demokratie zu leben.

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Wer trifft die Entscheidung?

Das Automobil soll nach Willen der Autobauer „intelligent“ werden. Es soll mit „künstlicher Intelligenz“ dann selbstständig Entscheidungen treffen. Wir haben aber alle ein Problem damit.

Zitat(Merkur 2017):

In der Philosophie wird das Dilemma des Tötens, um Leben zu retten, als »Weichenstellerfall« diskutiert: Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht fünf Personen zu überrollen; die einzige Handlungsoption eines Zeugen neben dem Weichenhebel besteht darin, die Bahn auf ein Nebengleis umzuleiten, wo sie nur eine Person überfahren würde. Der Tötungsbeschluss, den diese Weichenstellung enthält, wird in der sogenannten Fetter-Mann-Variante explizit, wenn man alternativ die Straßenbahn dadurch zum Halten bringt, dass man – möglicherweise nach einem erbitterten Zweikampf – einen fetten Mann von der Brücke auf die Schienen stößt.

Zitat (heise 4.Nov. 2019):Das Szenario ist simpel: Eine außer Kontrolle geratene Straßenbahn rast auf eine Gruppe von Menschen zu. Ein Beobachter steht zufällig am Weichenhebel und hat die Möglichkeit die Straßenbahn auf ein Nebengleis umzuleiten, auf dem sich „nur ein“ Bahnarbeiter befindet. Sollte der Beobachter nun den Hebel betätigen und eine Person zugunsten Mehrerer opfern?

Aber die Entscheidung, wen, von den zur Auswahl stehenden Personen, das Auto zu Tode bringt, wird weit vorher getroffen. Der Besitzer des Autos, mag es nun eine einzelne, private Person sein, mag es eine Gesellschaft sein, die Autos verleiht oder eine Gemeinschaft, die gemeinsam einen Park von Mobilen betreibt, um sich gelegentlich daraus zu bedienen, sie alle haben die Entscheidung getroffen, als sie sich für einen bestimmten Hersteller und ein bestimmtes Erzeugnis entschieden.

Nämlich: Die Entwickler haben einen Algorithmus implementiert, den sie nach ihren Erfahrungen, den ihnen bekannten Gesetzen und nach anderen Kriterien so gemacht haben und für richtig halten. Die Entwickler des einen Herstellers kommen aus Asien, die des anderen aus den USA, die nächsten aus Indien oder aus Europa. Jeder hat für sich ganz andere Vorstellungen und Erfahrungen. Aber von ihnen hängt ab, welche Entscheidungen das zukünftige Auto trifft, bei der Auswahl der Tötungsvorrangigkeit. Der Autokäufer entscheidet sich nur noch für eine Marke, ein Modell, wahrscheinlich ohne zu wissen, wie das Auto programmiert ist und welcher Vorrang also schon vorgegeben ist. Möglicherweise interessiert sich der Käufer nicht einmal dafür.

Das Auto fährt und es kommt zu einem Unfall und ein Mensch muss sterben. (Oder es sterben sogar mehrere.)

Wer bekommt jetzt den Ärger? Wer muss sich vor Gericht verantworten für das totgefahrene Kind oder die Frau, die umkam bei dem unvermeidlichen Unfall? Es ist in jedem Fall eine vorsätzliche Tötung, denn es wurde vorher genau abgewogen, wer getötet werden soll. Die Programmierer waren beteiligt, der Hersteller (die Firma) und auch der Käufer. Wer muss gerade stehen? Das Auto ist ein Ding. Es wird schon beim Unfall verschrottet.

Der Besitzer? Der Fahrer? Der Betreiber? Der Hersteller oder gar die Programmierer? Wer muss sich rechtfertigen?

Wenn wir tiefgründig über das Straßenbahn-Problem nachdenken, können wir uns, jedenfalls eigentlich – nicht entscheiden. Unsere Moral erlaubt uns nicht ein Leben gegen ein anderes auszutauschen, aufzurechnen oder sonst wie damit umzugehen. Wir erinnern uns an den Gerichtsentscheid, als es darum ging, ob ein Passagierflugzeug abgeschossen werden darf, wenn es von Terroristen besetzt ist und diese drohen in ein Kernkraftwerk zu steuern. Der Bundesgerichtshof hat verboten, das Flugzeug abzuschießen.

(Anders vielleicht bei einem Inder, der sich entscheidet, das Leben der heiligen Kuh zu schonen und besser drei Frauen, davon gibt es in manchen Teilen Indiens zu viele, zu Tode zu fahren. Wenn das Fahrzeug von einem Inder programmiert wurde, kann es also einem deutschen Autofahrer passieren, dass er gegen einen Baum gefahren wird, wenn eine Hirschkuh im Wege steht.)

Es gibt keine Lösung für unser Problem. Man nennt das Dilemma, wenn jede mögliche Lösung nicht möglich ist. Wenn wir schnell zu einer Entscheidung gezwungen werden, dann entscheiden wir, oder auch nicht, das ist dann auch eine Entscheidung. Aber wir treffen sie auf keinen Fall nach Faktenlage und ausreichender Überlegung.

Mit der Herstellung und Programmierung frei fahrender Fahrzeuge ist es nun aber notwendig, diese Entscheidung zu treffen und zwar lange bevor die Entscheidung gefordert wird. Wir wissen nur, das Ergebnis der Entscheidung wird irgendwann eingefordert.  Wir haben den Mord programmiert.

Es gibt Leute, die können damit umgehen. Jeder der Waffen herstellt, vertreibt, programmiert, usw. hat diese Entscheidung schon für sich getroffen. Es ist eine lange Tradition, die Waffenherstellung und der Waffeneinsatz. Und bei der Verteidigung des Landes oder auch der Familie kommt bei uns kaum die Frage auf, (so wie es in der Vergangenheit auch oft praktiziert und ausgenutzt wurde) ob es moralisch sei, die Soldaten des Gegners zu töten. Anders, wenn wir den eigenen Angriff für unmoralisch halten oder wir es für verwerflich halten, an eine kriegsführende Nation Waffen zu liefern, die damit Zivilisten umbringt oder umbringen könnte.

Mit der Moral ist das also so eine Sache. Auch wenn wir uns mit Kannibalismus, so wie er in Extremsituationen selbst bei Europäern (und europäischen Einwanderern nach Nordamerika) vorgekommen ist, beschäftigen, müssen wir uns harte Fragen stellen. So wie: Wie weit ist es mit der Moral und wo kommt sie her und wo endet sie. So unbedingt und eindeutig ist das alles nicht.

Außer beim selbstfahrenden Auto. Das weiß Bescheid. Schon bevor es auf der Straße ist. Ist eben kein Mensch.

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