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Wir sind… Umweltsünder.

Die USA hat den Krieg erklärt. Nicht offiziell, das machen sie ja fast nie, aber faktisch schon…. Und ich habe es bemerkt, als ich nach den Feiertagen an der Zapfsäule stand, um mit dem Automobil zu Arbeit fahren zu können. Die Preise!!! Die spinnen ja, die Römer!!! Da hilft auch das Anheben der Pendlerpauschale nichts. Das fließt sofort wieder in die Taschen der Öl-Konzerne.

Geht es wieder mal um Öle? Und wer sind die Bösen und wer sind die Guten? – Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt „Gute“ gibt. Öl ist doch inzwischen bei allen Meinungsmachern „böse“.

Die Förderung von Erdöl ist „böse“, der Verbrauch auch. Trotzdem werden neue Pipelines gebaut, fahren Tanker um die Welt und fast alle Fahrzeuge fahren mit Erdölprodukten und sogar der Strom für E-Fahrzeuge wird überwiegend aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen gewonnen.

Wir sind immer noch im Zeitalter der fossilen Brennstoffe. Und deswegen wird auch um die Beherrschung der Ölquellen gefochten.

Mit dem Kampf um das Öl ist der Konflikt eigentlich schon ausreichend begründet. Aber es steht etwas mehr dahinter. Die USA erreicht ihr Ziel nicht, dass der Iran kleinlaut auf Knien herankriecht und um Gnade winselt. Der Irak wird innerlich zerrissen durch die beiden verfeindeten Lager/Clans/Machtgruppierungen. Und sie dürfen den Konflikt nicht unter sich austragen solange die USA und andere Westliche Mächte (auch die Bundesdeutsche Republik!) mitmischen. Die Türkei will mehr Einfluss in der Gegend, die da „Naher Osten“ genannt wird, haben und die Russen müssen zeigen was in ihnen steckt. Sie dürfen das Gebiet vor ihrer Haustür weder den USA, noch der Möchtergern-Mittelmacht Türkei überlassen. Alle können ein wenig Macht zeigen und ausprobieren, alle können Truppen schulen und Waffen ausprobieren, jeder verdient daran und die Strategen können endlich mal zeigen was sie können. So hat jeder sein Spielchen. Wenn es nicht so ernst wäre. Wenn nicht Tausende darunter leiden würden und andere Tausende daran sterben müssten und andere Tausende deswegen hungern und andere Tausende jahrzehntelang die Folgen zu tragen hätten.

Und wenn nicht auch wir, bundesdeutsche Steuerzahler, dafür zahlen  müssten.

Da findet sich keine Greta, die auf die Straße geht, mit dem Segelboot nach den USA fährt, vor der UNO auftritt, usw.

Vielleicht findet sich ja doch jemand, oder hat sich gefunden. Vielleicht sehen wir es nur nicht in unseren Medien, in unserer „Tagesschau“ und der permanenten Berichterstattung in den Nachrichtensendern, weil die Betreiber der Sender uns das vorenthalten wollen. Sie wollen uns den Protest gegen die Vernichtung von Menschenleben, gegen die Vernichtung von Leben und gegen die Vernichtung von Material, von Energie, von Arbeit nicht zeigen, damit wir nicht auf den dummen Gedanken kommen, da mitzumachen. Vielleicht gibt es diese Proteste gegen die Umweltsünden eines Krieges, dieses Krieges, ja schon.

Nichts, überhaupt nichts, ist schädlicher für Umwelt (und Mensch) als ein Krieg.

Wieviel Ölquellen haben nach dem Kuwait-Krieg monatelang COZwei produziert, in dem sie ausbrannten? Wie viel Abgase verursachen Panzer, Flugzeuge und Fregatten? Wie hoch ist die Feinstaubbelastung nach einem Feuergefecht im „Pulverdampf“? Gibt es eine nennenswerte Wolkenbildung bei der Durchquerung des feindlichen Luftraums durch ballistische Raketen? Erhöht sich die Lärmbelastung an der Hauptstraße wesentlich durch die Explosion von Minen? Ab welcher Anzahl wird das relevant? Was kostet die Herstellung von Panzern?

Unsere Regierung diskutiert gerade die Besteuerung von Luft. Wir wollen die Luft, unsere Luft, nicht besteuert haben! Wir wollen den bedingungslosen Rückzug. Und Sanktionen gegen die Kriegstreiber. Diplomatische Noten an die Botschaften wäre das Mindeste.

Ganzheitlich betrachtet ist der menschengemachte Krieg die größte Umweltsünde. Wir machen uns Gedanken, bekommen Gedanken gemacht, über Abgasbesteuerung. Die Wege des Herrn sind unergründlich. Aber ökologisch betrachtet ist ein Krieg eben nicht „bio“. Darüber sollte man mal nachdenken und auf keinen Fall einen kaufen.

Wer denn auf Nachhaltigkeit bedacht ist sollte den Krieg auch nachhaltig abschaffen.

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Aufruf zur Weihnachtswoche: Haltet eure Taschen zu!

Wo stand es? Die Steuereinnahmen des Bundes haben in den letzten 10 Jahren von rund 500 Milliarden auf jetzt 800 Milliarden Euro zugelegt.

Wo kommt das Steuergeld her? Wem haben sie es aus der Tasche gezogen?

Ich brauche nur in mein Portemonnaie (Geldbörse) zu sehen.

Das Bundesumweltamt hat ein Positionspapier zum Klimaschutz herausgegeben. Allerdings schon im Juni des Jahres und es fand wohl erst jetzt Aufmerksamkeit. Es geht darum, wie die Klimaschutzziele der Regierung der bundesdeutschen Republik im Verkehrssektor bis 2030 erreicht werden können.

Als Maßnahmen schlägt das genannte Bundesamt vor:

  • 70% Elektro-PKW,
  • höhere Steuern auf Kraftstoffe für PKW,
  • Abschaffung der Entfernungspauschale für Pendler,
  • Anreiz für den Kauf von Neufahrzeugen
  • Abschaffung des „Dienstwagenprivilegs“ (also Besteuerung)
  • Tempolimit
  • Förderung des „Umweltverbundes“ = öffentlicher Personenverkehr und Rad- und Fuß-Verkehr,
  • Energiesteuer auf LKWs
  • LKW-Maut
  • Oberleitungs-LKW auf Autobahnen

Wie das mit der Förderung des Öffentlichen Verkehrs (Nah und Fern) aussieht konnten wir in den letzten Jahren beobachten:

  • Stationären Buslinien wurden umgerüstet auf sogenannte „Rufbusse“. Das hört sich gut an, führt aber in der Praxis zur Unterversorgung, weil, wenn der Bus erst gerufen werden muss, dann ist es für den bürgerlichen Nutzer umständlich, für den Betreiber bietet es die Möglichkeit den Bus einfach „im Augenblick, also nicht jetzt frei“ zu haben, sich das also zu sparen.
  • Eisenbahnlinien wurden eingestellt. Regional wurden Schienenstränge einfach entsorgt. Sie brauchen dann nicht mehr betrieben und gewartet zu werden. Das führte nicht zum Umstieg der Fahrgäste auf den Bus, sondern zum Umstieg in das eigene Auto.
  • Fernbahnen waren nie so unzuverlässig wie heute.
  • Die einfache Fahrt im Regionalverkehr gleicht einer Preislotterie.
  • Die Bequemlichkeit der Züge hat nachgelassen, der Zustand der Technik ist zum Teil katastrophal,
  • Zu Stoßzeiten sind die Züge hoffnungslos überfüllt,
  • Und einige Dinge mehr.

Die Tempolimit-Diskussion gibt es seit vielen Jahren. Bisher hat die Lobby die Einführung verhindern können. Das wird wohl auch noch eine Weile so gehen. Die „Freiheit“ des deutschen Autofahrers einzuschränken, das geht ja auch nicht! Dabei verbringt er mehr Zeit im Stau, als dass er sich der Freiheit des Geschwindigkeitsrausches hingeben kann.  

(Das Fahrzeug verbraucht auf 100 Km etwa 7 Liter Diesel bei 120 Km/h (SUV!) – wenn aber  160 Km/h gefahren werden, dann verbraucht das Fahrzeug etwa 9 Liter auf der gleichen Strecke. Das gibt für Staat und Mineralölindustrie rund 20 Prozent höhere Einnahmen. Das ist doch perfekt, für Staat und Industrie. Für den Fahrer nicht, weil sich die Wahrscheinlichkeit von Staus erhöht, wenn einige schneller fahren als andere, die vielleicht sparen wollen.)

Was bleibt dann von den oben vorgeschlagenen und angestrebten Maßnahmen? – Es bleiben die, die dem arbeitenden Bürger Geld kosten. Dabei kann er die Entscheidung nicht einmal selbst treffen, ob er der Umwelt zuliebe seine Gewohnheiten umstellt. Auf das Pendeln zwischen Arbeitsstelle und Heim wird er nicht verzichten können.

Es werden die Pendler-Pauschalen gestrichen, die Kraftstoff-Steuer wird erhöht. Der Bürger wird gezwungen ein neues Auto zu kaufen, obwohl er sich das nicht leisten kann und umstritten ist, ob es der Umwelt wirklich nutzt, wenn Energie in die Produktion eines neuen Fahrzeugs fließt.

Auch die LKW-Maut wird der Bürger tragen müssen, denn diese wird sich in höheren Preisen im Supermarkt wiederfinden.

Wenn die Umwelt gefährdet ist und das ist sie wohl schon immer durch die Tätigkeit des Menschen, dann sollte Mann/Frau auch mal überlegen, welche der Gefährdungen wir uns in Zukunft leisten können und wollen.

Es ist wohl wahr, dass es ein überdurchschnittlich hohes Artensterben gibt durch den Einfluss des Menschen; es ist auch wahr, dass es durch die Begradigung von Flüssen, durch die Vertiefung von Fahrrinnen, durch die Versieglung von Flächen, mehr Überschwemmungen gibt. Auch die Verschmutzung der Meere, der Böden und der Luft ist ein Fakt, der nicht zu leugnen ist.

Was davon, und von den anderen Gefährdungen, wollen wir uns in Zukunft noch leisten? Mit dem „wir“ meine ich auch „wir“, denn wir alle werden darunter leiden. Wir vergiften uns mit dem medikamentenverseuchten, chemikalienversetzten, plastehaltigem Wasser, unsere Häuser werden überschwemmt und weggerissen von Sturzfluten oder Erdrutschen, wir müssen den Lärm in den Städten, an den Flughäfen und Autobahnen ertragen und es macht uns krank, wie auch die kurzwellige Strahlung für die mobile und „smarte“ Telefonie. Der Müll droht uns zu überschwemmen, Krankenhauskeime bringen Menschen um, der Konsum von digitalen Medien macht unsere Seele krank und vergiftet unser Gehirn, und so weiter. Wir haben eine ganze Menge Probleme.

Einige davon können wir an die „dritte Welt“ abschieben. Von dort kommen sie aber in Form von Wirtschafts- und Elendsflüchtlingen zu uns zurück.

Einige, die Großaktionäre, die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte, die können sich zurückziehen auf ihre Jachten im Mittelmeer, auf ihre Ressorts in der Karibik, in ihre schallisolierten und klimatisierten Stadtvillen und hinter die Scheiben ihrer Limousinen. Aber das werden sie auch müssen, denn die Luft draußen wird heißer für die Schmarotzer und Verhinderer. Längst haben die Leute auf der Straße eine Ahnung davon, wer verhindert, ein wenig Vernunft einziehen zu lassen in das Wirtschaften der Menschen.

Die anderen werden die schmutzige Luft atmen, das verseuchte Wasser trinken, sich von dem Verzehr industrieller Nahrungsmittel krank machen lassen und sich durch „smarte“ Geräte ihre Lebenszeit verbrauchen lassen. So wird es sein, wenn nicht radikales geschieht.

Freiwillig und durch Bitten und Apelle werden sich die Aktionäre und ihre Lobbyisten, einschließlich aller Politiker, nicht dazu hinreißen lassen, darüber nachzudenken, wie die Wirtschaft, unsere ganze Politik und Kultur umzustellen wäre, um das Leben der Menschheit auf diesem Planeten noch einige Jahrhunderte zu erhalten. Das Leben für alle Menschen auf dem Planeten lebenswerter zu machen, darüber können wir nachher sprechen.

Es wird also so bleiben, wie es ist. Haltet die Geldbeutel fest und die Taschen zu. Sie ziehen den letzten Cent und versenken stattdessen Lügen.

Ich sehen eine, eine einzige Möglichkeit: Die Demokratie muss zu dem gemacht werden, was sie verspricht – alle Menschen müssen an den Entscheidungen, die uns alle betreffen, teilnehmen. Und, wir leben in einer Zeit, in der uns die Technik zur Verfügung steht, eine solche Demokratie zu leben.

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Wer trifft die Entscheidung?

Das Automobil soll nach Willen der Autobauer „intelligent“ werden. Es soll mit „künstlicher Intelligenz“ dann selbstständig Entscheidungen treffen. Wir haben aber alle ein Problem damit.

Zitat(Merkur 2017):

In der Philosophie wird das Dilemma des Tötens, um Leben zu retten, als »Weichenstellerfall« diskutiert: Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht fünf Personen zu überrollen; die einzige Handlungsoption eines Zeugen neben dem Weichenhebel besteht darin, die Bahn auf ein Nebengleis umzuleiten, wo sie nur eine Person überfahren würde. Der Tötungsbeschluss, den diese Weichenstellung enthält, wird in der sogenannten Fetter-Mann-Variante explizit, wenn man alternativ die Straßenbahn dadurch zum Halten bringt, dass man – möglicherweise nach einem erbitterten Zweikampf – einen fetten Mann von der Brücke auf die Schienen stößt.

Zitat (heise 4.Nov. 2019):Das Szenario ist simpel: Eine außer Kontrolle geratene Straßenbahn rast auf eine Gruppe von Menschen zu. Ein Beobachter steht zufällig am Weichenhebel und hat die Möglichkeit die Straßenbahn auf ein Nebengleis umzuleiten, auf dem sich „nur ein“ Bahnarbeiter befindet. Sollte der Beobachter nun den Hebel betätigen und eine Person zugunsten Mehrerer opfern?

Aber die Entscheidung, wen, von den zur Auswahl stehenden Personen, das Auto zu Tode bringt, wird weit vorher getroffen. Der Besitzer des Autos, mag es nun eine einzelne, private Person sein, mag es eine Gesellschaft sein, die Autos verleiht oder eine Gemeinschaft, die gemeinsam einen Park von Mobilen betreibt, um sich gelegentlich daraus zu bedienen, sie alle haben die Entscheidung getroffen, als sie sich für einen bestimmten Hersteller und ein bestimmtes Erzeugnis entschieden.

Nämlich: Die Entwickler haben einen Algorithmus implementiert, den sie nach ihren Erfahrungen, den ihnen bekannten Gesetzen und nach anderen Kriterien so gemacht haben und für richtig halten. Die Entwickler des einen Herstellers kommen aus Asien, die des anderen aus den USA, die nächsten aus Indien oder aus Europa. Jeder hat für sich ganz andere Vorstellungen und Erfahrungen. Aber von ihnen hängt ab, welche Entscheidungen das zukünftige Auto trifft, bei der Auswahl der Tötungsvorrangigkeit. Der Autokäufer entscheidet sich nur noch für eine Marke, ein Modell, wahrscheinlich ohne zu wissen, wie das Auto programmiert ist und welcher Vorrang also schon vorgegeben ist. Möglicherweise interessiert sich der Käufer nicht einmal dafür.

Das Auto fährt und es kommt zu einem Unfall und ein Mensch muss sterben. (Oder es sterben sogar mehrere.)

Wer bekommt jetzt den Ärger? Wer muss sich vor Gericht verantworten für das totgefahrene Kind oder die Frau, die umkam bei dem unvermeidlichen Unfall? Es ist in jedem Fall eine vorsätzliche Tötung, denn es wurde vorher genau abgewogen, wer getötet werden soll. Die Programmierer waren beteiligt, der Hersteller (die Firma) und auch der Käufer. Wer muss gerade stehen? Das Auto ist ein Ding. Es wird schon beim Unfall verschrottet.

Der Besitzer? Der Fahrer? Der Betreiber? Der Hersteller oder gar die Programmierer? Wer muss sich rechtfertigen?

Wenn wir tiefgründig über das Straßenbahn-Problem nachdenken, können wir uns, jedenfalls eigentlich – nicht entscheiden. Unsere Moral erlaubt uns nicht ein Leben gegen ein anderes auszutauschen, aufzurechnen oder sonst wie damit umzugehen. Wir erinnern uns an den Gerichtsentscheid, als es darum ging, ob ein Passagierflugzeug abgeschossen werden darf, wenn es von Terroristen besetzt ist und diese drohen in ein Kernkraftwerk zu steuern. Der Bundesgerichtshof hat verboten, das Flugzeug abzuschießen.

(Anders vielleicht bei einem Inder, der sich entscheidet, das Leben der heiligen Kuh zu schonen und besser drei Frauen, davon gibt es in manchen Teilen Indiens zu viele, zu Tode zu fahren. Wenn das Fahrzeug von einem Inder programmiert wurde, kann es also einem deutschen Autofahrer passieren, dass er gegen einen Baum gefahren wird, wenn eine Hirschkuh im Wege steht.)

Es gibt keine Lösung für unser Problem. Man nennt das Dilemma, wenn jede mögliche Lösung nicht möglich ist. Wenn wir schnell zu einer Entscheidung gezwungen werden, dann entscheiden wir, oder auch nicht, das ist dann auch eine Entscheidung. Aber wir treffen sie auf keinen Fall nach Faktenlage und ausreichender Überlegung.

Mit der Herstellung und Programmierung frei fahrender Fahrzeuge ist es nun aber notwendig, diese Entscheidung zu treffen und zwar lange bevor die Entscheidung gefordert wird. Wir wissen nur, das Ergebnis der Entscheidung wird irgendwann eingefordert.  Wir haben den Mord programmiert.

Es gibt Leute, die können damit umgehen. Jeder der Waffen herstellt, vertreibt, programmiert, usw. hat diese Entscheidung schon für sich getroffen. Es ist eine lange Tradition, die Waffenherstellung und der Waffeneinsatz. Und bei der Verteidigung des Landes oder auch der Familie kommt bei uns kaum die Frage auf, (so wie es in der Vergangenheit auch oft praktiziert und ausgenutzt wurde) ob es moralisch sei, die Soldaten des Gegners zu töten. Anders, wenn wir den eigenen Angriff für unmoralisch halten oder wir es für verwerflich halten, an eine kriegsführende Nation Waffen zu liefern, die damit Zivilisten umbringt oder umbringen könnte.

Mit der Moral ist das also so eine Sache. Auch wenn wir uns mit Kannibalismus, so wie er in Extremsituationen selbst bei Europäern (und europäischen Einwanderern nach Nordamerika) vorgekommen ist, beschäftigen, müssen wir uns harte Fragen stellen. So wie: Wie weit ist es mit der Moral und wo kommt sie her und wo endet sie. So unbedingt und eindeutig ist das alles nicht.

Außer beim selbstfahrenden Auto. Das weiß Bescheid. Schon bevor es auf der Straße ist. Ist eben kein Mensch.

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Ach, übrigens…..

Heute jährt sich wohl der Tag zum dreißigsten Mal, an dem die Tür endgültig aufgestoßen wurde. Das Tor für die Annektion des demokratischen Teil Deutschlands, die wichtigste Barriere für den Einfall des Kapitalismus in die bis dahin geschützte Zone für den experimentellen Aufbau eines friedliebenden, demokratischen, gerechten Staates auf deutschem Boden, in dem nicht die Interessen des Kapitals, des Großkapitals, des Finanzkapitals im Vordergrund standen, sondern das Wohlergehen des gesamten arbeitenden Volkes, die Grenze wurde geöffnet. Die Kontrolle des Staates DDR über das Grenzregime hörte auf. Die Souveränität des Staates DDR ging damit faktisch den Bach runter. Finito.

Feierlich ist mir an solch einem Tag nicht zumute. Mich überkommt eher Traurigkeit und, ja auch, Wut. Traurigkeit, weil die Zerstörung nicht aufhört. Das Kapital hat es geschafft die sozialen und kulturellen Errungenschaften des Volkes der DDR zu zerschlagen und das Kapital gibt sich damit nicht zufrieden, sondern plündert jetzt beide Teile des arbeitenden deutschen Volkes aus. Auch die erkämpften Zugeständnisse des Kapitals, wie der 8-Stunden-Tag und das Gesundheitswesen und die Rente werden in Frage gestellt. Und das Kapital beutet noch rücksichtsloser Boden, Luft und Natur aus, als es jemals der Fall gewesen ist.

Wut, weil es nicht so aussieht, als wenn sich irgendwer dagegen auflehnen würde, weil es nicht so scheint, als wenn das aufhören könnte, als wenn es eine Kraft gäbe, die dem entgegen wirkt. Was sollen alle diese Bewegungen, diese Flüchtlingsrettung, diese Ärzte ohne Grenzen, diese Umweltrettungsvereine? Sie werden an den Oberflächen kratzen, aber sie werden dem Kapital keine Grenzen setzen. Kein Grund zu feiern. Wirklich nicht. Wir würden den Rückschritt der Menschheit feiern.

Euer Tobi.

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Wir wollen überleben!

Ich habe Zweifel, Euer Ehren!

IPPC

Im 3. Sachstandsbericht des IPCC von 2001 formulierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den damals aktuellen Kenntnisstand noch folgendermaßen: „Unter Berücksichtigung der verbleibenden Unsicherheiten ist der Großteil der beobachteten Erwärmung im Verlaufe der letzten 50 Jahre wahrscheinlich auf die steigenden Treibhausgaskonzentrationen zurückzuführen.”

Dieses in der Wissenschaft einmalige und in Fachkreisen allgemein akzeptierte Gremium hat im letzten, dem 5. Sachstandsbericht aufgrund der zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten und der Kenntnis der physikalischen Prozesse festgestellt: Es ist äußerst wahrscheinlich (die Eintrittswahrscheinlichkeit für diese Aussage liegt bei 95 – 100 Prozent), dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts war. (IPCC, SPM WG1, 2013, S. 15).

Es gibt Stimmen, die behaupten, diese Wissenschaftler (s.o.) sind alle von der Industrie bezahlte Kreaturen. Das will ich so nicht unterstützen. Einige von ihnen sind bestimmt der Überzeugung, dass die Überzeugung, die sie vertreten, die richtige sei und versuchen diesen Glauben mit wissenschaftlichen Methoden zu untermauern. Aber das ist es. Weder der Bericht (s.o.) ist ausreichend mit wissenschaftlichen Methoden zu untermauern und das Gegenteil eben auch nicht.

Trotzdem ist das gar nicht der Punkt, über den diskutiert werden muss! Die menschliche Anwesenheit auf dem Planeten wirkt sich in jedem Fall auf die Biosphäre und alle anderen Sphären aus. Wir machen Löcher in die Erde, wir lassen Wolken abregnen, wir blasen Abgase in die Luft. Das machen wir, weil wir da sind und weil wir da sein werden und uns bewegen. Darüber muss doch nicht diskutiert werden!

Verbrauch verringern

Die Sonnenenergie und die Windenergie haben eine zu geringe Flussdichte, als dass sie den steigenden Energiebedarf der Menschheit befriedigen könnten. Der Mensch ist ein Energie-„verbraucher“. Die Industrie, die Produktion, die Kommunikation (Zitat: „Eine Untersuchung des Schweizer Bundesamts für Umwelt bezifferte den Stromverbrauch für den Betrieb des Internets in der Schweiz 2012 auf 4,6 Millionen Kilowattstunden, das sind rund acht Prozent des gesamten Schweizer Stromverbrauchs. Wäre das Internet ein Land, hätte es weltweit den sechstgrößten Energieverbrauch, sagt Greenpeace.) inzwischen auch, verbrauchen viel Energie, um uns unseren täglichen Komfort zu schaffen. Energieeinsparung ist notwendig, aber, sie darf (und wird auch) nie zur Energiebedarfsverringerung führen. Die Menschheit braucht die Energie, um sich weiter zu entwickeln. Und wenn die Menschheit, die menschliche Kultur, sich nicht weiter entwickelt, dann ist die menschliche Kultur am Endpunkt angelangt.

Wie viele Windräder wir auch aufstellen, wie viele Speicherwerke wir bauen, es wird nicht reichen. Entsetzlich, in jeder Publikation, in jeder Nachrichtensendung, in jeder Wahlkampfansprache und in den täglichen, allzu alltäglichen Gesprächen geht es um Energie-Einsparung. Gemeint ist Verringerung! Und darauf wird das Denken auch im Hintergrund auch ausgerichtet.

Das aber ist Unwissen (Dummheit) oder Ignoranz. Es muss und es wird einen Zuwachs an Energieverbrauch geben. Im Übrigen zeigen das auch die gezeigten Kurven (IPCC). Nicht darüber zu sprechen, sondern die Verringerung von Energieverbrauch zu fordern, ist schon ein Kunststück der Manipulation, eine Glanzleistung bei der Verdrehung der Tatsachen und Meinungen. Es ist Meinungsmache.

Ich habe nichts gegen Einsparung. Ich habe auch nichts gegen Effizienz. Ein normaler häuslicher Laser-Bürodrucker verbraucht zwischen 30 und 80 Watt pro Stunde im Stand-By-Betrieb. Das läppert sich im Monat auf immerhin über 50 kWh! Da kann gespart werden, das muss nicht sein. Wir haben sehr viele Geräte (TV-Anlage, Waschmaschine, Einbruchssensoren, Ladestationen, Radio, usw.) die ähnlich wenig tun und trotzdem Energie verbrauchen.

Effizienz erhöhen

Ich habe auch nichts gegen Windräder oder Photovoltaik. Früher standen auch Windmühlen in der Gegend rum. Wahrscheinlich hat sich niemand darüber aufgeregt. Aber, die gewonnene Energie wurde auch am Ort verbraucht. Wenn die Mühle klapperte, dann für den Profit des ansässigen Müllers und zum Brotbacken in der Gemeinde.

Dort, wo es nachhaltigen Nutzen bringt, wo nachgewiesen auch mehr Energie gewonnen wird, als verbraucht, da wo nachgewiesen wird, dass die Energie auch nutzenbringend gespeichert werden kann, da soll es sein. Hierin bestehen aber Zweifel.

Viele Windräder wandeln an windigen Tagen viel Wind-Energie in elektrische um, die aber nicht abgenommen werden kann. Die Betreiber der Windräder werden für die Nicht-Abnahme (wegen der Garantie-Abnahme) der elektrischen Energie entschädigt! Das ist Marktwirtschaft. Der Markt braucht die Energie nicht, es wurden Windräder gebaut, die der Markt nicht braucht und all das wird vom Bürger, der an dem Markt gar nicht teilnimmt, (über die Stromsteuer) bezahlt. Sauber! Alle Achtung! Aber die Windradherstellerindustrie hat was davon und vor allem die großen Betreiber.

Überlandleitungen werden gebaut. Das würde vielleicht bei der Verteilung an Energie-Bedürftige helfen. Die elektrische Energie wird zwar unter hohem Verlust transportiert, aber immerhin könnte sie zu einer sinnvollen Verwendung gelangen. Die lokal erzeugte Energie könnte lokal gespeichert und zu anderen Zeiten verbraucht werden. Dann würden die ökonomisch/marktwirtschaftlich katastrophalen Aufwendungen für den Transport entfallen. Aber, daran scheint niemand interessiert, der Verlust wird ja bezahlt. Wer? Die, die weder vom Bau der Trassen, noch vom Transport, noch von den Einnahmen der Radbetreiber etwas haben: Bürger, kleinen Leute, Familien, Rentner.

Den Ausstieg aus der Kohle, im Prinzip bin ich dafür. Fossile Energieträger zu verbrennen bringt unkalkulierbare Änderungen der Zusammensetzung der Atmosphäre mit sich, verschandelt die Landschaft, zwingt Leute ihren angestammten Wohnsitz zu verlassen. Anders als die Verbrennung von Holz, das dem aktuellen CO2-Kreislauf entnommen wird, stellt die Umwandlung von Kohle, Erdgas und Erdöl in Energie und Umwandlungsprodukten (z.B. CO2) ein sich über Jahrmillionen entwickelndes Gleichgewicht in Frage.

Geld machen

Allerdings ist hier Ehrlichkeit gefragt. Es geht wohl eher um einen Scheinausstieg. Fehlende Kohle, wegen Einstellung der Förderung, wird aus dem Ausland, zum Beispiel aus Kolumbien, bezogen. Oder: An Stelle von Kohle wird Erdöl oder Erdgas verbrannt, also nur andere, aber auch fossile Energieträger. Die Einführung der CO2-Steuer hat hierzu einiges getan, führte aber nicht zur Verringerung der Emissionen, sondern nur zur Verschiebung der Lokalitäten. Und steigert die Gewinnmargen der Energiekonzerne.

Ausstieg aus der Stein- und Braunkohle in Deutschland bringt also für den globalen CO2-Ausstoß gar nichts. Im Gegenteil, es fallen neue Transportaufwände an. Die allerdings werden von Leuten bezahlt, die nichts von der Steigerung der Gewinnmargen haben.

Ich bin auch für die Schließung der Atomkraftwerke. Jedenfalls die jetzt bestehenden sollten so bald wie möglich geschlossen werden. Auf der einen Seite sehe ich hier die Gefahr Havarie wegen der fehlenden Wartung und Überprüfung der Sicherheit, auf der anderen Seite die Gefahr der Beeinflussung von außen und als drittens natürlich die unfallbedingte oder auch absichtliche Zerstörung der Kraftwerke. Beispiele kennen wir, und Fukushima und auch Tschernobyl sind uns in Erinnerung. Aber:

Alternativen suchen

Keine Art der Energieerzeugung ist so effizient und so sauber wie die Nutzung der Kernenergie. Wahrscheinlich kommen auch mehr Leute durch Kohlestaub, Stickoxide und sonstige Nebenprodukte bei der Erzeugung von Strom aus fossilen Energieträgern um, als durch Strahlung aus Kernkraftwerken, ob nun aus betriebenen oder havarierten.

Den Ausstieg aus der Kernkraft (bis 2022 in Deutschland) lässt sich auch unmöglich den Klimaaktivisten unterjubeln, trotz deren Inkompetenz in Kernkraftfragen. Hier ist die Motivation eine andere. Die gängige Begründung für den Ausstieg ist die Gefährlichkeit der Technologie für den Menschen. Als ob sich „der Mensch“ jemals um die Gefährlichkeit einer Technologie wirklich gekümmert hätte! Selbst Nobel würde drüber lachen!

Aber hier mal wegen des Atommülls: (Zitat:) „Gebrauchte Brennstäbe strahlen am stärksten, wenn man sie gerade aus dem Reaktorkern geholt hat. Daher müssen sie dann erst mal ins Abklingbecken. Die Strahlung sinkt dann aber rapide. Nach 1 Monat ist nur noch 25 % der Radioaktivität vorhanden, nach 6 Monaten noch 8 %, nach 1 Jahr noch 5 %,
nach 10 Jahren noch 0,8 %,
nach 20 Jahren noch 0,6 %,
nach 100 Jahren noch 0,08 %, ….  Aber eben: Wozu verbuddeln? Da steckt Energie für 1000 Jahre in >>Schnellen Brütern<< drin.

Frankreich nimmt inzwischen verbrauchte Brennstäbe (Atommüll) ab, um sie weiter zur Energiegewinnung zu nutzen. Auch Russland verarbeitet inzwischen Brennstäbe weiter.

Es gibt Technologien, zum Beispiel die Kernfusion, die die Gefahr durch Strahlung minimieren. Die Entwicklung dieser Technologien läuft sehr gedämpft. Wenn hier die Milliarden Euro reinfließen würden, die im Emissionshandel verdient werden, dann käme das vielleicht schneller voran.

Verschwendung beenden

Der Transport von elektrischer Energie über Überlandleitung verschluckt und verschwendet dreißig Prozent der bereitgestellten elektrischen Energie. Die Herstellung und anschließende Entsorgung von ungenutzten Lebensmittel, Geräten, Industrieerzeugnissen, und so weiter, verbraucht Energie ohne irgendeinen Nutzen für die Menschheit darzustellen (Das Verdienen (?!) von Geld ist KEIN Nutzen für die Menschheit oder die Mehrheit der Menschen!).

Wenn jemand zu McDxxxx geht, sich dort überfrisst und noch gezuckerte Säure zur besseren Verdauung einverleibt, sich anschließend auf ein Ergometer-Sport-Fahrrad-Gerät setzt, um die Kalorien wieder abzuarbeiten, der betreibt Verschwendung. Es sei denn er empfindet dabei ein, anders nicht zu erreichendes, Glücksgefühl.

Die Transporte von Waren in uneffektiven Transportmitteln verbrauchen mehr Ressourcen als notwendig. Und es gibt noch einige Beispiele mehr, die nicht nur nach Verschwendung aussehen, sondern es auch sind. Hier soll sich etwas ändern. Das ist ein Grund, auf die Straße zu gehen.

Wir brauchen Energie

Die Menschheit braucht Technologien. Die Entwicklung der menschlichen Kultur hängt wesentlich vom Angebot an Energie ab. Wenn die Höhlenmenschen sich beim Anbrennen ihres Holzfeuers gefragt hätten, ob das ökologisch vertretbar ist, wären wir vielleicht nie zu einem gebratenen Steak gekommen. Ohne ausreichend vorhandene Energie stagniert die Entwicklung der menschlichen Kultur; ohne Weiterentwicklung der menschlichen Kultur wird die Menschheit sich nicht weiterentwickeln und was sich nicht entwickelt, das zerbricht letztendlich oder wird überrollt.

Der Bedarf an Energie wird also steigen. Das darf nicht verschwiegen werden. Darüber aber wird selten geredet. Stattdessen wird der Eindruck vermittelt, alles hängt von der Verringerung des CO2 –Gehaltes der Atmosphäre ab und damit von der Menge der erzeugten Energie aus fossilen Energieträgern und das müsse verringert werden.

Das ist aber gar nicht die Frage. Wir müssen Möglichkeiten finden, die Raketen zum Mars zu starten, mit möglichst geringer Beeinflussung unserer Lebensgrundlage – der Natur. Wir müssen Wege finden die riesigen Datenmengen zu speichern (was eine ebenso enorme Menge an in Wärme umgewandelte Energie bedeutet) ohne unseren Planeten zu verwüsten.

Das wird der Menschheit nicht gelingen, wenn wir einige wenige auf und an den Strombörsen Geld verdienen lassen, oder an sinnbefreiter Produktion, oder am Transport von Schweinehälften, einmal durch Europa und zurück.

Stopp der Abzocke

Das ist  es: Jede Gewinnung/Umwandlung von Energie muss auf den Prüfstand: Hilft sie uns allen oder füllt es nur den Geldbeutel von einigen?

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